29. Juli 2009

Podcastlauf in der Schwüle

Natürlich wurde aus meinem extra frühen Aufstehen nichts, erst um 8 Uhr konnte ich mich dazu überreden aus den Federn zu steigen... Nach einem leichten Frühstück aus Marmeladen-Toast und Tee machte ich mich dann also erst um 9 Uhr auf die Strecke und natürlich war es bereits total schwül. Während es im Rest der Republik ja heute ein Bomben-Sonnen-Tag werden soll, versteckt sich die Sonne hier hinter den Wolken, die wiederum die feuchte Wärme fröhlich nach unten drücken. Schon nach dem ersten Kilometer, den ich noch im (zwar hügeligen, aber) kühlen Wald hinter mich bringe, weiß ich, dass ich die falschen Klamotten gewählt habe und meinen fuel belt hätte mitnehmen sollen, denn ich bade bereits im eigenen Schweiß. Aber was soll's...
Mein Podcast auf den Ohren unterhält mich glänzend und hilft mir außerdem beim Eintauchen in meine 'Zone'. Das Podcast-Hören hat sich in den letzten Läufen für mich echt etabliert - es macht Spaß und wann sonst, komme ich dazu all' meine abonnierten Podcasts, die mein iTunes immer so fleißig für mich herunterlädt, mal zu hören. Genial!

Ich hoffe leider vergebens auf ein laues Lüftchen als ich auf die Kiellinie direkt an der Förde abbiege und schleppe mich so vorwärts. Ich weiß, dass ich heute sehr langsam bin, es fühlt sich aber nicht gequält an. Nach 5,31 km bin ich wieder zu Hause und tropfe beim Dehnen erstmal ab, bevor ich mich unter die herrlich frische Dusche stelle.
Auch wenn ich momentan zu denen gehöre, die sich nur schwer zum Laufen aufraffen können, so bin ich doch froh, es heute wieder getan zu haben.
Außerdem bin ich zuversichtlich, dass ich mich demnächst wieder fitter und besser fühlen werde, denn meine dreiwöchige Antibiotika-Kur aufgrund meiner Borreliose ist nun endlich beendet und dank actimel wird sich meine Darmflora in den nächsten Tagen hoffentlich wieder regenerieren und mir zu einem besseren Allgemein-Gefühl verhelfen. Hoffen wir das!

28. Juli 2009

Kurzzeitige Mutation zum Stöckchen-Schwinger

Es gab Besuch am Wochenende, meine Eltern machten den Weg von der Weser an die Ostsee.
Deshalb wollte am Freitag noch schnell ein kurzer Lauf absolviert werden, der sich aber aus nicht näher zu ergründenden Gründen nicht gut anfühlte. So wurden es nur 4,37 km in 'ner halben Stunde - aber wenigstens noch was getan... Denn am Wochenende sollte es natürlich nichts werden mit der Lauferei, zumal ich meiner Mutter versprochen hatte mit ihr walken zu gehen.

Am Samstag machten wir einen herrlichen Ausflug über die Kieler Förde nach Laboe und zurück - leider ein bißchen vom Regen verhagelt! Trotzdem Laboe is' schö'! Und jedem Ostsee-Laboe-Urlauber kann ich nur wärmstens ein Fischbrötchen in der Fischküche Laboe empfehlen!



Und am Sonntag morgen geschah sie dann: meine Mutation zum Stöckchen-Schwinger!

Schon vor ein paar Jahren hatte ich mir mal Nordic Walking-Stöcke gekauft als ich noch davon überzeugt war, dass laufen für meine Gelenke viel zu schädlich wäre.... Nunja, so richtig gepackt hat mich dieses Klacker-di-Klacker auf dem Asphalt nie und auch dieses Mal war ich mehr als genervt von der Geräuschkulisse. Außerdem war das Tempo für mich nicht viel mehr als ein Spaziergang, denn in über einer Stunde schafften wir gerade einmal 5,78 km.... Nunja, wir haben trotzdem nett gequatscht, schöne Aussichten auf die Kieler Förde genossen und die einzigen wenigen Sonnenstrahlen des Sonntags erhascht.

Morgen geht es dann aber endlich mal wieder los, zeitg, um der angekündigten Wärme zu entgehen und deshalb sag' ich nu': Gut' Nacht!

