29. Mai 2008

Cosmopolitan und angehender Rioja

Na, was lässt sich bei dieser Überschrift vermuten?
Ja genau - ich hab' ihn schon gesehen, gestern abend in einer der zig Preview-Vorstellungen mit hunderten von Frauen in High Heels: Sex and the City - the movie!

Zum Film: Großartig!!! Wer die Serie geliebt hat, wird auch den Film lieben. Aber: 1. hab' ich den Film leider auf deutsch gesehen, was ihm sicher - wie der Serie ja auch- sicher einiges an WItz genommen hat, also werde ich ihn mir sicher nochmal auf englisch antun, 2. an die Kurzweiligkeit der Serie kommt der Film leider auch nicht ganz dran... Aber ich kann jedem nur empfehlen, selbst zu schauen und die Taschentücher nicht zu vergessen, denn man weint entweder vor Freude oder vor Rührung doch sicher ein bißchen. Get Carried away!
Danach habe ich natürlich mit einer Freundin einen, wirklich nur einen Cosmopolitan getrunken. Tja, und was soll ich sagen: der muss schlecht gewesen sein!
Mann, kann ich denn wirklich gar nix mehr ab? Heute morgen bin ich mit einem Schädel aufgewacht, der seinesgleichen sucht. Das machte es natürlich nicht viel einfacher bei meinem Lauf heute. Aber es war ja heute sowieso nur eine kleine Runde geplant, die ich mir dann auch mit meinen Kopfschmerzen zugetraut habe. Und siehe da: jetzt sind die Kopfschmerzen weg!!!
Meine Beine waren sehr müde und steif heute morgen und bei Kilometer 4,11 musste ich eine kurze Gehpause aufgrund von Seitenstichen einlegen, aber im Großen und Ganzen lief es dann doch erstaunlich gut. Außerdem habe ich mit diesem Lauf heute meine ersten 200 Laufkilometer vervollständigt - das ist doch schon mal was!

Daten und Fakten zum heutigen Lauf:
Distanz: 4,73 km Zeit 00:35:10 Durchs. Tempo: 7:26 min/km Durchs. Geschw.: 8,1 km/h

Den Rest des heutigen Tages werde ich mit Packen verbringen, denn morgen geht es ab in den Urlaub und um Euch alle mal ein bißchen neidisch zu machen, zeige ich Euch hier mal ein paar Bilder.
Vor zwei Jahren waren Ulf und ich bereits einmal in Conil de la Frontera an der spanischen Costa de la Luz (Küste des Lichts - diesen Namen hat sie wahrlich verdient) und es hat uns so gut gefallen, dass wir unbedingt noch einmal und dann für länger hinwollten. Damals waren wir nur für einen 1-wöchigen Kurztrip in einem sehr netten Hotel. Diesmal bleiben wir zwei Wochen und haben uns eine Ferienwohnung gemietet, so dass wir all' die Köstlichkeiten aus dem spanischen Supermarkt, dem freitäglich stattfindenden Markt in Conil und dem kleinen und ursprünglichen Fischereihafen so richtig werden genießen können. Vor zwei Jahren hatten wir nämlich den ganzen Minibar-Kühlschrank mit Melonen, Serrano-Schinken und Rioja vollgestopft, weil wir es geliebt haben, dies beim Sonnenuntergang auf dem eigenen Balkon zu genießen. Diesmal sind wir da also sehr viel freier! Schon seit Wochen freue ich mich auf diese kleinen Picknicks, auf die herrlichen Sonnenauf- und untergänge, auf die kleine, urige Strandbar, die vielen kleinen Restaurants, wo man für vernünftige Preise den unglaublich leckersten Fisch (Thunfisch und Schwertfisch direkt vor der Küste frisch gefangen) bekommt, den ich je gegessen habe. Das Schöne an Conil ist auch, dass es vom Massentourismus bisher ziemlich verschont geblieben ist. Nur 10 Auto-Minuten nördlich an der Küste liegt allerdings Novo Sancti Petri, wo sich diverseste Hotel-Architekten ausgetobt haben. Der Vorteil daran ist, dass wir dort die Auswahl aus ungefähr 6 Golfplätzen haben, die wir bespielen können. Auf unserem Reiseplan steht diesmal auch der Besuch von Sevilla, denn beim letzten Besuch hatten wir ja nur eine Woche und haben uns da mit der Besichtigung der vielen kleinen weißen Dörfer und Jerez de la Frontera begnügt.
Vor ca. 4 Jahren waren wir auch schon einmal an der Mittelmeerküste Andalusiens und haben da bereits die Alhambra in Granada (wundervoll!) , Ronda und die umliegenden weißen Dörfer sowie Gibraltar und Malaga besucht.
Ob ich einen Kontakt ins Internet haben werde, kann ich derzeit noch nicht beurteilen, aber selbstverständlich erhalten alle geneigten Lesert nach meiner Rückkehr einen ausführlichen Bericht!

