2. November 2011

Morgens läuft der Motor langsamer

..aber er lief  immerhin! Und damit habe ich mein derzeitiges Ziel der Regelmäßigkeit ja schon voll erfüllt.

Das Wetter zeigt sich hier oben seit Tagen diesig, neblig, verhangen von der See her, aber mit 13°C doch fast warm. So bin ich irritiert und weiß nicht genau, wie ich richtig angezogen bin - die Mütze verschwindet nach 5 Minuten auf jeden Fall in der großen Rückentasche  - sieht wahrscheinlich aus wie ein Buckel oder ein Geschwür am Kreuz - aber so kann ich ungestört und gut gelüftet weiterlaufen. Die Gegenseite der Förde vor Nebel nicht zu erkennen, Laboe scheinbar schon in einer anderen Welt versunken.

Heute meine Lauf-Intervalle angepasst, jetzte drei Songs laufen, 1 Song gehen - Strecke ein bißchen verlängert, aber schwer getan - wird sich in den nächsten zwei Lauftagen dieser Woche sicher ändern, verbessern.

Bin derzeit frohen Mutes, dass ich es wieder schaffen könnte.Schon alleine schön mitzuerleben, wie sich die Farben der Blätter in nur ein paar Tagen so wandeln.


Und dann auch noch die eine oder andere gruselige Begegnung - sozusagen die Nachwehen von Halloween! ;-)

30. Oktober 2011

Regelmäßigkeit

"Wie bescheuert bin ich eigentlich?", dachte ich, als ich am Donnerstag morgen um 6.15 Uhr im Dunkeln draußen vor meinem Hotel in Minden stand. Aber ich erinnerte mich auch an Zeiten, wo ich das wie selbstverständlich immer gemacht hatte, wenn ich unterwegs war und das Laufen mir so ins Blut übergegangen war, dass ich es mir gar nicht vorstellen konnte, es nicht zu tun.
Und an diese glorreichen Zeiten wollte ich ja nun wieder anknüpfen. Also los!
Auf ins dunkle Minden.


Einfach 15 min immer der beleuchteten Straße folgen, dann die gleiche Strecke wieder zurück! Wieder 2 Songs laufen, 1 Song gehen, 3 Songs laufen, 1 Song gehen - bis ich wieder zurück beim Hotel war. Noch ein bißchen Dehnen, Motivationspodcast hören, duschen, Frühstück und frisch und gut gewappnet in den zweiten Smeinartag! Es hatte sich gelohnt! Ich habe mich selten so gut gefühlt und konnte meinen Seminarteilnehmern auch gleich freudig verkünden, dass ich mich an mein Ziel gehalten hatte, das wir beim Mittagessen am Vortag besprochen hatten. ;-)

Nachdem ich dann am Freitag eine Hochzeit am Timmendorfer Strand fotografiert habe und gestern einen entspannten Bummel-Samstag in Hamburg verbracht hatte, konnte ich es heute dann schon fast gar nicht mehr abwarten, endlich raus zu kommen. Es nieselte zwar, aber die gelben Blätter gaben der Dunstigkeit, die hier oben derzeit von der See jeden Tag aufsteigt, etwas Strahlendes und ich genoss es, durch die sonntäglichen Spaziergänger zu "fliegen".



Ja, zu FLIEGEN! Für meine Verhältnisse war ich heute richtig fix und trotz meiner wieder nach Songs aufgeteilten Gehpausen, hatte ich eine Durchschnittsgehschwindigkeit, wie zu meinen besten Zeiten fast nicht... Mein selbst gewähltes Aufbau-Programm scheint sich schon anch einer Woche wieder auszuzahlen und ich fühlte mich stark und gut heute! Herrlich! Ja, vielleicht ist der Knoten jetzt wirklich wieder geplatzt! Ich wäre so froh!

26. Oktober 2011

Sturmlauf in der Wesermarsch

Allzu oft habe ich einen Neustart angekündigt, so dass ich mich für mich selber schämen würde, wenn ich diesen hier nun schon wieder verkünden würde. Allerdings ist es definitv so, dass ich mich selber ankotze mit meiner Lethargie, mit meiner ständigen Müdigkeit, mit meinem Nichtstun, was das Laufen angeht. Sicher - derzeit kämpfe ich mit den Geistern, die ich rief. Ich habe mir zu tun gewünscht auf allen Ebenen meiner Berufstätigkeit und nun ist diese eingetreten: ich bin als Trainerin und Coach wieder gefragt, das Krisenjahr 2010 habe ich hinter mir gelassen, die Leidenschaft des Fotografierens wurde definitiv zum (Neben-) Beruf. Wer mehr darüber erfahren möchte, schaut hier.
Aber all das ist (eigentlich) kein Grund, die Lauferei so sträflich zu vernachlässigen. Wenn ich meine eigenen Einträge lese, die nun mittlerweile fast vier Jahre alt sind, muss ich fast weinen. Wie enthusiastisch war ich, wie gut ging es mir und nun dieser Abbruch...
Es ist ja nicht so, dass ich gar nichts mehr tun würde. Immer mal treibt es mich raus, aber die Regelmäßigkeit ist komplett verloren gegangen, meine Prioritäten falsch gesetzt und das KOTZT mich an! Und es nervt mich auch, dass ich diesen Blog, der eingerichtet wurde, um mich selbst zu motvieren und meine Lauf-Erlebnisse zu dokumentieren, nicht mehr regelmäßig pflege, mich selbst und meine Gesundheit, meine Fitness nicht mehr ernst genug nehme!
Ich will das jetzt ändern und habe den Vorsatz, im nächsten Frühjahr, irgendwie, irgendwo an einem 5 Kilometer-Lauf teilzunehmen, um mich wieder zu regelmäßiger Tätigkeit zu animieren.
Ich werde über Anmeldung, Datum und Location hier berichten!


So habe ich es gestern auch endlich einmal wieder geschafft - trotz fast stürmischen Wetters -  laufen zu gehen! Op'n platten Land bei meinen Eltern war ich unterwegs und habe meine eigene Strategie umgesetzt: 5 min. Warm-Up, 2 Songs Laufen (Gott sei Dank mit Rückenwind!), 1 Song Gehen (wobei ich Begleitung hatte wie man im Foto sehen kann), dann wieder drei Songs laufen und 5 min. Cool Down!



Es war herrlich durch die norddeutsche Tiefebene zu laufen, die Gewalten der Natur, den Wind, den Sturm auf meiner Haut zu spüren und obwohl ich noch etwas verschnupft war von meiner Erkältung, die mich letzte Woche pünktlich nach meinem 36. Geburtstag ereilt hatte, konnte ich frei atmen und genoss die frische Luft!

Kann mich bitte in Zukunft jemand an dieses Gefühl erinnern??? ;-)

13. Juli 2011

Lang lang ist' her...

