26. April 2009

Lang und langsam

Da ich schon wieder ziemlich im Kiel-Berlin-Umzug-Stress bin, nur eine kurze Info über meinen herrlich-langsamen Lauf am Freitag, der mich über 9 km gebracht hat. Es war eine spontane Entscheidung einfach weiterzulaufen, denn ich hab' mich in meinem Schneckentempo herrlich wohl gefühlt und endlich hat es mir einmal wieder so richtig Spaß gemacht.
Heute morgen war dann nur eine kleine Runde drin, die mich zum Schluss zum Bäcker für frische Brötchen führen sollte. So waren es heute nur ein bißchen mehr als 3 km, aber auch damit bin ich zufrieden, denn es fühlt sich wenigstens wieder richtig gut an.
Außerdem 'quäle' ich mich seit letzter Woche durch ein neues selbst auferlegtes Kraft- und Stretching-Training, dass in der Grafik von Logyourrun.com an der Seite immer mit 20 Minuten auftaucht. Auch das tut mir gut und wird hoffentlich meinen Muskelaufbau ein bißchen anregen, denn Muskeln verbrennen ja behanntermaßen Fett!!! Juchhu!
So, und jetzt geht es schon wieder los an die Ostseeküste - es ist wieder mal weiterrenovieren angesagt! Das macht auch Muckis, glaube ich, oder? ;-))
Bis bald!!!

22. April 2009

Ein Schritt zurück

Ich weiß nicht... in letzter Zeit muss ich mich echt stark dazu überreden, überhaupt laufen zu gehen. Fühlt sich alles schwer und unerträglich an, weg der Elan, morgens um 6 Uhr aufzustehen, um die schöne frische, klare Luft genießen zu können. Hab' ich mich vielleicht zu sehr zum Sklaven von irgendwelchen Zeiten gemacht, dass ich dabei den Spaß verloren habe?

Deshalb ging es heute einen Schritt zurück: ich hab' mich entschieden, diesmal streng nach Puls zu laufen und zu sehen, dass ich möglichst nicht über eine Herzfrequenz von 174 komme. Bin ja sonst immer ganz schnell bei 190... Vielleicht hab' ich also auch wirklich falsch trainiert und gar nicht mehr auf meinen Körper gehört, nur noch auf die Uhr???
Ich musste mich schon arg bemühen, langsam zu laufen und ständig piepste der Begleiter am Handgelenk, aber es ist gelungen bei einer Durchschnitts-Herzfrequenz von 176 zu bleiben! Und: ich habe mich selten nicht mehr so gut auch schon während des Laufes gefühlt und nicht erst hinterher - zwar ein bißchen schneckig, aber ich konnte genießen wie schon lange nicht mehr, die Gedanken flogen nur so dahin, statt sich mit rasendem Herzen, Gepuste etc. zu beschäftigen.
So wurden es dann ganz lockere 5 km und ich denke mit dieser Taktik und in diesem Tempo knacke ich am Wochenende locker die 10!!! Endlich mal wieder!

19. April 2009

Karl macht einen Ausflug

Karl? Hä, wer ist denn Karl?
Darf ich vorstellen? Karl, mein Bluterguss:
Nachdem ich dieses Monstrum von Bluterguss nach meinem Zusammenstoß mit dem Fahrrad am Donnerstag nun mit mir herumtrage, verlangte diese Monstrosität irgendwie nach einem Namen und es drängte sich mir der Name 'Karl' auf.

Nachdem ich gestern etwas zerschlagen aufgewacht war und mich zunächst zu irgendwie gar nichts aufraffen konnte, habe ich mich damit motiviert, dass ich meinen Lauf mal wieder an eine etwas andere Stelle verlegen und somit einen Ausflug machen wollte. So kam Karl also zu seinem ersten Ausflug und wenn man diese Bilder so sieht, könnte man fast meinen, ich wäre dieses Wochenende wieder in Kiel und dort gelaufen.




