31. Dezember 2009

Weihnachts- und Silvester-Lauf: kurz zusammengefasst

Nur kurz bevor ich mich ins Partygetümmel stürze:
  • die Lauferei um Weihnachten rum fiel kurz aus
  • zunächst gestoppt vom Schnee und ich hatte meine neuen Schuhe auf Reisen dabei, die ich nicht gleich einsauen wollte
  • dann Schnee hier, der sich auf allen Wegen in Glatteis verwandelte, was mich Schisser vom Laufen abhielt
  • der Vorsatz im Fitness-Studio auf dem Laufband zu laufen ging in Marzipan unter
  • nach Weihnachten und Riesenkrach mit meinen Eltern dann ein Wut-Lauf am 27. in den holsteinischen Bergen bei meinen Fast-Schwiegereltern
  • herrlich die Wut rausgebrüllt
  • niemand da weit und breit
  • vom Sonnenlicht gold beschienene Felder
  • Schnee zum Glück verschwunden
  • bis heute haben wir hier in Kiel noch nicht wieder eine Flocke gesehen, hoffe, dass sich das auch nicht ändert
  • heute dann keine Teilnahme beim offiziellen Silvester-Lauf
  • stattdessen mein eigener Lauf an der Förde entlang, gegen den Wind
  • Einweihung meiner neuen Schuhe geglückt
  • träge, müde verabschiedet sich dieses Jahr läuferisch
  • so wie es auch das ganze Jahr über irgendwie war
  • das Glück ist aber mit den Tüchtigen und deswegen erwischten wir heute noch die beiden letzten Karten für eine Silvester-Party
  • gutes Omen für's neue Jahr?!

Allen Lesern meines Blogs einen unfallfreien Rutsch ins neue Jahr
(wie ich höre liegt ansonsten fast in der ganzen Republik Schnee oder es fällt Eisregen)
und ein wunderbares 2010!!!

16. Dezember 2009

Darf ich vorstellen....

...mein Neuer!

Der asics Gel Kayano-16 soll mich nun demnächst treu auf meinen Laufwegen begleiten. Gut, dass ich in unserem tollen Laufladen (Zippel's) hier in Kiel gewesen bin, wo ich eine exzellente Beratung inkl. Laufbandanalyse etc. erhalten habe und noch dazu eine Diagnose über meinen bisherigen geliebten Adidas Supernova Trail erhalten habe, die ihm noch weitere ca. 300km verspricht. Fand ich wirklich richtig gut, dass der Verkäufer so ehrlich war, mir zu sagen, dass mein 'Alter' noch ein bißchen weiter durchhält - hätte ja auch sein können, dass ich dann gleich wieder aus dem Laden wandere... Aber ich wolte mir ja mein Weihnachtsgeschenk machen und der chice weiß-goldene asics sitzt wirklich bequem wie ein Samthandschuh, aber gleichzeitig doch fest genug. Die Mizunos, die mir auch empfohlen wurde, waren zwar auch sehr bequem, aber für mein Gfeühl nicht fest genug, so dass ich darin nur hin- und herwaberte.
Ich bin schon gespannt auf meinen ersten Lauf mit ihnen am Samstag, denn morgen düse ich nach Paderborn, wo ich herrlich weihnachtsfeiern werde und Freitag geht es dann gelich weiter nach Bremen zum Geburtstag meines Vaters. Am Samstag morgen werde ich mir dann gerne den vielleicht vorhandenen Kater von zwei Feier-Tagen aus dem Körper laufen.

Mein Lauf heute war nicht so toll wie der vom Montag, aber das ist nach einem so toll erlebten Lauf ja meistens so. Vielleicht saß mir aber auch noch ein bißchen die Fliegerei von Montag und Dienstag im Körper - ich hab' schon immer das Gefühl, dass mich das schlaucht, wenn ich fliege, auch wenn es immer nur kurze innerdeutsche Strecken sind. Aber der Körper hat da glaub' ich schon ein bißchen mit zu kämpfen. Noch dazu seit man nichts mehr zu trinken mitnehmen darf - und wer kauft sich am Münchener Flughafen für einen innerdeutschen Flug schon eine 0,5l-Flasche Wasser für 3,70 €?
Auf jeden Fall war es bei herrlichstem Sonnenschein heute 'scheißen'kalt und noch dazu sehr windig, was meinen Rückweg, der ja bekanntlich sowieso schon immer bergauf geht, noch ein bißcher beschwerlicher machte, denn natürlich kam er da auch noch von vorne. Aber ich habe durchgehalten und mich wieder mal mit dem Mantra 'wie ein Messer durch weiche Butter' motiviert. Ach, eigentlich war es in der Rückschau doch ein ganz schöner Lauf, wenn ich mich dabei auch bedutend beschwerlicher gefühlt habe als am Montag. Aber trotzdem schön, bei dem Wetter heute eine Stunde so richtig herrlich an der frischen Luft gewesen zu sein!

14. Dezember 2009

Laufschuhalarm

Nachdem ich meinen Lauf vom Samstag bei jogmap eingegeben hatte, bekam ich prompt am Sonntag eine Mail von jogmap: Laufschualarm! Meine geliebten Adidas Supernova Trail haben nun 854 km runter, den Lauf von heute dazu addiert ca. 861 km.
Da wird es Zeit für ein paar neue Laufschuhe, die ich mir am Mittwoch aussuchen und mir selbst zu Weihnachten schenken werde. Vielleicht tröstet mich das auch ein bißchen über den Abschied von diesem geliebtan Paar hinweg, denn sie haben mich schließlich durch meine ganzen Laufanfänge getragen und waren auch weider für mich da, nachdem ich mit den Adidas Supernova Cushion 7 fremd gegangen war, was meinen Knien ja bekanntlich gar nicht gut getan hat. Also, Mittwoch gibt es Neue!!!
Mein Lauf heute (8. Woche des Gateway to 8k, 2 Intervalle á 20 min mit 2 min Recovery dazwischen) war einfach nur super! Das Wetter war fürchterlich, 4°C, es nieselte grau vor sich hin, die Wolkendecke hing gefühlte 3 Meter über der Förde, es waren nur eingefleischte Läufer unterwegs, die natürlich auch grüßten (Oh Wunder!), denn bei den ganzen Schönwetter-Läufern, die hier im Sommer unterwegs sind, scheint das ja nicht üblich. Aber wer sich bei dem Wetter heute rauswagt, der gehört eben irgendwie doch zu einer eingeweihten kleinen Gemeinde - schön dazu zu gehören! Das Wetter war also beschissen, aber umso besser mein Lauf. Ich war nicht wahnsinnig schnell unterwegs oder irgendwas toll bedeutendes. Aber ich hab' mich einfach gut gefühlt, ich war die ganze Zeit in meiner Zone, die Gedanken machten sich selbstständig und als ich wieder zu Hause war (dampfend, so dass ein Junge, der von der Schule kam, mich fragte, warum ich so 'rauche' - hihi!), wußte ich eigentlich gar nicht so recht, wo ich lang gelaufen war - das sind die besten Läufe! Ich liebe das!

12. Dezember 2009

Woche 7 beendet

Meine Güte, ich weiß nicht wieviele Anläufe ich nun gebraucht habe, um diese 7. Woche des Gateway-to-8k-Programms zu beenden. Aber mit meinem Lauf heute mittag erkläre ich diese 7. Woche nun offiziell für beendet.
Es war richtig kalt heute und ich bin tatsächlich das erste Mal mit Handschuhen und Mütze unterwegs gewesen und war froh darüber. Die Handschuhe wurden zwar nach der ersten halben Stunde in meiner Rückentasche verstaut, aber anfangs hätte ich sie nicht missen wollen. Die Wolkenbewegungen ließen schon vermuten, dass es windig werden würde, denn es schwankte zwischen grauen Schneewolken (die zum Glück noch nichts runtergelassen haben hier - ich hasse ja bekanntlich Schnee!) und herrlich blauem Himmel. So wunderte ich mich denn auch nicht als mir der Wind auf der Kiellinie ordentlich entegegen blies und die Kälte aus Nordosten mitbrachte.
Aber ich habe mich endlich mal nicht ablenken lassen, bin einfach gelaufen, ohne Gedanken über Tempo, Kilometer oder oder oder. Lediglich die Planung für die nächste Woche ging mir ein wenig durch den Kopf, aber angenehm, nicht aufgezwungen, nicht gestresst. Vielleicht auch, weil endlich die meisten Projekte für dieses Jahr ihren Abschluss finden - nur Dienstag muss ich noch einmal abschließend nach München, die Foto-Idee, mit der ich bereits seit ein paar Monaten schwanger ging, ist nun auch umgesetzt (Homepage, Flyer bestellt, beim Finanzamt angemeldet....) - vielleicht war da in dne letzten Wochen auch einfach kein Platz in meinem Kopf für das Laufen, wollte mich darum nicht auch noch kümmern müssen.
Aber die Pläne für das neue Jahr sind da, wenn ich auch mittlerweile zu der Einsicht gekommen bin, dass eben nicht jeder zum Marathonläufer werden muss und ich vielleicht einfach auch ganz glücklich mit meinen 5km-Runden bin. Ich versuche jetzt nochmal ein bißchen weiter auszudehnen, damit ich das 8k-Programm definitv beende, aber dann will ich hauptsächlich erstmal wieder an der Regelmäßigkeit arbeiten, denn die musste in der letzten Zeit ja arg leiden. Und dabei tut es mir doch eigentlich so gut...

