17. Februar 2009

Akute stress- und wetterbedingte Unlust

So oder ähnlich hätte wohl eine Diagnose für meinen Zustand seit Freitag gelautet, denn nichts konnte mich dazu bewegen bei wohl allseits bekanntem Schneechaos am Wochenende laufend vor die Tür zu treten.
Am Samstag zeigte sich zwar mal die Sonne am Berliner Himmel, aber da 1. Valentinstag und 2. unser 10. Jahrestag zu feiern war, hatten mein Schatz und ich anderes zu tun als an Laufen zu denken. So waren wir abends zum Beispiel schön essen, vorher durfte ich mir noch einen Anhänger für mein Pandora-Armband aussuchen... freu...
Tja, und dann in der Nacht von Samstag auf Sonntag startete es irgendwann: Dauerschnee bis einschließlich Montag abend bis ich mich wieder mal in den Zug nach Bielefeld gesetzt habe, wo ich mich ehrlich über den Regen freute, den ich statt der weißen Flocken zu sehen bekam.
So gerne ich dem Schnee seine Schönheit abtrotzen würde, fällt es mir doch schwer in dem verwaschenen Einheitsgrau des Himmels, der ohne Übergang in den Schnee überzugehen scheint, etwas positives zu sehen. Wenn doch wenigstens die Sonne dazu scheinen würde...
Meine Ängste bei Schnee und Eis zu laufen habe ich bereits ausführlich beschrieben, so dass ich am Sonntag weiterhin die gemütlich-kuschelige Wohnung bevorzugt habe. Und es schneite unaufhörlich - ohne Ende!
Wie froh war ich dann, dass ich heute morgen um 6.30 Uhr im strömenden Regen in Halle auf meine kleine 4,28km-Runde starten konnte. (Auch wieder recht schnell in 7:03 min/km!) Seit Ewigkeiten bin ich nicht mehr im Regen gelaufen und wie frisch habe ich mich doch gefühlt!
Nicht so schön fand ich zwar den See, den ich in meinem linken Schuh hatte, nachdem mich ein Taxi genau neben einer Pfütze überholt hatte, aber auch das war zu verschmerzen. Ach, schön, dass ich mich mal wieder aufgerafft habe.
Wenn jetzt nur endlich der Frühling käme... Oder doch wenigstens ein klitze-kleines bißchen blauer Himmel... bitte...

12. Februar 2009

Tempo

Ohne es zu wollen, hab' ich heute scheinbar ein kleines Tempo-Intervall-Training gemacht. Schuld waren mal wieder Mando Diao, denn ich konnte mich bei 'Dance with somebody' natürlich mal wieder nicht zurückhalten. Dann hab' ich mich ein bißchen entspannt und hab' dann scheinbar auf dem Rückweg nochmal Gas gegeben:


Und das obwohl ich heute mal wieder einen Trainingstag in Halle hinter mir hatte, der nicht unanstrengend war und ich morgen auch noch mal ran muss.

So waren es 4,33 km in 30:12 min @ 6:58 min/km - das erste Mal, dass ich unter der magischen 7 geblieben bin... :))

9. Februar 2009

Feddich

Samstag abend bin ich spät wieder gekommen und habe gestern erstmal ausgiebigst den freien Sonntag genossen: ausschlafen, Kuchen backen, spazieren gehen, Kuchen essen...
Dann packte es mich aber doch noch und ich lief wie geplant meine 7,5 km, sogar in erstaunlichen 55:19 min @7:13 min/km. Da es schon dunkel war als ich aufbrach, bin ich ganz langweilig auf der beleuchteten Spreeseite zum Kanzleramt hin gelaufen, umgedreht und wieder zurück gelaufen.
Auf dem Rückweg kam mir dummerweise der Wind entgegen, aber es lief gut.
Nachdem ich dann heute die Vorbereitungen für die nächsten vier Seminartage in München und Halle/ Westfalen abgeschlossen hatte, war ich einfach nur eins: feddich!
An Laufen heute nicht mehr zu denken, sogar 5 km erscheinen mir unmachbar, denn alle Knochen tun mir weh und ich bin todmüde! So fiel ich von der Badewanne gerade direkt ins Bett und werde bald das Licht löschen, denn mein Taxi zum Flughafen klingelt morgen früh um 5.30 Uhr! Oh Gott...

8. Februar 2009

Stöckchen

Irgendwer hat mir in der letzten Woche nun auch das ominöse Bilder-Stöckchen zugeworfen und ich komme erst heute dazu es zu posten, weil alle meine Bilder auf meiner externen Festplatte gespeichert sind, die ich auf Reisen nicht dabei habe.

Ich nehme also den 4. Ordner meiner privaten Bilder und befinde mich im Oktober 2004 an der andalusischen Mittelmeerküste, der Costa del Sol und präsentiere als 4. Bild den Anblick unseres Hotels von einer Liege am Pool (die Füße im Vordergrund gehören Ulf):

Das Stöcken gebe ich weiter an:
Bin gespannt auf Eure Fotos!