Aber, falsch gedacht! Solche Ansichten gibt es eben auch in Berlin an der Havel bzw. genauer gesagt am nördlichen Ufer des Wannsees bzw. im angrenzenden Grunewald zu bestaunen.
Ich hatte mir bei gpsies.com eine 5 km- Strecke rausgesucht und bereits in den Anmerkungen stand, dass sie hügelig werden würde. Aber dies sah ich als Herausforderung an, denn wie ja bereits hier erwähnt, erwarten mich in Kiel demnächst ja geradezu Berge im Vergleich zu den Hügelchen, die Berlin zu bieten hat. *grins*
So ging es also durch den herrlich-grünen Wald, der vor grünsein im Moment ja nur so quietscht. Eingestehen muss ich wohl langsam, dass mir die Pollen der verschiedensten Blüten, Gräser etc. (ganz besonders beliebt: die Birke!!!) mittlerweile ganz ordentlich auf die Bronchien schlagen, denn ich schnaufe derzeit beim Laufen wie ein kleines Walross und der Puls kommt in sonst eher unbekannte Höhen. Aber dafür wird dann einfach ein bißchen langsamer gemacht!
Karl zeigte sich anfangs wenig begeistert von den Erschütterungen, die er bei jedem Schritt spüren sollte, aber nach einiger Einlaufzeit hatte er sich scheinbar daran gewöhnt und gab Ruhe. Froh war Karl fast über die grauen Wolken am Himmel, denn so wurde es nicht allzu warm wie in den letzten Tagen, am liebsten hätte er sogar ein bißchen Regen hier und da gehabt, denn unter dem schützenden Blätterdach hätte es sich sicher gut angehört und -gefühlt, aber das war uns leider nicht vergönnt! Es ging über Stock und Stein, direkt durch den Wald und auch wenn ich mich ein paar Mal fast verlief, war es doch ein schöner Ausflug, den ich ggf. morgen schon wieder wiederholen werde. Mal sehen! Karl war auf jeden Fall begeistert und konnte sich nach der anschließenden Foto-Tour durch den Wald, einer schönen warmen Dusche, Bandnudeln mit getrockneten Tomaten und Pinienkernen zufrieden in das Wochenend-Shopping-Getümmel werfen, das ebenfalls sehr erfolgreich endete. Einfach ein schöner Tag für Karl und mich!

16. April 2009

Autsch in Variationen

Die erste Autsch-Variation, die ich heute hier besprechen möchte, spielt sich in allen Körperregionen ab. Insbesondere wird sie aber bemerkbar am Morgen kurz nach dem Aufwachen bevorzugt in Körperregionen, die ansonsten eher selten genutzt bzw. derart überreizt werden. Im Allgemeinen spricht man von dieser Erscheinungsform des Autsch wohl von Muskelkater, die mir aber am Wochenende nach Benutzung verschiedenster Malerrollen, Pinseln, Leitern etc. als Betrachtungsweise eher schwerfiel. Leiterauf, Leiterab, Malerrolle über den Kopf schwingen, rechts schwingen, links schwingen - im Grunde ist es nichts anderes als eine besondere Form des Aerobics und Krafttrainings. Schweiß ist bei den unsagbar schönen Temperaturen draußen dann drinnen natürlich auch geflossen, wieviele Streichkilometer ich zurückgelegt habe, kann ich allerdings nicht ermessen, lediglich von 3 1/2 fertigen Zimmern kann ich berichten. Der halbe Flur fehlt noch und die Küche wird erst tapeziert und gestrichen, wenn der Fliesenleger unseren neuen Fliesenspiegel angebracht hat. So sah also mein sportliches Wochenende und eine ganz besondere Variation des Autsch aus. Hierüber gab es auch keine Zeit für Blog-Aktivitäten und Osterwünsche - ich bitte, mir dies zu verzeihen!

Die zweite Variation des Autsch beendete heute sehr unschön meinen Lauf, den ich nach meiner Rückkehr nach Berlin wieder einmal am Ufer der Spree bis hin zum Kanzleramt und zurück zurückgelegt hatte. Nach 7,21 km hatte ich entschieden, dass es für heute reichen sollte und ging die letzten 100/200m gemächlich zurück zu meiner Wohnung. Auf einmal - es ging alles so schnell - trifft mich von hinten etwas am rechten Bein. Ich ging ziemlich weit rechts auf dem Uferweg, der zur Straße hin von Büschen abgetrennt ist. Da wollte mich doch tatsächlich so ein Idiot von Fahrradfahrer ausgerechnet auf der Seite überholen, wo ca. 40 cm zwischen mir und besagten Büschen Platz war... Statt die andere Seite zu nehmen, die sich zwischen mir und der Uferbefestigung in breiten 1,5 - 2 m darbot. Ich konnte sein Rad gerade noch geistesgegenwärtig mit der Hand abfangen bevor es mich völlig umgeschmissen hätte, denn er war scharf in die Bremsen gegangen, was aber dazu führte, dass sich sein Hinterrad auf mich zubewegte. So traf mich 'nur' der Gepäckträger am seitlichen rechten Oberschenkel schmerzhaft. Sofort riss ich mir die Kopfhörer aus den Ohren, der Typ stammelte leise ein 'tut mir leid', fing dann aber gleich an, mich zu beschimpfen: 'Sie sind auf einmal einfach rechts rübergegangen!'
'Ja, ich hab' hinten keine Augen, Sie aber eine Klingel!'
'Ach, die hätten Sie ja eh nicht gehört mit ihren Kopfhörern....!
.... aaaahjaaaa......
So war ich also nun noch schuld, dass der Typ mich angefahren hatte - nee schön!
Eh ich mich versah, saß er auch schon wieder auf seinem Rad und sauste davon. Da wurde mir erst klar wie unfassbar die Situation eigentlich gewesen war - der Typ fährt auf einem Gehweg, wo überall in Berlin Schilder stehen, dass Fußgänger Vorrang haben und dann bin ich schuld, dass er mich von hinten anfährt????? ICH GLAUB' ES HACKT!
Das Autsch, das ich nun sicherlich einige Tage mit mir herumtragen werde, sieht derzeit knallrot und dick aus - wird ein bunt-schillernder Bluterguss auf meinem Oberschenkel werden und puckert derzeit bei jedem Schritt, den ich mache. Ich bin nach der Kollision zwar direkt in die Wohnung, habe das Dehnen gestrichen und mich lieber für's schnelle Kühlen entschieden, aber von diesem Autsch werde ich in den nächsten Tagen wohl noch etwas haben - und dass ohne dass von einem Ergebnis zu zehren wäre, dass einem das Autsch erträglicher machen würde wie am Wochenende die gestrichenen Zimmer.... 'schnüff'

