26. Oktober 2009

Laufen, Schiff fahren, Oslo besichtigen, Geburtstag feiern und verloben

Ungefähr in dieser Reihenfolge lief mein letztes Wochenende ab, über das ich noch kurz hier nachtragen will.
Bevor wir am Freitag den 16.10. auf die ColorFantasy gestiegen sind, um uns nach Oslo schippern zu lassen, habe ich noch den letzten Lauf der 5. Woche des Gateway to 8k hinter mich gebracht: ungefähr 7 km in 57 min.
Dann schnell, schnell und um 14 Uhr legten wir bei strömendem Regen in Kiel ab.
Die Überfahrt war ganz schön stürmisch, denn die deutsche Ostseeküste wurde von einer Sturmflut heimgesucht, so dass wir selbst auf unserem über 300m langen Kahn ein bißchen geschaukelt wurden. Aber es boten sich tolle Bilder, insbesondere als wir die Öresund-Brücke unterquerten.
Am nächsten Morgen erwartete uns Norwegen mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein, aber eisiger Kälte, die mich das erste Mal in diesem Winter die Mütze über die Ohren ziehen ließ.
Nach dem Anlegen rollerten wir mit unseren Koffern zu unserem Hotel in der Osloer Innenstadt, wo wir in meinen Geburtstag hinein feiern wollten. Oslo lässt sich wunderbar an einem Tag besichtigen, so dass wir neben den Sehenwürdigkeiten wie dem Königlichen Schloss,
dem norwegischen Parlament,
dem Rathaus
auch noch Zeit hatten für ein bißchen Muße, Seele baumeln lassen und Kaffee trinken. Wie ich gelernt habe, sind die Norweger eine große Kaffeetrinker-Nation und die Baristas der Coffeeshops sahnen immer alle mglichen internationalen Preise für toll gemachten Kaffee ab - kann ich unterschrieben, denn selbst ich Teetrinkerin ließ mich von dem gut gemachten Kaffee überzeugen!
Abends aßen wir bei einem guten Italiener im neuen Szene-Viertel Akker Brygge und genehmigten uns dann in einer Bar um Mitternacht noch einen Drink.
Am nächsten Morgen besuchten wir noch den Virgelandsparken mit seinen tollen Skulpturen
bevor wir wieder unsere Faähre bestiegen, diesmal die Color Magic, die uns wieder nach Kiel bringen sollte.
Bei der Ausfahrt aus dem Oslofjord zeigten sich dann wunderschöne Bilder, Herbstfarben und es war alles so romantisch, dass mein Herzblatt sich dazu hinreißen ließ, die Frage aller Fragen zu stellen. Ergebnis: wir heiraten nächstes Jahr!

Dieses Ereignis und meinen Geburtstag mussten wir in der Observatory-Lounge ganz oben auf Deck 15 natürlich erstmal mit Champagner begießen und genossen dabei die herrlichen Ausblicke auf den Oslofjord, die sich bei untergehender Sonne boten.
Am Montag um 10 Uhr liegen wir wieder in den Kieler Hafen ein und die letzte Woche war dann wieder geprägt von viel Arbeit und irgendwie hatte ich noch etwas mit diesen ganzen Geschehnissen zu tun: ständiger Klimawechsel, anstehende Veränderungen etc. Ich war ständig müde, so dass das Laufen konsequent ausfiel.
Erst heute morgen habe ich mich dann wieder aufgemacht und es war herrlich! Gehört eben mittlerweile doch schon zu mir - die Lauferei - auch im neuen Lebensjahr, auch als Verlobte und angehende Braut!

