29. Januar 2009

Kreise drehen

Kurzer Beicht, weil ich jetzt ganz schnell ins Bett muss. Mein Flieger nach München geht morgen um 8:00, d.h. früh aufstehen...
Gestern bin ich aufgrund einer relativ ungeplanten IKEA-Orgie nicht dazu gekommen meine geplanten 7,5 km abzuspulen. Deswegen musste das unbedingt heute sein, denn morgen bin ich halt den ganzen Tag in München. Aber auch heute war der Tag irgendwie so busy, dass es schon 20:00 war, als ich überhaupt das erste Mal darüber nachdenken konnte, meine Turnschuhe anzuziehen. Zunächst haderte ich noch mit mir, aber ich habe ihn besiegt, den inneren... na, Ihr wißt schon.
Es war natürlich dunkel und kalt und ich musste mir eine Strecke entlang der beleuchteten Straßen suchen. Nach 5 km gab es eine große mentale Hürde zu nhemen, denn wenn ich rechts abgebogen wäre, wär' ich in weniger als drei Minuten wieder zu Hause gewesen. Aber ich blieb hart, zirkelte noch eine Runde weiter durch Moabit und lief zu den großartigen Klängen der Maxi-Version von Prince' "Purple Rain" nach exakt 7,81 km und 58:24 min @7:29 min/km wiede vor meiner Haustür ein.
Hier die Zirkel meines heutigen Abendlaufes durch fast leere Berliner Straßen:
Und spätestens ab jetzt ist Dunkelheit keine Entschuldigung mehr für's Nicht-Laufen!
Gut' Nacht allerseits! Ich kann jetzt bestimmt gut schlafen!

26. Januar 2009

Eislaufen

Kann mir mal einer sagen, was das soll?
Da hatte ich heute die tolle Idee mal in den Wald zu fahren um dort zu laufen, da muss ich feststellen, dass alle Wege noch komplett vereist sind. Alles frei, kein Fetzen Schnee mehr zu sehen und ausschließlich die Wege sind noch komplett gefroren.
Aber nun war ich schon mal da, also nahm ich die Herausforderung zum Crosslauf an. Immer schön neben den Wegen her, im knöcheltiefen Laub. Wenn das nicht hilft, um die Beine mal ordentlich hoch zu heben. Natürlich bin ich wahnsinnig langsam und muss auch mal wieder in die Büsche verschwinden - wird das jetzt zur Gewohnheit? Find' ich ja gar nicht gut...

Etwas besser geht es als ich am Ufer des Tegeler Sees anlange.

Doch was ist das? Als ich das Handy aus der Tasche nehme, um ein paar Fotos zu machen, sehe ich die SMS von einer Freundin, die mich daran erinnert, dass wir zum Mittag essen verabredet sind... Na, dann aber die Beine in die Hand genommen, die Strecke ein bißchen abgekürzt, Auto nach kurzer Suche am Straßenrand, der hier am Waldrand überall gleich aussieht, wieder gefunden und den Garmin nach genau 5.09 km gestoppt. Völlig verschwitzt stelle ich fest, dass ich hierfür quälend langsame 41:41 min gebraucht habe (8:11 min/km) und düse nach Hause, unter die Dusche, angezogen, Haare gefönt, geschminkt und wieder ins Auto. Da warten herrliche Nudeln mit Tomatensauce auf mich und eine Freundin, die nach 3 Monaten in denen wir uns nicht gesehen haben, feststellt, dass ich ziemlich abgenommen habe "Holla!" Danke, das tut gut!
Die Vollkornnudeln halten leider nicht, was sie versprechen (meine selbst gemachte Tomatensauce schmeckt besser), aber der anschließende Chai Tea Latte bei Starbuck's tröstet mich. Danach noch ein bißchen shoppen auf der Friedrichstraße (Sale bei ODLO im Quartier 205 und Pflegebedürfnis bei L'Occitane au Provence stillen).
Hach, wie herrlich kann das Freiberufler-Dasein sein.
Aber morgen muss ich dann mal wieder an den Schreibtisch!