9. April 2009

Gequälter Kieler und 'Auf zu neuen Ufern'

Meine Blog-Abstinenz der letzten Woche hat einen plausiblen, wie auch nervigen und wohl für jeden nachvollziehbaren Grund: wir ziehen um!
Nachdem sich unsere Wohnungssuche eine gefühlte Ewigkeit hinzog wie auch die Verhandlungen mit der Hausverwaltung des Wunschobjektes, geht es dann jetzt auf einmal alles sehr schnell und holterdipolter!
Mein Herzblatt pendelt ja nun schon seit über einem 3/4-Jahr zwischen Berlin, dem Wohnort seiner Eltern ebenfalls in Schleswig-Holstein und seinem neuen Arbeitsort Kiel hin und her. Nicht nur für ihn auf Dauer eine nervige Belastung, sondern auch für mich, denn auch ich bin viel unterwegs und wenn wir Glück hatten, trafen wir uns am Wochenende mal für 11/2-2 Tage in unserer gemeinsamen Wohnung in Berlin - auf Dauer also kein Zustand!
So waren wir froh zu hören, dass wir schon ab 06.04. den Schlüssel für unsere neue Wohnung in Kiel bekommen konnten, so dass Herzblatt sich mit Matratze und notdürftigstem Gerät schon mal ein bißchen einrichten kann, um wenigstens schon mal die Pendelei von 2 Stunden pro Tag zum Elternhaus sparen zu können. Am Sonntag (meinem geplanten Lauftag) packten wir also unsere beiden Autos bis unters Dach voll und mein Lauftraining wurde adäquat durch diverses treppauf, treppab ersetzt bis denn endlich alles verstaut war. Nach einer Zwischenübernachtung bei meinen Schwiegereltern in spe nahmen wir Montag morgen unseren Wohnungsschlüssel entgegen und begaben uns ins Elend... Die Wohnung ist eher notdürftigst renoviert und das Osterwochenende werden wir statt mit Eier-Suchen mit Farbeimern und Pinseln verbringen...
Wenigstens das Bad wurde wie versprochen schön renoviert und auch die Küche wird nach Ostern noch mit hübschen Fliesen herausgeputzt. Parallel laufen meine Verhandlungen mit Hausverwaltungen, möglichen Nachmietern, Telefongesellschaften, Stromanbietern etc., so dass ich nur sagen kann, dass ich wahnsinnig froh über die Anschaffung meines mobilen Internet-Sticks von Tchibo bin - ohne den wäre ich hier schon aufgeschmissen gewesen und könnte Euch nun auch nicht über die aktuellen Entwicklungen berichten.
Denn: Gelaufen bin ich hier in Kiel bei diesem traumhaften Wetter natürlich auch schon!
Der erste Lauf fällt unter den Teil der Überschrift 'Gequälter Kieler' - nein, ich habe mich nicht an unserem Laufkollegen Hannes vergriffen und habe ihn hier in Kiel gequält - denn ich habe mich schlicht und ergreifend gequält. Alles fühlte sich doof an am Dienstag als ich zu meiner ersten Runde aufbrach, denn ich wollte natürlich runter an die Förde. Dazwischen hat der liebe Gott aber einen kleinen Aufstieg hier bei meiner neuen Wohnung gesetzt und der schaffte mich zunächst völlig, eh ich dann verdient abwärts laufen konnte durch herrlichsten Wald direkt hinunter ans blaue Wasser der Kieler Förde. Danach wurde ich wieder laufend gebremst von schönsten Fotomotiven. Natürlich klar, dass so kein Läuferkoma und schon gar kein Rhythmus entstehen kann. Alles ist neu und wollte beguckt werden - irgendwie ja auch schön, aber für das gute Laufgefühl nicht eben zuträglich. Genausowenig wie die ungewohnt hohen Temperaturen, über die ich mich natürlich nicht beschweren will, die mir aber, ungewohnt in den letzten Wochen, die Schweißperlen auf die Stirn trieben. Tja, und was ich vorhin so fröhlich hinuntergejoggt war, musste ich natürlich auch wieder hinauf! Also, ich komm' ja ursprünglich auch aus dem Norden, aus der Wesermarsch und da ist der Norden so, wie er in meiner Vorstellung zu sein hat: platt! Aber hier? Wo kommen diese unüberwindbaren Berge her? Mitten in der Stadt? Ohne Witz, selbst in Berlin gibt es kaum solche Anstiege wie ich sie hier hinter mich bringen musste. Das gefällt mir nicht, für mich Flachlandtiroler wird das eine harte Herausforderung, der ich am Dienstag zunächst gehend begegnete.