13. Oktober 2009

Von Vielfalt, Paketen und Stretching

Mein linker Oberschenkel und meine rechte Wade machen mir derzeit wirklich ein bißchen zu schaffen. Meine zwei Arbeits-Pausen-Tage letzte Woche haben leider nicht zu einer Besserung beigetragen, so dass ich auch am Wochenende noch pausiert habe. Aber selbst bei einem dreistündigen entspannten Spaziergang am Sonntag zog der Schmerz vom Oberschenkel in die Hüfte und führte wahrscheinlich durch eine Fehlbelastung außerdem noch zu Schmerzen und Verspannung im Ischias... Mist!
Nachdem ich dann aber gestern abend lange mit einer Freundin übers Laufen gefachsimpelt habe und heute mit einer undefinierbaren doofen Stimmung aufgewacht war, gab es heute nur einen Ausweg: Laufen!
Das Wetter war herrlich hier oben, der goldene Oktober hatte Einzug gehalten mit viel Wind, aber in der strahlenden Sonne goldig leuchtenden gelben Blättern und rot funkelnden Weinranken an vielen alten Kapitänsvillen in meinem Viertel hier in Kiel.
Ich lief meine obligatorische 7km-Runde diesmal in der Gegenrichtung, denn so pustete der Wind auf meinem Weg an der Förde entlang von hinten und trieb mich quasi an der Kiellinie entlang Richtung Innenstadt, in die Innenförde.
Zum ersten Mal hätte ich auf den ersten Kilometern gerne meine Handschuhe gehabt, denn es war doch enpfindlich kühl mit 9°C. Aber derzeit grinsen noch die Waden aus der Hose und später knallte mir die Sonne regelrecht ins Gesicht und meine Kleiderwahl stellte sich wiedermal als richtig heraus. Wieder einmal wunderte ich mich über bereits vermummte Menschen auf den Straßen, gleichzeitig aber eben auch noch Läufer in Shorts und ärmellosen Shirts.... So unetrschiedlich ist halt das Wärme- und Kälteempfinden, so unterschiedlich die Laufstile, so unterschiedlich die Menschen, Persönlichkeiten, Farben, Meinungen... es lebe die Vielfalt!
Bei meiner Rückkehr fand ich im Postkasten einen Paketzettel in meinem Briefkasten, sah den DHL-Wagen noch am Ende meiner Straße stehen und legte dann noch einmal einen Spurt ein, um mir mein Paket noch direkt am Wagen abzuholen statt morgen den Weg auf die Post machen zu müssen. Herrlich, so fit zu sein, einfach noch einen Spurt einlegen zu können....
Nach Dehnübungen speziell für den Hüftstrecker gibt mein Oberschenkel jetzt Ruhe, die Sretching-Klasse, die ich morgen im Fitnesstudio besuchen will, tut hoffentlich noch ihr übriges dazu!

8. Oktober 2009

Muskeln, Kater und Entspannung?!

Dienstag gönnte ich mir nach meinem Fitnessstudio-Besuch mit Gerätewackeln eine Massage.
Beides führte am Mittwoch zu unerhörtem Muskelkater.
Auf meinem Programm stand aber ein Lauf, der erste Lauf der 5. Woche im Gateway to 8k-Plan.
Also schnürte ich die Schuhe, freute mich auf den Regen, der schon den ganzen Vormittag aus dem grauen Himmel fiel und wollte es langsam angehen lassen.
Fazit: Ich musste es langsam angehen lassen, denn meine Muskeln freuten sich zwar über die anregende Durchblutung, ließen aber keinen Übermut zu. Zudem erfrischte mich kein kühlender Regen, sondern die Sonne kam gar raus und ließ mich schnaufen...
Langsamer als bei den letzten Läufen, aber zufrieden es wenigstens getan zu haben, kam ich zu Hause an und freute mich auf zwei Tage (Lauf-) Pause bei der Arbeit in Mülheim an der Ruhr - mal wieder!
Das Unwetter gestern hier, schwemmte mich in einem stark verspäteten Zug ins Ruhrgebiet und ließ mich erst gegen 1.30 Uhr schlafen - war wohl nix mit Entspannung!

5. Oktober 2009

Fenstergucken und 'Hallo'

Heute war einer dieser Tage.... irgendwie lief er nur so dahin... zwischen all' den alltäglichen Aktivitäten, die durchzuführen sind, wenn ich denn mal zu Hause bin, stand heute auch noch die Quartals-Umsatzsteuer-Voranmeldung auf dem Programm.... und vierteljährlich grüßt das Murmeltier! Meistens drücke ich mich erstmal mit allerlei Haushalts-Aktivitäten davor, bevor ich dann immer währenddessen feststelle, dass es ja eigentlich doch nicht so schlimm ist. Naja, wie das halt so ist mit solchen Tätigkeiten...

