31. März 2009

Grünes B

"Dickes B, ob'n an der Spree.
Im Sommer tust Du gut und im Winter tut's weh..."
SEEED

Nachdem ich gestern geschlagene 10 Stunden am Schreibtisch gehockt habe, um meine Buchhaltung für das gesamte erste Quartal nachzuarbeiten (jaja, ich weiß, wenn man's nicht gleich macht...), war schon beim Öffnen der Vorhänge und dem Anblick eines strahlend-blauen Himmels klar, dass ich für meinen kleinen Lauf heute einen Ausflug machen würde.
Ich wollte raus, raus ins Grüne!
So fuhr ich dann zum Volkspark Jungfernheide, der nur 10 Autominuten entfernt ist, immer noch mitten in der Stadt, direkt neben dem Flughafen Berlin-Tegel liegt, aber doch schon das Gefühl von 'im Grünen sein' aufkommen lässt.
Ich hatte gar keine Pläne und lief einfach los, immer mal wieder stoppend, um die erwachende Natur zu bewundern. Ich spürte die 8km vom Sonntag und meine Liegestütz-Übungen schon noch ordentlich, so dass der erste Kilometer dann auch etwas langsamer war, zum Eingrooven sozusagen, aber immer noch mit 7:15min/km für mich gar nicht mal schlecht.
Was mich dann geritten hat, weiß ich nicht. Ich hab's beim Laufen auch gar nicht so gemerkt, denn auf einmal fühlte ich mich stark und schnell und meine Beine hoben sich immer weiter, so dass mir schon klar war, dass ich realtiv schnell insgesamt unterwegs gewesen sein musste.
Aber dass das Ergebnis dann so ausfiel: 1. km: 7:15 min/km, 2. km: 6:30 min/km, 3. km: 6:49 min/km, 4. km: 6:43 min/km und die letzten 580 Meter rannte ich in einer 5:59er Pace.
Für meine Verhältnisse: UNGLAUBLICH!

29. März 2009

Blaue Brille

Als ich heute loslaufe, weiß ich noch gar nicht recht, wohin es gehen soll. Ich will bei dem schönen Tag auf jeden Fall in den Tiergarten und auf dem Rückweg mein Auto abholen, das Ulf und ich gestern lieber an der Cocktailbar haben stehen lassen, nachdem wir die gewöhnungsbedürftige Aufführung von "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" in der Komischen Oper erstmal mit einem Cocktail runterspülen mussten.
So fere ich leichten Schrittes Richtung Park und schon nach Km 1 ist mir klar, dass ich heute zu warm angezogen bin. Die 'langen' mussten wieder ran und über das T-Shirt habe ich auch noch eine Jacke gestülpt. Gott sei Dank kann ich diese dann bei Km 3 einfach um die Hüften schlingen und komme mir vor als hätte ich eine blaue Brille auf der Nase:
  • blau der Himmel
  • blau der Park rechts und links neben mir
  • blau blühend über all' das alte Laub vom Herbst der sibirische Blaustern
  • blau scheinbar die Luft voll frühlingshaftem Schwips
  • blau als wäre ich beschwipst und beschwingt auch mein Schritt

So laufe ich bis zum Brandenburger Tor und eiere dann über teils noch abgesperrte Wege zum Schloss Bellevue zurück. Hier ereilt mich dann kurzzeitig ein Einbruch und ich schleiche nur noch gegen den auffrischenden Wind, der mich meine Jacke wieder über die Arme streifen lässt.
Zurück auf bekannten Pfaden an der Spree ntlang geht es nach Hause durch all' die Menschen, die - wie ich - diesen ersten richtigen Frühlingstag draußen genießen:
  • spazieren gehend,
  • laufend,
  • Kinderwagen schiebend,
  • Hunde ausführend,
  • Eis essend,
  • noch Mütze tragend,
  • schon Sonnebrille tragend,
  • rollerbladend,...
Nach haargenau 8 Kilometern (uups!) stehe ich an meinem Auto und stoppe die Uhr bei 58:25 min - gar nicht mal so schlecht, denn trotz Einbruch bei Km 6 bringe ich damit noch eine Durchschnittspace von 7:16min/km auf die Uhr, was ich wohl auch einem (für meine Verhältnisse) schnellen Km 2 verdanke, den ich in 6:45er-Pace gelaufen bin.

