31. Dezember 2008

Pfannkuchen und 600

Heute am letzten Tag dieses für mich ziemlich bemerkenswerten, veränderungsreichen und aufregendem Jahr 2008 galt es noch zwei wichtige Dinge zu bezwingen: den Pfannkuchenlauf mit der höchsten Steigung, die Berlin zu bieten hat, dem Teufelsberg und die 600km-Marke, die ich unbedingt ja noch dieses Jahr knacken wollte. Nun, was soll ich sagen: beides wurde besiegt! Wenn auch mit Ach und Krach!
Gestern war ich noch einmal zu meiner kleinen 4km-Runde aufgebrochen, die ich ja dringend benötigte um die 600 km zu erreichen. So gut wie es am Vortag ging, so schleppend lief es an diesem Tag. So sah ich wohl ziemlich unglücklich und vor mich hin humpelnd aus als mich eine schnell-sportliche Läuferin überholte. Ob der wohl die gleichen Gedanken durch den Kopf gingen wie mir am Vortag als ich die langsame Läuferin überholte? So ist es alles also ausgleichende Gerechtigkeit.
Ich spürte in meinen Beinen einfach den Lauf vom Vortag und wahrscheinlich auch noch die paar Tage Laufpause aufgrund Krankheit. Und dann gleich zwei Tage hintereinander - mach' ich ja sonst auch nicht! Naja, der blöde Ehrgeiz halt...
Mir schwante dementsprechend für den heutigen Lauf durch den Grunewald nix Gutes, aber es ging ja hauptsächlich ums Mitmachen. Ulf musste auch noch mehr als überredet und motiviert werden, so konnte ich mir also keine Schwäche erlauben und musste frohen Mutes daher kommen. Es war ein Traumwetter: strahlend-blauer Himmel, aber knackig-kalte -3°C zeigte unser Außenthermometer, was dazu führte, dass Ulf das Bett geschweige denn die Wohnung am liebsten gar nicht verlassen wollte. Aber kneifen gilt nicht! So konnte ich ihn schließlich doch auch überreden und wir machten uns auf den Weg Richtung Mommsenstadion, wo wir zunächst den Kleinen beim 2km-Lauf zusahen, unsere Startnummern abholten und die 4km-Läufer beim Start beklatschten. Und ehe wir uns versahen, ging es auch schon los, noch ein Bussi im Startbereich und schon schoss Ulf davon, viel Erfolg!
Ich trabte gemächlich vor mich hin, wollte erstmal einen Rhythmus finden und hatte dann relativ schnell eine Frau gefunden, die ziemlich mein Tempo lief und an die ich mich hängen konnte. Garmin sagte mir zwar, dass ich für meine Verhältnisse zu schnell unterwegs war, immer so knapp unter 7:00 min/km, aber es ging die ganze Zeit so schön bergab und mir schwante schon, dass ich diese schnelle Fahrt nach unten auch noch wieder hinauf musste, also warum nicht hier das Tempo nutzen?
