30. September 2009

Knackende Bucheckern und ein kalter Arsch

Mit diesem Titel lässt sich mein gestriger, so richtig wahrgenommener erster Herbst-Lauf in diesem Jahr am besten umschreiben.

Mann, war mir kalt als ich bei 14°C, mit halb-Tights und Shirt vor die Tür trat. Das erste Mal in diesem Herbst fragte ich mich ernsthaft, ob es doch schon Zeit für die lange Tight ist. Aber natürlich änderte sich das bald, denn auf meinem Programm stand die 4. Woche des Gateway to 8k-Programms:
5 min. WarmUp
4 x 10 min Laufen und1 min Gehen im Wechsel
5 min CoolDown

Mit diesem Programm erreichte ich locker und entspannt meine 7 km, obwohl ich mich zwischendurch ein bißchen schwer tat, wenn es den einen oder anderen Hügel hinauf ging. Aber es ist eben alles Kopfsache, denn wenn ich mir sagen kann 'Stell' Dich nicht so an, es sind nur 10 Minuten, die hältst Du ja wohl durch!', fühlt sich alles auf einmal so viel einfacher an.
Eine wunderschöne Art, sich selbst ein bißchen zu bescheißen....

Wunderbar gefiel mir der unverkennbar frische Herbstwind, die braunen Blätter und Früchte der Kastanien auf den Wegen, aber am liebsten waren mir die knackenden Bucheckern, die mir in Berlin fast nie unter die Füße gekommen waren. Hier im Norden gibt es sie endlich wieder.
Witzig war, dass mir wirklich relativ schnell warm wurde in meinem Lauf-Outfit und ich eigentlich perfekt angezogen war - nur mein Po wollte und wollte einfach nicht warm werden. Im Gegenteil hatte ich eher das Gefühl, dass er immer mehr auskühlte. Ich dachte eigentlich immer, Fett würde ganz gut isolieren und warm halten...

27. September 2009

Überarbeitungspause

Mein letzter Lauf war am 17.09. und selbst heute konnte ich mich nicht aufraffen, denn ich bin einfach überarbeitet im Moment!
Die ganze letzte Woche war ich wieder coachend in Deutschland unterwegs, die Woche davor waren es 3 Städte in 4 Tagen...
Deshalb habe ich mich in der letzten Woche bewusst entschieden, die Turnschuhe zu Hause zu lassen und es einfach mal für eine Woche sein zu lassen.
Jetzt soll es aber in der nächsten Woche wieder mit der 4. Woche des Gateway to 8k weitergehen nachdem ich mich dieses Wochenende erstmal ordentlich ausgeschlafen habe und meine Schmerzen in Füßen, Schienbeinen und Leisten nach dieser Laufpause nun auch endgültig abgeklungen sind.
Neue Schuhe habe ich noch nicht, liebäugele mit ein paar Asics, aber derzeit funktionieren meine guten alten Adidas Supernova Trail noch ganz gut. Die Vorfreude auf den Kauf ist ja auch ganz schön... Und, sag' mir mal einer, wann ich Laufschuhe kaufen soll, wenn ich permanent in irgendwelchen Zügen, Flugzeugen, Taxis oder Seminarräumen sitze....

15. September 2009

Gischt

Dunkle Wolken, Ostwind, die Förde aufgepeitscht und voller Wasser wie seit Wochen nicht - das führte zu der einen oder anderen kurzen, spritzigen Dusche bei meinem Lauf gestern an der Förde entlang. Leider hatte der Garmin direkt beim Start seinen Akku-Lebensgeist aufgegeben, so dass ich weder messen noch lappen konnte. Waren aber so ca. 6,2 km in 45 min - fühlte sich viel langsamer an, wahrscheinlich wegen des ständig bremsenden Windes.
Aber auch wieder: ein toller Lauf, gutes Gefühl, etwas angestrengter als am Samstag, aber trotzdem: die Lust am Laufen ist wieder da!
Allerdings habe ich ein Schuhproblem. Meine Anfang des Jahres erstandenen Adidas Supernova Cushion 7 stellen sich ohne Überpronationsschutz als Qual für meine Füße und Sehnen heraus. Nach jedem Lauf mit diesen Schuhen tut mir am Tag danach irgendwas weh: das Knie, der Fuß selber, das Schienbein...
Zunächst dachte ich, ich würde es mir einbilden. Aber nachdem ich in letzter Zeit wieder einige Läufe in meinen guten alten Adidas Supernova Trail mit Pro-Moderator absolviert habe, kann ich einwandfrei sagen, dass diese Beschwerden nach ihrer Benutzung nicht auftreten.
Hm - da muss wohl ein neus Paar Laufschuhe her... Schlimm, oder? ;-)
Wie gut, dass ich eine Frau bin....

