5. Juni 2008

Urlaubs-Zwischenbericht

05.06.2008, 12:11 Uhr

Ein Satz mit X!

Wir hatten gestern einen herrlichen Abend in der Casa Manolo, wo wir mal wieder super leckeren Fisch gegessen haben. Ulf hatte gegrillten Schwertfisch und ich fritierte Sardinen. Dazu haben wir uns eine leckere Flasche Weißwein genehmigt und konnten mal richtig genießen.

Das hatte allerdings zur Folge, dass ich heute früh zum Laufen natürlich mal wieder nicht richtig hoch gekommen bin und erst um kurz vor 9 Uhr vor unserer Tür stand.

Der Wind hatte gedreht und kam mir auf meinem Hinweg am Strand die ganze Zeit entgegen – Südwind direkt aus Afrika! Es war zwar bewölkt und deshalb glücklicherweise nicht ganz so heiß, deshalb freute ich mich auf den Rückweg, denn dann würde der Wind ja von hinten pusten, dachte ich! Aber Pustekuchen: als ich auf meinen Rückweg einbog, diesmal nicht direkt am Strand, sondern den Paseo Maritimo hoch, zog die Wolkendecke auf, der Wind ließ schlagartig nach und die Sonne knallte mir in einer bisher hier nicht erlebten Hitze auf den Rücken. Der Schweiß lief mir überall nur so runter und dann ging es nach kurzer Zeit auch noch steil bergauf! Ich musste kapitulieren und den Rest des Weges mehr oder weniger schnell walken. So komme ich heute nur auf eine kurze Laufstrecke mit schlechten Daten:

Distanz: 3,62 km Zeit: 32:31 min Durchschnittstempo: 8:59 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 6,7km/h

Hier ein Satellitenbild meines Laufes am Strand entlang:

Aber was soll’s! Mir war eh klar, dass ich im Sommer bei Hitze Schwierigkeiten bekommen würde. Da erinner’ ich mich doch gerne an meine Regenläufe im März bei 10°C – das ist irgendwie eher meine Wohlfühltemperatur für’s Laufen...

04.06.2008, 20:03 Uhr
Mucken und Golfen

Der gestrige Tag war irgendwie ... mmhh! Einer dieser Tage an dem irgendwie nichts richtig laufen kann. Ulf und ich waren stimmungsmäßig irgendwie total down und alles, was wir anfassten wurde irgendwie zum Desaster. Es ist noch nicht mal so, dass irgendwas richtig schief gelaufen wäre oder wir uns richtig gestritten hätten. Alles war einfach nur ... mmhh!

Wir haben einige Zeit am Strand verbracht, Karten gespielt und einmal ob des gestrigen heftigen Windes die Düne gewechselt. Entgegen unserer bisherigen Gewohnheiten haben wir uns nicht mal ins Wasser getraut...

Gegen Abend sind wir dann noch nach Conil reingegangen, sind ein bisschen durch die Straßen geschlendert und haben schließlich zu Hause noch gekocht. Das klingt zwar alles ganz gut, war aber gestern irgendwie nur mäßig befriedigend. Manchmal kann es halt auch nervig sein, wenn man einfach so in den Tag hinein lebt und nix richtig plant und vorhat.

Für heute hatten wir deshalb einen Schlachtplan zurechtgelegt. Schon um 10 Uhr waren wir auf dem nahe gelegenen Golfplatz Campano und konnten eine Tee-Time mit einem netten belgischen Ehepaar zusammen ergattern. 9 Löcher haben wir gemeinsam gespielt, ich war auch recht zufrieden mit meinem Spiel und es hat total Spaß gemacht. Ulf hat sich leider ein bisschen in eine Negativspirale hineingespielt, aber auch ihm hat es trotzdem Spaß gemacht. Leider hab’ ich mich ziemlich verbrannt, man unterschätzt die Sonnenwirkung auf einem windigen Golfplatz dann ja doch ganz gerne...

Gleich wollen wir noch in die Stadt und dort lecker essen!

03.06.2008, 10:43 Uhr
Tuna und Pulpo

Bei unserem Trip gestern gab es viele schöne Dinge zu sehen, wir sind die Küste hinunter gefahren über schon bekannte Straßen und konnten uns in Wiedererkennen gegenseitig übertreffen. Unser erster Halt war am Cabo de Trafalgar, diese ehemalige Insel und den Leuchtturm, wo die Schlacht von Trafalgar stattgefunden hat, konnte ich vor zwei Jahren nicht besichtigen, weil ich mir da eine fürchterliche Erkältung eingefangen hatte und bei dem hier ständig gehenden starken Wind lieber im Auto sitzen geblieben war. Aber gestern konnte ich das nun nachholen.