Es war herrlich, die Sonne schien durch die Bäume, alles glitzerte verdächtig weiß und ich fühlte mich gut. Nur auf den Weg musste man ganz schön aufpassen, denn gefrorener Matsch kann böse Stolperfallen entstehen lassen. So klatschte kurz vor mir ein älterer Herr auch bäuchlings ins Laub. Puh, zum Glück nix passiert, er konnte unbeschadet weiter!
Dann ging es um eine Biegung herum und dann wurde meine Vorahnung Realität: bergauf, zunächst sanft, so dass man noch gut laufen konnte, links um eine Abzweigung und ein steiler Anstieg machte sich vor mir breit, der nicht nur von mir, sondern von allen umliegenden Läufern nur gehend zu bewältigen war. Das riss meinen Schnitt natürlich ziemlich nach unten, denn fast den ganzen Kilometer 4 ging ich stetig bergauf mit einem Schnitt von 9:28 min/km. Auch Ulf erzählte mir später, dass er gehen musste, aber noch länger durchhalten konnte als ich und erst später in den Schritt verfallen musste. Und ich hatte die Hoffnung gehabt, dass dieser Anstieg erst auf dem Teilstück kommt, wo wir nicht mehr würden laufen müssen, weil wir ja nur die 6,3 km bewältigen mussten. Aber denkste!
Naja, dann waren wir irgendwann oben angekommen, worüber ich mich auch noch bei einem Streckenposten versicherte. Seine Antwort, dass wir es jetzt geschafft hätten, löste bei mir und all' den Umliegenden lauten Jubel aus. Lustig!
Dann ging es nur noch sanft ein bißchen hoch und dann gnädigerweise wieder bergab bis wir durch ein Wohnviertel auf die Zielgerade einbiegen konnten. Auf dem letzten Stück schwanden meine Kräfte ein wenig und viele überholten mich noch, aber auf den letzten 50 Metern der Zielgeraden konnte ich dann noch zum Endspurt ansetzen und die alle wieder einsammeln, ha!
Ulf wartete im Zielbereich auf mich und wir fielen uns glücklich und kaputt in die Arme. Selten hat doofer Zitronentee und ein Berliner, äh Pfannkuchen wie sie ja hier heißen, so gut geschmeckt!
Mit meiner selbst gestoppten Zeit von 46:11 min bin ich relativ zufrieden, denn trotz des Kilometers walken ergibt das einen Schnitt von 7:19 min/km. Anfangs hatte ich mir zwar einen 7:00er-Schnitt erhofft, aber da konnte ja noch keiner ahnen, dass wir Berge würden besteigen müssen...
Ulf war irgendwann nach 37:xx min im Ziel - wohlgemerkt untrainiert, denn das letzte Mal überhaupt gelaufen ist er am 02.10.! Unglaublich und frustrierend für mich, aber was soll's! Es sei ihm gegönnt und scheinbar hat es ihm auch Spaß gemacht, denn mittlerweile überlegt er sogar, ob er morgen mit mir zum Neujahrslauf kommt. Naja, mal schauen!
So, mit den Bildern von meinem heutige Lauf und dem Hinweis, dass ich die 600km-Marke knapp geknackt habe (600,55km) entlasse ich Euch in Eure Silvester-Parties! Feiert fröhlich, aber nicht zu heftig!