... seit ich hier geschrieben habe. Dabei waren die Vorsätze doch da!
  • Aber irgendwas war immer wichtiger
  • das Laufen war sporadisch
  • mal mit Spaß
  • mal mit Last
  • das Leben, neue Aufträge, neue Eindrücke hielten mich von diesem Medium fern

Gestern konnte ich mich dann seit langem mal wieder überraschen:
  • ein Lauf nach einem Tag voller Arbeit
  • während Deutschland unter Schwüle ächzt, frischte es hier bei angenehmen 20°C
  • ideale Laufbedingungen für mich
  • gegen den Wind gestemmt
  • Musik auf dem Ohr
  • Bruno spornt mich an
  • Feierabend-Überraschung
  • schnell, stark, gut
  • Lange nicht gehabt, so einen Lauf!

Und deshalb mal wieder einen Eintrag wert, hier!

6. April 2011

Früher Vogel...

Es fühlt sich einfach gut an, morgens vor dem gesamten Tagwerk schon seinen Lauf absolviert zu haben. Frisch ist es bei uns hier oben im Norden ja momentan nicht nur morgens, denn wenn auch der Rest der Republik ja nun scheinbar ordentlich den Frühling einläutet, ist es hier derzeit und insbesondere morgens noch grau verhangen und richtig frisch.
Aber beim Laufen wird einem ja warm... auch ums Herz und deshalb konnte ich meinen Lauf gestern morgen frohgelaunt absolvieren.
Und damit ich mich selber daran erinnere, dass eigentlich andernorts schon Frühling ist, hier ein paar farbenfrohe Impressionen:

3. April 2011

In Begleitung! Oder auch nicht!

War datt ein Traumwetterchen gestern, oder was?
So schön, dass ich mich kaum von meinem Sonnenbalkon-Lese-Platz lösen konnte, um mein Läufchen anzugehen. Deshalb fand ich die Idee auch ganz reizvoll als mein Göttergatte davon sprach, mich zu begleiten. Ich hatte ihm dann schon gleich eingebläut, dass er sich aber dann bitte auf mein Tempo, meine Streckenführung einzulassen habe. Das wollte er dann wohl auch tun. Meiner Ansicht nach rennt er, wenn er denn mal rennt, was im Schnitt einmal in drei Monaten vorkommt, nämlich eh total falsch und zu schnell. Klar, er ist 'ne ganze Ecke fitter und schlanker als ich, aber dann wie angestochen loszuspurten, drei Kilometer auf der letzten Rille abzureißen, beim Ankommen völlig fertig zu sein, um es dann wieder für zwei Monate sein zu lassen, kann doch nicht gesund und im Sinne des Erfinders sein, oder? So war ich also ganz begeistert, dass er sich auf mein Trainingskonzept einlassen wollte.
Die Begeisterung währte nur kurz, denn schon der 5-minütige WarmUp-Walk war ihm viel zu doof. Er wollte endlich loslaufen... Nach den 5 Minuten taten wir dies auch. Er immer einen Meter vor mir, sich laufend umdrehend, wo ich denn bleibe. Schon da machte ich ihm das Angebot, dass er vielleicht doch lieber loslaufen solle. Es wäre mir da schon fast lieber gewesen, denn ich weiß, dass ich mich zu gerne zu einem Tempo hinreißen lasse, dass ich dann aber nie und nimmer durchhalten kann. Ganz tapfer versuchte ich mich also an meine Geschwindigkeit und meinen Beat zu halten. Doch dann ging es bergab. Der Herr völlig begeistert, über meine Tempoverschärfung (logisch! bergab!), doch unten an der Förde angekommen, trabte ich dann wieder in meinem Tempo, der Herr voraus und war dann sauer, weil ich eine andere Strecke lief als er..... Äh, hatten wir uns nicht darauf geeinigt, dass ich Tempo und Strecke vorgebe? Nun, dazu gehört es dann vielleicht auch wenigstens bei mir zu bleiben, damit man sich über ebendiese, die Strecke, austauschen kann. Ich hatte das gemeinsame Laufen zu diesem Zeitpunkt schon abgehakt und konzentrierte mich völlig auf mich. Als der Herr dann davon zog, rief ich ihm noch hinterher, ob er denn nicht den (einzigen) Schlüssel haben wolle, worauf ich schon kaum noch eine Antwort bekam... An einer Weggabelung ca. 5 Minuten später sah ich ihn dann abbiegen, was für mich klar machte, dass er eindeutig LANGE vor mir zu Hause sein würde. Aber ich ließ mich nicht von meiner Strecke, meinem Tempo abbringen und war ehrlich gesagt, froh mich nur auf mich konzentrieren zu müssen. Ich bin halt 'ne Rennschnecke und da findet es sich schwer eine Begleitung!
Schon nach meinem ersten Intervall hatte ich einsehen müssen, dass ich im langärmligen Laufshirt eindeutig zu warm angezogen war und war glücklich, dass ich noch ein Trägertop drunter gezogen hatte, das sich auch als Laufshirt gut eignete. Das erste Mal in diesem Jahr in Trägern!! Auf dem Rückweg meiner Runde knallte mir dann die Sonne auch noch so sehr ins Gesicht, dass es anschließend den ganzen Nachmittag spannte - da muss wohl schon die Tagescreme mit Lichtschutzfaktor hervorgekramt werden.
Zuhause angekommen wartete mein Herzblatt im Gemeinschaftsgarten unseres Hauses, wo wir auf Nachbarn trafen. Dies führte dazu, dass der Zoff über das gemeinsame bzw. nicht-gemeinsame Laufen (den ich mir schon ausgemalt hatte) nicht zustande kam. Im Gegenteil: wir verabredeten uns mit zwei Nachbarspaaren zum gemeinsamen Angrillen im Garten und hatten so noch einen herrlichen Frühlingsnachmittag zusammen.
Abends waren wir von Sonne, Grillen, Laufen und der ungewohnt vielen frischen Luft völlig KO und fielen GEMEINSAM todmüde ins Bett. Was für ein toller Frühlingstag!

P.S. Getoppt wurde der tolle Tag gestern noch von der Erkenntnis heute, dass ich seit Jahresbeginn bereits 5,3 kg abgenommen habe! Hipphipphurray! Auf dem Weg meine Ziele (über die ich HIER geschrieben habe) für dieses Jahr anzugehen!

1. April 2011

Busy Bee Running

Busy, busy, busy.... von einem Termin zum nächsten, so viele verschiedene Themen, die vorbereitet und bearbeitet werden wollen.... Auto in die Werkstatt - war mir ja einer in die Seite gefahren -, Seminare vorbereiten, Seminare nachbereiten, Coaching-Termin hier, Hochzeits-Foto-Vorgespräche, Hochzeits-Foto-Anfragen, Hochzeits-Foto-Verträge... busy busy busy.....bssssbsssssbssssss

Könnte Ihr auch das Summen aus diesem Bienstock hören, das ich hier momentan jeden Tag ganz deutlich vernehme? Und da sollte die Arbeitsbiene nun auch noch Zeit zum Laufen finden?