26. Mai 2008

Ansteckung, Stuten und der Präsident

Gestern morgen ging fast direkt an unserer Wohnung vorbei der erste Berliner Velothon - über entweder 60 km oder 105 km. Da mein Schatz in den letzten Jahren mit mir auch immer zum Marathonjubeln gegangen ist, musste ich diesmal mit ihm natürlich auch zum Velothonjubeln gehen. Zur Erklärung: Mein Schatz ist passionierter Rennrad-Fahrer! Da es allerdings schon etwas länger her ist, dass er sich mal in den Rennrad-Sattel geschwungen hat, war mir schon fast klar, dass es nach dem Zugucken wieder bei ihm kribbeln würde.
Dem war dann zwar auch so, aber aufgrund verschiedenster sonntäglicher Verpflichtungen und Aufgaben wurde aus seinem Fahrrad-Ausflug nix. Gegen Abend wurde er dann aber so unleidlich, dass ich tatsächlich folgenden seltenen Satz aus seinem Munde hörte: "Du, ich glaub, ich geh' 'ne Runde joggen!"
Ach nee... über mich immer grinsen und jetzt aber selber los wollen. Großzügig wie ich bin, habe ich ihm dann auch noch die Nutzung meines Forerunners angeboten, denn für technischen Schnickschnack ist so'n Doktor der Ingenieurwissenschaften natürlich immer zu begeistern. In einem Affenzahn rannte mein Herzblatt dann die von mir auch immer favorisierte Spreerunde, kürzte allerdings auf 3,9 km ab und war nach 22 Minuten wieder hier... Monatelang hat dieser Mann nichts getan und rennt dann mal eben mit einer Durchscnittspace von 5:40 min/km fast 4 Kilometer! Die Welt ist ungerecht! Allerdings bin ich der Überzeugung, dass er nicht wirklich sinnvoll gelaufen, sondern mehr oder weniger gesprintet ist. Als er dann nämlich wieder hier war, kriegte man keinen Ton aus ihm raus, er war völlig fertig und bestätigte mir auch, dass er sich während des Laufs wohl nicht mit mir hätte unterhalten können. Also auch nicht gut, aber trotzdem unfair! Heute morgen tat ihm dann aber wenigstens zur ausgleichenden Gerechtigkeit alles weh...
Heute morgen war ich dann wieder dran und diesmal wollte ich definitv reine 5km laufen, ohne dass das WarmUp mitgezählt wird und in meinen FR-Daten auftaucht. Also habe ich erst die Start-Taste gedrückt als ich nach ca. 5 min Gehen losgelaufen bin. Schon nach ca. 800m musste ich verlangsamen und den von mir eingestellten Puls-Alarm ausschalten, denn die Uhr hätte dauergepiept.... Mann, bin ich froh, dass ich zu Beginn meines Laufens vor drei Monaten noch keine Pulsuhr hatte. Bei diesem Lauf heute hatte ich eine Durchschnittsherzfrequenz von 180 bpm - IM DURCHSCHNITT!!!! Das heißt, vor drei Monaten war die wahrscheinlich noch viel höher und wenn ich das damals gewusst hätte, hätte ich das Laufen wahrscheinlich gleich wieder gelassen aus Angst, gleich direkt einen Herzinfarkt zu erleiden. Ich finde es jetzt zwar ganz witzig zu sehen, wie meine Herzfrequenz so aussieht, aber mittlerweile weiß ich, dass das gar nix aussagt. Schließlich habe ich die letzten zehn Jahre fast gar keinen Sport getrieben und hatte wahrscheinlich schon einen tierisch hohen Ruhepuls, da ist natürlich klar, dass die Herzfrequenz bei sportlicher Aktivität in die Höhe schnellt wie 'ne Pershing II.
Den Pace-Alarm des FR finde ich dagegen richtig gut, denn der hat mich heute sicher oft davor bewahrt zu schnell zu werden, mich aber auch ein paar Mal ermahnt, nicht zu lahm durch die Gegend zu traben. Das hilft mir sicher, ein vernünftiges Tempo zu halten. Heute habe ich meine Strecke dann so erweitert, dass ich bis zum Schloss Bellevue hochgelaufen bin, unserem Bundespräsidenten zugewinkt habe und dann auf der anderen Seite der Spree wieder zurück bin. Erstaunlich viele Frauen kamen mir heute entgegen, die allerdings alle zuerst aus den Augenwinkeln taxierten, kurz vor der wirklichen Begegnung aber wegguckten und auf mein freundliches Nicken und 'Hallo' natürlich nicht reagierten. Oh Mann - sind alle Frauen so? Oder nur deutsche Frauen oder nur Berliner Frauen? Wo sind all' die netten Läuferinnen, die man hier in der Internet-Läufer-Welt kennen lernt? Ich hasse diese Stutenbissigkeit unter Frauen und werde stumpf weitergrüßen, so!
Als ich dann nach knapp 5 km wieder zu Hause war, ging es mir aber so gut, dass ich noch eine kleine Runde drangehängt habe und so schließlich auf 5,59 km gekommen bin. War super heute und ich werde jetzt mit langsamen Schritten zunächst an einer Distanzverlängerung arbeiten und nicht am Tempo! Die nächsten beiden Tage sind Ruhetage und dann gibt es noch einen lockeren Lauf am Donnerstag, bevor ich mich dann auf spanischem Boden austoben werde!

Daten und Fakten zum heutigen Lauf:
Distanz: 5,59 km Zeit 0:42:04 Durchs. Tempo: 7:32 min/km Durchs. Geschw.: 8 km/h Durchs. HF: 180

24. Mai 2008

Einfach nur laufen

Einfach nur schön war mein heutiger morgendlicher Lauf auf meiner Hausstrecke, 5km rund um die Spree!
Mein Wecker wollte mich eigentlich schon um 6:30 Uhr aus dem Bett schmeißen, um die morgendliche Frische und Ruhe beim Laufen ganz genießen zu können. Aber da wir gestern abend mit Freunden gegrillt, mit Sekt auf mein neues Auto angestoßen und dann noch zwei Gläschen Rotwein getrunken haben, veranlasste mich mein innerer Schweinehund, noch bis 7:30 Uhr liegen zu bleiben. Um 7:47 Uhr (nach halber Banane und einem Glas Wasser, ausgerüstet mit iPod und FR 305 - kam mir vor wie ein Astronaut mit all' der Technik) meldete mein Forerunner dann meinen Start ab zu Hause. Viel zu berichten gibt es über diesen Lauf eigentlich nicht wirklich, was ich aber als sehr positiv werte, denn es lief sich einfach so dahin. Es war glücklicherweise noch relativ wenig los auf meinen Pfaden und ich hatte mir einfach nur ein gemächliches Tempo vorgenommen in dem ich heute einfach mal durchlaufen wollte, ohne von Seitenstichen oder ähnlichem gebremst zu werden. Genau diese Rechnung ging auch auf. Ab und an habe ich mal auf meinen Virtual Partner gelinst, der immer so einen Vorsprung von 200 m hatte, was sich natürlich dadurch erklärt, dass ich nicht von Beginn an gelaufen, sondern die ersten 5 Minuten (wie immer!) gewalkt bin. Gen Ende stellte ich dann erfreut fest, dass der Vorsprung auf 110 m geschmolzen war, was mich auf den letzten 300 m nochmal zu einem Endspurt anstachelte, aber einzuholen war er natürlich nicht mehr.
Es hat heute einfach nur Spaß gemacht, ich habe mich die ganze Zeit während des Laufs unheimlich wohl gefühlt und ich denke ich bin auf dem richtigen Weg im Umgang mit dem FR. Denn schlimm wäre ja, wenn ich mich jetzt zum Sklaven der Technik machen und gar nicht mehr auf meinen Körper hören würde. Das war mir von Anfang an das Wichtigste, dass ich mich wohl und gut fühle beim Laufen und das soll auch weiterhin so bleiben.
Nach Abschluss meines Trainings habe ich dann natürlich vergessen auf die Stop-Taste zu drücken, weil ich dachte, dass der FR automatisch stoppt, wenn ich die vorgegebene Distanz von 5km erreicht habe. Aber Pustekuchen - so zählte er noch lustig 30 sec. weiter, was ich erst nach der Dehnung meiner rechten Wade festgestellt habe. Daher eine leicht verfälschte Zeit. Aber gut, mein FR und ich müssen uns halt erstmal kennen lernen...