Und so wünsche ich all' meinen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und all' das, was Ihr Euch für das Jahr 2009 auch wünscht!

29. Dezember 2008

Watt kalt anne Bronchien

Mönsch, was war das heute kalt für meine noch etwas belegten Bronchien... Bei lt. Windchill gefühlten -9°C hatte ich mich ordentlich dick eingepackt und wollte auf einer kleinen Runde heute mal testen inwiefern ich denn schon wieder hergestellt bin.

Die Weihnachtstage haben wir in der Nähe Hamburgs und Bremens bei unseren Familien verbracht und ich habe mir mit meinem Husten alle Mühe gegeben, alle anzustecken, aber Echinacea hat scheinbar alle ganz gut geschützt, die nicht eh schon krank waren. Mit mir ging es aber rapide aufwärts, wenn ich mich am Heiligen Abend aber noch etwas ausgewrungen fühlte. Spätestens nach der leckeren Ente meiner Schwiegermutter in spe am 1. Weihnachtstag ging es mir aber direkt wieder besser.

Ich hatte aber vernünftigerweise alle Laufklamotten zu Hause gelassen, um gar nicht erst in die Versuchung zu kommen, möglicherweise zu früh loszuspurten. Eine Woche Abstinenz hatte ich mir strikt verordnet und auch eingehalten, denn heute war Tag 8 nach Start meiner Grippe.
Also, durfte ich heute endlich raus und als sei sie mir gnädig, lugte bei meinem Start auch tatsächlich gleich die Sonne hinter den Wolken hervor. Als ich vor der Tür noch meine Schuhe schnürte und auf das Satellitenempfangssignal für meinen Garmin wartete, schlurfte eine Joggerin an mir vorbei in niegelnagelneuen, blitzeblanken Turnschuhen. Na, ob die wohl der Weihnachtsmann gebracht hatte für all' die guten Vorsätze im neuen Jahr?! Ich hoffe, sie bleibt dran, denn ihre Bemühungen in einer für diese Kälte viel zu kurzen Hose und ungeeigneten Bekleidungsmaterialien, und einem Laufstil, der der Breite ihrer Hüften angepasst war, sahen eher kläglich aus und so stolperte die Dame mehr vorwärts als dass sie lief.
Ich sah mich sofort zurückversetzt. Ein Jahr war es fast her, da wagte ich meine ersten Stolperschritte. Am liebsten hätte ich sie angesprochen als ich sie überholte und ihr erzählt, dass ich auch erst seit einem Jahr dabei wäre und dass es sich lohnt, dran zu bleiben. Aber ich hab's natürlich nicht getan. Wer weiß, vielleicht läuft die schon seit Jahrzehnten und sieht dabei nur etwas unglücklich aus... Ich kam mir auf jeden Fall irgendwie gemein vor als ich sportlich locker an ihr vorbei lief. Und so schnell....

Ja, schon beim Loslaufen hatte ich das Gefühl einen Turbo im Po eingebaut zu haben, war mir aber nicht sicher und wollte mich durch Handschuhe und Pulloverärmel auch nicht zu meinem Garmin durchwühlen. So lief ich einfach locker vor mich hin, mein Atem fühlte sich gut an, die Kälte war kaum zu spüren. Die Auswertung zu Hause in SportTracks sollte mein Gefühl aber bestätigen: 4,29 km @ 7:00 min/km = 30:04 min - ich war für meine Verhältnisse schnell unterwegs gewesen!
Ärgern musste ich mich wieder einmal über eine Hundebesitzerin, die wieder einmal der Meinung gewesen zu sein schien, dass ihrem Fifi (immerhin angeleint) die Welt alleine gehört.

Ich hatte auf dem Weg an der Spree entlang schon einen riesigen Bogen (soweit es der Weg dort halt zulässt) um die zwei Hunde dort am Wegesrand eingeschlagen, aber just in dem Moment als ich näher komme, ändert der Große (ich meine wirklich GROß) seine Meinung und rennt auf mich zu. Ich war natürlich die ganze Zeit der Meinung, dass die Besitzerin jetzt wohl gleich mal an der Leine ruckeln würde, um ihrem Fifi zu signalisieren, dass er da nicht weiter kann, weil da eine Läuferin kommt, aber denkste.... Ich musste echt einen kleinen Sprung auf der Stelle hinlegen, um anzuhalten, weil der Hund direkt vor mir stand. Ja, wie jetzt? Sollte ich drüber springen oder wie? Zum allgemeinen Verständnis: ich befand mich am Rande des Weges, neben mir waren nur noch Büsche und dann die Spree.... In der anderen Richtung zwei Meter Weg versperrt von einem weitern Hund mit Besitzer an der Leine und die Leine meines Spielgefährten.... Wenn Blicke hätten töten können, wäre die gute Frau am Ende der Leine wohl direkt umgekippt, aber statt mal ein 'Sorry' über Lippen zu schicken, zuckt sie natürlich nur mit den Schultern... I don't believe it!
Ich möchte hier nochmal betonen, dass ich überhaupts nichts gegen Hunde habe, im Gegenteil ich mag Hunde sehr! Aber die Ignoranz und Dummheit vieler Hundebesitzer treibt mich nicht erst zum Wahnsinn seit ich laufe, aber seitdem ich dies tue, komme ich einfach häufiger mit ihnen in Kontakt, mit den ignoranten Besitzern meine ich!
Erst als ich wieder zu Hause war und noch ein paar Schritte zurück zur Haustür ging, merkte ich beim tiefen EInatmen die Kälte wie sie sich auf meinen Bronchien niederschlug. Dass ich dann aus dem Husten nicht mehr rauskam, zeigte mir deutlich, dass ich noch nicht wieder ganz fit und beschwerdefrei bin, deshalb habe ich das Dehnen heute auch in das muckelig-warme Wohnzimmer verlegt statt weiter draußen verschwitzt in der Kälte zu stehen.
Aber herrlich war es!
Und wenn ich morgen diese kleine Runde auch noch mal drehe und Silvester die 6,3 km vom Pfannkuchenlauf dazuzähle, komme ich in 2008 vielleicht doch noch auch meine 600 km...

