28. November 2008

Kurzeintrag

Nur ganz kurz, muss nämlich gleich schnell ins Bett, weil ich morgen früh schon um 4:00 Uhr aufstehen muss. Ich fliege morgen für eine Fortbildung nach Basel.
Schon am Mittwoch liefen 5km endlich mal wieder gut und heute fühlte ich mich dann nach zwei ganz entspannten Tagen endlich mal wieder richtig stark und frisch, so dass ich sagenhafte 8,62 km in 1:03:34 gelaufen, Durschnittspace 7:22 min/km. Damit bin ich endlich mal wieder restlos zufrieden, hatte am Ende sogar noch Luft für einen kleinen Endspurt und hätte eigentlich auch noch weiter laufen können. Hach, das hat gut getan nach dem Krampf der letzten Woche. Wie nötig hatte ich aber auch diese paar Erholungstage!
Sonntag hab' ich mir nochmal ca. 7 km vorgenommen, dann vielleicht etwas ausführlicher . So long oder Grüezi - ich flieg ja in die Schweiz... ;-)

23. November 2008

3 + 0 = Sonntags-Blues

Schwierig war die Woche in vielerlei Hinsicht für mich. Trotz des Erfolges vom Dienstag bleibt ein schaler Beigeschmack, denn da ich nach Rückkehr nach Berlin am Mittwoch gleich am Donnerstag wieder nach Hamburg aufgebrochen bin, um einen Wohnungsbesichtigungs-Marathon in Kiel zu absolvieren, blieb 1. keine Zeit zum Laufen und 2. keine Chance zum Abnehmen und Punkte zählen, da die Mutter meines Freundes Geburtstag feierte und sich glücklich wähnte mich und ihren Sohn zu bekochen...
Nunja, so konnte ich mir heute morgen wenigstens eine Mini-Runde von 3,41 km noch vor dem Frühstück ergaunern, die sich schwierig gestaltete, da viele Wege vereist waren. Nur die Hauptstraße konnte ich bedenkenfrei nehmen, so dass ich 1,7 km in die eine Richtung lief (stetig bergauf und mit eisigem Wind von vorne) und dann umdrehte, 1,7 km in die andere Richtung, flott bergab mit angenehmem Rückenwind. Soviel also zu der 3, die mich eher unzufrieden macht, denn glücklich. Hätte gerne mehr geschafft, war müde, kaputt, der Berg schaffte mich, Gedanken kreisten um die Wohnungen, die alle irgendwie noch nicht das richtige waren, Geduld haben müssen, weiter Trennungen vom Liebsten durchleiden müssen. Alles in allem ein Scheiß-Gefühl... naja...
Der Gang auf die Waage sollte mich eigentlich erfreuen, denn trotz Torten und Aufläufen und Gläsern, die getrunken wurde, ist wenigstens keine Zunahme zu verzeichnen, sondern schlicht keine Änderung: weiterhin 69,2 kg... auch schon was... trotzdem! :-(
Gleich direkt von Hamburg nach München, wieder allein im Hotel, Geld verdienen morgen und übermorgen, auf Kosten des guten Lebensgefühls... wo soll das hinführen, ich weiß es nicht?!
Nunja, Ihr kennt das vielleicht, manchmal muss man sich einfach in seinem Sonntags-Blues ergehen, auch wenn die Zeichen eigentlich viel schlimmer stehen könnten. Also nichts für ungut:

18. November 2008

Die 10

Ha, ich kann sie vermelden und noch dazu auf einem Laufband im Gerry Weber Hotel in Halle (Westfalen): 10 Kilometer!
Es war ständiges Kämpfen mit dem Gedanken, dass ich ja jetzt auch einfach aufhören könnte (man muss ja nicht zurück nach Hause) und der fixen Idee, dass es doch jetzt endlich zu schaffen sein muss! Und ich habe mich und den inneren Schweinehund besiegen können. Ich glaube übrigens, ich habe noch nie in meinem Leben so geschwitzt. Bah, ist das schrecklich! Wie viel schöner ist es doch draußen an der frischen Luft und vor allem in der realen Fortbewegung. Aber auch diesen mentalen Sieg konnte ich heute davontragen!
Natürlich ist der Ehrgeiz mit dem Tempo unzufrieden, aber die Vernunft lässt sich ja gerne von Gerd besänftigen. (danke, Gerd!) Für die schlappen 10 km war ich also heute 1:25:00 h unterwegs, Durchschnittspace 8:25 min/ km... aber egal... *grummel*
Ich hab's geschafft und bin stolz auf mich. So, und jetzt bin ich waaaahnsinnig müde und muss sofort ins Bett! Ist der Körper halt noch nicht gewohnt, solche Kilometer... Gut' Nacht!