4. Februar 2009

Zufälle gibt's, die gibt's gar nicht

Nur ein kurzer Eintrag heute, denn ich müsste eigentlich schon seit 1 Stunde schlafen.
Der erste Trainingstag in Mülheim an der Ruhr lief heute reibungslos. Reibungsloser als mein Einrollen in den Essener Bahnhof gestern abend zumindest, denn ca. 300m vor dem Bahnhof blieb der ICE spontan für eine halbe Stunde stehen, weil die Bahn erstmal "per Bundespolizei Menschen aus dem Gleis entfernen lassen musste" (Zitat). ...ohne Worte...

Da ich morgen und Freitag abend wegen des anstehenden Abendprogramms wohl nicht zum Laufen kommen werden, musste es heute dann schon wieder raus gehen. Musste? Naja, da ich ja selten zwei Tage hintereinander laufe, hab' ich das heute schon ein bißchen in den Beinen gemerkt, aber natürlich war es nach einem Tag im Seminarraum trotzdem sehr angenehm, den Kopf durchpusten lassen zu können, der vor Kopfschmerzen nur so puckerte...
Bisher bin ich hier immer nur am Ruhrufer hoch und runter gelaufen, was aber von einer Baustelle am Ufer jäh gestoppt wird, so dass man nur auf knapp 3,5 km kommt. Heute sollten es aber 5 km werden, so dass ich einfach über eine Brücke jäh links abgebogen bin und nach 2,5 km einfach wieder den Rückweg angetreten bin. War zwar etwas langweilig und die Straßen Mülheims hier sind nun auch nicht gerade sehenswerteHighlights. noch dazu an einem Tag wo die Wolkendecke ca. 4 Meter über dem Erdboden zu schweben schien. Aber egal - eigentlich hab' ich von meiner Umgebung auch gar nicht so viel mitgekriegt.
Genial war dann, dass kurz vor Ende noch mein derzeitiges Lieblingslied 'Dance with somebody' von Mando Diao über den iPod den Weg in meine Ohren fand, so dass ich den Lauf und den Tag heute mit einem Lächeln beschließen werde.

Dazu beitragen wird auch noch dieser wahnwitzige Zufall, dass ich beim Abendessen gerade hier im Hotelrestaurant eine ganz alte Freundin (mit der ich zusammen in einem Dorf nördlich von Bremen aufgewachsen bin, wir uns aber nach der Schulzeit aus den Augen verloren haben) wieder getroffen habe, die immer noch in Bremen lebt. Ich lebe mittlerweile in Berlin und sie ist für einen einzigen Tag für einen Kundentermin in Mülheim, wohnt sogar eigentlich in einem anderen Hotel, aber hat das Restaurant in meinem Hotel empfohlen bekommen und da treffen wir uns.... Zufälle gibt's, die gibt's gar nicht, oder?

3. Februar 2009

Alles neu macht der ....

Neue Schuhe - seit Samstag grinsen sie mich an: weiß, strahlend, neu und schön!
Zu meinem 10er am Samstag habe ich sie bewusst nicht angezogen - nachher wär' was nicht in Ordnung gewesen mit ihnen und mein Lauf daran gescheitert, neenee....
Aber, sind Sie nicht schön? So weiß, rein und unschuldig sehen sie noch aus. Mit den fliederfarbenen Streifen weht auch schon so etwas Frühling von ihnen herüber. Vielleicht sind sie aber gerade deshalb jetzt noch gar nicht tauglich?!

Denn gestern schneite es mal wieder ordentlich in Berlin, der Montag startete grau und mit Schnee, der die Kinder schon wieder zu Ausrufen wie 'Schneemann bauen' hinriss, was die Mutter des knapp 3-jährigen aus dem Hinterhaus aber bei der doch zu geringen Menge abschlägig beantworten musste.
Ich brauch' dat nich' mehr - so garnich'! Ich will sofort grün, Sonne und so etwas wie einen leichten warmen Hauch, der durch die Luft weht! Ausgebrannt fühle ich mich und die seit scheinbar Wochen andauernde Abwesenheit der Sonne macht es nicht gerade leichter durchzuhalten. Aber wie heißt es auch in diesem Lied von Peter Fox: "Berlin, Du kannst so schön häßlich sein, so gräßlich und grau..."