24. Januar 2009

Langsam, aber stetig

Ich haderte mit mir, ob ich überhaupt heute laufen sollte. Denn am Donnerstag nachmittag hatte ich einen Termin zur Hepatitis-Impfung, um mich für die anstehende Ägypten-Reise vorzubereiten. Beim Blick in mein Impfbuch stellte ich fest, dass Diphterie, Polio und Tetanus ebenfalls wieder fällig waren. So erhielt ich also am Donnerstag in jeden Oberarm eine Spritze, die sich dann seit gestern anfühlten als hätte ich zuviele Gewichte gestemmt. Besonders vor den Nachwirkungen der Hepatitis-Impfung wurde ich gewarnt, denn der Körper muss hier wohl wirklich ordentlich was leisten, um die Antikörper aufzubauen. Aber laufen soll die Abwehrkräfte ja auch stärken also entschied ich mich dafür. Lediglich die Yoga-Stunde heute ließ ich sausen, denn ich sollte meine Arme definitv nicht belasten.
Insgesamt spürte ich, dass mein Körper nicht so ganz auf der Höhe ist, aber ich lief meine Runde bis zum Kanzleramt - langsam, aber stetig. Nach 2,5 km fühlte ich wieder das Läuferkoma kommen, konnte diesen Zustand aber nicht so ganz aufrecht erhalten wie am Donnerstag. Lag vielleicht aber auch daran, dass meine Blase ordentlich drückte, was dazu führte, dass ich nach gut 3 km mal eben in den Büschen des nahe gelegenen Tiergartens verschwinden musste... Hach, danach ging es schon besser! Als ich aber am Kanzleramt die Spreeseite wechselte, um auf der anderen Seite wieder zurück zu laufen, kam der Wind direkt von vorne - nicht so toll! Aber mit dem Mantra 'Wie ein Messer durch weiche Butter' im Kopf, motivierte ich mich und lief -langsam, aber stetig - zurück bis zu meiner Start-Parkbank.
7,95 km @ 7:39 min/km in 1:00:52.
Heute wurde auch ordentlich gedehnt und nach der anschließenden Dusche fühlte ich mich einfach nur großartig - und hungrig! Also wurde erstmal Mittag gekocht (Spinatpfanne mit Schafskäse und Garnelen). Auch mein kranker Schatz, der seit zwei Tagen mit Grippe das Bett hütet, wurde hiermit versorgt und dann gab es kein Halten mehr - ich fiel ins Koma! Ins Läuferkoma - aber auf andere Art diesmal! Denn ich war so müde wie schon lange nicht mehr. 1,5 Stunden verbrachte ich in den süßesten Träumen - mein Körper brauchte diese Erholungspause dann wohl einfach.
Aber jetzt bin ich wieder auf der Höhe, genieße den Abend alleine auf meiner Matratze (ich bin ins Wohnzimmer gezogen, um mich nicht anzustecken) mit einem Film, Rotwein und Käse, herrlich! Ach, wie schön kann das Leben sein!

23. Januar 2009

Läuferkoma, Aufreger und 'Ich hab' Puls'