Sie hat! Anstatt einer faulen Mittagspause gab es also gestern ein Läufchen mit anschließender herrlicher Dusche, die mich wunderbar für den zweiten Teil des Tages erfrischen sollte und als Dessert einen leckeren Salat. Hmmm... das war gut! Aber die Arbeitsbiene hat gar nicht so viel zu diesem Lauf zu sagen: war gut, war der erste Lauf der zweiten Woche vom Gateway to 8k-Programm, musste nicht viel Überzeugungsarbeit leisten und habe wieder mal so herrlich das Gefühl, dass das Laufen mir beim Arbeiten, beim Gedankenordnen, beim Fokussieren hilft! Amen!

28. März 2011

Immer langsam mit den jungen Pferden

Der dritte Lauf dieser neuen Woche, dieses neuen Anfangs, der ersten Woche von Gateway to 8k stand heute auf dem Programm. Doch der Switch zu meiner heiß geliebten Sommerzeit, Schwiegereltern-Besuch am gestrigen Sonntag und generelle Müdigkeit (wahrscheinlich hervorgerufen eben auch durch die seltsam ungewohnte körperliche Betätigung, die das Laufen ja gerade wieder für mich darstellt) ließen mich heute morgen nahezu komatös bis 9 Uhr schlafen. (Ja, ich weiß, was das ganze angestellte Berufsvolk jetzt denkt... Aber dafür sitze ich eben auch oft genug bis spät in die Nacht oder am Wochenende am Schreibtisch, bearbeite Fotos, bereite Seminare vor oder nach, arbeite am Wochenende oder bin bei Seminarwochen mit den Teilnehmern bis spät abends beschäftigt!) Und ebendiese, die Arbeit, rief mich dann auch schleunigst, so dass an Laufen heute morgen eben nicht mehr zu denken war.
Nach einem eher nervigen Tag am Schreibtisch (ich konnte mich irgendwie nicht richtig konzentrieren, hab' mehrere Sachen irgendwie immer gleichzeitig gemacht, aber keine richtig, so dass ich mich gegen 16 Uhr selbst zu Ordnung rufen musste, um wenigstens noch die absoluten Must-Do's heute fertig zu kriegen, was dann auch gelang) stand ich also erst um 19.30 Uhr draußen vor der Tür und wollte gerade loslaufen als mein Herzblatt nach Hause vorgefahren kam... Nun, ich habe mich aber nicht von dem mit ihm hereinschneienden Sog wieder zurück zu gehen, abhalten lassen, sondern wurde mit einem Küßchen auf die Strecke geschickt. Gott sei Dank ist es jetzt ja wieder eine Stunde länger hell!!!
Aber da ich noch nicht so genau einzuschätzen wusste, wann es so wirklich dunkel wird, rannte ich erst durch das Waldstück, durch das ich mich im Dunkeln nicht traue. Der Nachteil: es geht richtig steil bergab! Normalerweise gerne genommen, aber meine lahmen Muskeln und vor allem mein rechtes Knie schrien doch etwas auf ob der ungewohnten Belastung generell und nun noch bergab im Besonderen. Ich versuchte, meine Beine möglichst die ganze Zeit bewusst zu entspannen, locker zu bleiben und da hörte das Ziehen im Knie auch schon auf! Aber Warnsignal war es mir alle mal genug, denn von 0 auf 15 Kilometer in der Woche zu gehen, geht an meinen Muskeln eben nicht unbemerkt vorbei. So ließ ich es langsam angehen, trabte am Wasser entlang, genoss die frische Brise und die angenehme Leere an der Promenade im Vergleich zum übervollen Samstag nachmittag. Erst beim allerletzten Intervall fühlte ich mich so richtig wohl und war wie so oft als ich wieder zu Hause war so richtig froh, mich aufgerafft zu haben. Ich muss und will ja schließlich keine Rekorde aufstellen, ich will mich wieder bewegen, Spaß an der Bewegung haben und da muss man nicht gleich Höchstleistungen vollbringen, die einem das Ganze eher schnell wieder madig machen, weil man sich überanstrengt hat.
Freudig grüßt ein noch nicht wieder muskulös gut ausgestattetes und in dem Sinne junges, aber eben doch schon vernünftiges altes Pferd! HüüühüüüühüüüHü!

26. März 2011

Täuschungsmanöver

Die Sonne strahltevom klar-blauen Himmel, die Vögel scheinen sich vor lauter Begeisterung über das Frühlingswetter die Lunge aus dem Hals piepen zu wollen und als ich noch am Schreibtisch sitzend die letzten Formalitäten für eine Hochzeitsfoto-Buchung im September erledige, werde ich von der Sonne, die direkt auf meinen Schreibtisch scheint herrlich gewärmt!
Doch schon als ich den Forerunner zum Satellit suchen auf den Balkon lege, weht mir ein kalter Wind um die Nase. Meine Pläne nur mit einem leichten Jäckchen loszulaufen, lege ich also lieber ad acta und krame die Feleecejacke hervor. Als ich ein paar Minuten später draußen stehe und meinen Aufwärm-Walk gen Postkasten strebe, um die gerade noch vorbereiteten Verträge zu versenden, ärgere ich mich schon fast, dass ich keine Handschuhe eingesteckt habe.
Das Wetter wusste heute sich zu verkaufen, denn obwohl es traumhaft aussah, was es wirklich empfindlich kalt und bei 6°C wehte auch noch eine steife Brise über die Förde. Geschickterweise hatte ich mir natürkich auch ausgerechnet die falsche Richtung für meine Runde ausgesucht, so dass ich am Wasser konstant gegen den Wind ankämpfen musste. Aber dafür musste ich am Schluss nicht den langen stetigen Berg hinauf, sondern konnte ihn anfangs locker hinunterjoggen. Irgendwas ist ja immer....
Meine Beine haben die 40 ungewohnten Minuten von Donnerstag nämlich noch nicht so ganz verkraftet und ich spürte das Fragezeichen in ihnen nach dem langen Winterschalf noch ganz deutlich. Aber ja! So sollte es weitergehen, wieder laufen, bewegen, Muskeln aufbauen.
Meine Vermutung nach der langen Pause wäre eigentlich auch eher gewesen, dass meine Kondition gelitten hätte, aber der geht es erstaunlcih gut und die würde wohl auch bereits 40 min. am Stück verkraften. Meine Beine finden das aber nicht so angenehm und waren heute auch froh als sie eine extra lange Dehnungszeit nach dem Lauf in der Sonne spendiert bekommen haben. Wie schön, dass ich da nicht mehr fror, sondern das Gesicht gen wärmender Energie recken konnte. Auch die Viertelstunde danach bei einem herrlich erfrischenden Getränk und den letzten Minuten meines noch andauernden Podcasts auf unserem windgeschützten Balkon war herrlich!
Frühling, Du kannst uns noch so sehr täuschen wollen, lange kannst Du Dich nicht mehr verstecken! Wir finden Dich!

24. März 2011

Import

Aufmerksame Leser werden feststellen, dass ich eine Reihe meiner eher persönlicheren Post, insbesondere jene, die sich mit dem Laufen beschäftigen, aus meinem Foto-Blog hierher importiert habe. Nicht alle Verlinkungen, Bilder usw. funktionieren deshalb korrekt. Das bitte ich nachzusehen, denn die Arbeit das alles zu korrigieren, möchte ich mir nicht machen!
Wer Lust hat, dort noch ein bißchen in der Vergangenheit zu stöbern: Viel Spaß!
Auch über späte Kommentare freue ich mich noch!