Da fällt mir abschließend nur noch ein:

"Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!"
Eduard Mörike

26. März 2009

25 kg Mehl und Dialoge mit der IP

Es war als wenn mir jemand einen unsichtbaren 25 kg-Sack Mehl um die Hüfte gebunden hatte, den ich hinter mir herziehen musste. So fühlte es sich heute an als ich loslief.
Ich hatte eigentlich auch schon gar keine Lust loszulaufen, konnte mich nur damit überreden, dass ich mich hinterher schließlich besser fühlen würde. Denn das Wetter geht mir hier doch gerade arg auf die Nerven und hat es mittlerweile geschafft, mich so richtig runter zu ziehen.
So lief ich also vor mich hin, schaffte es nicht so richtig in's Läuferkoma zu kommen, was ich bei meinem Lauf vorgestern so sehr genossen hatte. Alles ächzte quasi in meinem Körper. So entschied ich mich also auch schon an der Moabiter Brücke wieder umzukehren - ging heut' einfach nicht!
Je länger ich aber lief, umso klarer wurde mir dann auf dem Rückweg, dass ich gerade eigentlich nur mal wieder meiner inneren Prinzessin nachgegeben hatte. Den inneren Schweinehund (ISH) möchte ich nämlich nicht mehr so nennen, sondern lieber mit meiner inneren Prinzessin (IP) argumentieren, die eben alle Eigenschaften in mir versammelt, die ich an mir nicht so gerne habe, die aber eben auch zu mir gehören: Faulheit, Undiszipliniertheit, sich ablenken lassen, etc.
Wer die Seiten von Pam Young und der FlyLady kennt, weiß, wovon ich hier spreche.
Genauso braucht meine innere Prinzessin gerade sehr viel Aufmerksamket, weil ich mich eben gerade nicht so gut fühle, da fällt es ihr leicht, mich zu Dingen zu überreden, die eigentlich nicht auf meinem Tagesplan standen.
So führte ich diesen inneren Dialog und siehe da, nachdem ich ihr klar gemacht hatte, dass es jetzt nix bringt, wenn sie weiter rummault, schließlich würden wir so oder so nach Hause joggen - entweder mit Spaß an der Sache oder eben sich quälend - es würde nichts an der Tatsache an sich ändern, ging es auf einmal leichter und der 25kg-Sack bekam scheinbar Flügel.
Na, mal sehen wie das so weitergeht mit der Prinzessin - momentan hat sie mir in meinem Leben gerade eindeutig zu viel zu sagen. Aber hiermit eröffne ich die Kampfansage, denn schon allein bei der Ankündigung, dass ich ggf. zusammen mit Anett auf Zucker verzichten wollte, kriegte sie Schweißausbrüche und siehe da, da waren die leckeren Fondant-Ostereier im Einkaufskorb. Bis Montag gebe ich ihr noch - dann werden andere Seiten aufgezogen! Ich bin gespannt, wie dieser innere Widerstreit ausgeht!

24. März 2009

Schon April?!