21. Juli 2009

Der Dienstagsdepression weggelaufen

Dieses Gefühl kenne ich von früher auch noch zu gut, als ich Kind war: da freute man sich ewig schon auf die großen Ferien, hatte Pläne ohne Ende, was man alles mit der freien Zeit anfangen würde... Und kaum waren sie dann da, die Schule aus, keine Anforderungen von außen mehr, fing ich an mich zu langweilen!

Genauso geht es mir diesen Sommer auch! Wie hab' ich mich auf die freie Zeit gefreut, hatte tausend Ideen, was ich alles mit der tollen Zeit anfangen würde, die ich völlig zur freien Verfügung haben würde. Und jetzt? Fehlt mir der Antrieb, der Wunsch nach Anforderung von außen ist da, um zu etwas getrieben zu werden. Dem Wunsch nach Entspannung, lesen, am Strand liegen etc. kann ich irgendwie nicht schuldlos nachgeben, während mein Herzblatt fleißig noch jeden Tag zur Arbeit strebt - obwohl auch er nicht müsste. Fühle mich schuldig, meine Zeit einfach so zu verbringen, kann es mir selber wohl nicht gönnen! Die innere Prinzessin wird hier zum inneren Sklaventreiber!

Wahrscheinlich ist es wie, wenn man dem Hamster sein Laufrad wegnimmt - dann fehlt ihm was und er weiß nicht, wo er rennen soll, obwohl er es doch gerne würde. All' das führte gestern und auch heute morgen zu einer leicht depressiven Episode bei mir, was dazu führte, dass ich natürlich auch keinen Bock hatte laufen zu gehen. Deswegen hab' ich hier erst noch rumgedrömelt, mir in anderen Laufblogs ein wenig Motivation geholt und meiner inneren Prinzessin immer wieder erzählt, wieviel besser sie sich anschließend fühlen würde, bis ich es mir schließlich selbst geglaubt habe und loszockelte.
Diesmal wieder Wasser im Gepäck, diesmal sichergestellt, dass alle Flaschen am fuel belt richtig verschlossen sind, ging es los auf meine Runde. Diesmal ein Audiobook auf den Ohren, womit ich bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht hatte, aber ich wollte es nochmal probieren und siehe da: es war ein genialer Lauf!
In der gleichen Zeit in der ich am Sonntag noch 5,5 km gelaufen war, lief ich heute 1,2 km mehr! Das Audiobook motivierte mich, ich machte mir keinen Druck, gönnte mir hier und da einen Schluck zu trinken, machte eine Pause am Ostseekai, um das Kreuzfahrtschiff zu bewundern, dass dort gerade vor Anker liegt
(MS Eurodam der Holland America Line)

und genoss eine Minute auf einer schattigen Parkbank als ich vom sonnenüberfluteten Weg an der Förde (ächz!) ins schattige Grün des Waldes abbog. Kurz: ich war in meiner eigenen kleinen Läuferwelt und nichts konnte mich stören! Und siehe da: ich bin jetzt hier, frohen Mutes und gehe diesen Tag und diese Ferien jetzt an!
Toll, was Laufen alles kann! Toll, dass ich laufen kann!

19. Juli 2009

Sonntagsqual und -strahl

Nachdem ich gestern den halben Tag durch Hamburg gelatscht bin, fiel es mir heute morgen merklich schwer aufzustehen und meinen Lauf in angenehmer Morgenkühle durchzuführen. Erst gegen 8:30 konnte ich mich aus dem Bett quälen und dieses Gefühl der Qual sollte mich bis zu meiner Rückkehr und der abschließenden Dusche auch nicht wieder verlassen. Um es kurz zu machen: ich fühlte mich müde, erschlagen - konnte nicht orten, woran es so wirklich lag, denn eigentlich waren die Bein ok, die Kondition da. Wahrscheinlich wieder mal ein bißchen der Kopf, der noch im Bett liegen wollte und vielleicht auch noch ein bißchen die Nachwirkungen vom gestirgen Gewalt-Stadtbummel sowie die Antibiotika, die ja immer noch ihr Werk in meinem Körper gegen die Borreliose verrichten. Ich weiß es nicht! Ich hab' mich auf jeden Fall mit etlichen Gehpausen über die 5,87 km geschleppt und hätte mir gewünscht, dass ich den fuel belt wieder bei mir gehabt hätte, denn es war tatsächlich wärmer und vor allem schwüler als ich gedacht hatte. Zum Glück wartete in unserem Gartenhof meine Trinkflasche auf mich. Nachdem ich dann geduscht hatte und mich an den von meinem Schatz bereits vorbereiteten Frühstückstisch auf dem Balkon setzen konnte, war ich dann doch wieder froh gelaufen zu sein - wenn es auch heute während des Laufs keine wirkliche Freude war! Aber solche Tage gibt es eben auch!
Nach dem Frühstück war ich dann auch so k.o., dass ich mich erstmal wieder für ca. zwei Stunden ins kuschlig-warme Bett verkrochen habe - da wollte der Kopf ja eigentlich auch die ganze Zeit noch sein.
Nach erfolgreicher Kuchen-Back-Aktion (Kirsch-Streusel) und Verzehr dessen auf dem Balkon bei den Leiden der Herren der Tour de France juckte es meinem Schatz dann aber auch noch in den Beinen und wir sind noch zu einer kleinen Fahrrad-Tour aufgebrochen. 12,2 km waren es am Schluss entlang der Förde und wieder zurück bis zu unserem Sushi-Dealer vor Ort (Soho), wo wir uns Tekka und Sake und Co. haben schmecken lassen.