23. Dezember 2008

Weg der Besserung

Seit heute morgen bin ich fieberfrei, glücklicherweise! Natürlich kann ich noch keine großen Sprünge machen, denn mein Körper ist doch ganz schön geschlaucht von dieser Hitzekur in den letzten Tagen. Aber es geht also langsam aufwärts, so dass wir uns nun wohl morgen auf den Weg zu weihnachtlichen Familienbesuchen machen werden.
Das Training, das ich mir für den Pfannkuchenlauf am 31.12. noch vorgenommen hatte, um unter anderem auch die 600 km in diesem Jahr noch voll zu machen, werde ich mir wohl eher klemmen, denn bevor meine Bronchien nicht wieder völlig in Ordnung sind, macht sich das wohl nicht so gut. Ärgerlich, denn nur 14,05 km trennen mich von dieser magischen Linie...
Drückt mir aber wenigstens die Daumen, dass ich zum Pfannkuchenlauf selber wieder fit genug bin... *hoff*
Und vielen Dank für die vielen Genesungswünsche, scheinbar haben die in Kombination mit Ferrum phosphoricum comp. gut angeschlagen!

22. Dezember 2008

Ausgeknockt

Es kam Samstag nachmittag wie vom Himmel gefallen. Wir wollten gerade unser Gepäck ins Auto laden und uns auf den Weg in den Norden machen, da fühlte ich mich auf einmal ganz schwach und müde, mein Gefühl sagte mir binnen kürzester Zeit: Fieber. Innehalb von 1,5 Stunden hatte ich 38,6° und an die Fahrt war nicht zu denken. So liege ich jetzt seit Samstag abend im Bett, pflege meinen Husten und das Fieber, das seitdem nicht merklich gesunken ist.

Mein Schatz kümmert sich ganz arg lieb um mich und ist selber auf eine Matratze im Wohnzimmer umgezogen, damit er sich nicht ansteckt.
Schon gestern schien die Sonne in mein Fenster, wie auch jetzt, und lässt mich daran denken, dass ich eigentlich in diesen freien Tagen ganz viel laufen wollte. Tja, das war wohl nix!
Dafür hab' ich jetzt wohl eine Erklärung dafür, warum ich wohl schon in der letzten Woche immer Schwierigkeiten beim Atmen hatte und immer das Gefühl hatte, beim Laufen nicht genug Luft zu kriegen.
Nun, drückt mir die Daumen, dass ich bald wieder auf dem Damm bin!

20. Dezember 2008

Schnell + kurz = schlecht; Langsam und lang = gut

Ich bin eingetreten in die neue Rechenart des Laufens.
Nachdem ich am Mittwoch einen verhältnismäßig fixen Lauf über 5,47 km in Durchschnittspace von 7.25 min/km hatte, auf dem ich gelitten habe, sollte es heute anders gehen. Ich habe gelitten, weil ich einfach schlecht Luft bekommen habe, die Luft war fürchterlich dick, es nieselte und die Wolken schienen mir auf den Kopf zu fallen. Bei jedem Schritt hatte ich das Gefühl nach Luft japsen zu müssen - fürchterlich! Als ich wieder zu Hause war, sah ich mal wieder Sterne und da war mir klar, dass ich zu schnell unterwegs gewesen war...