Alles war heute dabei bei meinem Lauf: Rege, Schnee, Sonne, Sturm und zum guten Schluss dann noch Hagel!
Vielleicht hat der März sich einfach vertan und meint, es wäre schon April?! Nach dieser logischen Schlussfolgerung wäre dann im April also schon Mai, oder? Naja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...
Ausgemacht hat mir dieses Wetterchaos aber zum Glück gar nix, denn ich hab' mich heute mal wieder für die langen Hosen entschieden - bei 3°C wohl doch angebracht, oder? - und trug über dem Langarm-Shirt meine Wasser- und Wind-abeweisende Weste sowie Handschuhe und mein Cap, um bei Regen auch noch was sehen zu können. Das war perfekt, ich hab' überhaupt nicht gefroren oder zu stark geschwitzt hierin und fühlte bis zum Schluss gar keine Nässe. Herrlich, ich liebe Funktionskleidung, wenn sie funktioniert!
Zugegebenermaßen hat mich Kerstin's letzter Kommentar ja schon etwas gewurmt und ich hab' darüber nachgegrübelt, ob ich mir wirklich zu wenig zutraue, mich zu wenig fordere. Teilweise ist das sicher so, denn wenn ich auf ein großes Ziel hintrainieren würde, könnte ich sicher mehr geben, wenn ich wollte. Ich laufe aber hauptsächlich zum Spaß für mich, um meine Figur ein bißchen zu formen und mich fitter und ausgeglichener zu fühlen - da wäre es für mich eher demotivierend, wenn ich mir eine Strecke vornehme, die ich dann nicht schaffe. Alles in allem finde ich meine Entscheidung vom Sonntag immer noch richtig, wollte heute aber mal sehen, wie es so geht und es dann vielleicht mal wieder mit den 8 km versuchen.
Als ich beim Schloss Bellevue angelangt war und diese Entscheidung treffen musste, schneite es gerade dickste Flocken. Eigentlich Grund genug, schnell wieder ins heimelig-warme zu kommen. Aber ich amüsierte mich so über diese Wetterkapriolen, dass ich einfach weiter geradeaus lief, ohne groß darüber nachzudenken.
Fies war es schon, denn ich wusste, dass mir auf dem Rückweg der Sturm von vorne entgegen blasen würde und das sieht man auch klar an meinem Tempo auf der Rücktour, aber es war toll! Knapp 8 km waren es, ich hab' mich gut gefühlt und um ehrlich zu sein, ich hätte sicher auch noch 2 km mehr geschafft... Aber das dann vielleicht am Wochenende? Bei Sonnenschein? Und milden 13°C? *bittebittebitte*

22. März 2009

Toilettenfrei...

...war heute mein sonntag-nachmittäglicher Lauf!
Und endlich auch mal wieder so, dass ich mich richtig gut gefühlt habe. Anfangs hatte ich die Befürchtung, ich hätte das Wetter etwas überschätzt, denn ich hatte meine 3/4-Tight und nur eine dünne Laufjacke über einem T-Shirt an - das pustete zunächst doch ganz schön kalt um die Häuserecken. Aber nach den ersten gelaufenen Metern wusste ich, dass es reichen würde, denn bekanntlich läuft man sich ja warm.
Die Musik auf meinem iPod war mittlerweile ausgetauscht, sämtliche Toiletten-Verpflichtungen vorher erledigt und so ging es - ohne groß auf Zeiten zu achten, ausschließlich auf der Suche nach dem guten Gefühl - Richtung Schloss Bellevue. Kurz bevor ich da war, schob sich sogar der Gedanke in mein Hirn, dass ich ja einfach weiterlaufen könnte bis zum Kanzleramt - so gut fühlte ich mich - aber ich wollte nichts heraufbeschwören und hab' es heute lieber bei den 5,64 km gelassen. Wär' ja doof gewesen, wenn ich dann aufgrund Übermotivation am Ende wieder durchgehangen hätte und das gute Gefühl dann damit zerstört gewesen wär'...
Hac, wie schön, es geht aufwärts! Und die Weidenknospen platzen schon fast....

19. März 2009

Diesmal die Blase...

Mann, ist das nervig! Diesmal hat mich bei schönstem Strahle-Wetter und meinem Lauf an der Ruhr in Mülheim meine Blase geärgert! Ich musste sooo dringend auf's Klo nach der Hälfte der Strecke und konnte nirgends hinter irgend einem Busch verschwinden, weil eben noch nix Blätter hat und bei dem herrlichen Tag natürlich ohne Ende Menschen unterwegs waren...
Außerdem fühle ich mich irgendwie beim Laufen derzeit noch nicht wieder so wohl in meiner Haut. Keine Ahnung, woran das liegt. Auf jeden Fall brauche ich mal wieder neue Musik auf meinem iPod shuffle, denn derzeit erinnert mich die ganze Musik doch noch sehr an Winter.
Ansonsten bin ich mir aber sicher, dass ich einfach weiter machen muss und dann kommen nach diesen mittelmäßig tollen Läufen auch irgendwann wieder die Läufe, die sich super anfühlen! Obwohl mein Lauf ja mit 7:12 min/km wieder nicht grottenschlecht war... Aber auf's Gefühl kommt's halt an!