Aufbruchstimmung

Natürlich wurde das letzte Woche alles nix mit dem Laufen...
Mein Leben ist irgendwie im Moment so bunt und busy, dass ich das einfach irgendwie nie in den Tag kriege. Ganz klar: wenn ich es zu einer Priorität machen würde, dann ginge es auch. Aber da gibt es momentan eben so viele wichtigere Dinge... Naja, und außerdem spielt einem eben das Leben auch manchmal einen Streich. So wie Montag abend als ich von einem Seminar, das ich an der Uni in Kiel gegeben habe zurück nach Hause fahre und an einer roten Ampel stehe. Auf einmal kracht es und es ist mir ein Mann mit seinem Auto rückwärts aus einer Einfahrt in die Beifahrer-Seite meines stehenden Autos gefahren. Nee klar! Ich stand da ja auch erst die ganze Rot-Phase... Nunja.... Zum Glück ist niemandem was passiert, der Blechschaden wird behoben und die Schuldfrage ist hier ja äußerst eindeutig, aber ärgerlich und mit Laufereien und zeitintensiven Terminen ist das natürlich schon verbunden... Aber so spielt eben das Leben!
Die Hochzeitssaision naht hier oben im frischen Norden auch mit großen Schritten, so dass ich momentan auch ordentlich fleißig unterwegs bin und Termine für Vorgespräche mit Brautpaaren habe, die ihre Hochzeit von mir fotografieren lassen möchten. Die Samstage werden knapper... Ich freue mich wahnsinnig auf diese Saison und auf die vielen emotionsgeladenen Momente, die ich werde einfangen dürfen!
Auch die Hochs und Tiefs, die meine Art zu arbeiten (freiberuflich und an mehreren thematischen Fronten) mit sich bringen, bewältige ich momentan ganz gut. Aber auch da gibt es eben immer wieder Neues zu schaffen, gezielt und langfristig an Zielen zu arbeiten. Wie das gehen kann hat der Film 'Betty Anne Waters' den ich letzte Woche in der Lady's Night im CINEMAXX sehen konnte, mir nochmal eindeutig vor Augen geführt.
Unglaublich fand ich dann auch die Tatsache, dass man für den Getränkegutschein (auf dem übrigens eindeutig BegrüßungsGETRÄNK steht und nicht BegrüßungsSEKT), den man ja bei der Lady's Night im CINEMAXX bekommt (und ihn natürlich eigentlich mitbezahlt) tatsächlich nur Alkohol bekommt. Lediglich der Eintausch gegen einen Piccolo Jules Mumm war möglich! Da ich mich ja gerade in meiner 7-wöchigen Alkohol-Abstinenz bis Ostern befinde, fand ich das eine ziemliche Unmöglichkeit. Mal ganz davon abgesehen dass es ja eben gerade bei Lady's gewisse Phasen im Leben gibt, während derer sie gar keinen Alkohol trinken dürfen/ sollten. Wenigstens die alkohlfreie Variante von Jules Mumm, die es ja mittlerweile auch gibt, wäre eine Alternative gewesen, aber laut Info des Mitarbeiters will Jules Mumm diesen nicht liefern... Aha.... Da überlege ich doch tatsächlich ob es mir das wert ist, nochmal einen Brief an CINEMAXX und Jules Mumm zu schreiben, um diesen Missstand anzuprangern. Ich meine, es gibt auch Menschen, die Probleme mit dem Alkoholkonsum haben - dann werde ich also auf diese Art und Weise auch noch dafür bestraft und aus der Gesellschaft ausgegrenzt?! Ich brauch' wohl nicht mehr erwähnen, dass ich mich total aufgeregt habe und schließlich das halbe CINEMAXX aufgeschreckt habe, oder?
Schlussendlich habe ich aber also stattdessen mein Wasser für den Gutschein bekommen....Kämpfen lohnt also auch im kleinen!
Den Film selbst fand ich jetzt nicht so wahnsinnig toll, obwohl Hillary Swank gut gespielt hat und Peter Gallagher für mich immer eine Augenweide ist. Aber die Story, die dahinter steckt ist schon unglaublich: mit welch' einer Courage und andauerndem Engagement diese Frau gegen alle Mauern angekämpft hat, um ihren Bruder zu retten. Das hat mir schon imponiert und mich auch motiviert.
So bin ich dann nun auch wieder damit gestartet, mir kleine ToDO-Listen für jeden Tag anzulegen. Natürlich gibt es eine große ToDO-Liste, nach der ich meine tägliche Arbeit ausrichte. Aber nun wird wieder jeden Abend für den morgigen Tag geplant, was ich tun will. Und darauf kann dann eben auch wieder der Begriff 'Laufen' Platz finden, so wie auf der heutigen Liste, die ich gestern abend angelegt habe, nachdem gestern schon beschwingt sicher von der Frühlingssonne so ein toller produktiver Tag war.
So stand da also heute morgen der Begriff 'Laufen' und ich bin also direkt in meine Laufklamotten gesprungen, habe zusammen mit meinem Herzblatt lediglich eine Banane gefrühstückt und einen Cappuccino getrunken, um danach locker-leicht in den Frühlingsmorgen starten zu können. Temperaturen um 8°C, strahlend-blauer Himmel, Sonne und ein frisches Lüftchen über der Förde! Da weiß man doch schnell wieder, warum man das morgens macht und wofür es sich zu leben lohnt! Meine Fitness hat durch die lange Winterpause natürlich schon gelitten und es war nicht einfach, die 8-minütigen Laufintervalle durchzuhalten bzw. ich merkte eben schon wie ich pustete, die Beine beim letzten Intervall fast abzubrechen drohten. Aber es hat Spaß gemacht, die Luft war toll, überanstrengt habe ich mich ganz sicher nicht, aber es war eben auch gerade herausfordernd genug, um nicht langweilig zu sein!
Samstag starte ich also in die zweite Runde vom Gateway to 8k!