Heute war Laufen eigentlich schon fast wieder gestorben, denn nachdem ich gestern meinen letzten Arbeitstag in diesem Jahr mit einer halben Flasche kalifornischen Chardonnays begossen hatte und mir seit Tagen die Schulter- und Nackenmuskulatur höllische Schmerzen inklusive eingeschlafener Arme und Kopfschmerzen bereitet, fühlte ich mich dementsprechend zerschlagen als ich heute morgen die Augen öffnete. Der stechende Kopfschmerz war wohl auch auf den Weißweingenuss zurcükzuführen und ich konnte mich kaum bewegen... Naja, nachdem ich langsam in den Tag gestartet war und mich mit diversen homöopathischen Mittelchen wieder fit gemacht hatte, waren zunächst Weichnachtsvorbereitungen zu erledigen. Die ganze Stadt dreht natürlich durch, denn egal ob nächste Woche noch normale Werktage vor uns liegen oder nicht, scheinen alle Menschen am Freitag vor Weihnachten in einen allgemeinen Panikzustand zu verfallen.
So brachte ich heute mehrere Stunden im Stau zu...
Als ich heute abend dann wieder zu Hause war, und mein Schatz sich in allgemeinem Ich-habe-jetzt-Urlaub-und-darf-mich-gehen-lassen-Selbstmitleid ergoss, musste ich einfach fluchtartig die Wohnung verlassen. Ich sprang in meine Turnschuhe, obwohl es bereits 19.30 Uhr und dementsprechend stockdunkel war, aber ich hatte mir überlegt immer an der Straße entlang Richtung Technischer Universität zu laufen, wo glücklicherweise alles beleuchtet ist. Als ich dann wieder zurück an der Siegessäule angekommen war, ging es mir in meinem gefühlt schleichenden Tempo so gut, dass ich spontan noch einen Schlenker zum Schloss Bellevue einbaute statt auf direktem Wege nach Hause zulaufen. So wurden es ungeplante 6,41 km und ich habe mich einfach nur großartig gefühlt. Im Durchschnitt war ich auch mit einer Pace von 7.37 min/km unterwegs, was aber daher rührt, dass ich mich anfangs nicht so ganz bremsen konnte. Das schlug sich dann aber auch in Seitenstichen und Magenschmerzen nieder, die ich mühevoll wegatmen musste und dann einfach konsequent langsamer wurde, so dachte ich. Die Auswertung in Sporttracks sagt was anderes, denn zwar wurde ich nach km 2 langsamer um meinen Atem wieder in den Griff zu kriegen, aber ab km 4 war ich sogar wieder schneller als vorher unterwegs. Und ich hätte geschworen, dass ich langsamer war. Aber ich habe einfach nicht auf den Garmin geachtet, sondern auf meinen Körper gehört und das war gut so. Meine Beine hätten theoretisch noch weiter gekonnt, wurden aber zum Schluss einfach fürchterlich kalt, weil ich bei den 6°C, die mein Außenthermometer anzeigten auf die dickere, längere Unterhose verzichtet hatte. Aber: schön war's!

Da wir in den nächsten Tagen unsere jährliche Weihnachtstournee durch Norddeutschland absolvieren, bin ich mir nicht sicher, wie ich mich demnächst melden kann und wünsche deshalb vorsorglich jetzt schon mal allen ein fröhliches Weihnachtsfest! Und: überfresst Euch nicht!!!

13. Dezember 2008

Schwer

In vielerlei Hinsicht ist es momentan schwer:
  • so viel zu tun im Moment, vorbereiten, nachbereiten, fliegen, coachen, Weihnachten
  • wenn ich vom Schreibtisch aufstehe, ist es meist dunkel
  • so müde, weil ich so viel unterwegs bin
  • so verlockende andere Dinge im Hause zu tun, essen, lesen, einkuscheln
All' diese Dinge erschweren es mir momentan sehr, regelmäßig zu laufen. So führten meine Reisen und die o.g. Faktoren in dieser Woche dazu, dass ich GAR NICHT gelaufen bin. Gestern war dies dann aber schon fast nicht mehr auszuhalten. Ich fühlte mich wie ein Puma (witzig, das ist lt. der indianischen Schamanenlehre auch mein Krafttier) im Käfig und brauchte unbedingt Auslauf!