16. November 2008

Und wieder 1 Kg weg!

Gestriger Lauf blieb eher in negativer Erinnerung, auch der kurze Lauf heute morgen (2,87 km in 20 min @ 6:59 min/km) war eher unbefriedigend, weil ich viel zu schnell angegangen bin und mich dann natürlich ziemlich schnell wieder unwohl gefühlt habe.
Mann, wieso fällt es mir denn gerade so schwer zu akzeptieren, dass ich eben eine langsame Schnecke bin, dafür aber mittlerweile ordentliche Distanzen zurücklegen kann, die ich mir vor 6 Monaten noch nicht mal erträumt hätte???
Den momentanen 'Misserfolgen' steht aber immerhin wieder mal ein Erfolg auf der Waage gegenüber. In der letzten Woche habe ich wieder 1 kg abgenommen, so dass ich jetzt bei 69,2 kg (bei einer Größe von 1,69 m) liege. Yippieh!
Natürlich macht all' das (Steigerung der Km-Umfänge, Gewichtsverlust, Stress im Job) meinem Körper zu schaffen und er meldet mir dies auch mit einer ständigen bleiernen Müdigkeit. Aber es fällt ja immer gern so schwer auf den eigenen Körper zu hören, gell? Ich werde aber in der nächsten Woche definitv versuchen, Gerds Rat zu folgen und die Langsamkeit wieder als Genuss zu entdecken versuchen. Wen schert's, wenn ich mit 7:45 min/km durch die Gegend trabe, dafür aber langsam und stetig meinem Wunschgewicht näher komme und mich gut fühle? SO!

15. November 2008

Speedworks - ein Satz mit X!

Das war wohl nix!
EIgentlich stand der Lauf, den ich heute absolviert habe, schon gestern auf dem Plan. Aber nachdem ich zwei ziemlich anstrengende Tage in Halle und München hinter mir hatte, war ich gestern einfach nur froh, mich ausruhen zu können. Alles Pulver verschossen...
So sollte es denn heute auf die 8,05 km-Runde gehen, die in Intervalle mit Tempotraining aufgeteilt waren: 1,61 km Warm-Up, 2 Intervalle von 1,61 km in 7:06 min/km unterbrochen von jeweils 800m Trabpausen, 1,61 km Cool-Down.
Schon auf dem Warm-Up-Stück fühlte ich mich nicht so gut, außerdem versagte mir mein iPod den Dienst: Batterie leer! Na toll! Dann bin ich den ersten schnelleren Intervall viel zu schnell angegangen und war größtenteils in 6:53 min/km unterwegs. Da konnte ich schon fast am Ende gar nicht mehr, so dass ich den 800m-Trab herbei gesehnt habe und sogar ein Stückchen gegangen bin, weil ich die Trabpause gar nicht so viel langsamer gelaufen war. Ich nutzte die Geh-Pause, um meine Regenjacke auszuziehen, da ich darin dampfte. Ich war viel zu warm angezogen und wenn dann mal was nicht so gut läuft, dann kann man sich ja auch wunderbar in alle möglichen Dinge hineinsteigern, die stören. Die Jacke hatte ich mir dann um die Hüfte gebunden und durch den leern iPod, die Handschuhe, die ich gar nicht benötigte, Schlüssel und Handy in den Taschen zogen die Jacke nach unten - einfach nur nervig!
Dann bin ich im Tiergarten noch einen Schlenker gelaufen, der nur blöd war, weil ein Weg, den ich zurücklaufen wollte gesperrt ist. So musste ich schon den zweiten schnelleren Intervall immer wieder mit Gehpausen unterbrechen, weil ich einfach nicht mehr konnte und meine Augen schon so komisch flimmerten - ganz schlechtes Zeichen! Die folgenden 800m bin ich dann konsequent gegangen, um mich erstmal wieder runter zu beamen. Dann ging's mir wieder ein bißchen besser und ich wollte den CoolDown einfach ganz angenehm in meinem Tempo, das heute geht und sich gut anfühlt, laufen. Das ging dann auch so gut, dass ich den letzten Schlenker an der Spree entlang auch noch weiter gelaufen bin. Das war dann wenigstens ein einigermaßen versöhnliches Ende. Als ich dann wieder zu Hause war, hab' ich aber gemerkt, dass das heute einfach doch ein bißchen zu viel war. Ich hatte permanent dieses Flimmern vor den Augen, was mir anzeigt, dass mein Kreislauf verrückt spielt. So ruhe ich mich jetzt erstmal ein bißchen im Bettchen aus, was ja bei dem grauen Wetter heute auch fast das beste ist, was man tun kann.