Daten und Fakten zum heutigen Lauf:
Distanz: 5,13 km Zeit 0:40:28 Durchs. Tempo: 7:54 min/km Durchs. Geschw.: 7,6 km/h Durchs. HF: 162

22. Mai 2008

Hach, wat'n schönes Spielzeug!

Heute war er also gekommen, der erste Lauf bei dem ich nicht mehr alleine sein sollte. Er war bei mir, mein Forerunner 305.
Den halben Nachmittag habe ich mit der Installation und verschiedenen Experimenten von Software verbracht, aber glücklicherweise hattet ihr mir ja netterweise gute Tipps gegeben. Außerdem kann ich diesen Thread im Runner's World-Forum wirklich wärmstens empfehlen, denn er bietet wirklich alle Links, die man in der Forerunner-Dimension braucht.
Mit GPSies habe ich schon mal eine Strecke auf den FR 305 geladen und war dann aber natürlich neugierig auf seine Fähigkeiten beim Lauf selbst. Natürlich habe ich längst noch nicht alle Features und Möglichkeiten entdeckt, aber das macht die Freude ja dann umso länger. Strecken in Andalusien sind aber bereits erstellt und warten auf ihre Übertragung für den Urlaub!!!
Heute hab' ich also die erste Möglichkeit getestet und hab' dem Forerunner gesagt, dass ich 5 km in 35 Minuten laufen möchte. Dazu hätte ich natürlich eine Pace von 7 min/ km halten müssen. Hätte mir klar sein müssen, dass das nahezu unmöglich ist, zumal ich die ersten 5 Minuten zum Aufwärmen gewalkt bin. Dann bin ich ziemlich schnell angegangen, was ich natürlich später bitter bereut habe, weil ich dann mit starken Seitenstichen wieder eine Gehpause einlegen musste.
Trotzdem war der Lauf - für seine Tageszeit - toll, ich habe für die 5 km 38:39 gebraucht, was inklusive Gehen eine ziemliche Leistung ist, wenn man bedenkt, dass ich beim Catania-Benefizlauf die ganze Zeit gelaufen bin und nur 2 Minuten schneller war. Allerdings habe ich wieder festgestellt, dass mir das morgendliche Laufen definitiv besser gefällt, atmosphärisch und auch temperatur-technisch!
Außerdem hatte ich mir überlegt, dass ich mich komplett auf meinen neuen Mitläufer konzentrieren möchte und bin daher heute wirklich das allererste Mal ohne Musik gelaufen. Das hat mir erstaunlich gut gefallen - hätte ich gar nicht gedacht!
Nach dem Lauf habe ich die Daten mit SportTracks ausgewertet und bin total begeistert von dem Tool, was man sich da nicht alles auswerten lassen kann... Herrlich für eine Computerverrückte wie mich!
Spiele derzeit auch mit dem Gedanken jeden Tag zu laufen, weil ich einfach merke wie gut mir das tut und außerdem hätte der FR auch ordentlich Futter... In Andalusien werde ich es zumindest ab nächsten Freitag einfach mal ausprobieren. Hach, ich freu' mich ja schon so!

21. Mai 2008

Da isser!

Gerade habe ich ihn abgeholt und schon liegt er auf seinem Ladeschälchen und wird für seinen ersten morgigen Einsatz befüllt: mein Forerunner 305!
Wurde aber auch wirklich Zeit, denn gestern morgen war ich tatsächlich schon wieder verloren, verloren diesmal im doch ganz schön großen Garten oder Park des Charlottenburger Schlosses. Eigentlich wollte ich einen ganz harmlosen 3-4 km Lauf machen, da ich mich nicht so gut gefühlt habe, aber nach meinem langen Aussetzer (hihi, was für einen süchtigen Läufer so lang ist...), nicht ganz auf meinen Lauf verzichten wollte. Wie ich dann später bei jogmap.de mühselig nachvollziehen konnte, waren es dann doch fast 6 km geworden, da ich wie eine Blöde da im Park Schlangenlinien gelaufen bin. War außerdem insgesamt kein guter Lauf, fühlte mich wie gesagt, schon anfangs irgendwie schlapp, Blei in den Beinen, und musste auch nach 20 Minuten einmal eine kurze 2-minütige Gehpause einlegen. Ist zwar überhaupt kein Beinbruch, das weiß ich! Aber genervt hat es mich dann doch!
Außerdem habe ich festgestellt, dass neue Strecken zwar zwischendurch sicher ihren Reiz haben, dass ich es aber auch herrlich finde, auf meiner gewohnten Strecke an der Spree entlang traben zu können, wo ich jeden Ast kenne und mir um nichts Gedanken machen muss. Der Kopf schaltet dann besser ab und ist nur auf Laufen programmiert. Dieses Flow-Gefühl fehlt mir auf neuen Strecken noch komplett, weil ich dafür wohl doch noch nicht lange genug dabei bin, um mich gleichzeitig auf Umgebung und mein Laufen zu konzentrieren. Eins von beiden leidet dann; entweder ich verlaufe mich oder ich bin mit meinem Körper uneins!
Forerunner hin oder her, morgen früh drehe ich meine ganz harmlose Runde an der Spree entlang! Versprochen!
Achja, Ihr erfahrenen Forerunner-Besitzer: Welche Software benutze ich denn am besten? Habe gelesen, dass die mitgelieferte nicht so toll ist... stimmt das? Nutzt jemand GPSies.com?