P.S. Der Link im vorhergehenden Post funktioniert jetzt!

11. Dezember 2009

jasmin photography

Ein Grund für meine lange Abwesenheit hier und in den anderen Blogs sowie auch meine Abwesenheit vom Laufen liegt hierin begründet: www.jasminphotography.net
Ich launche gerade eine weitere kleine Geschäftsidee und versuche ein großes Hobby zum Nebenberuf zu machen, da mir von vielen Seiten immer wieder gesagt wird, ich würde so tolle Fotos machen. Nun, schau'n wir mal, ob sich damit tatsächlich ein bißchen Geld verdienen lässt. Außerdem wolltet ihr - meine geschätzten Leser - ja auch mal gerne mehr von meinen Werken sehen. Nun ist es also soweit!!!
Viel Spaß beim Gucken!
Und: Kommentare sind gerne genommen... ;-)

Freitags-Füller #4

1. Ich muss unbedingt die Golden Gate Bridge sehen, bevor ich sterbe.

2. Reisende kann man nicht aufhalten.

3. Ich wünschte, ich müsste nie wieder Wasserkisten kaufen, aus denen ich das Wasser eh nicht trinke, sondern es nur für meinen Schatz tue...

4. Meine letzte Chefin, die alte Hexe hat mir geholfen mein Leben zu verändern.

5. Ich kenne den Song I've had the time of my life auswendig.

6.Wenn ich nicht so ängstlich wäre, würde ich auswandern .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett , morgen habe ich endlich mal wieder Laufen geplant und Sonntag möchte ich einen schönen Adventsbrunch mit unseren neuen Nachbarn verbringen !

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4. Dezember 2009

Freitags-Füller #3 und ein unerwartet guter Lauf

1. Freunde sind ein rares Gut und umso wertvoller zu behandeln.

2. Unsere Gesundheit, es ist das höchste Gut, das wir viel zu selten zu schätzen wissen bzw. meist erst, wenn sie nicht mehr 100%ig besteht.

3. Ich bin bereit für ein Baby, mein Hormonhaushalt schreit danach - aber wann ist der richtige Zeitpunkt im Leben?.

4. Anis ist eines meiner Lieblingsgerüche.

5. Meine älteste Weihnachtsdekoration sind ein paar Holzanhänger für den Tannenbaum (Krippe, Engel etc.), die ich vor ein paar Jahren aus dem Entrümpel-Wahn meiner Mutter gerettet habe.

6.Man nehme etwas Eis, Cola (am liebsten light und koffeinfrei) und Whisky, mische alles zusammen und man bekommt meinen Lieblingsdrink, den ich mir gerade am Freitagabend gönne.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Arbeit an meinen Fotos und der entstehenden Fotoseite , morgen habe ich einen Weihnachtsbummel mit meinem Schatz geplant und Sonntag möchte ich Plätzchen backen !

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Einen unerwartet guten Lauf hatte ich heute, nachdem ich es dann geschafft hatte, mich aufzuraffen. Noch um 10 Uhr war es fast dunkel, so tief hing der Himmel, so grau war das Wetter, es nieselte und ich fühlte mich einfach nur brrr... Aber gerade gegen diese undefinierbare Kälte hilft ein Läufchen ja am besten, also habe ich einfach irgendwann aufgehört, darüber nachzudenken, ließ den Garmin schon auf dem Balkon nach seinem Satelliten suchen, damit ich nicht zu lange draußen stehen musste und los ging es.

Unerwartet warm war es draußen, der Regen hatte nachgelassen und ich lief einfach los, fühlte mich gut, und schmunzelte an der Kiellinie über eine Enten-Großfamilie, die mir den Weg querte bzw. fast verstellte. Aber dann lief es einfach, meine Gedanken machten Purzelbäume in alle möglichen Richtungen, meine Musik gab mir immer mal wieder ein Schmunzeln auf's Gesicht und so kann sogar ein grummel-grauer Wintertag einem einen guten Lauf bescheren. Nach 7,3 km war ich wieder zu Hause, mit ein paar Gehpausen, aber auch einem kleinen Speed-Anfall und ich fühlte mich einfach gut. Nach all' meinen Entscheidungen, die ich in den letzten Tagen getroffen habe, einfach Dinge getan, durchgezogen habe, die ich schon lange vor mir hergeschoben habe, war dieser Lauf wie eine Bestätigung meines Tuns: Nicht immer nachdenken in Zweifel ziehen, JUST DO IT!

So, das war mein Wort zum Wochenende!

1. Dezember 2009

Stress-Woche

In der letzten Woche war leider nur ein kurzer Lauf drin, da ich von Dienstag bis Freitag komplett im Seminar abgetaucht war. Das letzte Modul eines Führungsnachwuchskräfte-Trainings stand an, was immer sehr intensiv ist. Bei der früh einsetzenden Dunkelheit war an Laufen schon schwer zu denken, aber durch die vielen Coachings war auch zeitlich echt nix drin. Dafür bin ich am Mittwoch und Donnerstag zusammen mit einer Kollegin schon um 6.15 Uhr im hoteleigenen Schwimmbad eine halbe Stunde schwimmen gewesen. Ich hab mich zwar jeden Morgen gefragt, warum ich mir das antue, aber nach dem Schwimmen fühlte ich mich immer super erfrischt und startklat für den Tag.
Bevor es losging am Dienstag hatte ich am Montag auch nur Zeit für einen kurzen Lauf, so dass ich mich schnell für eine 5km-Runde entschieden habe.
Freitag nach Ende des Seminares bin ich dann direkt nach Berlin geflogen und wir hatten ein herrliches Wochenende in der alten Heimat, haben Freunde besucht, Ulfs Nichte begutachtet und nahezu Freizeit-Stress gehabt, um alles zu sehen, alle zu besuchen, die wir sehen wollten.
Heute habe ich dann endlich einmal wieder Zeit gefunden für einen Lauf nach meinem Programm. Ich steige nochmal in Woche 7 ein und laufe 3 Intervalle á 15 min - jetzt aber selbst gemischt nach meiner Musik. War ein guter Lauf heute!
Achja: nachdem der Familienrat getagt hatte, habe ich meinen Start ins metabolic balance-Programm übrigens auf Anfang Januar verschoben - was soll ich mich jetzt noch doppelt knechten vor Weihnachten....

27. November 2009

Freitags-Füller #2


1. Warte ! Warte, vergiss nicht dein Lunch-Paket. (regelmäßiger Ausspruch von mir an meinen Schatz)

2. Schokolade sofort gefolgt von Kartoffelchips.

3. Das Problem ist dieser unter 2. beschriebene Teufelskreis von Süß- und Salzig-Hunger.

4. Die verworrenen Wege der Technik, häufig undurchsichtig und ominös.

5. Mit einem leichten Knacken im Nacken geh' ich derzeit durch's Leben .

6. Meine besten Freundinnen sind leider, leider viele Kilometer weg.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen netten Abend mit Freunden in Berlin , morgen habe ich Frühstück im Barcomi's geplant und Sonntag möchte ich dann auch endlich wieder nach Hause !

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20. November 2009

Freitags-Füller

1. Jetzt hätte ich gerne ein Fotoshooting, um die Novembersonne einzufangen.

2. "Au! Fuck!" würde man mich meistens sagen hören, wenn ich mir den nackten Zeh anstoße. (passiert mir übrigens laufend - ich neige zur unbeabsichtigten Selbstverstümmelung.)

3. Der Besitz von Schokolade sollte in Deutschland unter Strafe gestellt werden.

4. Der Held meiner dunkelsten Novemberträume, in denen ich in unzählige Abenteuer entführt werden will, ist Captain Jack Sparrow.

5. Glühwein und Kälte passen zusammen wie Zitroneneis in Prosecco und 35°C .

6. Egal, wie schlimm es kommen mag, es geht immer und immer weiter.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen schönen Film , morgen habe ich ein(en) weiteres Shooting in meinem Fotokurs am Oslokai geplant und Sonntag möchte ich mich auf dem Geburtstag meiner Bald-Schwiegermutter nicht an den vielen leckeren Sachen, die sie sicher auftischen wird, überfressen!