18. März 2009

Erstaunen

Nachdem Ulf und ich Freitag und Samstag erstmal unsere Ankunft im kalten Deutschland verkraften mussten, viel geschlafen und den obligatorischen Wäscheberg bezwungen hatten, traute ich mich Sonnatg morgen das erste Mal wieder raus zum Laufen. Aber nur kurz, denn das Brötchen holen sollte damit verbunden werden. Ich fühlte mich total unfit und bewältugte gerade mal 3,32 km, bevor ich beim Bäcker fast zusammen brach. Naja, das hatte ich nun von der Sportabstinenz in den letzten drei Wochen, dachte ich...
Erstaunt stellte ich dann aber fest, dass ich immerhin mit 7:09 min/km unterwegs gewesen war... Hm, vielleicht sollte ich es also lieber wieder etwas langsamer angehen, dafür aber ausdauernder.
Genau das war dann auch für gestern der Plan, denn schon den ganzen Tag - während ich in der Technischen Uni Berlin ein Training zu geben hatte - leuchtete mein gute Freundin, die Sonne vom Himmel und lockte mich mit ihren Rufen nach draußen. Erst um 17 Uhr konnte ich den Rufen folgen, ließ aber die lange Hose, die ich Sonntag noch über meine von der ägyptischen Sonne verwöhnten Beine gezogen hatte, im Schrank und begrüßte den Frühling bei 13°C in einer 3/4-Tight. Nur obenrum sollte mich ein kuscheliger Windbreaker schützen, denn es stürmte geradezu.
Gewollt langsam ging es los, denn diesmal wollte ich wieder meine obligatorische 5km-Runde angehen. Ich fühlte mich sooo langsam und träge, außerdem machte sich schon nach dem ersten Kilometer eine zur Unzeit nicht gewollte Darmtätigkeit bemerkbar... So kämpfte ich mich bis zum Schloß Bellevue, denn immer wenn der Toilettendrang zu groß wurde, lief ich ein bißchen schneller - hatte irgendwo mal gelesen/ gehört, dass dann der Drang nachlassen soll. Hat bei mir leider nur bedingt geklappt, denn auf meinem Rückweg musste ich mich nicht nur damit beschäftigen, sondern auch noch gegen den starken Wind anrennen, was mir mit dem Mantra 'wie ein Messer durch weiche Butter' wieder mal recht gut gelang. An der Hansabrücke konnte ich dann aber nicht mehr und stürmte das Restaurant-Schiff der Reederei Riedel, die mich freundlicherweise auf die Toilette gehen ließen und völlig locker und verständnisvoll waren. Und das obwohl ich noch nicht mal 50 Cent dabei hatte... DANKE!
Merke: In Zukunft immer mindestens 50 Cent in die Sporthose tun!
Wird ja bei mir langsam zur Gewohnheit und lästigen Angewohnheit mit dem Toilettendrang beim Laufen - ätzend!
Mit ein paar Schwierigkeiten wieder in den Rhythmus zu finden, lief ich dann den Rest der Strecke erleichtert zurück. Beim Dehnen hätte mich dann fast noch eine kräftige Windböe umgeschmissen und als ich den mittlerweile gespenstisch lila leuchtenden Himmel sah, verzog ich mich dann lieber schnell in unsere Wohnung! Erstaunt war ich dann auch bei der Auswertung des Laufes, denn mit 7:19 min/km war ich gar nicht so langsam und träge wie ich mich gefühlt und wie ich es eigentlich geplant hatte.
Also, doch nicht so viel verlernt in den letzten drei Wochen...

16. März 2009

Reisebericht Ägypten-Rundreise „Tutenchamun“ vom 26.02. – 12.03.2009

Ich kann es kaum erwarten, wir verlassen das kalte und immer noch verschneite Deutschland! Ich bin sowas von urlaubsreif, dass ich mich in den letzten Tagen vor Abflug zu gar nichts mehr aufraffen konnte. An Laufen war auch nicht zu denken, ich hatte einfach keine Lust dazu! Aber Lust auf Urlaub, den habe ich:


26. Februar 2009

Der Tag fing stressig an: weil Ulf sich noch einen Magen-Darm-Infekt eingefangen hatte, fing er erst heute morgen um 6 Uhr an seinen Koffer zu packen... Das bedeutete auch für mich Stress, denn obwohl ich ja bereits gestern abend fertig gepackt hatte, wurde ich natürlich durch Licht und Geräume im Schlafzimmer wach. Naja...