So war es dann heute früh endlich mal wieder an der Zeit, eine Runde zu drehen, obwohl es grau ungemütlich uns nieselig war. Das störte mich aber gar nicht, denn ich war passend angezogen und hatte gute Musik auf den Ohren. Aber es war schwer heute. Ich hatte mich für eine Runde durch den Tiergarten entschieden, zurück zum Schloss Bellevue und dann an der Spree entlang nach Hause. Irgendwie fühlte ich mich schwer wie ein Sack Kartoffeln, jeden Schritt musste ich mir abringen und es lief nicht rund. Ich fand auch meinen Rhythmus irgendwie nicht und eierte in verschiedensten Tempi durch die Gegend. Beim Schloss Bellevue ließ ich mich von einer anderen Läuferin dazu verleiten, mich an sie heran zu hängen, weil sie auch fast mein Tempo lief, aber eben nur fast! Für heute war es mir einfach zu schnell, so dass ich nach einigen vorhergehenden eine erneute Gehpause einlegen musste.
Am Ende war ich dann aber ganz überrascht, denn es standen 7,29 km in 54:55 min auf der Uhr, was immer noch einer Pace von 7:32 min/km entspricht. Hatte sich während des Laufs eher angefühlt wie 8:32 min/km.

In der nächsten Woche wird es wohl auch wieder schwierig:
  • Montag/Dienstag Teamentwicklung in München,
  • Mittwoch zu Hause und geplantes Laufen,
  • Donnerstag Teamcoaching in Halle (Westfalen) und wenn ich dann Donnerstag abend zu Hause bin, werde ich erstmal die Festplatte löschen = mich betrinken und dieses anstrengende Arbeitsjahr hinter mir lassen, denn dann hab' ich URLAUB!!!!
  • Freitag dann laufen und
  • Samstag beginnt bereits unsere Weihnachtsrundtour durch Norddeutschland.
Mann, wat'n Freizeitstress! Naja, ich versuche Euch auf dem Laufenden zu halten! Bis dahin weiterhin frohes Weihnachtskekse schlemmen, und Geschenke kaufen allerseits (da muss ich jetzt auch los!).

7. Dezember 2008

Was kann man Silvester schöneres tun als Laufen?!

Wie schön! Eben habe ich mich und meinen Schatz für den Silvesterlauf im Berliner Grunewald angemeldet. Besonders freue ich mich, dass wir das Event gemeinsam erleben werden, wenn wir auch alleine laufen werden, da Ulf mit Sicherheit untrainiert locker 1 Minute pro KM schneller sein wird als ich. Aber trotzdem ein schönes gemeinsames Erlebnis, wenn man sich dann im Ziel in die Arme schließen kann.
Hoffentlich wird es nicht glatt, denn das würde mich wirklich vom Start abhalten, da ich auf gebrochene Knochen verzichten kann. Die große 9,9 km-Runde haben wir uns dann aber doch noch nicht zugetraut und sind lieber auf die freundlichere 6,3 km-Runde ausgewichen.
Ich habe dann eigentlich auch noch den Ehrgeiz am 4km-Neujahrslauf am nächsten Tag Unter den Linden teilzunehmen. Da wir bisher auch noch gar nicht wissen, was wir Silvester so treiben werden (jedes Jahr das gleiche leidige Thema, was mittlerweile dazu geführt hat, dass ich dieses Feiern auf Krampf hasse wie die Pest!), kann ich mir schon vorstellen, Neujahr da um 12 Uhr am Start zu stehen. Mal sehen...