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17. November 2009

Nackenschmerzen, Osteoptahie, Fotografie und metabolic balance

Meine Blog- und damit leider auch verbundene Lauf-Abstinenz der letzten zwei Wochen hatte einen simplen, aber leider schmerzhaften Grund: Nackenschmerzen!
Schon seit Jahren habe ich immer mal wieder darunter zu leiden, dass sich mein Körper - insbesondere in Stressphasen - die scheinbar schwächste Stelle meines Körpers sucht und darin alles entlädt. Diesmal war es so schlimm, dass meine Masseurin, zu der ich regelmäßig gehe, mich sofort zu einem befreundeten Osteopathen schickte als sie hörte, dass ich unter Kopfschmerzen und regelrechten Schwindelanfällen leide, weil die Schmerzen so stark sind und die verspannten Muskeln scheinbar auf diverse Nervenbahnen drücken. Die von ihr dann statt der Schulter-Nacken-Massage eingesetzte Fußreflexzonen-Masage bewirkte schon erste kleine Wunder, aber der Osteoptah schoss dann den Vogel ab.
Nach einer nicht ganz so sanften und schmerzfreien ca. 90minütigen Behandlung war ich zunächst fast schmerzfrei. Alles mögliche an mir war eingerenkt, geöffnet und gerade gerückt worden. Ich konnte wieder Teile meines Körpers bewegen von denen ich gar nicht gewusst hatte, dass sie blockiert waren.Wirklich erstaunlich aber vor allem, die Erkenntnis, dass meine Nackenschmerzen vor allem aus meinem (eben auch viel zu dicken) Bauch heraus kommen, weil meine Verdauung völlig verzögert abläuft. Woher der gute Mann das wissen kann, wenn er mich gar nicht kennt und nur seine Hand auf meinen Bauch legt? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass ich Energien gespürt habe und ich weiß ja, dass er recht hat. Meine Verdauung ist ein ständiges Thema, wenn es auch durch die (nahezu) regelmäßige Lauferei schon bedeutend besser geworden ist. Aber der ständige Heißhunger auf Süßes, die regelrechte Zuckergier hat schon fast etwas Drogenhaftes bei mir an sich und deshalb der nächste Schritt zu metabolic balance, aber dazu gleich mehr. Der Osteopath warnte mich vor einer Erstverschlimmerung in den Tagen nach der Behandlung und trug mir Schonung auf. Ohja - mein Körper war steif in den ersten zwei Tagen, aber seit dem Wochenende geht es wieder. Morgen steht die zweite Behandlung an und ich bin gespannt, was sich danach noch tut.
Ein weiterer Grund für Lauf- und Blog-Abstinenz ist mein wiederentdecktes Hobby, die Fotografie. Ich besuche derzeit einen fortlaufenden Fotokurs, der mich ganz schön in Anspruch nimmt und hatte zudem noch einen Wochenend-Kurs in Menschen- und Erotik-Fotografie gebucht. Mehr dazu vielelicht demnächst auf einer eigenen Seite. Ihr werdet es erfahren, wenn es denn soweit sein sollte...
Die Aussage des Osteopathen hinsichtlich fehlerhaftem Stoffwechsel war dann aber schließlich der letzte Stein des Anstoßes, den es offensichtlich gebraucht hat, um mich zur Heilpraktikerin zu treiben, die mich während des metabolic balance-Programms unterstützen wird. Was hab' ich nicht alles schon an Diäten versucht? Aber alles scheiterte schließlich immer wieder daran, dass meine Disziplin nachließ, und schließlich die Zuckergier überhand nahm und ich mich umgeben von Schokolade, Chips und am liebsten noch Käse umringt auf dem Sofa sitzen sah. Mein ganzer Stoffwechsel völlig durcheinander, Gelüste diktieren mein Essverhalten wider besseren Wissens, denn was eigentlich gesund und richtig wäre, weiß ich in der Theorie natürlich alles. Heute nun aber der Einstieg mit dem ersten Beratungsgespräch bei meiner Heilpraktikerin, die auch klassische Homöopathin ist, was mich in der strengen Umstellungsphase ggf. auch noch gut unterstützen kann.
Donnerstag wird mir im Labor Blut abgezapft, anhand meines großen Blutbildes und der Blutwerte wird dann mein Ernährungsplan individuell für mich erstellt.
Leider muss ich in der nächsten Woche wieder mal für 4 Tage ins Münsterland, so dass ich wohl kaum gleich mit dem Plan starten kann, denn im Hotel das durchzuziehen wird wohl eher schwierig. Denn das Programm startet mit zwei Entlastungstagen, ähnlich wie bei einer Fastenkur mit Darmentleerung und Obsttagen. Danach wird dann eine mindest zweiwöchige strenge Umstellungsphase eingehalten, wo es einen klaren Plan gibt, was ich wann essen darf. Ich kann mir aber alles aus dem für mich erstellten Nahrungsmittelplan nach Lust und Laune zusammenstellen. Nach den zwei Wochen soll der Stoffwechsel dann umgestellt sein und man kann wieder anfangen ein paar weitere Lebensmittel, auf die man nicht verzichten möchte, nach und nach in den Plan integrieren. Eine Kollegin von mir hat damit innerhalb von 6 Monaten 20 kg abgenommen und hat vor allem ihren ewigen Süßhunger überwunden. Und... bei mir sollen es ja nur 10-12 kg sein!
Angespornt von all diesen Ereignissen war ich dann heute auch endlich mal wieder laufen. Ich hatte aber überhaupt keinen Bock mehr auf die ständige ätzende Technomucke aus meinem Intervall-Programm, deswegen lief ich mit meiner Musik los und wollte selber auf die Intervalle achten. Das hat auch gut geklappt: 5 min. WarmUp, 4 x 13min Laufen, unterbrochen von jeweils 1 min Gehen, 5 min CoolDown.
Wie ich allerdings nach meiner Rückkehr feststellte, wären in Woche 7 meines Programms nur 3 Intervalle à 15 min nötig gwesen... nunja! Schön war's trotzdem mal wieder und Donnerstag hoffentlich wieder!

2. November 2009

Anders...

...ist, wie Ihr wohl schon bemerkt haben dürftet, mein Blog-Design. Allerdings eher unfreiwillig, denn da meine alte Festplatte - just während ich eh am Blog-Design rumbastelte und alles anders aussah - einen Abgang gemacht hatte und ich auf der neuen Festplatte alles neu installiert hatte, wollte ich meine gesicherte xml-Vorlagen-Datei wieder installieren. Dabei ist aber irgendwas schief gegangen und ganz viele meiner Widgets an der Seite waren auf Nimmerwiedersehen verloren. Irgendwo gibt es bestimmt ein Nirvana für all die verloren gegangenen Dateien, Programme usw. aller User dieser Welt - die amüsieren sich da bestimmt über uns.... egal..... wird sich also in nächster Zeit hier und da immer noch mal einiges ändern, bevor ich wieder alles so hin getüdelt habe wie es mir gefällt.

...ist, mein Lauf- und Blog-Verhalten in letzter Zeit. Irgendwie gibt es momentan wichtigere Dinge, wobei die gar nicht mal etwas mit Hochzeitsplanungen oder so zu tun haben, wie man ja nach meinem letzten Post vermuten könnte. Ich weiß nicht, ich laufe zwar, ich laufe, wenn ich es denn tue auch gerne. Aber irgendwie empfinde ich es momentan manchmal ein bißchen als Zwang und davon gibt es schon zuviel in meinem Leben als dass ich das bei den Dingen, die ich freiwillig tun will auch noch haben muss. Genauso verhält es sich auch mit dem Bloggen. Ich tue es (Laufen und Bloggen), wenn ich Lust dazu habe und nicht mehr sklavisch dreimal die Woche. Ich will mir da jetzt keinen Druck machen - irgendwann wird sich da schon wieder eine Regelmäßigkeit einstellen, aber irgendwie merke ich, dass ich immer noch mit all' den Veränderungen in diesem Jahr zu kämpfen habe, die mich doch noch etwas platt machen (seelisch), was sich dann auch körperlich durch ein großes Erholungsbedürfnis auswirkt.

...war mein Lauf heute, denn selten brauchte mein Forerunner so lange bis er einen Satelliten gefunden hatte, weil eine dicke, fette Wolken-Nebel-Decke über der Förde hing. Ich dachte fast, mir fällt der Himmel auf den Kopf als ich an der Förde entlang lief. Aber auch das war ein schönes Ambiente an der Kiellinie. Die Förde hatte so wenig Wasser, dass es eine richtige Brandung gab, was ich genossen habe, indem ich einen Ohrstöpsel rausnahm, um die Brandung zu hören, das Klatschen der Wellen an der Kaimauer und auf dem harten Sand der Förde besser hören zu können. Habe mich die ganze Zeit wohl und gut gefühlt - schön!

