28. Dezember 2010

Winter Wonderland

Weihnachten war in diesem Jahr auf jeden Fall eins: weiß!

Ich hoffe, Ihr hattet auch alle ein entspanntes und fröhliches Fest mit den Liebsten, wie ich es auch erleben durfte. An Schnee mangelt es uns ja nun wirklich nicht und das Zusammenkuscheln bei gutem Essen und fröhlichen Gesprächen macht da noch umso mehr Spaß.

Am 1. Weihnachtstag wurde uns aber zu der weißen Pracht auch noch herrliche Sonne und ein blauer Himmel zuteil, der mich mit meinem neuen Makro-Objektiv (aber auch den guten altgedienten), das der Weihnachtsmann für mich im Sack hatte, nach draußen gelockt hat.

26. Dezember 2010

Weise Worte zum 2. Weihnachtstag

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Drei merkwürdige Gäste

Die vornehmen Leute aus dem Osten hatten den Stall und die Krippe noch nicht lange verlassen, da trug sich eine seltsame Geschichte in Bethlehem zu, die in keinem Buch verzeichnet ist. Wie die Reitergruppe der Könige gerade am Horizont verschwand, näherten sich drei merkwürdige Gestalten dem Stall. Die erste trug ein buntes Flickenkleid und kam langsam näher. Zwar war sie wie ein Spaßmacher geschminkt, aber eigentlich wirkte sie hinter ihrer lustigen Maske sehr, sehr traurig. Erst als sie das Kind sah, huschte ein leises Lächeln über ihr Gesicht. Vorsichtig trat sie an die Krippe heran und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. "Ich bin die Lebensfreude", sagte sie. "Ich komme zu dir, weil die Menschen nichts mehr zu lachen haben. Sie haben keinen Spaß mehr am Leben. Alles ist so bitterernst geworden." Dann zog sie ihr Flickengewand aus und deckte das Kind damit zu. "Es ist kalt in dieser Welt. Vielleicht kann dich der Mantel des Clowns wärmen und schützen."

Darauf trat die zweite Gestalt vor. Wer genau hinsah, bemerkte ihren gehetzten Blick und spürte, wie sehr sie in Eile war. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, schien es, als falle alle Hast und Hektik von ihr ab. " Ich bin die Zeit", sagte die Gestalt und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. " Eigentlich gibt es mich kaum noch. Die Zeit sagt man, vergeht wie im Flug. Darüber haben die Menschen aber ein großes Geheimnis vergessen. Zeit vergeht nicht, Zeit entsteht. Sie wächst wie Blumen und Bäume. Sie wächst überall dort, wo man sie teilt." Dann griff die Gestalt in ihren Mantel und legte ein Stundenglas in die Krippe. "Man hat wenig Zeit in dieser Welt. Diese Sanduhr schenke ich dir, weil es noch nicht zu spät ist. Sie soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du immer soviel Zeit hast, wie du dir nimmst und anderen schenkst.

Dann kam die dritte Gestalt an die Reihe. Die hatte ein geschundenes Gesicht voller dicker Narben, so als ob sie immer und immer wieder geschlagen worden wäre. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, war es, als heilten die Wunden und Verletzungen, die ihr das Leben zugefügt haben musste. "Ich bin die Liebe", sagte die Gestalt und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. "Es heißt, ich sei viel zu gut für diese Welt. Deshalb tritt man mich mit Füßen und macht mich fertig." Während die Liebe so sprach, musste sie weinen und drei dicke Tränen tropften auf das Kind. „Wer liebt, hat viel zu leiden in dieser Welt. Nimm meine Tränen. Sie sind, wie das Wasser, das den Stein schleift. Sie sind wie der Regen, der den verkrusteten Boden fruchtbar macht und selbst die Wüste zum Blühen bringt."