Jetzt stillt ein Erdinger alkoholfrei meinen Durst und ich warte auf den nächsten Teil der Irene Huss-Krimi-Reihe im 1. (Die Bücher kann ich sehr empfehlen!) Was für ein perfekter Sonntag - dann doch noch!

16. Juli 2009

Fuel Belt und Streit mit der Prinzessin


Für meine Distanzen ist es eigentlich Unsinn mit einem Fuel Belt durch die Gegend zu rennen, aber bereits im letzten Sommer hatte ich ein paar Mal das Gefühl zu verdursten, wenn ich in der Wärme unterwegs war. Ich schwitze aber auch immer gleich wie ein Sch***, die Suppe läuft mir nach drei Schritten bei den derzeitigen Temperaturen nur so runter.

Und das, obwohl ich heute morgen wirklich schon um kurz vor sieben draußen und los war, um die herrliche Kühle noch nutzen können. Nach dem Gewitter gestern nachmittag war die Sonne gestern abend zwar wieder rausgekommen, so dass ich einen herrlichen Abend auf dem Balkon verbingen konnte, aber die Luft war einfach merklich frischer geworden. Das sollte mir heute morgen dann auch zugute kommen, wenn die Sonne auch bereits wieder unerbittlich auf mich niederknallte als ich an der Kiellinie und dem Hindenburgufer entlang der Förde gen Norden lief.
Ich empfand es als super angenehm, zwischendurch ein paar erfrischende Schlucke zu mir nehmen zu können, wenn auch das Trinken während des Laufens ja wirklich geübt sein will. Ich bin schließlich immer drei-vier- Schritte gegangen... Leider schließt das eine Fläschchen vom fuel belt nicht so richtig, was ich aber erst gemerkt habe nachdem mein halber Rücken/ Po nass war - war aber nicht unangenehm.

In einer großen Runde bin ich also um unseren "Berg" hier herum gelaufen und habe mich heute für den sanften, aber dafür langen Anstieg entschieden. Nachdem ich eine ganze Zeit lang mit mir im Widerstreit lag, habe ich es dann doch auch tatsächlich - wenn auch langsam - geschafft durchzulaufen.
Aber es ist wirklich eine tierische Kopfsache bei mir mit dem Hügel. Sobald ich um die Ecke gebogen war und die sanft Steigung vor mir liegen sah, war ich davon überzeugt, dass ich jetzt absolut nicht mehr kann. Bis ich mich dann zurechtgstutzt hatte und mir und meiner kleinen inneren Prinzessin, die es natürlich immer am liebsten bequem und gemütlich hat, klargemacht hatte, dass eigentlich jetzt nichts anders ist als vor der Ecke, lediglich kleinere Schritte und langsameres Tempo. Nunja, da gab sie langsam Ruhe! So kleine Prinzessinnen haben ja auch ein ziemlich schlechtes Gedächntis - wenn man ihr dann damit kommt, dass sie schließlich in den letzten Tagen dies und das bekommen hat und dafür jetzt Ruhe geben soll, weiß sie natürlich von nix mehr, sondern will gleich wieder in neue Verhandlungen treten: "OK, wenn ich hier jetzt hochlaufe, gibt's nachher aber auch Schokolade, ok?!" "Schokolade? Die hattest Du doch gestern abend erst - undsogar viel mehr als eigentlich vereinbart war!" "Gestern? Ach, das war ja aber für das und das... das gilt ja nicht mehr!" "Doch, das gilt! Und jetzt halt den Mund und lauf!"
So und ähnlich sehen dann meine inneren Streitgespräche aus... Muss ich zum Psychiater?