Gestern standen mal wieder 7,5 km auf dem Plan. Nach meinem erfolglosen Versuch in der letzten Woche die 7,5 km mal wieder zu schaffen, wollte ich es diesmal ganz ruhig angehen. Langsam laufen war die Devise und vor allem wieder meine gewohnte 7,5 km-Strecke, wo ich nicht ständig auf den Garmin schauen müsste, ob ich noch irgendwo eine Schleife einbauen muss.
So ging es also los in den Tiergarten, wo ich zunächst davon überrascht wurde, dass auf den Hauptwegen doch noch eine ganze Menge Eis vorhanden war. So schlitterte, stolperte und ging ich dann also auch teilweise über diese Hindernisse hinweg, lief teilweise am Rand der Beete oder auf dem Rasen, was sich schon fast mehr nach einem Cross-Lauf anfühlte als den entspannten, ruhigen Lauf, den ich eigentlich im Kopf hatte. Erstaunt war ich über diesen Teilabschnitt auch in der anschließenden Teilauswertung bei SportTracks, denn obwohl ich lief wie auf Eiern, teilweise ging etc. kam dabei doch immer noch ein Schnitt von 7:30 min/km auf diesem Kilometer dabei heraus...
Als ich dann wieder auf der anderen Seite des Tiergartens angenehmeren Boden unter den Füßen hatte, passierte etwas erstaunliches, was ich in dieser Form und über eine so lange Zeit lange nicht mehr erlebt habe beim Laufen - ich war wie im Läuferkoma! Ich lief vor mich hin, atmete tief und gleichmäßig und alles um mich herum verschwand in einer ganz besonderen Form der Gleichgültigkeit. Nach den ersten 3 km schien mich erst so richtig eingelaufen zu haben und ich schwebte die nächsten 4 km nur so durch die Gegend: es war egal wie schnell, es war egal wie langsam, es war egal wer guckt, es war egal was nebenan passierte... Herrlich! Noch nie kam mir der lange Weg die ganze Straße des 17. Juni vom Brandenburger Tor bis zur Siegessäule hinunter so kurz vor. Kurz vor Ende meines Laufes spielte mir die Zufallswiedergabe meines iPod dann noch das uralte 'The final countdown' von Europe in die Ohren, so dass ich hierzu natürlich nochmal ein bißchen Gas geben musste. Und es ging!
Gesamtauswertung: 7,53 km @ 7:23min/km in 55:39 min - ich war baff erstaunt überstaunt über den für mich schnellen Schnitt über diese Distanz.
Weniger erfreut war ich dann allerdings über meine Ausewrtung der Herzfrequenz bei SportTracks. Ich zeichne seit den letzten Läufen mal wieder auf, weil ich mal schauen wollte, in welchem Bereich ich mich denn derzeit so bewege. Das ganze letzte Jahr hab' ich eigentlich bewusst auf die Aufzeichnung der Herzfrequenz verzichtet, weil mir klar war, dass er sehr hoch sein würde und ich mich einfach auf mein Körpergefühl verlassen wollte statt auf irgend eine Zahl. Nach einem Jahr dachte ich aber, dass sich doch wohl etwas getan haben müsste und nach so einem wunderbaren, nicht kräftezehrenden Lauf sollte sich die Herzfrequenz doch in einem aeroben Bereich befinden, dachte ich. Denkste!
Ich kann bei Betrachtung dieses Bildes nur sagen: Ich hab' Puls! Grundsätzlich was Gutes, denn ohne diesen würde ich jetzt hier nicht mehr sitzen und bloggen können. Aber wie kann es denn sein, dass der die ganze Zeit während des Laufens so hoch ist? Für die Ermittlung der max. Herzfrequenz gibt es ja nun verschiedenste Formeln, die natürlich alle nie so akkurat sein können wie eine wirkliche, reelle Ermittlung der maximalen Herzfrequenz. Aber ob ich nun 220 minus Lebensalter rechne oder 208 minus (0,7xLebensalter) oder 205 minus (0,5xLebensalter), so bewegt sich meine Herzfrequenz während meiner Läufe scheinbar immer in der obersten Zone, dem eigentlich kurzfrisitgen Mischtrainingsbereich... Für mich fühlt sich das aber eigentlich ganz angenehm an, eben so als ob man sich nebenbei noch unterhalten könnte. Kann es denn sein, dass meine maximale Herzfrequenz vielleicht einfach höher liegt als von all' diesen Formeln prognostiziert? Wie langsam müsste ich denn wohl dahin schleichen, um mich im Grundlagenausdauerbereich 1 oder 2 (Zone 1-3) zu befinden? Oder laufe ich für meine Verhältnisse wirklich 'zu schnell'? Ihr seht mich planlos...
Achja, und dann gab es noch den Aufreger des Tages!
Abends war ich mit einer Freundin zunächst Sushi essen und anschließend noch in einer Bar, wo ich mich brav durch die alkoholfreien Cocktails getrunken habe. Aber, sagt mal, wie eklig ist es denn, dass in diesen kleinen Bars, sog. Ein-Raum-Kneipen wieder geraucht werden darf? BAAAHH!
Als ich um 0.00 Uhr wieder zu Hause war, musste ich erstmal duschen bevor ich ins Bett gehen konnte, denn meine Haare stanken, alle Klamotten, die ich getragen hatte (bis hin zur Unterwäsche und die Socken) mussten aufgrund des Miefs sofort in die Wäsche und -ohne Witz- mir tat beim Einatmen die Lunge weh. Wie ekelhaft! Mal ganz davon abgesehen wie ekelhaft es in der Rückschau gesehen ist, dass ich mir das bis vor nun fast zehn Jahren freiwillig direkt selbst in die Lunge gezogen habe. Aber ich bin es einfach nicht mehr gewöhnt, dass irgendwo geraucht wird, denn selbst auf der Silvesterparty oder in der Discothek in der ich letzte Woche Samstag war, durfte nicht mehr geraucht werden, was ich als sehr angenehm empfunden habe und mir das Feiern deshalb jetzt wieder mehr Spaß macht. Gestern abend waren meine Freundin und ich außerdem die einzigen Gäste, die nicht geraucht haben. Ich kann mir fast gar nicht vorstellen, dass sich das für die Wirte wirklich rechnet, wenn sie jetzt auf die ganzen Nichtraucher verzichten müssen, denn für mich ist nach dem Erlebnis gestern klar, dass ich mir das definitv nicht wieder antue. Entweder ich gehe in eine Bar, wo nicht geraucht werden darf oder weiche auf Restaurants aus, wo eben auch gegessen wird.
Ich kann nur hoffen, dass unsere Bundesregierung nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes eine klare gesetzliche Grundlage schafft, wo niemand benachteiligt oder bevorteilt wird, aber zugunsten eines Nichtraucherschutzes (das Wort an sich ist schon paradox) klar geregelt wird, dass einfach NIRGENDS in öffentlichen Räumen mehr geraucht werden darf! In anderen Ländern geht das doch auch!!!!