26. Oktober 2009

Laufen, Schiff fahren, Oslo besichtigen, Geburtstag feiern und verloben

Ungefähr in dieser Reihenfolge lief mein letztes Wochenende ab, über das ich noch kurz hier nachtragen will.
Bevor wir am Freitag den 16.10. auf die ColorFantasy gestiegen sind, um uns nach Oslo schippern zu lassen, habe ich noch den letzten Lauf der 5. Woche des Gateway to 8k hinter mich gebracht: ungefähr 7 km in 57 min.
Dann schnell, schnell und um 14 Uhr legten wir bei strömendem Regen in Kiel ab.
Die Überfahrt war ganz schön stürmisch, denn die deutsche Ostseeküste wurde von einer Sturmflut heimgesucht, so dass wir selbst auf unserem über 300m langen Kahn ein bißchen geschaukelt wurden. Aber es boten sich tolle Bilder, insbesondere als wir die Öresund-Brücke unterquerten.
Am nächsten Morgen erwartete uns Norwegen mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein, aber eisiger Kälte, die mich das erste Mal in diesem Winter die Mütze über die Ohren ziehen ließ.
Nach dem Anlegen rollerten wir mit unseren Koffern zu unserem Hotel in der Osloer Innenstadt, wo wir in meinen Geburtstag hinein feiern wollten. Oslo lässt sich wunderbar an einem Tag besichtigen, so dass wir neben den Sehenwürdigkeiten wie dem Königlichen Schloss,
dem norwegischen Parlament,
dem Rathaus
auch noch Zeit hatten für ein bißchen Muße, Seele baumeln lassen und Kaffee trinken. Wie ich gelernt habe, sind die Norweger eine große Kaffeetrinker-Nation und die Baristas der Coffeeshops sahnen immer alle mglichen internationalen Preise für toll gemachten Kaffee ab - kann ich unterschrieben, denn selbst ich Teetrinkerin ließ mich von dem gut gemachten Kaffee überzeugen!
Abends aßen wir bei einem guten Italiener im neuen Szene-Viertel Akker Brygge und genehmigten uns dann in einer Bar um Mitternacht noch einen Drink.
Am nächsten Morgen besuchten wir noch den Virgelandsparken mit seinen tollen Skulpturen
bevor wir wieder unsere Faähre bestiegen, diesmal die Color Magic, die uns wieder nach Kiel bringen sollte.
Bei der Ausfahrt aus dem Oslofjord zeigten sich dann wunderschöne Bilder, Herbstfarben und es war alles so romantisch, dass mein Herzblatt sich dazu hinreißen ließ, die Frage aller Fragen zu stellen. Ergebnis: wir heiraten nächstes Jahr!

Dieses Ereignis und meinen Geburtstag mussten wir in der Observatory-Lounge ganz oben auf Deck 15 natürlich erstmal mit Champagner begießen und genossen dabei die herrlichen Ausblicke auf den Oslofjord, die sich bei untergehender Sonne boten.
Am Montag um 10 Uhr liegen wir wieder in den Kieler Hafen ein und die letzte Woche war dann wieder geprägt von viel Arbeit und irgendwie hatte ich noch etwas mit diesen ganzen Geschehnissen zu tun: ständiger Klimawechsel, anstehende Veränderungen etc. Ich war ständig müde, so dass das Laufen konsequent ausfiel.
Erst heute morgen habe ich mich dann wieder aufgemacht und es war herrlich! Gehört eben mittlerweile doch schon zu mir - die Lauferei - auch im neuen Lebensjahr, auch als Verlobte und angehende Braut!

13. Oktober 2009

Von Vielfalt, Paketen und Stretching

Mein linker Oberschenkel und meine rechte Wade machen mir derzeit wirklich ein bißchen zu schaffen. Meine zwei Arbeits-Pausen-Tage letzte Woche haben leider nicht zu einer Besserung beigetragen, so dass ich auch am Wochenende noch pausiert habe. Aber selbst bei einem dreistündigen entspannten Spaziergang am Sonntag zog der Schmerz vom Oberschenkel in die Hüfte und führte wahrscheinlich durch eine Fehlbelastung außerdem noch zu Schmerzen und Verspannung im Ischias... Mist!
Nachdem ich dann aber gestern abend lange mit einer Freundin übers Laufen gefachsimpelt habe und heute mit einer undefinierbaren doofen Stimmung aufgewacht war, gab es heute nur einen Ausweg: Laufen!
Das Wetter war herrlich hier oben, der goldene Oktober hatte Einzug gehalten mit viel Wind, aber in der strahlenden Sonne goldig leuchtenden gelben Blättern und rot funkelnden Weinranken an vielen alten Kapitänsvillen in meinem Viertel hier in Kiel.
Ich lief meine obligatorische 7km-Runde diesmal in der Gegenrichtung, denn so pustete der Wind auf meinem Weg an der Förde entlang von hinten und trieb mich quasi an der Kiellinie entlang Richtung Innenstadt, in die Innenförde.
Zum ersten Mal hätte ich auf den ersten Kilometern gerne meine Handschuhe gehabt, denn es war doch enpfindlich kühl mit 9°C. Aber derzeit grinsen noch die Waden aus der Hose und später knallte mir die Sonne regelrecht ins Gesicht und meine Kleiderwahl stellte sich wiedermal als richtig heraus. Wieder einmal wunderte ich mich über bereits vermummte Menschen auf den Straßen, gleichzeitig aber eben auch noch Läufer in Shorts und ärmellosen Shirts.... So unetrschiedlich ist halt das Wärme- und Kälteempfinden, so unterschiedlich die Laufstile, so unterschiedlich die Menschen, Persönlichkeiten, Farben, Meinungen... es lebe die Vielfalt!
Bei meiner Rückkehr fand ich im Postkasten einen Paketzettel in meinem Briefkasten, sah den DHL-Wagen noch am Ende meiner Straße stehen und legte dann noch einmal einen Spurt ein, um mir mein Paket noch direkt am Wagen abzuholen statt morgen den Weg auf die Post machen zu müssen. Herrlich, so fit zu sein, einfach noch einen Spurt einlegen zu können....
Nach Dehnübungen speziell für den Hüftstrecker gibt mein Oberschenkel jetzt Ruhe, die Sretching-Klasse, die ich morgen im Fitnesstudio besuchen will, tut hoffentlich noch ihr übriges dazu!

8. Oktober 2009

Muskeln, Kater und Entspannung?!

Dienstag gönnte ich mir nach meinem Fitnessstudio-Besuch mit Gerätewackeln eine Massage.
Beides führte am Mittwoch zu unerhörtem Muskelkater.
Auf meinem Programm stand aber ein Lauf, der erste Lauf der 5. Woche im Gateway to 8k-Plan.
Also schnürte ich die Schuhe, freute mich auf den Regen, der schon den ganzen Vormittag aus dem grauen Himmel fiel und wollte es langsam angehen lassen.
Fazit: Ich musste es langsam angehen lassen, denn meine Muskeln freuten sich zwar über die anregende Durchblutung, ließen aber keinen Übermut zu. Zudem erfrischte mich kein kühlender Regen, sondern die Sonne kam gar raus und ließ mich schnaufen...
Langsamer als bei den letzten Läufen, aber zufrieden es wenigstens getan zu haben, kam ich zu Hause an und freute mich auf zwei Tage (Lauf-) Pause bei der Arbeit in Mülheim an der Ruhr - mal wieder!
Das Unwetter gestern hier, schwemmte mich in einem stark verspäteten Zug ins Ruhrgebiet und ließ mich erst gegen 1.30 Uhr schlafen - war wohl nix mit Entspannung!

5. Oktober 2009

Fenstergucken und 'Hallo'

Heute war einer dieser Tage.... irgendwie lief er nur so dahin... zwischen all' den alltäglichen Aktivitäten, die durchzuführen sind, wenn ich denn mal zu Hause bin, stand heute auch noch die Quartals-Umsatzsteuer-Voranmeldung auf dem Programm.... und vierteljährlich grüßt das Murmeltier! Meistens drücke ich mich erstmal mit allerlei Haushalts-Aktivitäten davor, bevor ich dann immer währenddessen feststelle, dass es ja eigentlich doch nicht so schlimm ist. Naja, wie das halt so ist mit solchen Tätigkeiten...