12. September 2009

Dunkler Wald und windige See

In dieser Woche habe ich mich mal wieder in Velen aufgehalten, um Führungsnachwuchskräften etwas über Konflikt- und Kooperationsmanagement beizubringen. Da ist es immer ziemlich schwierig, das Laufen zu integrieren, denn meistens beginnt mein Tag dann morgens um halb acht (Lagebesprechung mit den Kollegen) und endet abends um acht nach einem vollen Trainingstag und meist nochmal Einzelgesprächen mit einigen Coachees, so dass man dann direkt zum Essen fällt und schließlich um zehn ins Bett taumelt. So hab' ich es auch diesmal nur ein einziges Mal geschafft, mich um kurz nach sechs aus dem Bett zu quälen. Dummerweise ist es da jetzt schon nicht mehr so ganz richtig hell, aber ich startete los, denn ich wollte ja die 2. Woche des Gateway to 8k vollenden. Ich hab' ein bißchen beim WarmUp und CoolDown geschummelt, denn ich hatte nicht ganz so viel Zeit, aber bin immerhin doch auf fast 40 min im noch etwas dunklen Wald gekommen.


Heute sollte dann mal ein Lauf der ganz anderen Art stattfinden. Mein Schatz ist in der Woche auch schon mit ein paar Kollegen laufen gewesen und hat dabei eine sehr schöne Strecke auf dem Ostufer der Förde gezeigt bekommen, die er wiederum mir zeigen wollte. So erledigten wir also erst unsere samstäglichen Besorgungen, fuhren zum Start-Parkplatz, zogen unsere mitgebrachten Laufklamotten an und los ging es auf dem herrlichen Weg immer antlang der Kieler Förde. Ich ließ ihn ziehen, denn er läuft einfach zu schnell für mich und ich hielt mich an meine 3. Woche des Gateway to 8k. Es lief super bei mir, der Wind pustete ordentlich und es war einfach ein ganz toller Lauf, während dem ich mich die ganze Zeit einfach fit fühlte. Ich komme mit diesen sich kontinuierlich steigerndenLaufprogrammen einfach super gut klar - die Musik nehme ich (zum Glück) gar nciht so richtig wahr, denn der Techno wäre etwas anstrengend, aber er pusht mich und meine Gedanken kreisen eh, genießen die Schönheit und die Frische um mich herum. An meinem Wendepunkt wartete der Schatz, ich drehte um, er lief noch ein Stück und bei meinem Cool Down hatte er mich dann wieder ein, so dass wir genüsslich gemeinsam dehnen konnten. Hach, das war schön! So schön, dass wir das jetzt öfter machen wollen!

Morgen startet der Kiel Lauf, sie laufen fast an unserer Wochnung vorbei, ich wollte eigentlich dabei sein, hab's aber nicht geschafft - hoffentlich im nächsten Jahr! Zujubeln und anfeuern ist natürlich trotzdem angesagt!