16. März 2011

Reanimiert

Seit nun schon über einem Jahr schreibe ich mehr oder minder regelmäßig auf meiner Foto-Seite bzw. meinem Foto-Blog bei Wordpress (www.jasminphotography.net). Ebenso mehr oder minder regelmäßig laufe ich auch und schreibe darüber. Mehr und mehr merke ich aber, dass sich privates Schreiben und Laufen und berufliches Fotografieren nur schlecht vertragen. Natürlich sollen und können alles meine Kunden mehr über mich und mein Privatleben wissen, ich verkaufe ja in gewisser Weise nicht nur die Ergebnisse meiner Arbeit, meine Fotos, sondern auch mich als Person, mich als Fotografin. Aber eben nicht jeder möchte das lesen!
Und anders herum interessiert einige Leser auch nicht, wann ich mit wem wo welche Fotos gemacht habe, sondern wollen viel lieber etwas über meine 'Leiden' beim Laufen lesen.
Das Schreiben einfach frank und frei von der Leber weg über meine Läufe, über meine Erlebnisse fehlt mir. Stattdessen überlege ich viel zu oft, ob das nun auch noch interessant für potenzielle Kunden ist. Deshalb habe ich auch ausgesetzt, mir hat das Bloggen einfach keinen Spaß mehr gemacht. Ich möchte wieder schreiben - haptsächlich und grundursächlich für mich. Wenn es dann auch noch eine geneigte Leserschaft findet, umso schöner. Aber wenn nicht, dann eben nicht!
Und aus genau diesen Gründen möchte ich diesen Blog in einem neuen frühlingsfrischen Outfit wieder reanimieren. Und mit dabei meine Laufversuche, die in den letzten Wochen und Monaten doch etwas gelitten haben.
Gerne erinnere ich mich eigentlich an meine Anfangszeiten, wo ich nach dem C25k-Plan langsam aber sicher mehr und mehr Kilometer schaffte und gemeinsam damit auch das Gefühl hatte, mein Leben in den Griff zu bekommen. Genau das will ich auch jetzt wieder schaffen.
Mein Leben ist bunt im Moment, viele Dinge laufen nicht so, wie ich es gerne hätte. Manches verselbständigt sich und nimmt ungeahnte Formen an, die ich nicht abzusehen wusste. Glückliche Tage wechseln sich mit nicht so glücklichen ab. EIn ganz normales Leben also eigentlich. Doch trotzdem habe ich das Gefühl, nicht immer Herr der Lage auf diesem schwankenden Schiff zu sein und das Gefühl, mein Leben im Griff zu haben wie es zu anderern Zeiten dieses Blogs der Fall war, fühlte sich einfach besser an.
Morgen wird gestartet mit einem Programm, das mich den 8 km näher bringen soll. Am liebsten würde ich eigentlich schon jetzt starten, aber ich bin gleich zum Kino verabredet und schaue mir in der CINEMAXX Ladys Night 'Betty Annee Waters' an. Hoffe, dieser Film mit der grandiosen Hillary Swank wird mir ebenfalls einen Motivationsschub geben! Hier der Trailer:

6. Februar 2011

Weise Worte zum Sonntag 06/2011

Wir sind gesegnet (oder verflucht) mit der Möglichkeit zu wählen. Wir haben unendliche Wahlmöglichkeiten, können wählen aus unzähligen Cornflakes-Sorten und uneingeschränkten Wahloptionen auf facebook, bei denen wir wählen können, ob wir Gefällt mir anklicken möchten. Ja, auch der Rest der Welt hat die Möglichekit zu wählen, aber wir sind überzeugt davon, dass die Freiheit zu wählen unser Recht geworden ist, nicht ein Privileg.

In einer Welt, die gerade nach dem Recht zu wählen schreit, wählen wir z.B. auch, dass wir unsere Eltern nicht mehr lieben? Unsere Arbeit? Den Ehepartner? Wählen ist unser Recht, ein Privileg, das wir auch im kleinen, im Alltag zu schätzen wissen sollten. Wir können jeden Tag wählen, jeden Tag entscheiden, wie wir uns verhalten, was wir mit unserem Leben tun wollen.

Empfinden wir das in der Regel als Privileg oder sehen wir uns nicht eigentlich auch als Gefangene? Von Umständen? Vom Schicksal?

Aus gegebenem Anlass ende ich diesen Beitrag mit einem Bild aus dem Kairoer Basar, wo ich vor zwei Jahren einen tollen Urlaub verbingen durfte. Und dem Aufruf, dass wir erkennen sollten, welch Glück wir haben, jeden Tag immer wieder aufs Neue entscheiden zu dürfen. Sehen wir es als Privileg und nicht als Last!

30. Januar 2011

Weise Worte zum Sonntag 05/2011

Das ganze Dschungel-Camp-Spektakel, das in diesen Wochen im Fernsehen zu verfolgen war (und "Ja, ich bekenne! Ich schaue mir das an!"), hat mich dazu inspiriert, mich einmal damit auseinander zu setzen, wie wir eigentlich mit der Wahrheit umgehen. Die Wahrheit sagen und leben versus inszenieren, schauspielern, Dinge tun, von denen man annimmt, dass sie richtig sind.

Als bestes Zitate-Buch für solch ein hochtrabendes Thema bietet sich hier die Bibel an:Foto von Luke Storm

Die Wahrheit in Liebe leben! (Epheser 4:15)

Das ist leichter gesagt als getan. Die Wahrheit zu sagen ist hart und kann einen manchmal ganz schön was kosten. Freundschaften, Meinungen, manchmal sogar Geld. Aber damit wir das Leben leben können, dass für uns gedacht ist, zu dem wir bestimmt sind (ob nun von einem Gott, einer höheren Macht, vom Schicksal oder wie auch immer man es nennen mag), müssen wir das tun, wofür wir gemacht wurden. Auf unsere innere Wahrheit hören und nur auf die!

Wenn man dem heeren Bestreben folgt, die Welt ändern, ein bißchen besser machen zu wollen, müssen wir uns ständig darum sorgen, was wir sagen. Mehr darum sorgen als darum, immer mehr Regeln dafür zu erfinden, was man besser nicht sagen sollte. Es ist nicht nur das, was wir nicht sagen, das richtig sein muss - es ist vor allem das, was wir sagen. Sagt die Wahrheit. Immer.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema? Und denkt daran: sagt die Wahrheit! ;-)
(Foto von Luke Storm)

27. Januar 2011

Alles andere als leicht und gemütlich...

Schnee! Schon wieder!

Das war mein erster Gedanke als ich gestern die Gardinen öffnete. Und das ausgerechnet an einem Tag, wo ich zwei Dinge vorhatte, bei denen mir Schnee so überhaupt nicht in den Kram passte. Aber: beide Dinge haben wunderbar geklappt und der Schnee konnte meinen neu wieder gefunden Optimismus nicht stoppen.

Laufen im Schnee ist ja - wie wahrscheinlich mittlerweile bekannt - nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, denn ich habe meine Schwierigkeiten mit dem weißen Nass und der daraus zumeist resultierenden Glätte. Aber der Schnee, der gestern den ganzen Tag vom Himmel fiel, wollte eigentlich eher ein Nieselregen werden, dem nur  die Temperaturen einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, so dass die kleinen Mini-Flocken als Schnee auf der feuchten Erde landeten. Da blieb zwar ein bißchen was liegen, aber eigentlich war das mehr weiße Nässe als alles andere. Ich hatte allerdings eine ganze Menge Selbstüberzeugung zu leisten bis ich dann schließlich vor der Tür stand, denn mein inneres Prinzesschen wollte natürlich lieber drinnen im Warmen bleiben.  Ich fragte meine Laufschuhe sogar, was sie davon abhielt an meine Füße zu schlüpfen? Aber ich scheine sie noch nicht so ganz unter Kontrolle zu haben, denn auf die Antwort warte ich noch....