19. Mai 2008

Never lost again

Nachdem ich am Dienstag meinen ersten halben Seminartag hinter mich gebracht hatte, leider nur vier Stunden Schlaf in meinem Hotelzimmer gekriegt habe, da mein Zimmer direkt über der Bar lag und einen harten Tag vor mir liegen sah, fiel es mir schon ziemlich schwer, mich am Mittwoch morgen um 6.00 Uhr auf den Weg in unbekanntes Terrain zu machen. Aber ich konnte abermals meinen inneren Schweinehund besiegen und macht mich auf in einen herrlichen Morgen. Zunächst ging es los durch den Schlossgarten des Schlosses Velen und begab mich in den angrenzenden Wald, der lustigerweise hier auch Tiergarten heißt. Es ging gut, meine Bein fühlten sich gut an. Ich hatte herrlichen federnden Waldboden unter den Füßen und keine Ahnung, welcher der Wege mich wohin bringen würde...
Also lief ich irgendwie einen großen Bogen und war viel zu schnell wieder am Schloss zurück. Um wenigstens ungefähr auf meine 30 Minuten Laufzeit zu kommen, rannte ich dann noch ein paar Mal im Schlossgarten wild über unzählige kleine Wege und Brücken und bemerkte mehr und mehr Hotelgäste, die mich verwundert ansahen, weil sie mich wohl für ziemlich merkwürdig erachteten, wie ich da so in Schlangenlinien durch den Park rannte... Was hätte ich für einen Forerunner gegeben...
Nach einem erfolgreichen Seminar war ich am Freitag nachmittag zurück in Berlin und fuhr direkt weiter an den Wannsee, weil dort ja Ulf mit seinen Ex-Kommilitonen auf mich wartete. Am Samstag morgen wollte ich also im Grunewald bzw. am Wannsee-Ufer laufen, aber nach viel Wiedersehens-Bier und einer anstrengenden Woche in den Knochen, siegte am Samstag und
auch am Sonntag morgen dann doch einmal der Schweinehund. Außerdem hatte ich keine Lust, schon wieder durch die Gegen zu irren, ohne zu wissen, wann und wie ich zurückkommen würde. Auch heute war dann leider keine Möglichkeit in Ruhe zu laufen, weil ich nur zwischen der Kfz-Zulassungsstelle, meinem Physiotherapeuten, wenigstens ein bißchen Büroarbeit und meinem 100 km nördlich von Berlin gelegenen Autohändler hin- und hergedüst bin. Aber jetzt steht mein neues Autochen vor der Tür und ich freue mich auf meinen morgigen Lauf in bekanntem Terrain. Achja, und den Forerunner 305 habe ich heute bestellt!!!

12. Mai 2008

Schildkröte am Schlachtensee gesichtet

Entgegen unserer eigentlichen Planungen Golf spielen zu gehen, sind Ulf und ich gestern am Schlachtensee spazieren gegangen, haben ihn einmal umrundet und anschließend im Biergarten der 'Fischerhütte' Alster getrunken, Flammkuchen (fürchterlich salzig und schlecht belegt!), ein halbes Hähnchen (nach Ulfs Aussage sehr lecker) und Krautsalat (empfehlenswert) gegessen. Nach der Runde fragten wir uns, wie weit wir also wohl gelaufen sein mögen. Und darüber gab Jogmap.de natürlich bereitwillig Auskunft, da die Strecke um den See natürlich zu den großen Laufstrecken in Berlin zählt: 5,3 km in etwa!
Mit dieser Information reifte gestern abend in mir die Idee, meinen morgendlichen Lauf heute doch an den Schlachtensee zu verlegen. Gesagt, getan!
Mein Wecker wollte mich um 5:30 Uhr aus dem Bett schmeißen, um richtig früh am Schlachtensee zu sein (von uns aus fahre ich da erstmal 15 min. hin...), aber vor 6:00 Uhr waren meine Augen nicht bereit sich zu öffnen. So saß ich also gegen 6:15 Uhr im Auto und konnte mich gegen 6:30 Uhr auf meine Strecke begeben. Ziel war heute also lediglich, die Strecke durchzuhalten, zu genießen und locker zu traben, denn mein Muskelkater in den Waden machte sich schon noch ordentlich bemerkbar. Leider war dort am See schon mehr los als ich dachte - die halbe Stunde früher aufstehen wäre wohl doch gut gewesen. Aber trotzdem war es natürlich schön über den lockeren Waldboden zu traben, der See die ganze Zeit spiegelglatt rechts neben mir. Leider musste ich einmal zwischendurch in den Büschen verschwinden, aber die Runde um den See konnte ich (diesmal wieder inkl. 5 min. Walken am Anfang und am Ende) in 44:04 min absolvieren. Das entspricht einer schildkrötig-lahmen Pace von 8:17 min/km.
Morgen ist Ruhetag und ich fliege nach Düsseldorf, um dort in der Nähe im Sportschloss Velen mein nächstes Seminar für E.ON zu machen, 4 Tage. Rund um das Sportschloss gibt es auch einen schönen Wald und ich habe mir bei Jogmap.de bereits eine 3,6 km lange Strecke rausgesucht, die ich Mittwoch in der Früh absolvieren will. Allerdings geht unser Seminar schon immer um 8:30 Uhr los, so dass ich also dort wohl wirklich um 5:30 werde aufstehen müssen... Abends kann ich meine geschundenen Glieder dann aber vielleicht noch ein bißchen im Hotel-Schwimmbad kühlen.
Freitag nachmittag fliege ich dann wieder in Berlin ein und werde dann gleich weiter geleitet an den Wannsee, wo mein Freund mit seinen ehemaligen Uni-Kommilitonen das jährliche Wiedersehensfast organisiert. Samstag früh werde ich also dort am Wannsee meine Runde drehen. Soviel Abwechslung im Moment! Mein Gott, das hält ja keiner aus!