Danach sind wir weitergefahren nach Barbate, eine Stadt, die wirklich nicht schön ist und nur vom Fischfang lebt, aber nirgends kann man besser und frischer Fisch essen. Ulf hat sich an Tunfisch (Tuna a la plancha) versucht und ich wollte ja unbedingt mal Oktopus essen, also hatte ich Pulpo picante. Hm, war das lecker! Ulf fand die Suagnäpfe an den Stücken meines Oktopus’ aber eher ekelerregend...

Nach einem letzten Abstecher nach Zaharo de los Atunes mit seinem alten Castillo und dem 13km langen Strand sind wir umgekehrt und genossen den Abend dann zu Hause auf unserem Balkon. Müde, geschafft und froh!

02.06.2008, 8:38 Uhr
Nie wieder Alkohol

Anders kann ich es mir nicht erklären, dass heute morgen so gar nix mit mir los war. Es war wieder ein traumhafter Sonnenaufgang, in den ich hineingelaufen bin. Ich konnte auch ein einigermaßen gleichmäßiges Tempo halten, aber meine Beine fühlten sich wahnsinnig schwer an und mehr als 4,24km am Strand hoch und runter waren nicht zu schaffen. Ist vielleicht aber gar nicht so schlecht, denn momentan macht mein Bein wieder Zicken. Diesmal ist es allerdings das linke Bein, das genau die gleichen Symptome aufzeigt wie vor vier Wochen das rechte. Also weiß ich ja, was ich dagegen zu tun habe: Dehnen bis eben kein Arzt mehr kommt.

Heute ist Sonnenpause für Ulf und mich angesagt, denn nach zwei Tagen am Strand ist unser Pelz doch schon etwas rot – heute wollen wir hier mal ein bisschen das wunderschöne Hinterland erkunden!

Daten und Fakten zu meinem heutigen Lauf:

Distanz: 4,24 km Zeit: 35:03 min Durchschnittstempo: 8:17 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,3km/h

01.06.2008, 23:13 Uhr
Strandtag

Was kann man über einen tollen Tag am Strand besseres bloggen als tolle Bilder?

Heute sind wir in der La Ola Bar fast versackt, ich habe mich an Tinto de Verrano gütlich getan, im Apartment haben wir dann nur schnell Nudeln gemacht und den Abend auf dem sonnendurchfluteten Balkon bis zum Sonnenuntergang mit Lesen ausklingen lassen.

Morgen früh geh’ ich wieder laufen – diesmal ernsthaft!

31.05.2008, 8:48 Uhr
Nicht ernst zu nehmender Lauf

Heute morgen sollte also nun mein erster Lauf in den Sonnenaufgang hinein in Conil werden. Um 6:45 Uhr wurde ich von meinem Handy geweckt, konnte mich aber erst um 7:15 Uhr dazu überreden aus dem Bett zu steigen – da war die Sonne natürlich schon aufgegangen...

Ich aber in vollem Equipment vor die Tür: Forerunner am Handgelenk, Fotoapparat und iPod in meiner neu erworbenen Gürteltasche, die ich extra für diesen Zweck neu erstanden hatte.

Es kam wie es kommen musste: Es gab so herrliche Strandansichten zu sehen, dass ich eigentlich mehr gegangen und gestanden bin, um Fotos zu machen statt zu laufen. Zudem nervt mich diese Gürteltasche extrem beim Laufen, da sie immer verrutscht und ständig irgendwo da hängt, wo sie stört. Also habe ich entschieden, dass dieser Lauf heute fürs Fotomachen reserviert war. Ab morgen geht es dann ohne dieses ganze Equipment los – nur mein Forerunner und ich! So war ich heute zwar 5,08 km unterwegs, von denen ich aber nur 3,17 km im Lauftempo verbracht habe bei einem Tempo von 7:45 min/km.

23:54 Uhr

Der Rest des Tages war sehr entspannt. Nach meiner Dusche bin ich erstmal wieder ins Bett geschlüpft und habe noch zwei Stunden geratzt. Dann haben wir herrlichst gefrühstückt und sind dann runter an den Strand, wo wir hinter einer Düne wunderbaren Windschutz gefunden haben. Im Atlantik waren wir dann heute auch schon – fürchterlich kalt, aber wenn man erstmal drin ist und mit den tollen Wellen spielt, ist es super! Um 6 Uhr haben wir uns dann in die La Ola Bar gesetzt und zwei leckere Cruzcampo-Bier getrunken. Anschließend haben wir uns unser Abendessen besorgt: frische Dorade und Rosmarinkartoffeln! Hmm, war das lecker! Der Fisch war sooo frisch, Ulf hat ihn super gebraten und meine Rosmarinkartoffeln sind auch gut gelungen. Die Crema Catalana als Nachspeise war jetzt gerade noch die Krönung auf einen ersten tollen Urlaubstag – und jetzt geh’ ich ins Bett!