Da knieten die Lebensfreude, die Zeit und die Liebe vor dem Kind des Himmels. Drei merkwürdige Gäste brachten dem Kind ihre Gaben dar. Das Kind aber schaute die drei an, als ob es sie verstanden hätte. Plötzlich drehte sich die Liebe um und sprach zu den Menschen, die dabeistanden: "Man wird dieses Kind zum Narren machen, man wird es um seine Lebenszeit bringen und es wird viel leiden müssen, weil es bedingungslos lieben wird. Aber weil es Ernst macht mit der Freude und weil es seine Zeit und Liebe verschwendet, wird die Welt nie mehr so wie früher sein. Wegen dieses Kindes steht die Welt unter einem neuen, guten Stern, der alles andere in den Schatten stellt." Darauf standen die drei Gestalten auf und verließen den Ort. Die Menschen aber, die all das miterlebt hatten, dachten noch lange über diese rätselhaften Worte nach....

Lasst uns die schönen Dinge im Leben sehen, uns darüber freuen und uns Zeit dafür nehmen.

24. Dezember 2010

Weise Worte zu Weihnachten

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Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
daß die kleinste Welt die größte ist.

(Joachim Ringelnatz)

Frohe Weihnachten und wunderschöne Stunden mit Euren Lieben wünsche ich von Herzen all' meinen Lesern!

22. Dezember 2010

A Social Network Christmas



Wenn das mal nicht eine moderne Interpretation der Weihnachstgeschichte ist... ;-)

19. Dezember 2010

Weise Worte zum 4. Advent

Die Weihnachtsmaus

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(Sogar für die Gelehrten),
Denn einmal nur im ganzen Jahr
Entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen oder Rattengift
Kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
Noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
Den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
Kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
Das Mutter gut verborgen,
Mit einemmal das Beste weg
Am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
Das Marzipan von Peter,
Was seltsam und erstaunlich war,
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen!

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
An dem die Kugeln hingen,
Ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
Nebst andren leckren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen!

Und Ernst und Hans und der Papa,
Die riefen: Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da,
Und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
Ist auch die Maus verschwunden.

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
Sobald der Baum geleert war,
Sobald das letzte Festgebäck
Gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus -
Bei Fränzchen oder Lieschen -
Da gäb es keine Weihnachtsmaus,
Dann zweifle ich ein bißchen.

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
Bleibt jedem überlassen!

(James Krüss)

Meine Anregung für Euch: Genießt die leckeren Freuden, die die Weihnachtszeit uns bringt. Aber immer mit einem Blick auf das richtige Maß, denn die Dosis macht ja bekanntlich das Gift. Hör' also insbesondere zu den kommenden Weihnachtstagen immer mal wieder in Deinen Körper hinein, ob der Magen nicht vielleicht doch schon voll ist, der Bauch sogar schon rumort... Dann sollte es gut sein und der eine oder andere Spaziergang mit den Lieben kurbelt die Kalorienverbrennung dann wieder ein bißchen an! Sollte es doch noch mal ein bißchen zuviel gewesen sein, hilft mir persönlich dann immer ganz gut das homöopathische Mittel Nux Vomica D6 (5 Globuli alle 30 Minuten).

13. Dezember 2010

Tauwetter

Wahnsinn!

Nach genau zwei Wochen war ich gestern endlich mal wieder laufen! Es war Winter- und Weihnachtswetter wie ich es liebe: grün, windig, nass und 4°C! So waren viele Weihnachten seit ich denken kann im nordischen Bremen, wo sich selten bis nie Schnee hin verirrt. Das war auch beim diesjährigen Schneechaos nicht viel anders: meine Eltern waren wegen drei Zentimetern schon ganz aufgeregt und sprachen von einer geschlossenen Schneedecke...