Um 9.15 Uhr saßen wir dann aber im Taxi zum Flughafen, pünktlich um 10.45 Uhr hoben wir ab und landeten um 16.30 Uhr Ortszeit in Luxor. Jetzt gingen die Uhren ägyptisch. Alles dauerte etwas bis wir Visum, Koffer und Bus zum Schiff hatten. Erst um kurz vor 18 Uhr waren wir auf dem Schiff, unserem Zuhause für die nächste Woche, wurden direkt in die Pianobar zu unserem Reiseleiter geführt und erfuhren in unserer gesamten Reisegruppe, was alles auf uns wartet in den nächsten 10 Tagen. Mohammed begleitet uns bis nach Kairo.

Nach einem tollen Essen „Internationales Buffet“ mit unseren netten Tischnachbarn Moni und John (Ulf war leider immer noch übel) fielen wir ins Bett, weil wir am nächsten Morgen schon um 4.45 Uhr aufstehen müssen.




27. Februar 2009

Um 4.45 Uhr klingelte das Telefon und weckte uns für den 1. Ausflug ins Tal der Könige in Theben-West.

Ulf konnte immer noch nicht frühstücken, aber um 5.45 Uhr ging es los zu den Memnon-Kolossen. Zwei 21 m hohe Statuen, über 3000 Jahre alt – beeindruckend!

Im Tal der Könige besichtigten wir zwei Gräber, die mit tollen Reliefs und Farben verziert sind. Immer noch – nach fast 4000 Jahren!!!

In den Grabkammern wie auch im Tempel der Hatschepsut, zu dem wir anschließend weiter fuhren, ergriff mich ein seltsam sakrales Gefühl – toll!

Nach dem Mittagessen an Bord haben wir abgelegt, schippern nun den Nil entlang und genießen die Sonne. Windig ist es, aber herrlich hier zu sitzen bei einem Glas Weißwein und die Landschaft an mir vorbei ziehen zu sehen!!!

Abends ging es Ulf leider wieder schlechter, so dass ich das Gala-Dinner mit unseren Tischbegleitern Moni und John alleine einnehmen musste. Anschließend sind wir dann zu dritt noch etwas in der Bar versackt...


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28. Februar 2009

Heute konnten wir „ausschlafen“, denn erst um 9 Uhr ging es los zum Horus-Tempel in Edfu. Waren wir gestern abend noch bis Esna weitergefahren und dort geschleust, fuhr unser Schiff ab 4 Uhr in der Nacht bis nach Edfu weiter. Der Tempel ist sagenhaft, schön und gut erhalten. Leider hatten wir nur etwas über 1 Stunde Zeit und fühlten uns bei der Besichtigung etwas wie Japaner. Nachmittags sonnen auf dem Sonnendeck während der Weiterfahrt nach Assuan, unterwegs sahen wir den Tempel von Kom Ombo, den wir auf der Rückfahrt anschauen werden. Abends war dann nach dem Ägyptischen Buffet die wohl obligatorische Galabaya-Party in der Bar. Wir hatten viel Spaß mit Monika und John, Daniel und Manu.


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01. März 2009

Um 6.15 Uhr wurden wir zwangsgeweckt, um den Assuan-Staudamm und den Philae-Tempel anzusehen. Den Staudamm habe ich mir spektakulärer vorgestellt, aber der Tempel war wieder mal beeindruckend. Mir hat er zwar nicht so gut gefallen wie der Horus-Tempel in Edfu, aber auf einer Insel gelegen ist er schon sehr malerisch! Als Andenken habe ich eine Basalt-Statue der Göttin Sachmet gekauft. Nachmittags haben wir erst mal 2 Stunden geschlafen und sind dann nochmal über den Basar von Assuan gelaufen. Unbedingt wollte ich ja ins ‚Old Cataract’-Hotel, wo schon Agatha Christie gewohnt hat und sich zu ihrem Roman ‚Tod auf dem Nil’ inspirieren ließ, aber leider wird das Hotel bis 2010 restauriert und ist geschlossen. Zur Entschädigung waren wir dann aber wenigstens noch in einer hübschen koptischen Kirche, bevor wir uns sputen mussten, um rechtzeitig zum ‚Italienischen Abend’ wieder an Bord zu sein.