30.05.2008, 22:16 Uhr
Wat’n Trip!

Boah, da kam Ulf doch gestern tatsächlich erst um 22 Uhr von der Arbeit, musste dann noch Koffer packen und um 4 Uhr klingelte schon wieder der Wecker, damit wir den Flieger um 6 Uhr nach Jerez erwischen konnten. Das hieß für uns beide ca. 4 Stunden Schlaf...

Ulf ist dann im Flieger auch gleich weggeknackt, während ich erstmal meinen morgendlichen Hunger stillen musste und dann erst nach meinem ersten Urlaubs-Prosecco ein kurzes Nickerchen einschieben konnte.

Bei der Landung erwartete uns wie vorhergesagt Regen und 22°C, während sich in Deutschland heute die große Hitze und Schwüle breitmachte.... Irgendwas haben wir falsch gemacht...

Nachdem unser kleines Mietwagen-Chaos dann auch beigelegt war (wir wurden netterweise upgegraded, weil kein Auto unserer gebuchten Klasse mehr vorhanden war, dann gab man uns aber den Schlüssel für ein Fahrzeug, das wohl gerade völlig verdreckt und verbeult abgegeben worden war bis wir dann schließlich den richtigen Schlüssel für einen netten nagelneuen Ford Focus Estate Kombi bekamen), machten wir uns auf den kurzen Weg durch mittlerweile strömenden Regen nach Conil.

Schon auf der Fahrt stellten wir fest, dass sich in den letzten zwei Jahren hier eine Menge getan hat: Straßen wurden neu gebaut, Hotels und Apartment-Anlagen stehen auf einmal da, wo vor zwei Jahren noch wilde Pampa zu finden war. Schade eigentlich – aber wir tragen ja auch dazu bei, dass diese Ecke immer touristischer wird. Schön, dass wir jetzt noch mal hier sind, bevor alles zugebaut ist.

Unser Apartment ist leider auch nicht ganz so nett, wie es auf den Bildern erschien. Aber nach einer ordentlichen Grundreinigung meinerseits bin ich jetzt ganz zufrieden, aber auch völlig k.o.!

Ulf hatte sich hingelegt und ich konnte nicht an mich halten und musste einfach einen Großteil der Pekigkeit hier beseitigen – sonst hätte ich mich hier einfach nicht wohl gefühlt. Klar ist aber natürlich, dass wir Montag bei unserer Vermiet-Agentur Bescheid sagen müssen, denn schließlich bezahlen wir auch eine Endreinigung, also hätte vor unserer Ankunft gefälligst auch eine stattfinden müssen. Das Wischwasser sah allerdings so aus als wäre hier seit mindestens Ende der letzten Saison nicht mehr gewischt worden.

Nunja, entschädigt wurde ich durch unseren ersten schönen Strandspaziergang, denn während meiner Putzaktion hatte sich der Himmel aufgeklart und die Sonne kam raus - na also!

Am Strand wusste ich dann auch wieder, warum wir hierher gefahren sind, denn die Kulisse ist einfach traumhaft. Ich konnte immer nur wieder ‚Herrlich!’ sagen.

Und wie schön wird es erst werden, wenn ich da morgen früh beim Sonnenaufgang (lt. Forerunner um 7:09 Uhr) laufen gehe. Aber dafür muss ich jetzt auch gleich schnell ins Bett, denn mein Körper macht nach unserem etwas improvisierten Nudel-Essen gerade völlig schlapp.

Da sach’ ich also nur noch: Gut’ Nacht!


Kommentare:

  1. Danke für den Zwischenbericht und die schönen Fotos.

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  2. Hi Jassi,
    Dir noch wunderschöne Urlaubstage und lass Dich von der Wärme nicht ärgern. Bin selber auch mehr eine „Kaltläuferin“ und der Winter wird irgendwann kommen;) Bis dahin gewöhnen wir uns noch etwas an die höheren Temperaturen und dann läuft es sich besser ... Genieß die Sonne und lasse es Dir gut gehen!
    Lieben Dank für die Fotos, die so herrlich nach Urlaub aussehen.

    P.S. was ist das auf dem mittlerem Foto auf dem Golfplatz genau?

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  3. Hallo Jassi,

    vielen Dank für deinen tollen Urlaubsbericht, das vergrößert die Vorfreude auf unseren nur noch mehr. Ich wünsche euch noch einen schönen Urlaub.

    Liebe Grüße
    Simone

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  4. @Pienznäschen:
    Auf dem Bild ist eine Schlange zu sehen, die gemächlich über den Platz robbte... Froh kann sie sein, dass keiner unserer Bälle sie erschlagen hat.

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  5. Und ich hatte gehofft mich versehen zu haben ... das ist ja sicherlich eine nette und vorallem ungiftige Golfbegleitung;)

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