Ha, so sah es dagegen noch bis Freitag hier bei uns aus:

Schon als ich Samstag aus dem Westfälischen wieder nach Kiel einrollte, sah es hoffnungsvoll aus, dass ich einen Lauf am Sonntag würde wagen können. Und genau das tat ich dann auch, informierte mich aber genauestens vorher aus welcher Richtung der wirklich böige (schreibt man das so?) Wind kam, denn ich hatte keine Lust mich die ganze Zeit gegen ihn anzukämpfen. Mein Göttergatte fand heraus, dass er aus 20° Norden blies (was auch immer das heißt), also war klar, dass ich in die Förde hinein laufen musste, um von ihm nach vorne gepustet zu werden. Den Hinweg legte ich dann noch entfernt vom Wasser an der Straße entlang zurück, so dass ich noch etwas geschützt war von den Häusern. Aber als ich dann am Tirpitzhafen, wo normalerweise die Gorch Fock liegt (derzeit ist sie in Buenos Aires), aufs Wasser traf, pustete es ordentlich und die Förde war fast bis zum Anschlag mit Wasser gefüllt. Zunächst lief ich noch auf der wasserfernen Seite, die aber noch ziemlich vereist war, so dass ich irgendwann auf den Promenadenweg am Hindenburgufer wechselte, was mir hier und da fast eine Dusche eingebracht hätte. Das Wasser schaukelte mit richtig spitzen dunkelblauen Wellen, der Sportboothafen war nicht mehr als solches zu erkennen, denn es schauten nur noch ein paar Poller und Laternen aus dem Wasser, während die Stege alle überflutet waren. Dieses ganze Szenario war dann zudem überspannt von einem orangeroten Himmel, grauen, schnell dahinfliegenden Fluffy-Wolken und im Aufwind dahinsegelnden Möwen - herrlich! Die Kälte spürte ich gar nicht, denn ich war genau richtig angezogen, im Ohr dröhnten herrlich-kitschige amerikanische Weihnachtslieder und ich fühlte mich endlich nicht mehr gefangen wie in den letzten Schneetagen, auch wenn Barbra Streisand etwas von 'Snowbound' sang! Herrlich!

Eine hoffentlich weitgehend schneefreie vorletzte Adventswoche wünsche ich!

Happy Monday!

12. Dezember 2010

Weise Worte zum 3. Advent

Die Berufung zum Beruf



Eine alte Weisheit bringt es auf den Punkt:
Wenn du eine Stunde lang glücklich sein willst: schlafe.
Wenn du einen Tag lang glücklich sein willst: gehe fischen.
Wenn du eine Woche lang glücklich sein willst: schlachte ein Schwein.
Wenn du einen Monat lang glücklich sein willst: heirate.
Wenn du ein Jahr lang glücklich sein willst: erbe ein Vermögen.
Wenn du dein Leben lang glücklich sein willst: liebe deine Arbeit.

Dieser letzte Satz beinhaltet die strahlende Vision.

Die traurige Realität:
Jede/r Fünfte hat Depressionen, jede/r Vierte hat Schlafstörungen, jede/r Dritte lässt sich scheiden und jeder Zweite hat innerlich gekündigt. Hinzu kommt, dass 80 Prozent der Berufstätigen einen Beruf haben, der nicht ihrer Berufung entspricht.

Meine Anregung für Euch: Erlaubt Euch Eure Arbeit zu lieben, Freude an dem zu haben, was Du tust, zufrieden zu sein mit dem, was Du schaffst. Ob Du nun als Bedienung im Restaurant arbeitest, als Elektriker in den Stadtwerken oder als Abteilungsleiter einer Supermarktkette. Es kommt nicht darauf an, welche Stellung Du hast, sondern nur darauf, wieviel Freude Du dabei empfindest. Freude zieht Freude in Dein Leben. Das, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest, wird mehr. Nun kannst Du Dich selbst fragen, in welche Richtung Du Deine Aufmerksamkeit lenkst. Wenn Du möchtest, dass Zufriedenheit, Glück und Freude Deinen Arbeitsalltag begleitet, dann solltest Du darauf Deinen Focus richten.

8. Dezember 2010

Life according to Facebook

Still geworden hier in der letzten Zeit...

Abgesehen von meinen sonntäglichen hoffentlich nachdenkenswerten Beiträgen bin ich gerade zugegebenermaßen blogfaul. Es ist halt auch die stille Zeit des Jahres, ich bin fleißig am Weihnachtselfen und schiebe gerade auch noch das eine oder andere Jahres-End- bzw. Jahres-Anfangs-Projekt an.