Den Nachmittag habe ich dann mit dem absolut genialen Buch 'Verblendung' von Stieg Larsson verbracht. Hatte schon so viel von seinen Büchern gehört, dieser Band stand schon seit Monaten in meinem Regal und wartete darauf gelesen zu werden, bekam nun eine höhere Priorität, da seit letzter Woche der Film im Kino läuft, den ich gerne sehen will, es aber nicht mag, wenn ich vorher das Buch nicht schon gelesen habe. So wurde dieser toll geschriebene Thriller also seit Freitag abend verschlungen. Was soll ich sagen? Ich hatte mir die Belohnung heute nachmittag verdient, fand ich und: ich muss morgen unbedingt den zweiten Band kaufen!!! An alle, die diese Bücher bisher noch nicht gelesen haben oder zweifeln, es zu tun: Lesen!
Nachdem die letzte Seite umgeschlagen war, beschlich mich diesmal nicht, wie so oft, wenn ich ein Buch ausgelesen habe, das lesie Gefühl von Melancholie und Abschied, sondern Tatendrang machte sich in mir breit. Ich wollte raus, laufen, Leben spüren, sofort!

Es war schon 18:45 Uhr und ich muss zugeben, dass ich derzeit noch gar nicht so richtig ein Gefühl dafür habe, wann es dunkel wird, aber es dämmerte irgendwie bereits. Also nicht lang gezögert und los!
Und endlich gab es ihn mal wieder: einen Lauf der Superlative! Ich fühlte mich stark, schnell, groß, der Atem lief ruhig und die Kulisse an der Förde war einmal: die Dämmerung umschlang langsam das Wasser, die Lichter spiegelten sich orange im blank daliegenden Wasser und ich hätte juchzen können vor Freude!
Heute war ich einmal völlig in meinen Lauf versunken, ignorierte die vielen entgegen kommenden Läufer (so viele waren unterwegs heut' abend), wollte einfach nicht aus meiner Trance gerissen werden und schmeiße all' denen hiermit ein nachträgliches virtuelles Läufer-'Hallo' hinterher! Heute war ich einfach mal ganz bei mir!
Bei der Rückkehr in mein Wohngebiet betrieb ich eins meiner liebsten Spielchen des Herbstes: Fenstergucken! Ich liebe es, abends die Lichter in den Fenstern der Häsuer zu sehen, zu erkennen, wer welche Bilder an den Wänden hat, Menschen an Küchentischen sitzen sehen, Lampen, die ihr gemütliches Licht nach draußen tragen. Ein bißchen die Verheißung der Gemütlichkeit und Wärme, die einen drinnen erwartet, wenn man gerade draußen unterwegs ist - auch das ist für mich Herbst!

3. Oktober 2009

Sturmtief und 2x Duschen

Nach dem ersten Blick heute morgen aus dem Fenster - die Bäume im Garten liegen fast schräg, Wind peitscht gegen die Scheibe - hatte ich das Laufen heute eigentlich schon geknickt, sprang unter die Dusche und hatte ein herrliches Feiertags-Frühstück mit meinem Herzblatt.
Danach wurde ein bißchen gearbeitet - als Selbstständiger arbeitet man eben immer selbst und ständig...
Und dann?
Dann wurden die Kopfschmerzen, mit denen ich bereits aufgewacht war, immer schlimmer, der Sturm machte im Gegenzug eine Pause und meine Lust, laufen zu gehen wurde immer größer.
Also, nicht lange gewartet, die winddichte Weste an, die Kappe auf den Kopf und los ging es. Diesmal aber lieber nicht an der Wasserlinie und auch möglichst Bäume meidend durch die Kieler Innenstadt, vorbei an geschlossenen Geschäften, durch feiertägliche Spaziergänger hindurch und sich wundernd über die Menschen, die bereits jetzt in ihren Daunenjacken und mit Schals unterwegs sind. Ich sah sogar eine Läuferin mit Mütze, Handschuhen und langen Tights.... was wollen die denn alle anziehen, wenn es im Winter -10°C sind???
Ich komme nach einer unfreiwilligen Pause in der orthopädischen Uniklinik (nein, ich hab' mir nix getan - ich musste nur mal wieder ganz dringend auf's Klo...) beschwingt, warm, aber nur wenig schwitzend nach Hause. Meine Kleiderwahl war bei immerhin fast 14°C perfekt und ich bin wieder einmal froh, dass ich laufen darf!!!
Dusche Nr. 2 des Tages erfrischt mich perfekt und mein kühlender Pferdebalsam wird hoffentlich auch die muckende Oberschenkelsehne beruhigen, die unangenehm von der Leiste abwärts zum Knie mal wieder zieht...

30. September 2009

Knackende Bucheckern und ein kalter Arsch

Mit diesem Titel lässt sich mein gestriger, so richtig wahrgenommener erster Herbst-Lauf in diesem Jahr am besten umschreiben.

Mann, war mir kalt als ich bei 14°C, mit halb-Tights und Shirt vor die Tür trat. Das erste Mal in diesem Herbst fragte ich mich ernsthaft, ob es doch schon Zeit für die lange Tight ist. Aber natürlich änderte sich das bald, denn auf meinem Programm stand die 4. Woche des Gateway to 8k-Programms:
5 min. WarmUp
4 x 10 min Laufen und1 min Gehen im Wechsel
5 min CoolDown

Mit diesem Programm erreichte ich locker und entspannt meine 7 km, obwohl ich mich zwischendurch ein bißchen schwer tat, wenn es den einen oder anderen Hügel hinauf ging. Aber es ist eben alles Kopfsache, denn wenn ich mir sagen kann 'Stell' Dich nicht so an, es sind nur 10 Minuten, die hältst Du ja wohl durch!', fühlt sich alles auf einmal so viel einfacher an.
Eine wunderschöne Art, sich selbst ein bißchen zu bescheißen....

Wunderbar gefiel mir der unverkennbar frische Herbstwind, die braunen Blätter und Früchte der Kastanien auf den Wegen, aber am liebsten waren mir die knackenden Bucheckern, die mir in Berlin fast nie unter die Füße gekommen waren. Hier im Norden gibt es sie endlich wieder.
Witzig war, dass mir wirklich relativ schnell warm wurde in meinem Lauf-Outfit und ich eigentlich perfekt angezogen war - nur mein Po wollte und wollte einfach nicht warm werden. Im Gegenteil hatte ich eher das Gefühl, dass er immer mehr auskühlte. Ich dachte eigentlich immer, Fett würde ganz gut isolieren und warm halten...

27. September 2009

Überarbeitungspause

Mein letzter Lauf war am 17.09. und selbst heute konnte ich mich nicht aufraffen, denn ich bin einfach überarbeitet im Moment!
Die ganze letzte Woche war ich wieder coachend in Deutschland unterwegs, die Woche davor waren es 3 Städte in 4 Tagen...
Deshalb habe ich mich in der letzten Woche bewusst entschieden, die Turnschuhe zu Hause zu lassen und es einfach mal für eine Woche sein zu lassen.
Jetzt soll es aber in der nächsten Woche wieder mit der 4. Woche des Gateway to 8k weitergehen nachdem ich mich dieses Wochenende erstmal ordentlich ausgeschlafen habe und meine Schmerzen in Füßen, Schienbeinen und Leisten nach dieser Laufpause nun auch endgültig abgeklungen sind.
Neue Schuhe habe ich noch nicht, liebäugele mit ein paar Asics, aber derzeit funktionieren meine guten alten Adidas Supernova Trail noch ganz gut. Die Vorfreude auf den Kauf ist ja auch ganz schön... Und, sag' mir mal einer, wann ich Laufschuhe kaufen soll, wenn ich permanent in irgendwelchen Zügen, Flugzeugen, Taxis oder Seminarräumen sitze....

15. September 2009

Gischt

Dunkle Wolken, Ostwind, die Förde aufgepeitscht und voller Wasser wie seit Wochen nicht - das führte zu der einen oder anderen kurzen, spritzigen Dusche bei meinem Lauf gestern an der Förde entlang. Leider hatte der Garmin direkt beim Start seinen Akku-Lebensgeist aufgegeben, so dass ich weder messen noch lappen konnte. Waren aber so ca. 6,2 km in 45 min - fühlte sich viel langsamer an, wahrscheinlich wegen des ständig bremsenden Windes.
Aber auch wieder: ein toller Lauf, gutes Gefühl, etwas angestrengter als am Samstag, aber trotzdem: die Lust am Laufen ist wieder da!
Allerdings habe ich ein Schuhproblem. Meine Anfang des Jahres erstandenen Adidas Supernova Cushion 7 stellen sich ohne Überpronationsschutz als Qual für meine Füße und Sehnen heraus. Nach jedem Lauf mit diesen Schuhen tut mir am Tag danach irgendwas weh: das Knie, der Fuß selber, das Schienbein...
Zunächst dachte ich, ich würde es mir einbilden. Aber nachdem ich in letzter Zeit wieder einige Läufe in meinen guten alten Adidas Supernova Trail mit Pro-Moderator absolviert habe, kann ich einwandfrei sagen, dass diese Beschwerden nach ihrer Benutzung nicht auftreten.
Hm - da muss wohl ein neus Paar Laufschuhe her... Schlimm, oder? ;-)
Wie gut, dass ich eine Frau bin....