11. Mai 2008

36:52

Mann, war ich aufgeregt gestern!
Aber eigentlich eher weil ich gar nicht wusste, was mich erwarten würde, wie das so abgeht bei so einem Lauf, dass ich gar die einzige sein könnte, die über 5 km startet, dass ich mit Sicherheit die Letzte sein würde, die über den Zielstrich torkelt etc.
Schon beim Aufwachen morgens hatte ich mir Gedanken gemacht, wie ich den jetzt am besten den Tag gestalte, damit ich abends fit bin, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig gegessen hätte usw. Mit all' diesen Dingen hab' ich ja überhaupt keine Erfahrung, laufe außerdem am liebsten morgens, ganz früh, alleine und auf nüchternen Magen...
So haben wir also erstmal ganz normal gefrühstückt und ich habe gegen 16 Uhr dann nochmal ein Nudelgericht serviert, damit ich dies wenigstens schon nicht mehr so direkt im Magen haben würde beim Laufen. Nach dem Essen hab' ich mich dann auch nochmal schön hingelegt und ein bißchen gedöst, um richtig schön ausgeruht zu sein. Gegen 18 Uhr waren wir dann am Brandenburger Tor, wo die Startnummern ausgegeben wurden. Zunächst war ich dann auch ganz begeistert, dass so viele Menschen dort waren, hörte aber bei meiner Anmeldung erschreckt, dass sich für den 5 km-Lauf tatsächlich nur 13 Läufer angemeldet hatten. Glücklicherweise sollten wir ja aber mit den 10km-Läufern zusammen starten, so dass ich die Hoffnung hatte, dass nicht alle 10 km-Läufer schneller sein würden als ich auf 5 km - es würde also nicht auffallen, wenn ich als letzte der 5km-Läufer über die Ziellinie käme.
Es dauerte von der Ausgabe der Startnummern bis zum Start dann noch eine gefühlte Ewigkeit und ich fühlte mich überhaupt nicht richtig vorbereitet, dick, fett und kuglig neben all' den perfekten Läuferfiguren... War schon etwas deprimierend!

Um 19:45 sollte es dann aber endlich losgehen. Ich hatte natürlich meinen iPod dabei,weil ich es mir momentan einfach überhaupt noch nicht vorstellen kann, ohne Musik zu laufen und außerdem bekamen wir ein Lauflicht von Catania, das wir um Kopf oder Arm schlingen sollten, um das Motto von Catania zu transportieren: "Schritt für Schritt mehr Licht ins Dunkel!"
Ich hatte es mir um den Arm gemacht, wo ich auch den iPod trage für den ich natürlich extra noch einen Musik-Mix zusammengestellt hatte, der mich nach ungefähr 40 Minuten mit "Eye of the tiger" ins Ziel tragen sollte:
  1. Killer/ Papa was a Rolling Stone von George Michael
  2. Bem, Bem Maria von den Gipsy Kings
  3. Two Princes von den Spin Doctors
  4. Flashdance von Irene Cara
  5. High Energy von Evelyn Thomas
  6. Fighter von Christina Aguilera
  7. Tainted Love von Soft Cell
  8. Relight my fire von Take That
  9. She works hard for the money von Donna Summer
  10. Ain't no mountain high enough von Marvin Gaye & Tammi Terrell
  11. Eye of the tiger von Survivor
Was soll ich also sagen, ich kann mich ehrlich gesagt nur an wenige Details des Laufes erinnern. Der Start ist irgendwie völlig ausgeblendet, denn irgendwann ging es einfach ab die Post und alle rannten wie angestochen los. Ich wusste, dass ich das nicht tun sollte, war aber dann fast sofort die allerletzte.... Also hängte ich mich an zwei Läufer, die ein ganz gemächliches Tempo angeschlagen hatten und stellte auch erfreut fest, dass hinter mir doch noch diverse Läufer kamen. Mit diesen beiden konnte ich dann auch die ersten 1,2 km ganz gut mithalten, obwohl ich eigentlich schon wusste, dass die beiden für mich zu schnell unterwegs sind. Irgendwann musste ich dann auch abreißen lassen und meine Vernunft setzte langsam wieder ein, ich versuchte mir vorzugaukeln, dass es sich einfach nur um einen Samstagabend-Trainingslauf handeln würde und da würde ich ja schließlich auch nicht wie wild loslaufen, sondern gesittet, vielleicht mit Tempowechseln je nach Körpergefühl. Genauso hab' ich das dann auch versucht und war völlig erstaunt, dass die große Uhr in der Zielzone nach der ersten 2,5 km-Runde bei meinem Durchlauf 17 Minuten irgendwas anzeigte... Das war für mich wahsinnig schnell!!!
Also wusste ich, dass ich gut in der Zeit war und konnte die zweite Runde gemächlicher angehen. Mein Ziel war es ja lediglich möglichst unter 40 Minuten zu bleiben.
Auch auf der zweiten Runde fand ich dann zwei Tempomacherinnen, die aber die 10 km liefen, wie sich bei einem kurzen Schwatz herausstellte. Als wir auf die ca. 400 m lange Zielgerade einbogen, hatte ich dann auch das Gefühl, dass ich noch Luft habe und setzte zu einem verschäften Tempo an. Als ich dann auf der Zieluhr zunächst nur die vordere 3 erkennen konnte, zog ich zu einem richtigen Endspurt an, denn ich wollte ja auf jeden Fall die 3! Außerdem wunderte ich mich, denn nach meiner Berechnung hätte doch schon längst "Eye of the tiger" in meinen Ohren erklingen sollen, dass mich die letzten harten Meter über die Ziellinie tragen sollte. Aber das Lied kam und kam nicht... Als ich näher kam, wurde dann auch der Rest der Zeit nicht mehr von Büschen verdeckt und ich erkannte, dass da die 36 Minuten standen... Kein WUnder, dass von "Eye of the tiger" noch nichts zu hören war! Jetzt war natürlich mein Ehrgeiz angespornt und die 36 sollte da schließlich auch stehen bleiben und nicht noch zu einer 37 werden. Also rannte ich um mein Leben und kam mt 36:52 min (1 Minute langsamer als der Sieger der Männer über 10 km...) ins Ziel!
Aber wie auch immer, bin ich mit meiner Leistung total zufrieden, denn ich hab' meine Trainingszeit über 5 km schließlich glatt um 4 Minuten unterboten - das ist schon nicht schlecht, finde ich! Meine Pace war 7:22 min/km. Jetzt hab' ich mir meinen Forerunner auch redlich verdient, finde ich, oder?
Nach dem Rennen wurden dann die Urkunden ausgegeben, Ulf und ich haben erstmal ein schönes Alster getrunken und ein bißchen den Trubel genossen.
Heute tut mir mein Bein wieder ganz schön weh und ich werde die nächst Woche erstmal wieder ein wenig langsamer angehen lassen, da ich ja eh unterwegs bin und nicht s viel Zeit zum Laufen finden werde. Aber morgen früh geht es nochmal auf meine Hausstrecke.