19. Januar 2009

Ode an den Matsch

  • überall getaut
  • Bäche und Pfützen auf den Wegen
  • Schlamm und Matsch wohin man schaut
  • ich setze meine Schritte zielsicher
  • kein Rutschen und Schlittern
  • einsinken in das wunderbare Erdenreich ist angesagt
  • endlich wieder sicher
  • nur die hintere Oberschenkelmuskulatur muckt etwas
  • will stärker gedehnt werden als in den letzten kalten Tagen nach einem Lauf
  • soll sie heute haben
  • 4°C
  • die Handschuhe verschwinden nach 2 km in der Tasche
  • Umweg zum Bankautomaten, um mich mit Barem für meine Reise nach Mülheim heute abend zu versorgen
  • kleiner Schlenker hinten dran
  • 'mein' Spreeweg ist auch wieder belaufbar
  • wunderbare 5,22 km @ 7:32 min/km in 39:20 min kommen dabei heraus
  • Hose und sogar das Shirt bis oben mit Matsch vollgespritzt - wie schön!

18. Januar 2009

Suffering Six

oder: leidende 6 Kilometer!
Gestern sollten es eiegtnlich 7,5 km werden, die auf meinem Trainingsplan standen. Die Vorzeichen standen auch ganz gut, bei konstanten Temperaturen über 0°C taute es ordentlich und ich freute mich auf befreite Wege und angenehmes Laufwetter am Samstag morgen, denn ein blauer Himmel strahlte mich an.
Aber denkste! Schon nach den ersten Schritten war mir klar, dass ich mich würde quälen müssen, um die 7,5 km in den Sack zu kriegen. Auf den Gehwegen war zwar der Schnee mittlerweile weggetaut, offenbarte aber das darunter liegende pure Eis auf dem sich das Tauwasser sammelte. Super!!! Platschen im Nassen auf spiegelglattem Untergrund. Also, suchte ich mir einen Weg entlang der Berliner Straßen und setzte jeden Schritt vorsichtigst und unter scheinbar äußerster Anspannung vor den nächsten. Es war wahnsinnig anstrengend, meine Oberschenkel wurden immer härter und müder und nach 3 km fühlte ich mich schon reif für den Heimweg. Aber ich biss mich noch weiter durch und kehrte in einem großen Bogen zurück nach Hause: 6,61km, die sich anfühlten wie mindestens 60 km... Schrecklich!
Aber solche Läufe gibt es halt auch immer wieder zwischendurch, wie ich ja mittlerweile weiß. Und wahrscheinlich wird der nächste deshalb wahrscheinlich umso besser. Hoffen wir das!