12. September 2009

Dunkler Wald und windige See

In dieser Woche habe ich mich mal wieder in Velen aufgehalten, um Führungsnachwuchskräften etwas über Konflikt- und Kooperationsmanagement beizubringen. Da ist es immer ziemlich schwierig, das Laufen zu integrieren, denn meistens beginnt mein Tag dann morgens um halb acht (Lagebesprechung mit den Kollegen) und endet abends um acht nach einem vollen Trainingstag und meist nochmal Einzelgesprächen mit einigen Coachees, so dass man dann direkt zum Essen fällt und schließlich um zehn ins Bett taumelt. So hab' ich es auch diesmal nur ein einziges Mal geschafft, mich um kurz nach sechs aus dem Bett zu quälen. Dummerweise ist es da jetzt schon nicht mehr so ganz richtig hell, aber ich startete los, denn ich wollte ja die 2. Woche des Gateway to 8k vollenden. Ich hab' ein bißchen beim WarmUp und CoolDown geschummelt, denn ich hatte nicht ganz so viel Zeit, aber bin immerhin doch auf fast 40 min im noch etwas dunklen Wald gekommen.


Heute sollte dann mal ein Lauf der ganz anderen Art stattfinden. Mein Schatz ist in der Woche auch schon mit ein paar Kollegen laufen gewesen und hat dabei eine sehr schöne Strecke auf dem Ostufer der Förde gezeigt bekommen, die er wiederum mir zeigen wollte. So erledigten wir also erst unsere samstäglichen Besorgungen, fuhren zum Start-Parkplatz, zogen unsere mitgebrachten Laufklamotten an und los ging es auf dem herrlichen Weg immer antlang der Kieler Förde. Ich ließ ihn ziehen, denn er läuft einfach zu schnell für mich und ich hielt mich an meine 3. Woche des Gateway to 8k. Es lief super bei mir, der Wind pustete ordentlich und es war einfach ein ganz toller Lauf, während dem ich mich die ganze Zeit einfach fit fühlte. Ich komme mit diesen sich kontinuierlich steigerndenLaufprogrammen einfach super gut klar - die Musik nehme ich (zum Glück) gar nciht so richtig wahr, denn der Techno wäre etwas anstrengend, aber er pusht mich und meine Gedanken kreisen eh, genießen die Schönheit und die Frische um mich herum. An meinem Wendepunkt wartete der Schatz, ich drehte um, er lief noch ein Stück und bei meinem Cool Down hatte er mich dann wieder ein, so dass wir genüsslich gemeinsam dehnen konnten. Hach, das war schön! So schön, dass wir das jetzt öfter machen wollen!

Morgen startet der Kiel Lauf, sie laufen fast an unserer Wochnung vorbei, ich wollte eigentlich dabei sein, hab's aber nicht geschafft - hoffentlich im nächsten Jahr! Zujubeln und anfeuern ist natürlich trotzdem angesagt!

7. September 2009

Ein anderes Element

Wieder mal so ein typischer Sonntag, der für mich auch immer ein bißchen die 'Blue Note' hat - warum, weiß ich eigentlich auch nicht so genau, aber Sonntage gehen für mich häufig damit einher. Manchmal mag ich dieses melancholische Gefühl auch, aber gestern war einfach wieder einmal Weglaufen angesagt!
Ich schnürte meine Schuhe nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück und dem üblichen Sonntagsgetrödel erst um 13 Uhr, aber das Wetter war eh kühl und grau. Wieder einmal war die 2. Woche des Gateway to 8k angesagt und ich lief genau die gleiche Strecke wie am Freitag, um diesmal vernünftig die Lauf- und Gehpausen auf der gleichen Strecke lappen zu können. Und, diesmal hat's auch tatsächlich geklappt!
Deshalb kann ich jetzt auch sagen, dass die 2. Woche folgendes Programm vorsieht:
  • 5 min Warmup
  • 8 min Laufen
  • 1 min Gehen
  • 8 min Laufen
  • 30 sec Gehen
  • 8 min Laufen
  • 1 min Gehen
  • 8 min Laufen
  • 1 min Gehen
  • 5 min Cool Down
Das Wunderbare an den Laufphasen ist aber zudem, dass die Musik (zugegebenermaßen leider sehr technolastig) versucht, ein gewisses Tempo vorzugeben. Anfangs hab' ich das völlig ignoriert, aber mittlweile lasse ich mich einfach mitziehen, was diesmal zu einer tollen Pace geführt hat. Ich fühlte mich schon während dieser Laufphasen erstaunlich schnell, wie selten in letzter Zeit, und konnte dies auch ganz easy durchhalten. Kopfsache: ich wusste ja, es sind immer nur so 7/8 min... Aber es fühlte sich gut an, tatsächlich mal in einer Pace von 6:37 min/km unterwegs zu sein - ohne zu pusten! Erleichtert wurde dies noch von dem anderen Element, dem ich mich heute ausgesetzt sah: Nieselregen!
Er setzte kurz nach diesem Foto ein, die Förde lag eh schon grau und ungemütlich neben mir - der recht starke Nieselregen erfrischte mich herrlich! Leider bog ich bald in den Park ein, wo die noch üppig vorhandenen Blätter mich vor dem Regen fast unangenehm schützten!
Nach 6 km war ich wieder zu Hause, froh, durchgeschwitzt, der Melancholie entwischt, glücklich das Leben, die Elemente, meinen Körper so intensiv gespürt zu haben!

4. September 2009

Stürmische Zeiten

Puuhh, stürmisch heute!

Als ich auf meinem ersten Lauf der 2. Woche des Gateway to 8k-Plans unterwegs war, machte sich der Sturm in vielerlei Hinsicht bemerkbar:
  • ich wurde wunderbar gepusht, als der Wind mich von hinten raus aus der Förde wehte - juchz!
  • ein bißchen Angst beschlich mich als ich zurück durch den Park über diverse große Äste hinweglief - bitte nicht auf meinen Kopf!
  • meine um die Hüfte gebundene Jacke wurde fleißig gegen meine Beine geschleudert - aua!
  • der Weg zurück, nicht nur bergauf, sondern natürlich auch prompt gegen den Wind - ächz!
  • zum ersten Mal war ich froh für den CoolDown eine Jacke dabei zu haben - brr!
  • den Elementen des nahenden Herbstes ausgesetzt, Wind an der Küste - herrlich!
Schlauerweise bin ich diesmal auf die Idee gekommen, jedes Mal wenn ich zwischen Gehen und Laufen wechsle auf die Lap-Taste meines Forerunners zu drücken, so dass ich dann die Laufphasen extra auswerten kann und sehe, in welchem Tempo ich laufend unterwegs war, ohne den Einfluss der Gehpausen mit drin zu haben.
Dummerweise war der Forerunner aber auch noch so eingestellt, dass er automatisch jeden Kilometer auch noch extra lappt! Jetzt habe ich wunderbar das größte Kauderwelsch in meiner Sporttracks-Auswertung, insgesamt 13 Runden, davon einige nur ein paar Sekunden lang - toll!
Hat jemand ne Ahnung, ob und wie man Runden in Sporttracks zusammenfügen kann? Aufteilen gehtja, aber andersrum?
Auf jeden Fall wird für die Zeit des Programms jetzt erstmal der automatische Lap für jeden Kilometer aus dem Forerunner entfernt.... Naja, Frauen und Technik halt, gell?

30. August 2009

ishares Cup

Leider war dieses gesamte Wochenende in Kiel ziemlich verregnet, aber das konnte uns heute nachmittag nicht davon abhalten, den diesjährigen ishares-Cup der Extreme40-Katamarane auf der Kieler Innenförde anzusehen. Spektakuläre Bilder boten sich uns, tolle, schicke Boote, überlegene Boote des Oman und zum Schluss als die beiden großen Kreuzfahrer MSC Orchestra und die Costa Magica noch kurz vor dem entscheidenden Rennen ablegten, kam dann doch noch die Sonne heraus! Achja: und Käpt'n Blaubär war auch da!