7. Mai 2008

Leistungstest

Heute morgen war der große Test angesagt. Ich wollte heute die Laufstrecke des Catania-Laufes schon mal beschnuppern.
Da wir gestern abend unterwegs waren, um mein neues Auto zu kaufen (guckst Du hier), hatte ich allerdings gestern gar keine Zeit, um mir die Strecke vorher nochmal bei Google aus Satellitenperspektive anzuschauen - das sollte sich rächen!
Ich schaute auch etwas verstört aus der Wäsche als mein Wecker um 5:45 Uhr zum Aufstehen blies, aber da ich Anjas Gedanken zum frühmorgendlichen Lauf so gut nachvollziehen kann, entschied ich mich gegen den Schweinehund und saß genau um 6:09 Uhr im Auto, um zum Jüdischen Mahnmal zu fahren, wo ich das Auto stehenlassen und loslaufen wollte.
1. Problem: Wo wird am Samstag ungefähr der Start sein? In der Beschreibung steht nur, dass er etwa 80m in den Park zurückversetzt vom Brandenburger Tor sein soll. Aber wieviel zum Kuckuck sind 80 m? Naja, so genau wollte ich es denn auch nicht nehmen und machte mich auf die Suche (noch walkend) zur Abzweigung des Bremer Wegs.
2. Problem: Wie sich herausstellte, fand ich die Abzweigung genau in die entgegengesetzte Richtung. Dieses Irrspiel war aber gut zum Warmwerden, so dass ich also dann auf dem Bremer Weg in meinen Schleichtrab fiel.
3. Problem: Wo soll ich nach 1,2 km abbiegen? Alle Nase lang gehen Wege links in den Tiergarten hinein, welcher ist meiner? Ich hatte mir vorher überlegt, dass es wohl (rein theoretisch) die Große Queralle sein müsste, die ich abbiegen sollte. Aber diese Abbiegung kam und kam nicht. Können 1,2 km so lang sein? Das kommt mir doch sonst nie so lang vor, wenn ich an der Spree entlang laufe. Unterschied ist allerdings, dass ich die Strecke schon im Schlaf kann und die eben auch nicht so einsehbar ist wie dieser fürchterlich lange vor mir dahingehende Weg.
Schließlich kam die Abzweigung doch!
4. Problem: Auch von der Großen Queralle sollte ich wieder links abbiegen, um wieder zu meinem Ausgangspunkt zurückzukommen. Tja, und hier hab' ich mich dann tatsächlich vertan, bin eine Abzweigung zu früh rein, landete vor einem riesigen Brunnen, den ich links liegen ließ, dem Weg folgte, vor einem Fluss stand, den ich aber wieder links liegen ließ, um schließlich auf meine eigenliche Wegstrecke zu stoßen. Dieser Umweg war so ja nun nicht eingeplant.
Als ich wieder an meinem Ausgangspunkt angekommen war, hätte ich auch gut und gerne aufhören können. Meine Beine fühlten sich heute morgen irgendwie einfach noch nicht so frisch an. Aber auch diesen Kampf mit dem inneren Schweinehund habe ich erfolgreich gewonnen und begab mich auf die zweite Runde.
Hier sollte sich auch herausstellen, dass es gut war, dass ich die Strecke heute schon mal gelaufen bin. Ich weiß jetzt, was mich Samstag erwartet und kann mich mehr aufs Laufen konzentrieren statt auf Navigation. Die zweite Runde lief nämlich eigentlich besser, weil unabgelenkter von Außenreizen, aber für meine Beine dennoch härter. Jetzt wissen wir, warum sich ein Forerunner sicher bezahlt machen wird.... hihi
Mein Kopf kreiste natürlich mal wieder die ganze Zeit um die üblichen Gedanken: "Wieso tust Du Dir das an? Du könntest jetzt noch kuschelig im Bett liegen. Ich hör' jetzt einfach auf! Keinen Bock mehr!" usw.
Aber auch diesen mentalen Fallen bin ich erfolgreich aus dem Weg gegangen, indem ich einfach das 1x1 in Gedanken durchgegangen bin. Als ich schließlich bei 10x10 angekommen war, hatten sich die negativen Gedanken verzogen, ich war schon locker 1 km weiter und konnte mich auf meinen Endspurt konzentrieren. Auch dies heute einmal auszuprobieren war gut, denn jetzt weiß ich, dass ich den Endspurt nicht zu früh ansetzen darf. Ich hab' richtig beißen müssen zum Schluß heute, aber auch hier hat meiner Ansicht nach der Gedankenkreislauf eine wichtige Rolle. Während ich schon aus dem letzten Loch pfiff, hab' ich mir immer wieder gesagt: "Komm' schon! Du wirst nicht dran sterben, also lauf!" und genau das hab' ich getan!
Da ich mich ja als Therapeutin, Trainerin und Coach eh häufig mit positiven und negativen Gedankenspiralen bei Menschen beschäftige, ist es für mich ungeheuer spannend, mein Wissen hier beim Laufen bei mir selber einsetzen zu können.
So, und jetzt noch zu den harten Fakten: Meine Strecke war aufgrund meines Umweges ein bißchen länger als sie es am Samstag sein wird, nämlich 5,2 km. Hierfür habe ich für mich sagenhafte 40:35 min benötigt, was einem Schnitt von 7:44 min/km entspricht.
Hier ist jetzt der Punkt, wo ich es fast schade finde, dass dies noch nicht der endgültige Lauf am Samstag war, denn mit diesem Ergebnis wäre ich total zufrieden. Wenn es jetzt am Samstag schlechter läuft, bin ich wahrscheinlich nur enttäuscht...
Aber auch hier werde ich wieder meine Techniken aus dem Mentaltraining einsetzen und freue mich auf Samstag.
Leider hab' ich gerade bei einem Telefonat mit den Organisatoren erfahren, dass sich erst twas 100 Läufer angemeldet haben. Das heißt natürlich, dass das Feld total auseinandergerissen sein wird, keine bomnastische Atmosphäre aufkommen wird und ich wahrscheinlich als Letzte über den Zielstrich laufe... Aber gut, auch das werde ich verkraften...
Deshalb an dieser Stelle mein Aufruf an alle Berliner Läufer:
Meldet Euch noch zum Catania-Benefizlauf an!!! Ihr könnt Euer Training im Tiergarten damit verbinden und tut außerdem noch was für die gute Sache!!!