14. Januar 2009

Draußen

Alles in mir sträubte sich bei dem Gedanken, meine 5 km heute wieder auf dem Laufband absolvieren zu müssen. Deshalb hatte ich mich entschieden, es heute doch mal wieder draußen zu versuchen. Bei gefühlten -9°C (das Thermometer sprach von -5,9°C) gings also raus. Meine Herzfrequenz wollte ich zudem auch seit langem mal wieder kontrollieren, was aber in die Hose ging, weil ich meinen Garmin gar nicht auf den Pulsmesser eingestellt hatte, wie sich nach meiner Rückkehr herausstellte. Naja - nächstes Mal!
Um einen Eindruck von den derzeitigen Gehweg- und allgemeinen Eis-Verhältnissen in Berlin zu vermitteln, stelle ich mal diese Fotos ein.
Wie ja mittlerweile bekannt ist, ist Berlin zwar arm, aber sexy. Nunja, wie sexy ich es finden soll, wenn die Bürgersteige größtenteils nicht mal mit Split oder Sand gestreut sind, weiß ich nicht. Normalerweise ist ja jeder Hausbesitzer für den Gehweg vor seinem Haus verantwortlich und muss diesen räumen, was in den Wohngebieten auch mehr oder weniger hinhaut - manche (zumeist hierfür von den Hasuverwaltungen beauftragte Firmen) sind da gründlicher als andere, denn man sieht vereinzelt ganz freie Abschnitte und sobald das Haus endet, nur sporadisch gestreuter Sand usw. usw. Also alle paar Meter musste ich mich auf neue Verhältnisse einstellen. Was das ganze aber besonders unangenehm machte, waren die Abschnitte, wo eben kein Haus angrenzt z.B. direkt am Tiergarten und eben die Stadt zuständig ist: Eisbahnen pur! Ich versuchte mir meistens, noch Abschnitte zu suchen, wo noch ein bißchen Schnee zu finden war, denn hier hatte ich bedeutend mehr Grip, was aber zumeist am Rand der Fall war, wo ich eben wiederum auf die in Berlin ja so 'allseits beliebten' Hundehaufen aufpassen musste.
Es war also eine kleine Odyssee für mich und meine ständige Angst, dass es mir die Beine wegreißen und wieder irgendwas an mir zerschmettern könnte... Vorbei an der TU schlitterten mit mir gemeinsam viele Studenten über die Wege und einen ganz schlauen Studenten mit seinen lederbesohlten Schuhen (...) hätte es vor mir fast gerissen, was mich so erschrocken hat, dass mein Herz für den nächsten Kilometer erst mal in meiner Hose hing.
Nach ziemlich genau 5km war ich also wieder zu Hause, froh keine Blessuren davon getragen zu haben und froh, nicht auf dem Hamsterrad.. äh, Laufband im Studio gelaufen zu sein. Draußen ist doch einfach schöner! Erstaunt war ich zudem über mein Tempo, dass sich durch das Rumbalancieren viiiiiieeeeeel langsamer angefühlt hat als es dann schlußendlich wirklich war.
4,99km @ 7:35 min/km in 37:52 min

12. Januar 2009

Po pur

Eigentlich wollte ich ja heute im Fitness-Studio beim Bauch-Special-Kurs mitmachen. Bauch-Special war aber heute nicht, denn Bauch-Special war kurzerhand Po pur! Nunja, kann auch nicht schaden, dachte ich mir und verfluchte mich 15 Minuten später für die Entscheidung an diesem blöden Kurs teilgenommen zu haben. Denn meine Muskeln brannten nur so vor sich hin und die blöde Instructorin brüllte ihre Anweisungen in einem fürchterlichen berlinerisch, das jeder deutschen Grammatik spottete, durch die Gegend. Da wusste ich wieder, warum ich diese Aerobic-Kurse nicht mag und Yoga bedeutend angenehmer finde. Naja, effektiv war es mit Sicherheit, denn jetzt spüre ich meinen Po pur!!!
Auf dem Laufband spürte ich meine Beine und den Podex ordentlich, aber mein persönliches 10km-Trainingsprogramm sah heute definitv 5km vor und die wollte ich diesmal bei 8 km/h straight durchziehen.
Und das hab' ich auch geschafft: 5km @ 7:30 min/km in 37:26 min. Das war doch mal wieder eine Pace, die ich mir gefallen lasse. Aber es ist für mich einfach so viel anstrengender auf der blöden Mühle. Am Wochenende habe ich definitv wieder einen längeren Lauf draußen eingeplant - so mir Eis und Schnee nicht einen Strich durch die Rechnung machen!