Um 21.30 mussten wir denn auch schon ins Bett, denn es sollte morgen richtig früh los gehen nach Abu Simbel.


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02. März 2009

Um 2.45 Uhr klingelte der Wecker, denn schon um 3.30 Uhr machten wir uns auf den knapp 300 km langen Weg durch die Wüste nach Abu Simbel. Entschädigt für das frühe Aufstehen und das unbequeme Weiterschlafen im Bus wurden wir durch einen sagenhaften Sonnenaufgang über der westlichen lybischen Wüste.

Um 7.30 Uhr waren wir schließlich am beeindruckenden Tempel mit den vier riesigen Ramses-Statuen. Leider hatten wir wieder ca. nur 1 Stunde Zeit, so dass wir uns unter all den Menschenmassen, die da hingekarrt werden, richtig beeilen mussten. Denn schon um 9 Uhr ging unser Bus wieder zurück, so dass wir pünktlich zum Mittagessen wieder an Bord der MS Regina waren. Warum man das Mittagessen an so einem Tag nicht ausfallen lassen kann, haben wir nicht verstanden, aber insgesamt war es ein lohnender Besuch!

Nach dem Mittag konnten wir noch ein bißchen schlafen, bevor wir dann um 15 Uhr wieder aufgebrochen sind zu einer Fahrt mit der Feluke und dem Motorboot auf dem Nil und durch den 1. Nilkatarakt. War toll! Nach der Besichtigung eines nubischen Dorfes sind wir zurück zum Schiff gefahren und konnten dabei die einmalige Sonnenuntergangsstimmung auf dem Nil bei Assuan erleben.

Das Internationale Buffet und das anschließende ‚Bakterien abtöten’ in der Bar haben wir genossen und fielen dann schliießlich um 22.30 Uhr todmüde ins Bett!


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03. März 2009

Bereits um 5.30 Uhr legte die Regina in Assuan wieder ab, wir konnten aber weiterschlafen bis 7.30 Uhr. Um 9 Uhr waren wir in Kom Ombo, wo wir dann den Doppeltempel besichtigt haben. Tolle erhaltene Reliefs, teilweise sogar noch mit den Originalfarben! Hier konnten wir auch mal etwas relaxen und den Tempel in Ruhe anschauen. Das Thema ‚Relaxen’ setzte sich über den Tag fort, denn wir schipperten den ganzen Tag zurück nach Luxor und genossen das Sonnendeck.

An diesem Tag kam ich überhaupt das erste Mal dazu mir die beiden Laufbänder an Deck genauer anzusehen, denn vorher war ans Laufen ja nie zu denken gewesen. Aber die Enttäuschung war groß, denn die nicht mal motorisierten Laufbänder schienen eher demoliert und dies wollte ich meinen Füßen dann doch nicht antun...

Am abends stattfindenden ‚Orientalischen Buffet’ habe ich mir dann wohl den Magen verdorben...





04. März 2009

Schon wieder ging es in Luxor angekommen relativ früh los, denn heute stand die gewaltige Tempelanlage von Karnak auf dem Programm. Die weltberühmte Säulenhalle hat uns total beeindruckt, wir sind in diesem Tempel auch noch 1 ½ Stunden länger geblieben als die Reisegruppe, denn wir wollten einfach noch mehr sehen von dieser Monstrosität. Zurück zum Schiff sind wir dann mit einer Kutsche gefahren, wo wir quasi ‚aus Versehen’ den ganzen Nachmittag verschlafen haben, denn leider ging es mir jetzt auch nicht so gut: Montezumas Rache hatte dann doch zugeschlagen und alles ‚desinfizieren’ mit Alkohol war vergeblich gewesen, obwohl ich zunächst nur unter Völlegefühl und Bauchweh zu leiden hatte.

Abends haben wir dann unter toller Beleuchtung den Luxor-Tempel angesehen. Zum Abschied gab es auf dem Schiff noch eine Show, nach der wir aber schnell ins Bett verschwunden sind.


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05. März 2009

Um 6.30 Uhr ging bereits der Flug nach Kairo, was für uns bedeutet um 4 Uhr aufzustehen. Nach der Landung ging es direkt in die erste Moschee, die Mohammed-Ali-Moschee, von deren Hügel man normalerweise einen tollen Blick über Kairo und die Pyramiden hat – heute nicht: Smog!