Bilanz meines "Speedworks" heute:
1,61 km Warm-Up @ 7:29 min/km
1,61 km Intervall @ 7:11 min/km
800m Pause @ 7:58 min/km
1,61 km Intervall @ 7:51 min/km
800m Pause @ 10:27 min/km
1,61 km CoolDown @ 7:59 min/km
480m Reststrecke
= insgesamt 8,56 km @ 8:04 min/km in 1:09:03 h

Hm, ich bin mir auch nicht so sicher, ob es überhaupt Sinn macht, dass ich jetzt hier groß am Tempo arbeite, wo ich doch gerade erst die Distanzen so ordentlich für mich erweitert habe. Bzw. ich bin eigentlich sogar ziemlich sicher, dass es sinnvoller ist, erstmal die Distanzen in für mich angenehmem Tempo zu laufen, das mit dem Tempo kommt dann schon irgendwann. Und mein Körper sagt mir ja auch, dass es für ihn alles ganz schön viel ist im Moment.
So werde ich also Dienstag im Hotel in Halle mal die 9,66 km auf dem Laufband versuchen und einfach in einem Tempo laufen, das sich gut anfühlt. Montag gönne ich mir eine Ganzkörpermassage, die mein momentan ständig schmerzender Rücken wirklich verdient hat. Vielleicht geht's dann schon ein bißchen besser... Und morgen einfach eine ganz kleine angenehme Sonntagsrunde, um den Misserfolg von heute wieder vergessen zu machen! Das ist doch'n Plan, oder?

11. November 2008

Muskelkater mit Verspätung

Gestern war alles gut, keinerlei Nachwirkungen meines ersten (für mich) langen Laufs vom Sonntag. Da hab' ich doch gestern gleich ein bißchen Yoga gemacht, um die geschundenen Muskeln ein bißchen zu dehnen, habe Erledigungen gemacht und durfte dann abends noch die geniale Pianistin Hélène Grimaud in der Philharmonie erleben. Alles in allem ein ausgefüllter und produktiver, aktiver Tag!
Und dann heute: das böse Erwachen!
Ich fühlte mich beim Aufwachen gleich wie durch den Fleischwolf gedreht, alles tat mir weh, am schlimmsten die Arme merkwürdigerweise. Von dem bißchen Yoga gestern kann das aber nicht gekommen sein, also wird wohl der Lauf vom Sonntag jetzt erst seine Wirkung auf meinen Körper zeigen. Merkwürdig, dass das erst versetzt um einen Tag auftaucht? Bekanntes Phänomen? Hm, ich weiß es nicht.
Was ist also besser als sich gleich wieder raus zu wagen und die müden Glieder ein bißchen zu bewegen. Es bedurfte allerdings ein bißchen Zeit und einiges Lesen in anderen Blogs, um mich zu motivieren. Aber gegen Mittag war ich dann auf der für heute geplanten kleinen 3,22 km-Runde unterwegs. Gott, was war ich froh, dass ich so langsam und nur kurz unterwegs sein musste. Obwohl ich sagen muss, dass ich mich nach 1,5 km schon fast wieder eingegroovt hatte und es mir echt gut ging. Aber anfangs dachte ich echt, ich kann keinen Schritt mehr tun.
Aber als ich wieder zurück war, ging es mir erstaunlich gut, auch wenn ich heute in einem ganz langsamen 8:00er-Schnitt unterwegs war. Naja, sei erlaubt.
Nächster Lauf dann am Freitag!

9. November 2008

Yes, I can!