Heute hatte ich mir dann eine neue Taktik zurecht gelegt: zunächst erstmal eher einen sanften, aber stetigen Abstieg hinunter laufen an die Förde, dort dann entlang und lieber zum Schluss den kurzen, aber knackigen Berg in Angriff nehmen. Das fühlte sich schon besser an, wenn ich auch immer noch nicht behaupten kann, dass das meine neue Haus- und Lieblingsstrecke werden würde.

Naja, aber das braucht wohl auch noch ein bißchen und zwischendurch kann ich ja immer noch mal meine bisherige Strecke in Berlin nutzen, denn bis hier alles wirklich fertig und soweit ist, vergeht sicher noch ein bißchen. Der richtig große Umzugs-LKW rollt auf jeden Fall nicht vor Ende April.
Aber nachdem Kiel mich mit so schönem Wetter und tollem Gefühl hier am Meer zu sein begrüßt hat, freue ich mich auch auf diesen Umzug, denn tief im Herzen bin ich schließlich auch:

2. April 2009

Lachgummi mit einem Schuss Nougat-Karamell

Mir schon länger auf diesem Blog folgende Leser werden bei dieser Überschrift wohl schon wissen oder vermuten, wo ich diesmal wieder meine Runde drehen durfte, denn ich kenne bisher nur einen Wald in Deutschland, der nach Karamell, Zuckerglasur und wie heute Lachgummi duftet.

GENAU!
In Halle in Westfalen!
Nachdem ich Mittwoch und Donnerstag in Mülheim an der Ruhr beim Coaching verbracht habe, verschlug es mich heute abend für einen weiteren Coaching-Termin morgen nach Halle. Hier wollte ich dann vor Sonnenuntergang noch den nahegelegegen Wald für eine schöne Runde nutzen.
Ich hatte nichts vor, keine Kilometerangabe im Kopf, einfach mal schauen, wie's so geht.
Geworden sind es schließlich nicht ganz 8km, wobei ich zwischendurch zwar mal wieder einen kleinen Einbruch hatte, mich aber ansonsten grundsätzlich während des ganzen Laufs gut gefühlt habe.
Mir scheint, dass ich mich langsam an etwas längere Strecken gewöhne bzw. eben auf kürzeren Strecken dann dementsprechend ein höheres Tempo halten zu können. Das ist wohl alles andere als unheimlich, lieber Gerd, aber eben genau wie Du sagst, liebe Kerstin, relativ. Für mich sind das enorme Fortschritte und ich kann heute das erste Mal sagen, dass es mir echt zu kurz gewesen wäre, wenn ich nach 2,5 km wieder umgedreht wäre, um am Ende meine 5km auf der Uhr gehabt zu haben - dafür hätte sich das heute gefühlsmäßig nicht gelohnt.
So, nach anstrengendem Coaching-Tag hinter und vor mir, 8km in den Beinen, aufstehen heute um 6.30Uhr und morgen wieder 6.30 Uhr, leckerstem Steak - gegessen im Restaurant des Gerry Weber Sportpark Hotels- im Bauch bleibt mir jetzt nur noch eins zu sagen:
Gute Nacht!

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