Die zweite Moschee, die wir besichtigten hieß Sultan-Hassan-Moschee, war viel älter und viel schöner! Mittags schließlich Ankunft in unserem tollen 5-Sterne-Mövenpick-Resort direkt in Gizeh bei den Pyramiden, was ziemlich pervers ist, wenn man vorher durch die Straßen Kairos gefahren ist und sieht wie die Menschen hier sonst leben.

Vom Roof Cafe genossen Ulf und ich dann noch den Blick über die Pyramiden und ich schaffte es auf dem Laufband des Hotels noch 3,83 km in 32:17min (8:26 min/km) zu laufen, bevor mich abends der Durchfall dann komplett im Griff hatte.


06. März 2009

Heute standen sie auf dem Programm: die Pyramiden!

Leider ging es mir nicht wirklich gut, aber ich hab mich durch den Tag geschleppt und auf die ägyptischen Medikamente vertraut. Cheops-Pyramide, Cheffron-Pyramide, Stufenpyramide des Djoser! Zwischendurch die alte Hauptstadt Memphis mit der liegenden Kollosal-Statue von Ramses II. und Mittagessen. Schwieirg wurde das ganze Unterfangen, weil wir zusätzlich noch einen ziemlich heftigen Sandsturm hatten, der mich jetzt auch verstehen lässt, warum sich historisch gesehen wohl alle verschleiern, denn auch ich hatte nachmittags irgendwann meinen Pullover um Kopf und Gesicht geschlungen.

Abends ging es mir nach viel Pfefferminz-Tee und den ägyptischen Tabletten zum Glück schon wieder besser!


07. März 2009

Das ägyptische Museum haben wir heute besichtigt, was natürlich mit dem Schatz des Tutenchamun beeindruckend, aber auch fast traurig war. Denn all’ die wundervollen Exponate sind einfach grottenschlecht ausgestellt.

Nach dem Mittagessen waren wir auf dem Basar und konnten am Nachmittag im Hotel relaxen.


Bilder gucken HIER









08. März 2009

Das Relaxen gestern nachmittag war auch nötig, denn um 4.53 Uhr schrillte bereits das Telefon, da wir um 6.15 Uhr mit dem Bus Richtung Hurghada aufbrechen sollten. Die Fahrt dauerte fast 7 Stunden bis wir in unserem Beach Resort in der Makadi Bay am Roten Meer angekommen waren. Schnell die Zimmer bezogen, damit wir noch vor 14.30 Uhr was zu essen bekamen. Den Nachmittag haben wir dann mit den anderen Vieren und vielen Cocktails in der Beach Bar verbracht.









09. März 2009

Um 7.30 Uhr bin ich aufgestanden um endlich mal wieder laufen zu gehen. Leider ist mein Garmin leer und ich habe das Ladegerät nicht dabei, so dass ich nur sagen kann, dass ich ca. 25-30 min kreuz und quer über die riesige Anlage gelaufen bin. War sicher nicht schnell, toll und lang, aber ich hab’ mich irre gut gefühlt danach.

Jetzt aber ab an den Strand und Sonne genießen und tolle Fische beim Schnorcheln im hauseigenen Riff angucken!




10. März 2009

Strandtag mit viel Schnorcheln, lesen, abends mit Moni, John, Manu und Daniel in der Cocktail-Bar versackt.









11. März 2009

Strandtag

Abends haben wir uns die Miss Saraya-Wahl im Theater angeschaut und sind schließlich mit den Animateuren noch auf die Full Moon Party im Golf Club gegangen. Wir hatten einen riesigen Spaß und einen tollen Abschluss-Abend unseres tollen erlebnisreichen Urlaubs. Obwohl wir fast nur Bier und sicher weniger als an den letzten Tagen getrunken hatten, fühlte ich mich völlig betrunken und wir litten alle am nächsten Tag.





12. März 2009

Bevor wir um 15.10 Uhr vom Bus Richtung Flughafen und damit Richtung Heimat abgeholt wurden, sind wir aber noch einmal schnorcheln gewesen. Byebye tolle Fischchen!


Alle Bilder vom Roten Meer gibt es HIER

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