Woche 1, 2. Lauf

Nachdem meine letzten Läufe sich alle einfach irgendwie gequält angefühlt haben, habe ich mir mal wieder überlegt, dass ich nach einem Plan laufen will. Und mit dem Couch to 5k-Plan fing ja alles an und lief auch alles so super, dehalb werde ich mich jetzt mit dem Gateway to 8k-Plan vorwärts bewegen.
Den ersten Lauf aus diesem Plan habe ich am Freitag in meiner alten Heimat nördlich von Bremen absolviert, denn ich war zu Besuch bei meinen Eltern. Schon da war es sehr angenehm bei 17°C und bedecktem Himmel zu laufen, seicht regnete es und ich fühlte mich wunderbar erfrischt. Herrlich, der Herbst kommt! Erwähnte ich schon, dass ich den Herbst liebe… ;)
Heute war dann – wieder zu Hause – der 2. Lauf der 1. Woche dran und ich fühlte mich nach diesem Lauf gut wie schon lange nicht mehr. Die Laufphasen sind immer ca. 7-8 min lang und zwischendrin gibt es Gehphasen von 1-2 min, die gerade richtig sind, um wieder zu Luft zu kommen. Ach, das fühlt sich einfach mal wieder herrlich an! Heute hatte ich mir ausgerechnet die Stunde ausgesucht in der es nicht regnete. Schaden, denn ich liebe es im Regen zu laufen! Erst als ich nach CoolDown-Phase und Stretching wieder in der Wohnung war, fing es so richtig an… Naja, wird mir demnächst wohl noch ein paar Mal vergönnt sein, einen Regenlauf zu erleben.
Morgen geht es nach Düsseldorf, nach 6 Wochen mal wieder arbeiten… :-) Und ich freue mich jetzt schon auf den 3. Lauf der Woche 1 am Dienstag – dieses Gefühl der Vorfreude auf einen Lauf hatte ich auch schon lange nicht mehr!

16. August 2009

Abendlicher Katerlauf

Zuallererst: Ich hatte gestern wirklich einen sehr lustigen, aber auch feucht-fröhlichen Abend!
Man soll die Feste ja bekanntlich feiern wie sie fallen und getreu diesem Motto haben mein Schatz und ich gestern den herrlich-lauen Sommerabend in der Seebar direkt auf der Kieler Förde gefeiert. Es waren dabei: Jack Daniel, Aperol, Mr. Finsbury und ich glaube Herr Bacardi hat auch noch kurz vorbei geschaut....

Natürlich habe ich den einen oder anderen Gedanken daran verschwendet, dass ich wohl Schwierigkeiten haben dürfte, meinen morgendlichen Sonntagslauf zu absolvieren, aber nach einem weiteren Schluck meines neuen Liebelingscocktails "Bombay Crushed" war der Gedanke davongeschwemmt.
Natürlich ging heute morgen gar nichts, wobei ich erstaunlich wenige maunzende Katerstimmen in meinem Kopf hörte. Es ging mir erstaunlich gut!
Aber heute abend spürte ich die Wirkung des bösen Alkohols dann doch in meinem Körper, denn ich schnaufte auf den ersten zwei Kilometern wie ein Walross! Ich ließ es also ganz langsam angehen, ließ mir den wamen Fön-Wind durch die Haare streichen und genoss einen abendlichen Lauf an der Kiellinie entlang, das Hindenburgufer hinauf und damit auch am Tatort des gestrigen nächtlichen Geschehens vorbei: in der Seebar war bereits wieder der Teufel los! Ist aber auch wirklich eine tolle Location! Zeit, Distanz und Pace waren einfach egal, ich lief nach gutem Gefühl und war nach ziemlich genau 5 km wieder zu Hause! Ein herrliches Wochenende, ein herrlicher Abschluss desselben!

11. August 2009

Guuuut

Nach einem ätzenden Tag, der irgendwie schon genervt aufwachend begann (kennt das jemand?), einem selbst gebackenen Bauernbrot, das dem Aussehen nach eher von einem türkischen Fladenbrot abzustammen scheint (schmeckt aber!) und daraus resultierend Stress mit dem Herzallerliebsten, der den ganzen Tag in seinen Studentenarbeiten versunken war, fühle ich mich jetzt im Bett liegend gut wie selten.
Wie das kam?
Ganz einfach:
Kann das Leben schöner sein?

10. August 2009

Wiederentdeckung der Langsamkeit

Meine Schwiegermutter in spe läuft ein paar Mal in der Woche eine halbe Stunde in ihrem Garten Kreise. Sie läuft und läuft und läuft, aber traut sich nicht durch den Ort zu rennen. Sie ist der Meinung, dass dann alle komisch gucken würden was denn so eine alte Schachtel ( sie wird im November 65) da durch die Gegend läuft.
Da wir das Wochenende bei meinen Fast-Schwiegereltern (was nicht ist, wird hoffentlich noch...) verbrachten und ich sowieso am Samstag morgen in aller Frühe laufen gehen wollte, zog ich sie also mit und wir liefen durch den Ort einen Feldweg hinauf und wieder hinunter, quatschten dabei herrlich und ich hörte auf darüber nachzudenken, wie langsam wir sein würden. Es ging mir selten so gut bei einem Lauf, mein Puls war unten, ich konnte reden ohne zu hecheln und ich genoss. Während sie dann auf direktem Wege nach Hause lief, machte ich noch einen kleinen weiteren Bogen durch den Ort, so dass ich wenigstens auf knapp 5 km kam, schwitzte bei 26°C um 9 Uhr morgens, bereits ordentlich und fühlte mich gut wie selten nach einem Lauf.
Da war sie wieder! Die Frage aller Fragen! Laufe ich etwa sonst immer noch zu schnell für meinen derzeitigen Leistungsstand?

Um diese Frage wenigstens annähernd zu beantworten, ging es heute morgen mit dem Vorsatz des Zwangs-Langsam-Laufens los. Ich schneckte also meine Runde vor mich hin, die Luft war nach einem Regenguss zwar ordentlich abgekühlt, aber ich schwitzte ordentlich, denn die Sonne brannte bereits wieder auf meinen Pelz. Und es ging mir wieder mal viel besser mit meinem langsamen Tempo, Luft war reichlich vorhanden.

So gelobe ich nur noch langsam schneckig kriechend durch die Gegend zu laufen - vielleicht bleibt dann mein Puls mal auch etwas mehr unten und die Fettverbennung kommt endlich mal in Gang!

5. August 2009

Der Gemütslage entsprechen

In meinem Horoskop steht heute, dass ich heute nicht darauf warten soll von der Muse geküsst zu werden. Hm, kann ich mir vorstellen, denn ich fühle mich einfach nur schlapp und müde. Die Wärme und die Aktivitäten der letzten Tage zollen ihren Tribut. Für mich ist dieses Wetter einfach nix, wenn ich es zwar auch genieße am Strand zu liegen, was ich gestern nach unserer überaus anstrengenden und ungemein erfolgreichen Golfstunde dann noch getan habe. Erwähnte ich schon, dass meine liebste Jahreszeit der Herbst ist? ...

Meiner Gemütslage entsprechend fiel dann heute auch mein Lauf aus. Es ging über 5 km möglichst immer im Schatten durch den Wald, denn ich hatte es - meiner Gemütslage entsprechend - mal wieder nicht geschafft früh los zu kommen. Ich zockelte so vor mich hin, ein Stück auch in der prallen Sonne an der Förde entlang. Meiner Gemütslage entsprechend langsam, aber stetig. Einige Hügelchen wurden zum Schluss noch in Angriff genommen, während auf meinem iPod wieder einer meiner Podcasts aus der Radio WD-Reihe lief. Meiner Gemütslage entsprechend plätscherte dies heute aber auch mehr so an mir ab.

Nach Dusche und Dehnung sitze ich nun mit dem Laptop auf dem Balkon, versuche mich gleich zu ein bißchen Arbeit zu motivieren. Meiner Gemütslage und dem Wetter entsprechend langsam, aber stetig.

Sommer halt:
  • alles etwas langsam
  • zäh
  • streichelzarte Luft, die über schweißnasse Haut weht
  • lazy summer afternoon
  • Jazz liegt in der Luft
  • Eiswürfel klirren
- alles meiner Gemütslage entsprechend!