10. Januar 2009

1. Läufergeburtstag

Genau ein Jahr ist es heute her, dass ich mich das erste Mal nach draußen gewagt habe und meine Lauf-/Gehversuche absolviert habe! (siehe hier)
D.h. ich feiere heute meinen 1. Läufergeburtstag!!!
Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass ich mich sogar auf ein Laufband begeben würde, um meine Kilomterchen abzureißen, wenn die Wetterbedingungen es draußen eher schlecht zulassen, hätte ich demjenigen ganz sicher den Vogel gezeigt. Aber so sieht man eben mal wieder, dass man eben doch alles schaffen KANN, wenn man denn nur WILL!
Das ist so eine ganz große Erkenntnis, die ich aus diesem Jahr für mich ziehen konnte. Viele Menschen sagen immer "ach, das und das ist zu schwer für mich, das kann ich nicht...". Solche Ausflüchte erlaube ich mir und anderen nicht mehr. Nicht können, ist keine Entschuldigung mehr. Wenn jemand zu mir sagt, dass er das und das nicht will, dann kann und muss ich das akzeptieren. Aber nicht KÖNNEN ist häufig nur eine Ausflucht, um sich eben dem, was man vom Leben will, nicht stellen zu müssen!
Gott, ich merke gerade, ich werde philosophisch. Aber für mich hat sich im vergangenen Jahr eine ganze Menge geändert:
  • ich bin zur Läuferin geworden (zwar immer noch langsam, aber dafür stetig)
  • ich bin erfolgreich selbstständig
  • ich habe verinnerlicht, dass nur ich bestimme, was ich aus diesem Leben mache
  • Life is now!
  • das Leben ist keine Generalprobe
So, jetzt aber genug von philosophischen Schwafeleien!

Hier kommen die Fakten meines 1. Laufjahres:
  • 127 Läufe
  • 622,24 km
  • Durchschnittl. Monatskilometer: 50,05 km (ich weiß, das laufen andere in einer Woche, aber ich starte ja auch noch)
  • Durchschnittliche Wochenkilometer: 11,55 km
  • Durchschnittliche Pace: 7:57 min/km
  • Gesamt-Laufzeit: 82 h 34 min 59 sec
  • Gesamt-Kalorienverbrauch: 44003
  • Teilnahme an drei 5km-Läufen
Wenn ich diese Daten so betrachte, bin ich ziemlich zufrieden mit mir. Wenn das Wetter wieder besser wird, werde ich natürlich zusehen, die Streckenlänge wieder etwas auszudehnen. Denn 10km machen mir einfach draußen mehr Spaß als auf dem Laufband. Und da bin ich auch schon bei meinen Vorhaben für dieses Jahr, dieses Laufjahr! Ich hab' bisher bewusst nichts über meine Vorsätze für dieses Jahr geschrieben, weil ich mir das für heute aufsparen wollte, sozusagen die Vorsätze für dieses Laufjahr:
  • Ich möchte definitv noch ein bißchen mehr abnehmen! 4 kg habe ich zwar mittlerweile ohne größeres Zutun verloren und meine Figur hat sich durch das Laufen stark verändert, aber mit weniger Gewicht würde ich sicher auch noch ein bißchen schneller laufen können. Auf 5km prognostiziert mir der Performance Predictor von SportTracks ganze 4(!) Minuten, wenn ich 7kg weniger wiegen würde. Nun, 7 kg erscheinen mir fast unmachbar, aber ich werde es versuchen. Insbesondere um den Bauch herum schwabbelt es doch noch ordentlich und dem werde ich mit meinem nächsten Ziel begegnen.
  • Ich möchte die Kursangebote in meinem 10er-Karten-Fitness-Studio aktiver nutzen und insbesondere hiermit am Muskelaufbau arbeiten. Besonders nutzen möchte ich die Kurse Bauch-Special (ein fieses 25minütiges Training nur für den Bauch), Pilates (um dem ganzen Körper eine größere Stabilität zu geben) und Yoga (um zu dehnen und eben auch an Gesamt-Körper-Stabilität zu gewinnen).
  • Als nächstes Laufziel möchte ich verstärkt die 10 km angehen. 5 km sind mittlerweile mein normales Trainingsrepertoire, daher möchte ich stärker an der Distanzverlängerung arbeiten und in diesem Jahr dahin kommen, dass meine normale Trainingsstrecke über 10 km verläuft.
  • Und damit einhergehend möchte ich dann auch an dem einen oder anderen 10km-Lauf teilnehmen. Eine genaue Planung dafür habe ich noch nicht, denn unsere Umzugspläne haben sich leider immer noch nicht konkretisiert, so dass ich nicht weiß, ob ich mir Läufe in Berlin oder eher in Hamburg/Kiel rauspicken soll, aber das wird sich dann schon zeigen.
In den letzten Tagen hat sich auch mein Blog ein bißchen verändert, denn ich möchte mittlerweile behaupten, dass ich von der Couch-Potato zur Läuferin geworden bin und deshalb heißt mein Blog jetzt LAUFEND LEBEN. Am endgültigen Layout bastele ich noch, aber so ein bißchen Veränderung ist ja auch immer mal ganz spannend!
Außerdem gibt es jetzt bereits oben einen Link zu einer zweiten Seite, wo ich meine Ziele protokolliere (dies allerdings auf Englisch (mehr schlecht als recht) mithilfe der Seite von 43 things).
Ein weiterer Link zu meinen Fotogalerien wird sich demnächst dazu gesellen, denn eines meiner weiteren Hobbys neben dem Laufen ist ja das Fotografieren. Und mit meinem mir selbst gemachten Weihnachtsgeschenk, einer Canon Eos 45oD mit einem 18-200mm Canon-Objektiv, habe ich bereits ein paar interessante Aufnahmen machen können und werde dies in Zukunft hoffentlich regelmäßig tun und dann in diesem Album posten. Also: bleibt neugierig!