Gestern abend habe ich mich weitgehend alkoholfrei gehalten, obwohl ich dem Beck's Gold bei 'Ein Quantum Trost' nicht entziehen konnte und wollte. Aber das war es dann auch! Der neue Bond war so naja... Ich empfand ihn als eine Aneinanderreihung von Actionszenen, die lediglich durch notwendige Dialoge unterbrochen wurden, um dem Gemetzel wenigstens ein bißchen Handlung zu geben. Ich empfehle auf jeden Fall 'Casino Royale' vorher zu schauen, weil die Handlung m. E. sonst überhaupt nicht nachvollziehbar ist bzw. gar keinen Sinn macht.
Nachdem wir zwar erst um 1.30 Uhr wieder zu hause waren, haben wir bis 10.45 Uhr heute morgen geschlafen und ich war auf jeden Fall ordentlich ausgeruht für meinen ersten langen Lauf heute. Außerdem zeigte die Waage nach der ersten Woche erfolgreichen Weight Watchens heute 1,6 kg weniger an, was nun ein Gewicht von 70,2 kg bedeutet. Na, wenn das keine ordentliche Motivation für's Weitermachen ist, oder?
Obwohl ich mich heute vormittag zunächst noch mit allerlei unnützen Dingen abzulenken versuchte, gab es schließlich kein Vertun mehr: ich machte mich auf zu den geplanten 9,66 km, die ich in einer Durchschnittspace von 8:33 min/km laufen sollte und vor denen ich ordentlich Respekt hatte.
Bewaffnet mit guter Musik auf meinem iPod und meinem "neuen alten" Forerunner machte ich mich auf eine modifizierte Runde meines Sightseeing-Laufs. Diesmal ging es auch noch durch das Brandenburger Tor hindurch und dann hinterm Reichstag, am Kanzleramt vorbei immer an der Spree entlang wieder zurück nach Hause.
Es ging richtig gut los, ich fühlte mich fit und stark und lief ganz locker bis zum Brandenburger Tor und fühlte mich bei einem Tempo um die 7:30 min/km pudelwohl. Erst hinterm Kanzleramt am Haus der Kulturen der Welt, wo ich nach dem Marathon noch mit Christiane ein Bierchen getrunken hatte, fühlte ich mich langsam etwas müde und vor mir lag außerdem ein Stück Strecke, das ich richtig doof finde, weil der Untergrund so uneben ist. Tja, und hier ging mir dann das Mantra ständig im Kopf rum, das man ja in dieser Woche ständig irgendwo widerhallen hörte: Yes, I can - Yes, I can - Yes, I can!
Und siehe da, ich konnte mich ein wenig überlisten und es lief wieder ganz gut. Aber die letzten zwei Kilometer wurden dann richtig hart. Ich spürte, dass ich anfangs zu schnell angegangen war, mein rechtes Bein fing an zu zwicken und ich war echt kurz vor'm Aufgeben. Anfangs hatte ich ja noch die ganze Zeit gedacht, dass ich heute auf jeden Fall die 10 km voll machen würde, denn wenn ich 9,66 km schaffen würde, dann sollten die letzten paar hundert Meter ja auch kein Problem mehr sein. Aber denkste... Als mein Forerunner diesmal wieder vernehmlich laut piepte und mir anzeigte, dass ich haushoch gegen meinen Virtual Partner gewonnen hatte, konnte ich wirklich keinen einzigen Meter mehr weiter laufen. Schon die letzten Schritte zum Auslaufen im normalen Geh-Tempo waren für meine Beine eine Zumutung - Pudding in den Knien, Schmerzen in den Muskeln. Boah, war das Dehenen anschließend schön! Aber hey: ich hab's geschafft!!!

Resultat des heutigen Laufs: 9,83 km in 1:15:33 h, Durchschnittspace: 7:41 min/km und damit sogar schneller als am letzten Mittwoch die 8 km... bekloppt!

8. November 2008

Er ist wieder da!