15. Juli 2009

Kalifornien

Kalifornien diekt vor der Haustür, ca. 30 Minuten von meiner Haustür entfernt: weißer Strand, endlose Wege am Deich entlang läuft man man über Brasilien bis an den Schönberger Strand! Wer kann das schon von sich behaupten? Von Kalifornien am Strand entlang nach Brasilien zu laufen?
Irgendwie brauchte ich mal wieder einen Ausflug, um mich für meine Lauferei zu motivieren. Und bei dem Wetter bot es sich natürlich an, direkt ans Meer zu fahren, wo ich mich hinterher im kühlen Nass erfrischen würde können.
Leider war ich zu spät dran, hätte eine Stunde früher aufstehen müssen und hatte noch dazu meinen fuel belt vergessen, der mir bei der gnadenlosen Hitze, die morgens um 9 Uhr schon vom Himmel knallte, sicher gute Dienste geleistet hätte.
Aber es ging los - immer der Sonne entgegen, nach kürzester Zeit ein Brennen auf der Stirn, knapp 3 Kilometer zwischen Deich und Strandlinie von Kalifornien über Brasilien bis zur Schönberger Seebrücke. Als ich hier dann stand, fast auf dem Meer, spiegelglatt wie es da vor mir lag, konnte ich mein Glück kaum fassen, zarter Windhauch kühlte mich. Dann aber zurück, den gleichen Weg zurück zum Auto und es wurde immer heißer, die Sonne knallte auf meinen Nacken und Rücken - Streifen meines Sport-BH's und meines Shirts sind jetzt stumme Zeugen!
Schnell am Auto die vorgepackt Tasche geschnappt, zurück zum Strand, hinein in den Bikini und ins kühle Nass! Huuuaahuaaaa - so aufgeheizt fühlen sich die 19°C der Ostsee doch richtig kalt an - baer herrlich! Kühles Nass von innen und von außen! Welt, was willst du mehr?
Anschließend genoss ich den Tag bis zum Mittag an einem fast menschenleeren Strandabschnitt bei Sonne, Sand und Buch - es gibt schlimmeres an einem Mittwoch, oder?

Achja, und gestern abend waren wir das erste Mal seit über einem Jahr wieder auf der Driving Range und noch dazu das erste Mal in Kiel:

13. Juli 2009

Neustart

So geht das ja nicht weiter in diesem Jahr mit mir und meiner Lauferei..... Da war ich im letzten Jahr - wo ich gerade angefangen hatte - 'ne ganze Ecke disziplinierter.
Ja, klar: Gründe gibt es in diesem Jahr genug für mein ewiges Gedrücke um das regelmäßige Laufen - viel Arbeit, ständig unterwegs, der Umzug, neue Gegend, noch unsichere Laufgegend, im warmen Sommer bin ich schon letztes Jahr nicht so viel und nicht so gerne gelaufen und nicht zuletzt jetzt die blöde Borreliose-Infektion!
Aber so soll und darf das nicht weitergehen!!! Das schleicht sich dann ein und eh ich mich versehe, bin ich wieder der alten Lethargie verfallen. Neenee, da kenn' ich mich zu gut! Auch die Gedanken diesen Blog aufzulösen, weil ich in letzter Zeit gar keine Lust mehr hatte, regelmäßig zu schreiben sind ad acta gelegt, denn scheinbar brauche ich eben doch noch die 'Kontrolle' und den 'Druck' durch den öffentlichen Blog von außen!
Deshalb heute morgen: Neustart! Wieder Regelmäßigkeit reinkriegen, nicht mehr hadern, dass ich hier noch nicht die (für mich) 'richtige' Laufstrecke gefunden habe, dass in Berlin alles schöner war.... Das Leben leben jetzt! SO!
Da ging es also um 8:30 Uhr los und eine trübe graue Glocke schwebte über mir, bereits nach den ersten paar Schritten wünschte ich mir, dass die trübe graue Glocke gleich auf mich niederregnen würde, denn es war ziemlich drückend, hohe Luftfeuchtigkeit! Dachte schon gar nicht, dass das noch schlimmer werden könnte, aber als ich unten an der Kiellinie die Förde entlang lief - direkt am Wasser - fühlte es sich fast so an als würde ich im Wasser laufen - was die Feuchte in der Luft angeht - so erfrischend wie im Wasser war es leider nicht...
Quälen tue ich mich immer noch mit dem Aufstieg dann nachher zurück von der Meereslinie auf den Hügel auf dem ich nun wohne - für alle anderen, insbesondere süddeutschen Leser, wahrscheinlich ein Witz, aber von Berlin war ich so etwas nun mal nicht gewohnt und egal welche Strecke ich schon probiert habe - immer das Gleiche: Gehen! Das demotiviert mich ziemlich muss ich sagen. Aber da muss ich wohl durch und eines Tages werde ich sicher immer ein kleines Stückchen weiter hoch laufen können bis ich es dann auf einmal ganz schaffe - wenn auch langsam!
Leider tat der Himmel mir nicht den Gefallen und ergoss sich in frischem Nass über mir, sondern riss auf und knallte dann auch noch mit erbarmungsloser Sonne auf mich hernieder....