Mein 5-minütiges Aufwärm-Gehen musste ich allerdings reduzieren, denn bereits nach zwei Minuten war mir so kalt, dass ich lieber gleich anfing zu laufen. Über den Lauf selber kann ich gar nicht so viel berichten und das empfinde ich als sehr positives Zeichen, denn d. h., dass ich total weg war, in meinem geliebten Läuferkoma. Kalt war mir ganz bestimmt nicht mehr und ich konnte überhaupt nicht mehr verstehen, warum ich mich so hatte überreden müssen. Nach 40:30 Minuten und 5,13 km war ich wieder zu Hause und musste mich schon fast beeilen, um fertig zu werden für mein Foto-Shooting mit Tümay, das ich am Nachmittag hatte.

Tümay war total aufgeregt, schon als wir letzte Woche telefonierten, sprudelte sie über vor Ideen, die sie auf ihren Fotos gerne umgesetzt wissen wollte. Bei dem gestrigen Wetter hatte ich schon fast vermutet, dass sie das Shooting noch wieder verschieben wollen würde. Aber sie war vor Begeisterung gar nicht zu stoppen und so sprang sie fast eine Stunde lang am Strand durch Schnee und Kälte. Hier jetzt nur eine kurze Vorschau - mehr Bilder dann demnächst an gleicher Stelle... :-)

Auch Tümay hat es geschafft, bei diesen Wetterbedingungen, die das Locker-sein sicher nicht gerade gefördert haben, an ihre Grenzen zu gehen und genau das zu schaffen: lockere, fröhliche Fotos - trotz Schnee!

Beides - Laufen und Foto-Shooting - wären beim heutigen blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein sicher angenehmer gewesen, aber wie heißt es so schön: Nur die Harten komm'n in'n Garten!

Und das hat einen ganz einfachen Grund. Denn das was uns schwer fällt; das, was hart für uns ist; das, was sich unkomfortabel anfühlt, führt uns an unsere Grenzen, zeigt uns, wozu wir fähig sind! Leicht und gemütlich wird uns nie zu der Person machen, die wir sein wollen, sein sollen, sein können!

Teilt doch mit mir, was momentan hart und unkomfortabel für Euch ist ... oder was sich leicht anfühlt. Ich höre zu! ;-)

24. Januar 2011

Sonnenstrahl

Das letzte Wochenende war irgendwie der Höhepunkt einiger Wochen, die mich immer tiefer in einen Sog von Dunkelheit, Traurigkeit und Melancholie haben stürzen lassen. Ich haderte mit allem: meinem Leben als Ganzen, meinen Entscheidungen, die ich getroffen hatte, meiner Unfähigkeit, Dinge in die Richtung zu beeinflussen, wie ich es gerne wollte, meinem Wohnort, meinem Bankkonto usw. usw. Vielleicht waren traurige Nachrichten des letzten Jahres noch nicht so richtig verarbeitet, Trauer um eigentlich unbekannte, aber trotzdem lieb gewordene Menschen noch nicht verdaut... Ich weiß es nicht, es war einfach alles zu viel. Zu viel Erwartungen, die andere, aber vor allem ich selbst an mich und mein Leben stellen, zu viel Druck, zu viel Unmut, zu viel negatives Denken, zu viel stark sein müssen oder wollen für andere.

Gestern konnte ich dann einfach nicht mehr! Ich kotzte mich selber an wie ich da saß in meinem Unglück, meine schlechte Laune an allem ausließ, was um mich rum war und darauf wartete, dass Glück vom Himmel fiel! Doch meine Erfahrung hat mich eben auch gelehrt, dass es das in der Regel nicht tut! Man muss sich schon immer wieder aufraffen und den Pott mit Gold am Ende des Regenbogens wenigstens suchen gehen, will man belohnt werden.

So hieß meine Devise für den heutigen Tag zunächst einmal: laufen gehen! Energie sammeln durch körperliche Disziplin. Das hatte schließlich vor zwei/ drei Jahren als ich mit dem Laufen angefangen bin auch super gut geklappt. Je disziplinierter ich beim Laufen war, umso erfolgreicher entwickelte sich auch mein anderes Handeln, umso zufriedener und energiegeladener war ich im Rest meines Lebens. Deshalb will ich dieses Thema hier auch wieder stärker in den Mittelpunkt des Geschehens rücken, mich disziplinierter mit dem Laufen, aber auch mit der Berichterstattung darüber beschäftigen.

Bei diesem heutigen Lauf gingen mir viele Dinge durch den Kopf, Dinge, die mich schon lange beschäftigen, die ich angehen will, die im Jahr 2011 wichtig werden, sein oder bleiben sollen. So lief ich meine gewohnte Strecke am Hindenburgufer, parallel zur Kieler Förde, entlang des regulären Liegeplatzes der gerade in aller Munde befindlichen 'Gorch Fock' und war endlich seit langem mal wieder abgetaucht in mein so geliebtes Läuferkoma. Dabei formten sich Ziele für dieses Jahr heraus, aber vor allem ein Gedanke. Ein Gedanke, der mich schneller werden ließ und mich beflügelte: Wenn ich will, wird dies mein Jahr! 2011 wird mein Jahr! So viel also zu den Gerüchten über die positiv-mentalen Kräfte des Laufens. Aus dem bemitleidenswerten Quarkbüddel von gestern war wieder eine Frau geworden, die ein Licht am Ende des Horizonts sah. Und kaum lief ich so gestärkt weiter, brach sich etwas durch die dunkle Wolkendecke Bahn, was ich gefühlt schon ewig nicht mehr gesehen hatte: ein Sonnenstrahl! Ein Sonnenstrahl, der alles golden erscheinen ließ, den um mich herum wabernden Nebel, fast schimmern ließ und mir nicht zuletzt ein Lächeln aufs Gesicht zauberte, denn was sollte dieser Strahl anderes sein als mein Zeichen für einen Neuanfang!

Akon und Michael Jackson bestärkten mich mit ihrem 'Hold my hand' (das ich hiermit zu meinem Lied der Woche küre, schon allein wegen dieser Textpassage: "This life don’t last forever, So tell me what we’re waiting for.... ") und beschwingt ging ich die Ziele für das noch vor mir liegende Jahr im Kopf durch. Und auch daran möchte ich Euch hier teilhaben lassen, denn was gibt es besseres, um bei der Spur zu bleiben? ;-)

Ziele 2011



  1. schwanger werden (ja, ich bekenne es jetzt hier ganz offen: ich wünsche mir eine kleine Familie und hoffe, in diesem Jahr wenigstens schwanger zu werden, wenn es auch mit dem Baby kriegen ja schon fast eng wird für dieses Jahr... ;-) aber wer weiß, wie schnell der Klapperstorch zubeißt...)

  2. 10 kg abnehmen (2,5 kg sind schon weg! Ich hoffe, bei der Stange bleiben zu können!)