Naja, eigentlich nicht, denn ich hab' einfach einen ganz neuen gekriegt!
Die Rede ist von meinem Garmin Forerunner 305. Vorgestern kam er mit der Post, leider war ich in München, so dass ich ihn gestern abend in der Videothek um die Ecke abholen durfte. Machte nichts, da wurde gleich noch 'Casino Royale' mitgenommen, um die Fortsetzung im neuen Bond 'Ein Quantum Trost' heute abend auch verstehen zu können. Schließlich ist 'Casino Royale' schon zwei Jahre her, wer kann sich da noch erinnern?
Leider wurde dieser nette DVD-Abend aber auch begleitet von einer Flasche Wein, die mir heute morgen Kopfschmerzen, schwere Glieder und ein allgemeines Unwohlsein beschert. Selber schuld!
Aber es ist irgendwie überhaupt nicht daran zu denken, heute die 9,66 km in Angriff zu nehmen, die auf meinem Plan stehen. Macht nichts - wird verschoben auf morgen, dann hab' ich noch genug Zeit meinen Forerunner wieder für mich flott zu machen und mir eine Strecke zusammen zu basteln. Außerdem verschieben sich dann auch die Läufe in der nächsten Woche so, dass ich nicht so schwierig mit meinen Terminen in Halle am Mittwoch und in München am Donnerstag kollidiere. Perfekt!
Heute ist mal das Verwöhnprogramm dran mit Badewanne, Haarkur, Gesichtsmaske, meinem Buch, ein bißchen shoppen nachher und einem entspannten Abend mit meinem Schatz im Kino - hab' ich mir verdient, find' ich, und muss ja auch mal sein!

5. November 2008

Hoffnungsvolle 500 Kilometer

Mit meinem kurzen Lauf am Montag und den erneuten 8 Kilometern von heute habe ich jetzt die 500 km-Marke geknackt! 500 Kilometer bin ich in diesem Jahr gelaufen - das mag für die meisten erfahrenen Läufer und auch viele meiner Leser keine weltbewegende Distanz sein. Für mich aber ist das noch immer unvorstellbar. 500 km - das ist die Strecke von Berlin nach Dortmund!!!

Montag stand nur ein kurzer 2-Meilen-Lauf (also 3,22 km) auf dem Programm. Auch wenn ich Sonntag gar keine Nachwirkungen in Form von Muskelkater von meinem 8 km-Lauf bemerken konnte, so spürte ich Montag den für mich ungewohnten Lauf doch noch in den Knochen. Die Beine fühlten sich recht schwer an und ich fühlte mich einfach müde. Aber schon nach 24:39 min war ich wieder zu Hause - hatte also fast gar keine Zeit zum Wehtun!

Die Nacht heute habe ich natürlich fast komplett vor dem Fernseher verbracht, so dass ich erst um 12 Uhr mittags aufgestanden bin und dann nach einigem Gewurschtel hier in der Wohnung dann erst zu meinem Lauf aufgebrochen bin.
Wohl wissend, dass ich empfänglich für Heilsbringer und charismatische Botschafter bin, freue ich mich aber doch wahnsinnig über den Erfolg von Barack Obama.
Wer Lust hat, kann hier nochmal seine Siegesrede im Original anscheuen, die mich heute morgen um 6 Uhr zu Tränen gerührt hat:

Wenn ich so ein bißchen auf das Jahr zurückblicke, was man ja im November gerne schon mal macht, dann muss ich sagen, dass er für mich noch das i-Tüpfelchen auf diesem Jahr ist. Für mich war dieses Jahr in vielerlei Hinsicht ein Jahr des Aufbruchs, des Wandels, des Change. Nicht nur, dass ich den Einstieg in die Lauferei gefunden habe, so gingen mit dieser großen Veränderung auch noch einige andere einher, auch innerliche. Und manchmal braucht man da einfach jemanden, der einem Hoffnung gibt, wenn man es selbst nicht mehr schafft. Und was kann die Welt momentan mehr gebrauchen als Hoffnung? Ich hoffe natürlich auch, dass meine Hoffnung in diesen Mann nicht hoffnungslos ist. Aber für mein geliebtes Reiseland USA kann es ja fast nicht mehr schlimmer kommen nach den letzten 8 Jahren!