Mein heutiger Jubiläums-Lauf fand leider wieder auf dem Laufband statt, denn momentan taut es hier in Berlin (komisch, dass sich +2°C auf einmal schon fast warm anfühlen können) und aus den Wegen wurden rutschige, matschige Pisten. Außerdem wollte ich heute nachmittag dann noch am Yoga-Kurs teilnehmen, so dass sich diese Kombination einfach anbot.
Also, erstmal 43:40min auf dem Laufband verbracht, leider wieder nur 5,48km geschafft (obwohl ich diesmal viel mit dem Tempo herum gespielt habe und zeitweise sogar mit 9 km/h unterwegs war), weil meine Beine sich fürchterlich müde angefühlt haben (was vielleicht auch daran lag, dass ich gestern erst um 2 Uhr im Bett war...?) und dann noch eine 1,5 stündige Yoga Class angeschlossen. Als ich dann wieder zu Hause war, hätte ich ein halbes Schwein auf Toast ad hoc verdrücken können so einen Hunger hatte ich. Es lief dann auf Penne all'arrabiata hinaus, was aber auch selten lecker war...
So war mein Jubiläums-Lauf zwar nicht ganz so wie ich ihn mir vorgestellt hatte, aber trotzdem war es ein schönes Event für den heutigen, für mich so besonderen Tag!
Und das ist die Hauptsache!!!
Stay tuned!

8. Januar 2009

Tretmühle

Also ich weiß nicht wie die anderen Läufer das im Moment alle machen, aber mir ist das Laufen draußen im Moment einfach zu gefährlich. Da ich keinerlei Spikes oder ähnliche Werkzeuge für meine Laufschuhe besitze, traue ich mir momentan einfach nicht zu, draußen auf den glatten Wegen zu laufen. Es ist natürlich überall Split gestreut, aber darunter ist einfach alles so glatt, dass ich keinerlei Ausrutscher riskieren möchte. Das Schwierige bei den derzeitigen Temperaturen ist ja auch, dass selbst Salz nicht mehr wirklich zum Auftauen und Wegschmelzen des Eises beiträgt, weil es nachts mit den -22°C einfach zu bitterlich kalt wird. Das versagt halt selbst das beste Salz!
Neenee, also hab' ich mich heute schließlich kurzentschlossen ins Fitnessstudio begeben und bin auf dem Laufband gelaufen - das war mir sicherer! Hier habe ich dann entgegen des letzten Läufen bei Kälte mal wieder ordentlich geschwitzt. Ich schwitze ja beim Laufen nie so stark wie auf dem Laufband - klitschnass, unglaublich! Ich war - ebenso wie immer auf dem Laufband - sehr viel langsamer und es fühlte sich alles sehr viel schwerfälliger an, aber immerhin hab' ich mich aufgerafft und konnte nebenbei noch gleich die neueste Folge meiner derzeitigen Lieblingsserie auf dem iPod verfolgen. So gingen die 45 Minuten auf der Stelle wenigstens nicht allzu gelangweilt von dem fürchterlichen Fitnessstudio-Fernsehprogramm mittags um 13 Uhr (ich sage nur RTL am Mittag, VIVA sucht den blödesten Popstar oder so ähnlich und ProSieben renoviert mal wieder ein Haus - oder war es RTLII?) relativ lustig und noch dazu mit dem Lerneffekt für mein englisches Verständnis (ich gucke amerikanische TV-Serien am liebsten im Original) vorbei. Leider hab' ich in der Zeit nur 5,7 km geschafft, so dass ich mit einer Pace von 7:54 min/km auch für meine Verhältnisse recht langsam war. Aber wie gesagt, das kenne ich von der Tretmühle ja schon.
Wo ich schon mal da war, habe ich auch noch ein bißchen an den Geräten rumgewackelt und mir gleich noch den neuen Kursplan besorgt. Mal sehen, was sich davon in den nächsten Wochen realisieren lässt, denn ab nächster Woche bin ich wieder ordentlich viel unterwegs. Aber ich habe mir diverse Kurse an Tagen, wo ich in Berlin bin vorgenommen und wenn sich das Wetter nicht ändert, werde ich das Laufen auf dem Laufband sicherlich des öfteren damit kombinieren. Draußen gefällt es mir zwar eigentlich besser, aber nicht für den Preis, dass ich mir meine Gräten breche. Zumal wir gerade gestern Urlaub gebucht haben... nur noch 7 Wochen... !!!