5. Mai 2008

Catania-Benefizlauf am 10. Mai

Nachdem ich heute morgen den Spot im Radio gehört hatte, war ich ja schon ganz angestachelt. Eigentlich wollte ich ja am 17.5. beim großen AVON Women's Run teilnehmen, kann dies aber nicht, weil mein Schatz an diesem Wochenende ein Ehemaligen-Treffen mit seinen Kommilitonen in Berlin organisiert, was mich natürlich stark mit einbindet. Nun findet aber am nächsten Samstag dieser CATANIA-Benefizlauf im Tiergarten statt. Bis heute morgen hatte ich davon noch nie gehört, aber für das bloße Ausprobieren eines Rennens ist das vielleicht genau das richtige.
Also hab' ich mich flugs angemeldet und werde dort am Samstag starten.
Hier könnt Ihr die Strecke nachvollziehen, die ich also 2x zu absolvieren habe (2 x 2,5 km). Um mich schon mal einzugrooven, werde ich dann auch genau diese Strecke dann am Donnerstag schon mal laufen. Dann weiß ich was ich vor mir habe.
Hui, ist das aufregend!
Und wenn ich (hoffentlich) erfolgreich ins Ziel stolpere (wahrscheinlich überholt von 25 Millionen Kindern und Jugendlichen - wie peinlich), dann hab' ich mir den Forerunner 305 doch noch mit einem 5km-Rennen verdient!
Ojeoje, was hab' ich da gemacht - und das alles ohne wirkliches Training... Naja, wird schon werden!

Frühlingfreuden

Nachdem wir am Smastag abend mit unseren Freunden und Nachbarn Andreas und Katharina ganz gut gefeiert hatten, war es mir leider nicht möglich, mich aus dem Bett zu schälen und in meine Laufsachen zu springen. Ein Fakt, der sich im Laufe des Tages noch bitter rächen sollte.
Nach 8 Stunden Schlaf öffneten sich meine Augen erst gegen 11 Uhr und registrierten gleich einen Kopfschmerz, der da nicht hingehört an einem Sonntag morgen. Dabei hatte ich doch nur zwei Whiskey Cola – ich bin halt nix mehr gewöhnt.
Nachdem mein Schatz mich dann mit Pfannkuchen und Apfelmus zum Frühstück verwöhnt hatte, ging es mir zwar besser, aber mit dieser Ladung im Bauch loszulaufen ist auch nicht die schönste Vorstellung.
Das schöne Wetter wollte natürlich auch genossen werden, so einigten wir uns darauf, dass wir nach dem erfolgreichen Backen eines Rhabarber-Baiser-Kuchens an die Havel fahren wollten, um dort irgendwie ein Picknick zu machen. Ich meldete dann eine Rückkehr gegen 19 Uhr an, damit ich meinen Lauf gegen abend nachholen würde können.
Wir hatten einen herrlichen Nachmittag, der Kuchen schmeckte gleich noch viel besser, wenn man ihn bei Sonnenschein auf einer Wiese direkt am Havelufer verspeist und wir hatten einfach einen schönen Nachmittag.
Als wir dann gegen 19 Uhr zurück kamen, ging allerdings ein derartiger Platzregen über Berlin nieder, dass ich mich dabei wirklich nicht noch zum Laufen überreden konnte. Der Abend klang dann bei einem netten Glas Rotwein zu Tomaten-Risotto und Salat bei einem netten Film (Das Bourne-Ultimatum) aus.
Heute morgen klingelte dann allerdings schon um 5.45 Uhr der Wecker und es war wieder einmal das frühe Aufstehen wert. Ich hatte einen herrlichen Lauf, meine Runde um die Spree herum, hatte nach der Hälfte der Strecke sogar die Idee, meine große 5 km-Runde zu nehmen. Das musste ich dann aber doch gedanklich abblasen, weil ich nämlich geplant hatte, schon um 8 Uhr auf der Kfz-Zulassungsstelle zu sein, um mein Auto abzumelden. Aber von meiner Form her wäre es heute morgen gegangen. So war ich aber schon nach 33:38 min wieder zu Hause und hatte damit wieder eine für mich sagenhafte Geschwindigkeit von 7:36 min/ km drauf. Und es lohnt sich eben doch frühmorgens zu laufen!
Gerade wurde mein Auto abgeholt und ein herrlicher Tag liegt vor mir, jetzt allerdings mit einem Termin beim Physiotherapeuten – muss mich sputen!

P.S. Mein Fototagebuch ist umgezogen. Das findet Ihr jetzt hier http://picturepiecesofmylife.wordpress.com
mit Fotos wie dem obigen jeden Tag frisch gefüttert!