Dementsprechend spät und auch noch etwas übernächtigt war dann heute wieder die 8km-Runde dran, wobei auf meinem Plan stand, dass ich die erste Meile (1,61 km) zum Warm-Up laufen sollte, die nächsten 3 Meilen (4,83 km) sollte ich dann schneller in einem Tempo von 7:32 min/km laufen und zum Cool-Down wieder 1,61 km.
Tja, das gestaltete sich natürlich ohne Forerunner etwas schwierig... Ich hab' mir also vorher ungefähr ausgeguckt, ab wo ich schneller laufen müsste und wann ich wieder in angenehmen Trab verfallen kann, aber genau ist das natürlich nicht. Vom Tempo mal ganz zu schweigen, denn das ist natürlich gar nicht kontrollierbar. Aber es ging ganz gut. Wahrscheinlich bin ich von vornherein ein bißchen zu schnell losgelaufen und als ich dann noch einen Zahn zulegen sollte, war das schon ganz schön heftig. Ich bin dann zwischendurch auch sicher immer wieder langsamer geworden, aber ich konnte die wieder eintretende mentale Schwäche bekämpfen und bin nicht gegangen. Insgesamt war ich also heute wieder 8,23 km unterwegs, wobei die Sightseeing-Strecke heute halb im Novembergrau versunken war. 2 Minuten schneller bin ich gewesen als am letzten Samstag: 1:04:13 h, Pace 7:48 min/km.

Achja, und ich habe mich mal wieder entschieden, meinen Kilos mit Weight Watchers entgegen zu treten. Mein Gott, es hat doch schon mal geklappt und da hab' ich damals noch nicht mal Sport gemacht. Also werde ich mal wieder versuchen 10 kg loszuwerden und ich bin schon mal wieder nach drei Tagen ganz begeistert, denn hungern muss man wirklich nicht... Jetzt muss ich "nur" noch durchhalten!

1. November 2008

Sightseeing-Lauf

Vor dem heutigen Lauf hatte ich schon ein bißchen Respekt, denn es sollten 8 Kilometer werden! 8 Kilometer! Soviel bin ich noch nie vorher gelaufen, denn mit Mühe und Not hab' ich ja bisher meine Runde bis zum Kanzleramt geschafft, die 7,5 km lang war... Und dann dies ja alles noch ohne meinen Garmin...
Nunja, bei jogmap hab' ich mir also eine 8km-Runde zusammengebastelt, die anders als meine bisherigen Läufe an der Spree laufen sollte. Denn ich hatte irgendwie das Gefühl, dass mir die gewohnte Strecke an der Spree ein schlechtes Gefühl machen würde, weil ich dann immer denken würde: Oh Gott, so und so viel hast Du noch vor Dir - das schaffst Du nie! Und genau das wollte ich nicht, sondern lieber gar nicht so richtig einschätzen können, wieviel ich noch vor mir habe, um den Lauf einfach so richtig zu genießen. Und es wurde mir leicht gemacht: die Sonne strahlte von einem leicht bewölkten Himmel und die Spree glitzerte durch die letzten gelben Blätter hindurch als ich los lief!

Wichtig war mir, das meine Runde mir Spaß machen sollte also habe ich mich für die Touristen-Sightseeing-Strecke durch den Tiergarten bis zum Potsdamer Platz am Jüdischen Mahnmal und Brandenburger Tor sowie dem sowjetischen Ehrenmal vorbei und schließlich über den Großen Stern der Goldelse zugewinkt und das letzte bekannte Stück an der Spree zurück entschieden. Ich war inklusive 7 Ampelpausen und einer kleinen Fotopause am Brandenburger Tor 1 Stunde und 6 Minuten unterwegs, was für mich mit einem Schnitt von 8:01 min/km schon wahnsinnig langsam ist. Aber es hat einfach Spaß gemacht, durch die Sonne zu traben, die Touristenmassen an den Sehenswürdigkeiten zu bestaunen und ein bißchen das Gefühl zu haben, dass die Touris neidisch auf mich sein müssten, weil ich in dieser schönen Stadt nicht nur zu Besuch bin, sondern (zumindest noch) lebe. Wer hat eigentlich mal gesagt, dass der November der besch** Monat in Berlin ist?

Kurz: es war ein toller Lauf, ich habe nur einmal eine kleine mentale Schwäche gehabt, wo ich das Gefühl hatte nicht mehr zu können, was sich nach einem Check des Atems und der Beine aber wirklich nur als Gedankenschwachsinn herausgestellt hat und war am Ende fast gar nicht kaputt - ich hätte wohl auch noch länger durchgehalten... Naja, nächste Woche!

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