  3. 3x in der Woche laufen gehen (Distanz und Zeit sollen dabei erstmal egal sein)

  4. mein Business boosten

  5. den Einstieg in die Hochzeitsfotografie so richtig schaffen

  6. die Idee für ein Buch, die ich schon lange mit mir herumtrage endlich auf's Papier bringen bzw. wenigstens damit anfangen


Gut gelaunt schloss ich damit meine Runde, die ich derzeit immer wieder mit 5 Minuten gehen am Anfang und am Ende einrahme nach 5,6 km und 43:56 Minuten. Danke!

23. Januar 2011

Weise Worte zum Sonntag 04/2011

Da ich - wahrscheinlich aufgrund des im Januar gefühlt nie enden wollenden Winters - gerade unter akutem Fernweh leide und am liebsten den erstbesten Flieger in Richtung Sonne, Exotik und fremde Kulturen besteigen würde, fallen mir zu diesem Sonntag eigentlich nur die Worte von Kristiane Allert-Wybranietz ein:

Schatzsucher auf Lebenszeit


Einmal möchte ich verweilen können:
Keinen Wunsch mehr,
nicht mehr suchen,
nicht mehr das Gefühl,
noch etwas finden zu müssen.

Vieles habe ich gefunden,
aber nie sind meine
Schatzkammern so gefüllt,
dass ich sie abschließen
und fortfliegen kann.

Dabei habe ich
den Flug
ins Wunschlose
schon so lange
gebucht.

Doch meine Schätze
zerrinnen mir zwischen den Fingern.
Un ich muss weitersuchen,
denn der Versuch,
Vorratskammern mit guten Gefühlen
anzulegen,
ist auch gescheitert.

16. Januar 2011

Weise Worte zum Sonntag 03/2011

Spuren am Weg

Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte.

Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: "Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort Eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst."

Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt.

Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.

Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern.

Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: "Ich arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder aber tut nichts."

Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.

Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.

Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.

Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wieder sahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.

Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: "Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter."

(Stiegler Herbert

nach einem afrikanischen Märchen,

leicht umgeschrieben)

Inwieweit hinterlasst Ihr Zeichen und Spuren in den Herzen anderer Menschen? Ist es nicht oft so, dass wir vor lauter Arbeit „die anderen“ manchmal vergessen, bzw. ein Treffen, eine Feier, ein Wiedersehen, einen kurzen Plausch auf später verschieben? Lasst uns gemeinsam daran denken, dass es die Spuren in den Herzen sind, die bleiben.

12. Januar 2011

Luft ans Hirn

Endlich!
Endlich ist der Schnee geschmolzen (mehr oder weniger), die Wege betretbar, nur einzelne Schneehaufen hier und da achtlos auf den Gehsteig geräumt, die einfach nicht tauen wollen, schränken meine Lauffreiheit noch etwas ein!
Grandiose Musik pusht meine Beine voran, das neue Jahr kann kommen, ich strotze ihm entgegen, entgegen wie dem frischen Wind, der mir aus der Förde entgegen bläst. Hier und da wird es doch noch etwas prickelig, rutschig, die Temperaturen noch nicht konstant hoch genug hier oben an der Küste, um das Ostsee-Wasser, das in den letzten Wochen oft genug über die Kaimauern geschwappt war zum Dahinschmelzen zu bringen.

Doch da werde ich überholt von einer Läuferin, die etwas zu mir sagt. Hä? Verstehe nix, Stöpsel aus den Ohren.
" 'tschuldigung, hab' Sie nicht verstanden!"
"Kein Problem!", prokelt sie auch den Stöpsel aus dem Ohr, "wichtig ist immer nur weiterlaufen, Schritt für Schritt!"
"Ja!", stimme ich ihr zu, "bei den Verhältnissen muss man eben mal langsamer werden, aber hauptsache es geht voran!"
"Genau, immer nur weiter laufen!"
"Ich will Sie aber nicht aufhalten", sage ich zu ihr, während sie nun neben mir hertrabt, "Sie sind 'ne Ecke schneller als ich!"
"Ach nein! Das sind nur Bruchstücke", beruhigt sie und ahnt nicht, wie aufmunternd ihre Worte für meine nach vier Wochen eingerosteten Beine sind, "ich laufe schon die ganze Zeit hinter Ihnen her und habe mich langsam aber sicher an Sie rangezogen!"
"Na gut", lache ich, "dann noch viel Spaß!"
"Auch so!", zieht sie lächelnd davon.

Ach, das war nett und so hier oben noch nie erlebt, ist das Nordlicht doch eben etwas ruhiger und zurückhaltender als der gemeine Berliner... ;-) Das verspricht anderes, neues für das neue Jahr!

Was so ein bißchen Luft ans Hirn doch alles in einem bewegen kann!

9. Januar 2011

Weise Worte zum Sonntag 02/2011

Es war einmal ein Baum
Es war einmal ein Baum, wunderschön anzusehen, voller Pracht stand er da. Viele Leute aus dem Dorf kamen zu ihm, um in seine Rinde etwas hineinzuritzen, um Trost oder nur etwas Ruhe unter seinem Schutz zu suchen. Bemerkenswert war, dass dieser Baum an einem Abgrund stand, die Wurzeln freigelegt. Es schien so, als müsste er bei den kleinsten Brisen umfallen und in die Tiefe stürzen. Nach jedem Unwetter kamen einige Leute aus dem Dorf um nachzusehen ob der Baum noch an seinem Platz stand. Er stand da als könnte ihm nichts passieren, vielleicht wankte er ein wenig, aber das war nur der Wind der mit ihm zu spielen versuchte.

Keine Erklärung dafür hatten die Leute aus dem Dorf, wussten sie doch eines nicht:

Die benachbarten Bäume waren es, die ihre Wurzeln still und heimlich zu dem großen Baum wachsen ließen. Sanft schlangen sie ihre Wurzeln um die des großen Baumes, um ihn unbemerkt und in großer Liebe zu halten.

(von Thomas Kratochwil)

Schauen wir doch einmal, wann Menschen in unserer Nähe unsere Unterstützung brauchen, wo wir unterstützend unter die Arme greifen und Hilfe leisten können - manchmal liegt die Hilfe schon in den kleinen Dingen!

5. Januar 2011

Wie ein weißes Blatt Papier...

...liegt das neue Jahr vor mir und ich weiß irgendwie noch nicht so genau womit ich es beschriften möchte. Es gibt einige Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren, einige Träume, denen ich gerne nacheifern würde, leider auch einige hinderliche Gedankenstränge, die mich zweifeln lassen an vielem....

Einiges ist bereits konkret: meine Foto-Reise 2011, auf die ich gerne mit vielen Lesern gehen möchte. Oder auch meine erste Secrets Foto-Session Ende Januar mit meiner Kollegin.

Weitere Ziele für das neue Jahr werde ich noch definieren, Euch hier teilhaben lassen, Projekte, die ich verfolgen möchte hier mit Euch, meinen Lesern teilen.

Doch bevor ich mich auf all' das neue einlassen kann, habe ich irgendwie noch das Gefühl einmal zurückblicken zu müssen, das Alte abzuschließen. Pienznäschen hat dazu ein Jahresrückblickstöckchen benutzt, das ich hier gerne weiter verwenden möchte.

Wer mag, nimmt es mit und benutzt es selber!