Ein bißchen neidisch beobachte ich die mutigen Läufer, die trotz der derzeitigen Wetterverhältnisse hier ihre Runden zu drehen scheinen. Ich bin schon bei meinen wenigen Ausflügen zu meinem Auto sturzgefährdet und finde es einfach "arschglatt". Hat wahrscheinlich mit meiner inneren Einstellung zum Schnee und vor allem zum Eis zu tun, denn ein Weihnachtsfest, das ich mit gebrochenem Ellenbogen verbracht habe, reicht mir für dieses Leben. So werden meine Schritte schon eierig, wenn ich das kalte Weiß nur vorsichtig betrete - und genau dann würde es mir nämlich auch mit Sicherheit passieren. Also lasse ich das mit dem Laufen derzeit lieber und habe deshalb auch hierüber nicht viel zu berichten. Aus Gründen des Energieüberschusses habe ich aber in den letzten Tagen mal wieder auf meine diversen Yoga- und Pilates-DVD's zurückgegriffen und kann so einen Start in den Tag mit Ralf Bauer oder Ursula Karven beim Yoga auf Mallorca wirklich nur empfehlen!

Meine Zähne schieben sich fröhlich in eine neue Position und ich mache jede Woche ein Status-Foto. Morgen sind bereits vier Wochen mit meiner Zahnspange um und ich werde mal sehen, ob ich eine Gegenüberstellgun hier veröffentliche, den in meinen Augen hat sich definitv schon was getan. Und das ist gut so, denn das motiviert mich für die nächsten 17 Monate. Das Essen ist natürlich etwas komplizierter als bisher, denn einfach gedankenlos in ein Brötchen beißen funktioniert eben nicht mehr. Aber so esse ich bewusster, langsamer und dadurch hoffenltich auch ein bißchen weniger...

Außerdem startet jetzt ja langsam auch die Zeit der Jahresrückblicke und auf Facebook bin ich über einen besonders witzigen gestolpert, der viele Statusberichte des Jahres 2010 in einer Collage zusammenfasst. Diese möchte ich hier gerne teilen, denn obwohl das Jahr ja noch nicht zu Ende ist, scheint diese Collage doch einen recht guten Überblick über die für mich wichtigen Themen des Jahres 2010 wiederzugeben:

5. Dezember 2010

Weise Worte zum 2. Advent

Der Seuchengott

Einst saß ein alter, weiser Mann unter einem Baum, als der Seuchengott des Weges kam. Der Weise fragte ihn: “Wohin gehst Du?” Und der Seuchengott antwortete ihm: “Ich gehe in die Stadt und werde dort hundert Menschen töten.”

Auf seiner Rückreise kam der Seuchengott wieder bei dem Weisen vorbei. Der Weise sprach zu ihm: “Du sagtest mir, dass Du hundert Menschen töten wolltest. Reisende aber haben mir berichtet, es wären zehntausend gestorben.”

Der Seuchengott aber sprach: “Ich tötete nur hundert. Die anderen hat die eigene Angst umgebracht.”

(Aus dem Zen-Buddhismus)

Meine Anregung für Euch: Wem nutzt es, wenn Ihr Euch ein Horror-Szenario ausmalt und vor lauter Sorge und Angst dann gelähmt seid, wenn es gilt zu handeln? Richte Dein Augenmerk auf die schönen und funktionierenden Dinge im Leben und stärke allein schon dadurch Dein Immunsystem. Wenn ich in Ängsten und Misstrauen gefangen bin, ziehe ich durch meine eigene Schwingung auch genau das an, wovor ich mich so sehr fürchte. Gedanken, die mit den entsprechenden Gefühlen geladen sind, wirken wie Magneten. Entscheide Dich deshalb für Gesundheit und denke liebevolle Gedanken (über sich selbst und andere). Auch und gerade Stress ist in der Weihnachtszeit so eine um sich greifende Seuche vor der es sich zu schützen gilt!

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