4. August 2009

Aktiv

Ich bin in den letzten Tagen wenig zum Bloggen gekommen, was daran lag, dass wir viel unterwegs und sehr aktiv waren.
Letzten Donnerstag haben wir einen Ausflug in die Schlei-Gegend und bis nach Flensburg gemacht. Zwar mit dem Auto, aber wir sind überall viel rumgelaufen und waren froh bei dem immer wieder einsetzenden Regen ins geschützte Auto verschwinden zu können. Schön war's trotzdem:



Am Freitag haben wir dann versucht (nachdem ich morgens ein Ründchen laufen war), das schöne Wetter für ein bißchen Bräunung am Strand zu nutzen. Die Betonung liegt auf 'versucht', denn nach einer Stunde sind wir genervt wieder gegangen, denn diese Invasion der Marienkäfer hält ja keiner aus. Es war wirklich nicht möglich dort in Ruhe zu liegen, denn in regelrechten Schwärmen tauchten die eigentlich ja possierlichen Krabbeltiere auf und ließen sich auf allem nieder. Wer das nicht gesehen hat, glaubt es nicht und diese Fotos geben auch nur Teile der wahren Invasion wieder:



Am Samstag haben wir dann eine weitgehend Marienkäfer-freie Fahrrad-Tour nach Eckernförde in Angriff genommen. Je weiter man sich auf dem Ostseeküsten-Radweg, der Ostsee nähert, umso größer war zwar wieder die Marienkäfer-Dichte und auf unseren Rücken haben wir den einen oder anderen Käfer kilometerweit durch die Lande transportiert, aber es war angenehm zu fahren. Dass es dann insgesamt fast 75 km geworden sind, lag eher daran, dass wir uns auf der Rückfahrt, die wir eigentlich abkürzen und nicht mehr an der Küste entlang fahren wollten, ein bißchen verfahren haben... Nunja...



Sonntag musste ich dann erstmal meinen Po ausruhen und das Wetter lud auch eher zu einem gemütlichen DVD-Sonntag ein!

Gleich geht es los zu einer Golf-Trainerstunde und danach einer 9-Loch-Runde!
Hoffentlich komme ich heute abend mal wieder zum Laufen!

29. Juli 2009

Podcastlauf in der Schwüle

Natürlich wurde aus meinem extra frühen Aufstehen nichts, erst um 8 Uhr konnte ich mich dazu überreden aus den Federn zu steigen... Nach einem leichten Frühstück aus Marmeladen-Toast und Tee machte ich mich dann also erst um 9 Uhr auf die Strecke und natürlich war es bereits total schwül. Während es im Rest der Republik ja heute ein Bomben-Sonnen-Tag werden soll, versteckt sich die Sonne hier hinter den Wolken, die wiederum die feuchte Wärme fröhlich nach unten drücken. Schon nach dem ersten Kilometer, den ich noch im (zwar hügeligen, aber) kühlen Wald hinter mich bringe, weiß ich, dass ich die falschen Klamotten gewählt habe und meinen fuel belt hätte mitnehmen sollen, denn ich bade bereits im eigenen Schweiß. Aber was soll's...
Mein Podcast auf den Ohren unterhält mich glänzend und hilft mir außerdem beim Eintauchen in meine 'Zone'. Das Podcast-Hören hat sich in den letzten Läufen für mich echt etabliert - es macht Spaß und wann sonst, komme ich dazu all' meine abonnierten Podcasts, die mein iTunes immer so fleißig für mich herunterlädt, mal zu hören. Genial!

Ich hoffe leider vergebens auf ein laues Lüftchen als ich auf die Kiellinie direkt an der Förde abbiege und schleppe mich so vorwärts. Ich weiß, dass ich heute sehr langsam bin, es fühlt sich aber nicht gequält an. Nach 5,31 km bin ich wieder zu Hause und tropfe beim Dehnen erstmal ab, bevor ich mich unter die herrlich frische Dusche stelle.
Auch wenn ich momentan zu denen gehöre, die sich nur schwer zum Laufen aufraffen können, so bin ich doch froh, es heute wieder getan zu haben.
Außerdem bin ich zuversichtlich, dass ich mich demnächst wieder fitter und besser fühlen werde, denn meine dreiwöchige Antibiotika-Kur aufgrund meiner Borreliose ist nun endlich beendet und dank actimel wird sich meine Darmflora in den nächsten Tagen hoffentlich wieder regenerieren und mir zu einem besseren Allgemein-Gefühl verhelfen. Hoffen wir das!

28. Juli 2009

Kurzzeitige Mutation zum Stöckchen-Schwinger

Es gab Besuch am Wochenende, meine Eltern machten den Weg von der Weser an die Ostsee.
Deshalb wollte am Freitag noch schnell ein kurzer Lauf absolviert werden, der sich aber aus nicht näher zu ergründenden Gründen nicht gut anfühlte. So wurden es nur 4,37 km in 'ner halben Stunde - aber wenigstens noch was getan... Denn am Wochenende sollte es natürlich nichts werden mit der Lauferei, zumal ich meiner Mutter versprochen hatte mit ihr walken zu gehen.

Am Samstag machten wir einen herrlichen Ausflug über die Kieler Förde nach Laboe und zurück - leider ein bißchen vom Regen verhagelt! Trotzdem Laboe is' schö'! Und jedem Ostsee-Laboe-Urlauber kann ich nur wärmstens ein Fischbrötchen in der Fischküche Laboe empfehlen!



Und am Sonntag morgen geschah sie dann: meine Mutation zum Stöckchen-Schwinger!

Schon vor ein paar Jahren hatte ich mir mal Nordic Walking-Stöcke gekauft als ich noch davon überzeugt war, dass laufen für meine Gelenke viel zu schädlich wäre.... Nunja, so richtig gepackt hat mich dieses Klacker-di-Klacker auf dem Asphalt nie und auch dieses Mal war ich mehr als genervt von der Geräuschkulisse. Außerdem war das Tempo für mich nicht viel mehr als ein Spaziergang, denn in über einer Stunde schafften wir gerade einmal 5,78 km.... Nunja, wir haben trotzdem nett gequatscht, schöne Aussichten auf die Kieler Förde genossen und die einzigen wenigen Sonnenstrahlen des Sonntags erhascht.

Morgen geht es dann aber endlich mal wieder los, zeitg, um der angekündigten Wärme zu entgehen und deshalb sag' ich nu': Gut' Nacht!

21. Juli 2009

Der Dienstagsdepression weggelaufen

Dieses Gefühl kenne ich von früher auch noch zu gut, als ich Kind war: da freute man sich ewig schon auf die großen Ferien, hatte Pläne ohne Ende, was man alles mit der freien Zeit anfangen würde... Und kaum waren sie dann da, die Schule aus, keine Anforderungen von außen mehr, fing ich an mich zu langweilen!

Genauso geht es mir diesen Sommer auch! Wie hab' ich mich auf die freie Zeit gefreut, hatte tausend Ideen, was ich alles mit der tollen Zeit anfangen würde, die ich völlig zur freien Verfügung haben würde. Und jetzt? Fehlt mir der Antrieb, der Wunsch nach Anforderung von außen ist da, um zu etwas getrieben zu werden. Dem Wunsch nach Entspannung, lesen, am Strand liegen etc. kann ich irgendwie nicht schuldlos nachgeben, während mein Herzblatt fleißig noch jeden Tag zur Arbeit strebt - obwohl auch er nicht müsste. Fühle mich schuldig, meine Zeit einfach so zu verbringen, kann es mir selber wohl nicht gönnen! Die innere Prinzessin wird hier zum inneren Sklaventreiber!

Wahrscheinlich ist es wie, wenn man dem Hamster sein Laufrad wegnimmt - dann fehlt ihm was und er weiß nicht, wo er rennen soll, obwohl er es doch gerne würde. All' das führte gestern und auch heute morgen zu einer leicht depressiven Episode bei mir, was dazu führte, dass ich natürlich auch keinen Bock hatte laufen zu gehen. Deswegen hab' ich hier erst noch rumgedrömelt, mir in anderen Laufblogs ein wenig Motivation geholt und meiner inneren Prinzessin immer wieder erzählt, wieviel besser sie sich anschließend fühlen würde, bis ich es mir schließlich selbst geglaubt habe und loszockelte.
Diesmal wieder Wasser im Gepäck, diesmal sichergestellt, dass alle Flaschen am fuel belt richtig verschlossen sind, ging es los auf meine Runde. Diesmal ein Audiobook auf den Ohren, womit ich bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht hatte, aber ich wollte es nochmal probieren und siehe da: es war ein genialer Lauf!
In der gleichen Zeit in der ich am Sonntag noch 5,5 km gelaufen war, lief ich heute 1,2 km mehr! Das Audiobook motivierte mich, ich machte mir keinen Druck, gönnte mir hier und da einen Schluck zu trinken, machte eine Pause am Ostseekai, um das Kreuzfahrtschiff zu bewundern, dass dort gerade vor Anker liegt
(MS Eurodam der Holland America Line)

und genoss eine Minute auf einer schattigen Parkbank als ich vom sonnenüberfluteten Weg an der Förde (ächz!) ins schattige Grün des Waldes abbog. Kurz: ich war in meiner eigenen kleinen Läuferwelt und nichts konnte mich stören! Und siehe da: ich bin jetzt hier, frohen Mutes und gehe diesen Tag und diese Ferien jetzt an!
Toll, was Laufen alles kann! Toll, dass ich laufen kann!

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