7. Januar 2009

Ach übrigens...

Nicht versäumen wollte ich noch unsere offiziellen Ergebnisse vom Silvesterlauf nachzutragen:

Ulf: Gesamt-Platz 125 von 261, AK-Platz (M35) 8, Gesamt-Platz Männer 77 von 132

Jasmin: Gesamt-Platz 227 von 261, AK-Platz (W30) 12, Gesamt-Platz Frauen 108 von 129

6. Januar 2009

Schneeweißchen

Auch von mir soll natürlich ein winterweißes Posting zu einem Lauf in dieser herrlichen Winterlandschaft, die uns hier gestern in Berlin beschert wurde, nicht fehlen. Ich möchte aber hauptsächlich Bilder und Fakten sprechen lassen:
  • 6,63 km @ 7:45 min/km in 51:20 min
  • langsam, aber egal
  • oft stehen geblieben um Fotos zu machen, weil alles so schön aussah
  • glitzern
  • Grinsen
  • jetzt weiß ich, warum Schnee im Winter fällt - er macht alles so freundlich




Nebenbei hört Ihr übrigens meine derzeitige Laufmusik - ganz winterlich!

Aber heute morgen waren mir die -15°C (Kälte aus Russland) dann doch zu bitterlich und ich bin ganz fauuuuuuuuul im Bett geblieben: hmmm, muckelig-kuschelig-warm!
Auch schön!

1. Januar 2009

Laufend ins neue Jahr

Naja, so ganz richtig ist der Titel nicht, denn ins neue Jahr bin ich nicht gelaufen, sondern getanzt. Wir waren auf einer tollen Party, haben viel getanzt, getrunken und unheimlich viel Spaß gehabt.
Dementsprechend schwer fiel es mir dann auch heute morgen um 10 Uhr aufzustehen, um am Berliner Neujahrslauf teilzunehmen, denn ich war erst um 4.30 Uhr im Bett und hatte den einen oder anderen Whiskey-Cola intus...
Naja, aber ich hatte meiner Freundin schließlich den Floh ins Ohr gesetzt, dass wir daran teilnehmen, so konnte ich also schlecht kneifen.
Es war fürchterlich kalt, schneite so gemächlich vor sich hin und wir waren viel zu früh am Brandenburger Tor, so dass uns ordentlich kalt wurde. Aber schließlich ging es los und wir machten uns auf den Weg die Linden hinunter bis zum Dom und wieder zurück. Auf dem Rückweg machte sich dann doch der Alkohol bemerkbar und mir ging ein bißchen die Puste aus, aber ich habe durchgehalten und konnte im Ziel abermals den 'köstlichen' Zitronentee genießen.
3,88 km @7:06 min/km in 27:33 min spuckte mein Garmin als Ergebnis aus und ich war ehrlich erstaunt über die schnelle Pace.
Hat Spaß gemacht, aber jetzt bin ich schon den ganzen Tag stehend k.o.!
Nachdem ich jetzt vier Tage am Stück gelaufen bin, habe ich mir wohl jetzt wirklich erstmal ein/zwei Tage Laufpause verdient, damit meine armen Beine, die ich ordentlich spüre, sich erstmal ein bißchen erholen können.

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