7. September 2009

Ein anderes Element

Wieder mal so ein typischer Sonntag, der für mich auch immer ein bißchen die 'Blue Note' hat - warum, weiß ich eigentlich auch nicht so genau, aber Sonntage gehen für mich häufig damit einher. Manchmal mag ich dieses melancholische Gefühl auch, aber gestern war einfach wieder einmal Weglaufen angesagt!
Ich schnürte meine Schuhe nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück und dem üblichen Sonntagsgetrödel erst um 13 Uhr, aber das Wetter war eh kühl und grau. Wieder einmal war die 2. Woche des Gateway to 8k angesagt und ich lief genau die gleiche Strecke wie am Freitag, um diesmal vernünftig die Lauf- und Gehpausen auf der gleichen Strecke lappen zu können. Und, diesmal hat's auch tatsächlich geklappt!
Deshalb kann ich jetzt auch sagen, dass die 2. Woche folgendes Programm vorsieht:
  • 5 min Warmup
  • 8 min Laufen
  • 1 min Gehen
  • 8 min Laufen
  • 30 sec Gehen
  • 8 min Laufen
  • 1 min Gehen
  • 8 min Laufen
  • 1 min Gehen
  • 5 min Cool Down
Das Wunderbare an den Laufphasen ist aber zudem, dass die Musik (zugegebenermaßen leider sehr technolastig) versucht, ein gewisses Tempo vorzugeben. Anfangs hab' ich das völlig ignoriert, aber mittlweile lasse ich mich einfach mitziehen, was diesmal zu einer tollen Pace geführt hat. Ich fühlte mich schon während dieser Laufphasen erstaunlich schnell, wie selten in letzter Zeit, und konnte dies auch ganz easy durchhalten. Kopfsache: ich wusste ja, es sind immer nur so 7/8 min... Aber es fühlte sich gut an, tatsächlich mal in einer Pace von 6:37 min/km unterwegs zu sein - ohne zu pusten! Erleichtert wurde dies noch von dem anderen Element, dem ich mich heute ausgesetzt sah: Nieselregen!
Er setzte kurz nach diesem Foto ein, die Förde lag eh schon grau und ungemütlich neben mir - der recht starke Nieselregen erfrischte mich herrlich! Leider bog ich bald in den Park ein, wo die noch üppig vorhandenen Blätter mich vor dem Regen fast unangenehm schützten!
Nach 6 km war ich wieder zu Hause, froh, durchgeschwitzt, der Melancholie entwischt, glücklich das Leben, die Elemente, meinen Körper so intensiv gespürt zu haben!

4. September 2009

Stürmische Zeiten

Puuhh, stürmisch heute!

Als ich auf meinem ersten Lauf der 2. Woche des Gateway to 8k-Plans unterwegs war, machte sich der Sturm in vielerlei Hinsicht bemerkbar:
  • ich wurde wunderbar gepusht, als der Wind mich von hinten raus aus der Förde wehte - juchz!
  • ein bißchen Angst beschlich mich als ich zurück durch den Park über diverse große Äste hinweglief - bitte nicht auf meinen Kopf!
  • meine um die Hüfte gebundene Jacke wurde fleißig gegen meine Beine geschleudert - aua!
  • der Weg zurück, nicht nur bergauf, sondern natürlich auch prompt gegen den Wind - ächz!
  • zum ersten Mal war ich froh für den CoolDown eine Jacke dabei zu haben - brr!
  • den Elementen des nahenden Herbstes ausgesetzt, Wind an der Küste - herrlich!
Schlauerweise bin ich diesmal auf die Idee gekommen, jedes Mal wenn ich zwischen Gehen und Laufen wechsle auf die Lap-Taste meines Forerunners zu drücken, so dass ich dann die Laufphasen extra auswerten kann und sehe, in welchem Tempo ich laufend unterwegs war, ohne den Einfluss der Gehpausen mit drin zu haben.
Dummerweise war der Forerunner aber auch noch so eingestellt, dass er automatisch jeden Kilometer auch noch extra lappt! Jetzt habe ich wunderbar das größte Kauderwelsch in meiner Sporttracks-Auswertung, insgesamt 13 Runden, davon einige nur ein paar Sekunden lang - toll!
Hat jemand ne Ahnung, ob und wie man Runden in Sporttracks zusammenfügen kann? Aufteilen gehtja, aber andersrum?
Auf jeden Fall wird für die Zeit des Programms jetzt erstmal der automatische Lap für jeden Kilometer aus dem Forerunner entfernt.... Naja, Frauen und Technik halt, gell?

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