So war ich dann gestern auch gar nicht dazu zu bewegen, einen Schritt aus dem Haus zu tun, der nicht unbedingt sein musste. Natürlich hätte ich es tun sollen, denn gerade da hätte ich diesen Endorphin-Kick gebrauchen können. Aber ich wollte doch meine neuen Schuhe ausprobieren und die nicht gleich in Schnee und Matsch einsauen... jaja, ich weiß, faule Ausreden...
Den Endorphin-Kick hab' ich mir denn abends wenigstens noch dadurch geholt, dass ich mir Mamma Mia! auf DVD angeguckt habe. Schon vom Musical war ich begeistert, aber hier hat es mich ja echt vom Sofa gerissen. (Mehr über meine Meinung zu diesem Film? KLICK)
Aber heute musste es dann einfach sein - mit ABBA im Ohr und Sonne wenigstens im Herzen. Zwei Tage Pause nach dem 10km-Lauf vom Samstag vielleicht auch gar nciht so verkehrt, denn auf den ersten beiden Kilometern spürte ich meine Beine schon noch ordentlich. Aber dann lief es rund wie immer meine Strecke bis zum Schloss Bellevue an der Spree entlang. Und immer wieder musste ich auf meine Füße schauen, denn es leuchtete so weiß von da unten - bin ich von meinen grauen Trail-Schuhen bisher ja gar nicht gewohnt gewesen. Aber da diese sich so langsam den 700 km nähern, wollte ich shcon rechtzeitig für Ersatz sorgen und außerdem etwas nettere Schuhe auch für den ein oder anderen Ausflug in Ägypten parat haben. Sie liefen sich wunderbar und weich. Nach 5,26 km @ 7:16 min/km in 38:09 min durfte ich sie zu Hause wieder asuziehen und in den Koffer verpacken, der mich heute nach Mülheim begleitet hat. Hoffe, dass sie hier bis zum Samstag wenigstens noch einmal zum Einsatz kommen können.
4 Tage Seminar machen es ja immer etwas schwierig mit dem Laufen...

1. Februar 2009

Umfrageergebnis: Vorsätze für das neue Jahr

In meiner Januar-Umfrage ging es um Vorsätze für das neue Jahr!
Das Abstimmungsergebnis von insgesamt 15 abgegebenen Stimmen:

Ende mit Feuerwerk

Der Januar endete gestern für mich mit einem Feuerwerk:
  • 10 km gelaufen, draußen, geschafft!
  • insgesamt 81,97 km im Januar gelaufen - so viel wie nich zuvor in einem Monat und das bei den widrigen Witterungsbedingungen!
  • mein Pilates-Training macht sich schon nach zwei Trainingseinheiten spürbar an meinen Bauchmuskeln bemerkbar - Muskelkater!
  • den Abend habe ich auf einer tollen Party verbringen dürfen und habe getanzt, getanzt, getanzt!
Aber im einzelnen:
Erst als es nachmittags dann anfing zu schneien, machte ich mich auf, um meinen ersten 10km-Lauf draußen in Angriff zu nehmen... nicht gerade die besten Voraussetzungen, um motiviert in den Lauf zu starten, aber ich lief trotzdem los! Ich brauchte, wie in letzter Zeit üblich, mind. 2 km um in meinen Rhythmus zu finden, aber dann lief es wie geschmiert am Tiergarten entlang Richtung Brandenburger Tor. Eine leise Schneedecke legte sich über alles, aber die Strecken sind glücklicherweise mittlerweile eisfrei, so dass alles einfach nur ein bißchen überzuckert aussah. Schön, eigentlich! Am Brandenburger Tor ließ ich mich natürlich von den dort am Samstag nachmittag versammelten Touristenmassen ein bißchen von meinem 'Läuferkoma' ablenken, aber schon war ich auch wieder an der Spree hinter dem Reichstag verschwunden und es wurde ruhiger. Ein anderes Problem wurde dafür immer drängender: ich musste mal....
So konnte ich es mir dann nicht verkneifen, am Zollpackhof gegenüber des Kanzleramtes um die Benutzung der dortigen Toilette zu betteln. (Merke: Für solche Fälle immer ein bißchen Kleingeld einstecken!!!)
Merklich erleichtert ging es dann nach dieser erzwungenen Pause weiter und ich hatte Schwierigkeiten, wieder in den vorherigen Rhythmus zu finden. Aber dann lief es wieder ganz gut, irgendwann. Ab Kilometer 8,2 wurde es dann aber ein bißchen hart für mich, ich bekam Seitenstiche (hatte ich schon lange nicht mehr!) und ich wurde merklich langsamer und schwerfälliger! Aber ich lief weiter und schaffte es auch noch bei mir zu Hause vorbei zu laufen und nicht nach 9,5 km aufzustecken. Diesmal wollte ich die 10 km auf dem Display des Garmin stehen sehen!
So wurden es 10,08 km @ 7:31 min/km in 1:15:42. Mit diesem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden, denn ich war 10 Minuten schneller als bei meinen ersten 10 km im November auf dem Laufband! Die ersten Kilometer war ich für meine Verhältnisse ziemlich schnell unterwegs, was dann vielleicht auch dazu geführt hat, dass ich am Ende etwas eingebrochen bin. Hierzu mal die Übersicht meiner Rundenzeiten und der Tempoentwicklung:
Nach diesem Lauf fühlte ich mich nach der wohlverdienten Dusche so gut wie lange nicht mehr!
Und einen Hunger hatte ich, der anschließend mit einem leckeren Schmorgemüse mit Curry-Reis gestillt werden durfte und in einem herrlichen Verdauungs-Nickerchen mündete.
Danach war ich frisch gestärkt für die 'Schöne Party', die Radio Eins 14-tägig in der Berliner Kalkscheune veranstaltet. Spaß gehabt, getanzt, Freunde getroffen - schön war's!

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