Als ich dann auch noch den Bäcker auf dem Rückweg betrat, in dessen Verkaufsraum es geschätzte 90°C hatte, war es um meine Schweißdrüsen geschehen: alle Schleusen offen, ich tropfte geradezu und musste die Bäckersfrau um eine Plastiktüte für meine Brötchen-Tüte bitten, denn die Papiertüte hätte ich binnen kürzester Zeit durchgeschwitzt gehabt....

Nach knapp 5 km und 37 Minuten war ich froh, nass (aber anders als erhofft) und hungrig auf die verlockend duftenden Brötchen wieder zu Hause! Wenn das kein Neustart war....


Achja, die Antibiotika schlagen übrigens gut an. Der Borreliose-Fleck ist schon kaum noch sichtbar, das Jucken und das Hitzegefühl sind weg. Nur ein bißchen schlapp bin ich noch und ich vermisse mehr und mehr die Milchprodukte, die ich aufgrund der Antibiotika derzeit nicht zu mir nehmen darf....

6. Juli 2009

Borreliose

Ende Juni war ich im Zuge eines Nachwuchsführungskräfte-Trainings bei einem Outdoor-Training tief, tief im Wald des Münsterlandes unterwegs und erst am nächsten Tag kam ich auf die Idee, mich nach Zecken abzusuchen, da eine der Teilnehmerinnen Zecken-Alarm gegeben hatte. In der Tat hatte ich die Befürchtung, dass sich eine eingenistet haben könnte - stellte sich aber als Blutblase heraus. Erst am Tag darauf fand ich dann 10cm neben der Blutblase tatsächlich ein an mir hängendes Viech, das ich mithilfe einer Pinzette komplett entfernen konnte.
Bah, schon alleine dieses Gefühl, wenn da so ein Blutsauger an einem dranhängt..... bäh!
Die Blutblase nebenan juckte fürchterlich und wurde von mir mit Fenistil als Mückenstich behandelt - so ging das Thema vonstatten.
In der letzten Woche nervte mich dieser vermeintliche Mückenstick dann aber immer mehr, juckte, wurde heiß und rot. Mist, entzündet!, dachte ich. So intensivierte ich das Cremen mit Fenistil, nahm Apis D12 zu mir und wartete auf Besserung.
Seit Samstag wanderte der rote Fleck dann mehr und mehr von der Mitte weg, ein knallroter Ring legte sich um die Einstichstelle frei, die hell blieb.... hmmm - das kannte ich doch irgendwo her.
Der Blick ins Medizinbuch und ins Internet bestätigte meine Befürchtung und endlich hatte ich auch eine Erklärung für meine andauernde Müdigkeit, die Nacken- und Rückenschmerzen sowie die Kopfschmerzen, die ich natürlich auf die Hitze der letzten Woche geschoben hatte. An Laufen war aus genannten Gründen und einem wirklich super anstrengenden Seminar in München nicht zu denken gewesen.
Nun heute Morgen der Besuch beim Arzt, der mir Gewissheit und drei Wochen Antibiotika-Einnahme einbrachte. Laufen begrent erlaubt, sofern mein Bein nicht zu sehr puckert und ich mich nicht zu schlapp fühle....
Ungefähr so sieht meine Wade auch aus:
Wer mehr über Borreliose und die Übertragungswege etc. erfahren will (denn Borreliose übertragen Zecken bundesweit), klicke auf das obige Bild und gelangt zu einem informativen Bericht der Berliner Morgenpost, aus dem auch das Bild entliehen ist.

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