6. Dezember 2008

Nikolauslaufen

Das war wieder mal eine Woche, sag' ich Euch...
Meine Fortbildung in Basel war kurzweilig, erfolgreich und sehr nett, führte aber wieder dazu, dass ich total k.o. war am Sonntag, wo ich ja eigentlich noch 7 Kilomterchen laufen wollte... Hab' auf meinen Körper gehört, der lieber ein Schläfchen wollte, denn abends ging es schon wieder im Zug nach Mülheim für eine nächste Coaching-Veranstaltung. Natürlich waren die Laufschuhe im Gepäck! Montag abend musste ich dann aber erstmal in die Mülheimer Innenstadt pilgern, weil ich ein Kontaktlinsenproblem hatte, das nur mithilfe eines Optikers gelöst werden konnte. Mission erfolgreich erledigt. Am Dienstag abend ärgerte ich mich dann, dass ich nicht Montag gelaufen war, denn es regnete in Strömen als ich Feierabend hatte... So wollte ich mich denn auf den hoteleigenen Crosstrainer schwingen, der aber völlig demoliert zu sein schien, denn er gab immer nur merkwürdige Blitzer auf dem Display von sich und schwang ungefähr so gleichmäßig wie eine Kinderschaukel... Wenn das kein zeichen war - also doch raus an die frische Luft (viel besser!) und siehe da: es hatte aufgehört zu regnen!!!
So wurden es denn kurze entspannte knappe 4 km am Ruhrufer entlang. Herrlich, denn hinterher war der Kopf frei und alles fühlte isch frisch und gut an. Das hätte mir der Crosstrainer bestimmt nicht geben können.
Donnerstag war ich dann wieder zu hause und 'durfte' meine Zeit am Schreibstisch, vergraben in meine Buchhaltung und weitere Schreibtischtätigkeiten verbringen. Dies gestaltete sichinsodern schwierig, weil unser Treppenhaus gerade renoviert wird und der gute Mann mit dem Bohrhammer wohl zum Ziel hatte, die Wände des Treppenhause nicht nur aufzustemmen, sondern zu durchdringen... ;-( Förderte auf jeden Fall nicht gerade die Konzentration, so dass ich den ganzen Tag mit den iPod-Ohrstöpseln im Haus herumlief.
Freitag gin es denn schon wieder nach Hamburg/ Kiel, um weitere Wohnungen zu besichtigen. (Leiser Hoffnungsschimmer am Horizont: vielleicht haben wir endlich eine Wohnung, aber dazu mehr, wenn es wirklich spruchreif ist!) Und dann bin ich gestern abend wieder nur ins Bett geplumpst wie ein Stein.
Heute war es dann aber endlich soweit, wieder ein richtig schöner Lauf am hellichten Tag über Wiesen- und Feldwege. Es war leicht dunstig und auch ar...kalt als ich los bin, aber nach kurzer Zeit fühlte es sich schon richtig gut an. Die Bodenverhältnisse waren schwierig, aber dem größten Matsch konnte ich mit einigen Hasenhaken ausweichen. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke lief dann über meine iPod 'Last Christmas' ein und ich konnte nicht anders: ich riss die Arme hoch, lief weiter und musste einfach mal laut schreiben! Sofort breitete sich dann auch das berühmt-berüchtigte Dauergrinsen auf meinem Gesicht aus und es war einfach nur herrlich. Laut mitsingend lief ich über die Felder und es lief einfach nur. Die Reiterin, die ich kurze Zeit später überholte, hatte mich bestimmt gehört, aber das war mir total egal. Ich wünschte ihr einfach einen schönen Nikolaus-Tag und schon ging es weiter. Nach herrlichen 5,68km war ich wieder zurück und hatte ohne auf den Garmin zu schauen ein Durschnittstempo von 7:19 min/km drauf gehabt. Herrlich!
Heute abend werden wir noch eine Elbekreuzfahrt auf der Louisiana Star mit der Palais de Paris-Show genießen und dann vielleicht morgen nochmal die gleiche Runde...?
Schönen Nikolausi für alle!!!

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