3. Mai 2008

Ungeplante Verlegung

Eigentlich wäre heute Lauftag gewesen. Aber aufgrund unvorhergesehener Umstände muss ich das auf morgen verlegen.
Gestern abend hat sich einer unserer ausländischen Autoschieber-Freunde mein 11 Jahre altes Cabriolet angesehen, das ich seit zwei Wochen verkaufen will. Der wollte nicht mal mehr ein Angebot für den Wagen abgeben, weil er der Meinung ist, dass der nichts mehr wert ist... SCHOCK!!!
Daraufhin war der Abend für mich gelaufen, ich fiel in eine mittelschwere Depression (nein, nicht wirklich, aber ätzend!) und erst nach drei Gläsern Wein fühlte ich mich besser. Allerdings musste ich dann sofort ins Bett und war heute morgen natürlich nicht in der Lage wie geplant um 7.30 Uhr vor die Tür zu treten und zu laufen. Glücklicherweise war ich aber um 9.00 Uhr dann doch schon angezogen, denn da stand der nächste Autoschieber vor der Tür, den ich gestern abend noch angeblafft hatte, weil er erst um 10 Uhr kommen wollte... ähem! Naja, auf jeden Fall zeigte sich mal wieder, dass es sinnlos ist, Trübsal zu blasen bevor man wirklich weiß, ob es Sinn macht. Der Typ hat mein Auto nämlich für 3.000 € gekauft!!! Yippieh!!
Dann war der Tag bis gerade ziemlich geschäftig: einkaufen, Ulf und ich sind ja bekennende Technik-Freaks und haben dann noch zwei neue Festplatten gekauft, Ulfs Auto musste in die Wäsche, dann haben wir was gegessen und jetzt warten wir auf unsere Freunde und Nachbarn Katharina und Andreas, weil wir mit denen heute abend einen losmachen wollen.
Für Laufen war da heute keine Zeit - also verlege ich heute mal auf morgen und dann wieder Dienstag. Das passt auch besser, da ich Montag früh mein Auto abmelden muss und es dann abgeholt wird, anschließend ist dann wieder Physiotherapie angesagt.
Mehr von Lauffortschritten also dann morgen!

1. Mai 2008

Mairegen

Ich war fast allein - mit mir und dem Regen!
Auf meinem heutigen Lauf bin ich nur über eine Gruppe Männer gestolpert, die sich unter einer Brücke zum Frühschoppen versammelt hatten, denn es regnete aus Eimern. Auf meinem Rückweg standen sie auf der anderen Seite der Spree, aber unter der gleichen Brücke....
Es regnete schon als ich loslief, aber es hielt mich in keinster Weise vom Start ab und ich fand es sogar herrlich! Bescheinigt mir das jetzt, dass ich kein Schönwetter-Läufer bin, sondern ernstzunehmend infiziert?
Es war nicht kalt heute morgen um 10 Uhr, so empfand ich den Regen als herrliche Abkühlung. Leid tat mir eine Läuferin, die in ihrem dicken Jogging-Anzug unterwegs war. Sowas was ich höchstens Sonntag abends auf der Couch trage - wie schwer mag sich dieses Sweat-Shirt und die gleichartige Hose nach einer Weile angefühlt haben, vollgesaugt mit dem ganzen Wasser?
Da war ich doch froh über meine Wasser abweisende Weste, die mich nahezu trocken hielt, meine lange Lauftight, die mich erst zu Hause spüren ließ, dass sie ein bißchen feucht war und meine Kappe, die mir den entgegen kommenden Regen aus den Augen hielt. Ich liebe Funktionskleidung, wenn sie ihre Funktion erfüllt!!!
Mein Lauf war heute in bißchen kürzer als sonst, da ich auf dem Rückweg den Bäcker-Auftrag zu erfüllen hatte, deshalb war ich lediglich 30:41 min auf 4,18 km unterwegs (7:20 min/km). Ziemlich schnell für meine Verhältnisse, aber ich merke jetzt doch, dass mir die Strecke einfach zu kurz ist. Das geht mir zu schnell vorbei. Ich hatte ja nach meiner Muskelverhärtung bewusst vorsichtig wieder angefangen und möchte auch auf die fünf Minuten Gehen am Anfang und am Ende nicht verzichten, so dass ich mich jetzt doch wieder auf eine längere Strecke duch den Tiergarten machen werde. Samstag geht's damit wieder los!
Nach meinen zwei Stresstagen in Paderborn, die ich hauptsächlich sitzend verbracht habe (Zug, Hochschule, Restaurant, Bar, Hotel, und wieder Zug - nicht unbedingt in dieser Reihenfolge!), war ich echt froh, heute wieder loslaufen zu können. Ich hatte sogar fast mit dem Gedanken gespielt, gestern abend noch eine Runde zu drehen, weil ich einfach das Gefühl hatte ich bräuchte nach all' dieser Sitzerei eine Runde Auslauf, aber ich war dann schließlich doch zu müde und außerdem fing just als ich zu Hause war 'Emergency Room' an - da konnte ich natürlich nicht widerstehen...
Erfolgreich waren die zwei Tage auf jeden Fall: ab Juni habe ich einen ziemlich dicken Trainingsauftrag, der sich über mehrere Module, Coachings etc. bis in den Januar hineinzieht. Da werde ich viel unterwegs sein und muss sehen, dass ich das Laufen da immer irgendwie mit integriert bekomme. Werde mir wohl versuchen ein Beispiel an Anja zu nehmen und die Stadt in der ich mich gerade befinde per Laufschuhen erkunden. Wobei man bei den Kaffs in denen sich die Seminarhotels meistens befinden nicht von 'Stadt' sprechen kann, aber neue Lauftsrecken können da ja auch ganz spannend sein. Aber ich stelle fest - da wird die Anschaffung eines Garmin Forerunners ja wohl unverzichtbar sein, um Strecken auswählen zu können etc. Schöne Aurede, um sich endlich so ein Ding anzuschaffen, oder? Ich bin ja schon seit Beginn meines kurzen Läuferlebens scharf drauf, aber wollte mir den eigentlich erst als Belohnung kaufen, wenn ich meinen ersten 5km-Lauf geschafft habe. Aber schon vor dem Hintergrund, dass wir am 30.5. nach Andalusien fliegen, sollte ich vielleicht über die Anschaffung nachdenken...
Ich dachte ja eigentlich an den Forerunner 305, weil ich über den bisher nur gutes gehört habe. Jetzt gibt es ja aber auch den neuen 405... Hat jemand Erfahrung mit einem der beiden Modelle? Welchen könnt ihr empfehlen? Freue mich über jeden Tipp!

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