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

obwohl es ziemlich genau einen Monat gab, dem ich eine 10 geben würde, war es insgesamt betrachtet leider eher ein Flop bzw. ganz viel Alltägliches, deshalb Durchschnitt bei 5

2. Zugenommen oder abgenommen?

zu... :(

3. Haare länger oder kürzer?

'ne ganze Ecke länger, aber noch nicht lang genug

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

die Dioptrinzahl hat sich zumindest nicht verändert... aber mein Blick geht mehr in die Weite als bisher!

5. Mehr Kohle oder weniger?

die Krise schlug in meiner Branche erst in diesem Jahr zu... also -

6. Besseren Job oder schlechteren?

das ist ja auch immer eine Frage der Betrachtung, oder? An manchen Tage schimpfe ich, an anderen jubele ich - also wie immer!

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

wahrscheinlich mehr, wenn ich nur an unsere Hochzeit und Hochzeitsreise denke... aber das war es wert!

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?

Ja! $19.80 an einem einarmigen Sex and the City-Banditen im Luxor-Hotel in Las Vegas - danach hab' ich auch sofort aufgehört und den Gewinn abgeholt... ;-)


9. Mehr bewegt oder weniger?

mehr - auf jeden Fall in mir, hoffentlich in dem einen oder anderen Seminarteilnehmer und Coachee auch, vielleicht auch etwas in der Welt... man weiß es nicht!

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

persönlich für mich kann ich mich gerade an gar keine erinnern, auch wenn es die sicher gab - aber so schlimm und einprägsam kann es dann wohl nicht gewesen sein. Erkrankungen in meinem Umfeld waren da schon einschneidender...

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

die Brustkrebs-Diagnose bei meiner Mutter

12. Der hirnrissigste Plan?

den AVON-Frauenlauf in unter 30 Minuten laufen zu wollen

13. Die gefährlichste Unternehmung?

ich hab's ja nicht so mit Gefahren - aber manche Menschen würden es schon für gefährlich halten nur mit gebuchtem Flug nach Los Angeles zu fliegen und dann mal zu schauen, was sich in den nächsten drei Wochen so ergibt. Achja und dabei fällt mir ein, dass ich trotz Klapperschlangen-Warnung in Flip-Flops durch die Alabama Hills in Nevada gewandert bin! Hab' das Schild leider erst hinterher gesehen....

14. Die teuerste Anschaffung?

weiß ich nicht - das war in diesem Jahr nicht so dolle....

15. Das leckerste Essen?

Unser Hochzeitsmenü in meinem ungeschlagenen Lieblings-Restaurant "Ruffini" in Kiel

16. Das beeindruckendste Buch?

Miriam Pielhau: Fremdkörper


17. Der ergreifendste Film?

Obwohl so verschieden schlagen sich 'The Blind Side' und 'Der Ghostwriter' um meinen persönlichen Spitzenplatz im letzten Jahr.



18. Die beste CD?

Teenage Dream - Katy Perry

19. Das schönste Konzert?

Nena open air bei der Kieler Woche


20. Die meiste Zeit verbracht mit?

meinem Herzblatt

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

meinem Herzblatt in den USA

22. 2010 zum ersten Mal getan?

da muss ich Julia sogar zitieren:
geheiratet
(geplant auch zum letzten Mal getan)

23. 2010 nach langer Zeit wieder getan?

meinen Körper regieren lassen

24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

  1. die Brustkrebsdiagnose meiner Mutter

  2. die Krise

  3. ein folgenschwerer Tweet


25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

dass es sich lohnt Gemeinsamkeit im Leben zuzulassen

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

meiner Mutter beizustehen in ihrer schweren Zeit war für sie wohl sicher ein sehr großes Geschenk, für das sie sich bei mir Weihnachten sogar explizit bedankt hat - wobei das für mich so eine Selbstverständlichkeit war.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

meinen Mann an meiner Seite

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Auch da darf ich Julia zitieren:
"Ja!”

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Und wieder ein Zitat von Julia:
ja (mit brüchiger Stimme im Standesamt)

30. Dein Wort des Jahres?

you're welcome

31. Dein Unwort des Jahres?

Wutbürger!

32. Deine Liebglingsblogs des Jahres?

Oh, da gibt es eine ganze Menge amerikanische Fotografinnen-Blogs, die ich heiß und innig liebe.

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!

Ich bin in diesem Jahr das erste Mal dabei, also kein Link!

2. Januar 2011

Weise Worte zum Jahresanfang

"Wer sich heute nicht um die Zukunft kümmert,

wird morgen die Gegenwart bedauern."

(Chin. Sprichwort)

Sowohl im beruflichen wie im privaten Bereich ist unser Leben permanent Veränderungen unterworfen. Oft ängstigen und verunsichern diese Veränderungen. Deshalb ist es sinnvoll, speziell in Umbruchsituationen und bei Herausforderungen, den eigenen Standpunkt neu zu bestimmen. Auch eingeschlagene Wege zu überprüfen und gegebenenfalls Kurskorrekturen vorzunehmen, macht Sinn.

Bestimmt kennt auch Ihr das Gefühl, dass es so nicht mehr weiter gehen kann, dass etwas Neues her muss. Aber was genau dieses Neue sein soll, verbirgt sich im Nebel der Möglichkeiten oder im Dschungel der Zweifel und Ängste.

Wir alle habe ein nahezu unbegrenztes Potenzial an Fähigkeiten und Ressourcen. Doch leider ist unser Zugriff darauf durch mentale Strukturen wie Glaubenssätze, Erwartungen, Ängste oder Vorlieben eingeschränkt. Um so wichtiger ist es, dieses Reservoir an Möglichkeiten kennen zu lernen und zu erweitern.

Wann geht das besser als am Anfang eines neuen Jahres?

Aber bitte: nehmt Euch nicht Ziele und Visionen vor, die unrealistisch zu erreichen oder gar außerhalb Eures eigenen Veratnwortungsbreiches liegen. Denn das ist der Frust bald schnell da und alle guten Vorsätze sind schnell wirde über den Haufen geworfen.

Meine Anregung für Euch: Justiert in kleinen Schritten! Das zu verändernde Verhalten muss sich nicht gleich um 180 ° ändern, sondern man nähert sich dem Ziel besser mit kleinen Schritten, fügt zum eigenen Schwarz-Weiß-Denken auch noch die eine oder andere Grauschattierung hinzu!

Was soll in diesem Jahr bei Euch anders werden? Was sind Eure kleinen Schritte zum Ziel? Ich freue mich zu erfahren, was in Euren Köpfen zum Jahresanfang neu justiert wird, welche Tür sich für Euch öffnen soll! :-)

1. Januar 2011

Happy New Year

Nachdem mein Ulfi und ich schwungvoll ins neue Jahr getanzt haben, ließen wir uns heute bei windigem, aber strahlend-schönem Tauwetter an der Förde durchpusten, wo wir wunderschöne Blicke erleben durften.

Möge das Jahr mit so vielen schönen Ansichten weitergehen und viel Glück, Zufriedenheit und Liebe bringen!

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