Den Nachmittag habe ich dann mit dem absolut genialen Buch 'Verblendung' von Stieg Larsson verbracht. Hatte schon so viel von seinen Büchern gehört, dieser Band stand schon seit Monaten in meinem Regal und wartete darauf gelesen zu werden, bekam nun eine höhere Priorität, da seit letzter Woche der Film im Kino läuft, den ich gerne sehen will, es aber nicht mag, wenn ich vorher das Buch nicht schon gelesen habe. So wurde dieser toll geschriebene Thriller also seit Freitag abend verschlungen. Was soll ich sagen? Ich hatte mir die Belohnung heute nachmittag verdient, fand ich und: ich muss morgen unbedingt den zweiten Band kaufen!!! An alle, die diese Bücher bisher noch nicht gelesen haben oder zweifeln, es zu tun: Lesen!
Nachdem die letzte Seite umgeschlagen war, beschlich mich diesmal nicht, wie so oft, wenn ich ein Buch ausgelesen habe, das lesie Gefühl von Melancholie und Abschied, sondern Tatendrang machte sich in mir breit. Ich wollte raus, laufen, Leben spüren, sofort!

Es war schon 18:45 Uhr und ich muss zugeben, dass ich derzeit noch gar nicht so richtig ein Gefühl dafür habe, wann es dunkel wird, aber es dämmerte irgendwie bereits. Also nicht lang gezögert und los!
Und endlich gab es ihn mal wieder: einen Lauf der Superlative! Ich fühlte mich stark, schnell, groß, der Atem lief ruhig und die Kulisse an der Förde war einmal: die Dämmerung umschlang langsam das Wasser, die Lichter spiegelten sich orange im blank daliegenden Wasser und ich hätte juchzen können vor Freude!
Heute war ich einmal völlig in meinen Lauf versunken, ignorierte die vielen entgegen kommenden Läufer (so viele waren unterwegs heut' abend), wollte einfach nicht aus meiner Trance gerissen werden und schmeiße all' denen hiermit ein nachträgliches virtuelles Läufer-'Hallo' hinterher! Heute war ich einfach mal ganz bei mir!
Bei der Rückkehr in mein Wohngebiet betrieb ich eins meiner liebsten Spielchen des Herbstes: Fenstergucken! Ich liebe es, abends die Lichter in den Fenstern der Häsuer zu sehen, zu erkennen, wer welche Bilder an den Wänden hat, Menschen an Küchentischen sitzen sehen, Lampen, die ihr gemütliches Licht nach draußen tragen. Ein bißchen die Verheißung der Gemütlichkeit und Wärme, die einen drinnen erwartet, wenn man gerade draußen unterwegs ist - auch das ist für mich Herbst!

3. Oktober 2009

Sturmtief und 2x Duschen

Nach dem ersten Blick heute morgen aus dem Fenster - die Bäume im Garten liegen fast schräg, Wind peitscht gegen die Scheibe - hatte ich das Laufen heute eigentlich schon geknickt, sprang unter die Dusche und hatte ein herrliches Feiertags-Frühstück mit meinem Herzblatt.
Danach wurde ein bißchen gearbeitet - als Selbstständiger arbeitet man eben immer selbst und ständig...
Und dann?
Dann wurden die Kopfschmerzen, mit denen ich bereits aufgewacht war, immer schlimmer, der Sturm machte im Gegenzug eine Pause und meine Lust, laufen zu gehen wurde immer größer.
Also, nicht lange gewartet, die winddichte Weste an, die Kappe auf den Kopf und los ging es. Diesmal aber lieber nicht an der Wasserlinie und auch möglichst Bäume meidend durch die Kieler Innenstadt, vorbei an geschlossenen Geschäften, durch feiertägliche Spaziergänger hindurch und sich wundernd über die Menschen, die bereits jetzt in ihren Daunenjacken und mit Schals unterwegs sind. Ich sah sogar eine Läuferin mit Mütze, Handschuhen und langen Tights.... was wollen die denn alle anziehen, wenn es im Winter -10°C sind???
Ich komme nach einer unfreiwilligen Pause in der orthopädischen Uniklinik (nein, ich hab' mir nix getan - ich musste nur mal wieder ganz dringend auf's Klo...) beschwingt, warm, aber nur wenig schwitzend nach Hause. Meine Kleiderwahl war bei immerhin fast 14°C perfekt und ich bin wieder einmal froh, dass ich laufen darf!!!
Dusche Nr. 2 des Tages erfrischt mich perfekt und mein kühlender Pferdebalsam wird hoffentlich auch die muckende Oberschenkelsehne beruhigen, die unangenehm von der Leiste abwärts zum Knie mal wieder zieht...

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