30. Oktober 2011

Regelmäßigkeit

"Wie bescheuert bin ich eigentlich?", dachte ich, als ich am Donnerstag morgen um 6.15 Uhr im Dunkeln draußen vor meinem Hotel in Minden stand. Aber ich erinnerte mich auch an Zeiten, wo ich das wie selbstverständlich immer gemacht hatte, wenn ich unterwegs war und das Laufen mir so ins Blut übergegangen war, dass ich es mir gar nicht vorstellen konnte, es nicht zu tun.
Und an diese glorreichen Zeiten wollte ich ja nun wieder anknüpfen. Also los!
Auf ins dunkle Minden.


Einfach 15 min immer der beleuchteten Straße folgen, dann die gleiche Strecke wieder zurück! Wieder 2 Songs laufen, 1 Song gehen, 3 Songs laufen, 1 Song gehen - bis ich wieder zurück beim Hotel war. Noch ein bißchen Dehnen, Motivationspodcast hören, duschen, Frühstück und frisch und gut gewappnet in den zweiten Smeinartag! Es hatte sich gelohnt! Ich habe mich selten so gut gefühlt und konnte meinen Seminarteilnehmern auch gleich freudig verkünden, dass ich mich an mein Ziel gehalten hatte, das wir beim Mittagessen am Vortag besprochen hatten. ;-)

Nachdem ich dann am Freitag eine Hochzeit am Timmendorfer Strand fotografiert habe und gestern einen entspannten Bummel-Samstag in Hamburg verbracht hatte, konnte ich es heute dann schon fast gar nicht mehr abwarten, endlich raus zu kommen. Es nieselte zwar, aber die gelben Blätter gaben der Dunstigkeit, die hier oben derzeit von der See jeden Tag aufsteigt, etwas Strahlendes und ich genoss es, durch die sonntäglichen Spaziergänger zu "fliegen".



Ja, zu FLIEGEN! Für meine Verhältnisse war ich heute richtig fix und trotz meiner wieder nach Songs aufgeteilten Gehpausen, hatte ich eine Durchschnittsgehschwindigkeit, wie zu meinen besten Zeiten fast nicht... Mein selbst gewähltes Aufbau-Programm scheint sich schon anch einer Woche wieder auszuzahlen und ich fühlte mich stark und gut heute! Herrlich! Ja, vielleicht ist der Knoten jetzt wirklich wieder geplatzt! Ich wäre so froh!

26. Oktober 2011

Sturmlauf in der Wesermarsch

Allzu oft habe ich einen Neustart angekündigt, so dass ich mich für mich selber schämen würde, wenn ich diesen hier nun schon wieder verkünden würde. Allerdings ist es definitv so, dass ich mich selber ankotze mit meiner Lethargie, mit meiner ständigen Müdigkeit, mit meinem Nichtstun, was das Laufen angeht. Sicher - derzeit kämpfe ich mit den Geistern, die ich rief. Ich habe mir zu tun gewünscht auf allen Ebenen meiner Berufstätigkeit und nun ist diese eingetreten: ich bin als Trainerin und Coach wieder gefragt, das Krisenjahr 2010 habe ich hinter mir gelassen, die Leidenschaft des Fotografierens wurde definitiv zum (Neben-) Beruf. Wer mehr darüber erfahren möchte, schaut hier.
Aber all das ist (eigentlich) kein Grund, die Lauferei so sträflich zu vernachlässigen. Wenn ich meine eigenen Einträge lese, die nun mittlerweile fast vier Jahre alt sind, muss ich fast weinen. Wie enthusiastisch war ich, wie gut ging es mir und nun dieser Abbruch...
Es ist ja nicht so, dass ich gar nichts mehr tun würde. Immer mal treibt es mich raus, aber die Regelmäßigkeit ist komplett verloren gegangen, meine Prioritäten falsch gesetzt und das KOTZT mich an! Und es nervt mich auch, dass ich diesen Blog, der eingerichtet wurde, um mich selbst zu motvieren und meine Lauf-Erlebnisse zu dokumentieren, nicht mehr regelmäßig pflege, mich selbst und meine Gesundheit, meine Fitness nicht mehr ernst genug nehme!
Ich will das jetzt ändern und habe den Vorsatz, im nächsten Frühjahr, irgendwie, irgendwo an einem 5 Kilometer-Lauf teilzunehmen, um mich wieder zu regelmäßiger Tätigkeit zu animieren.
Ich werde über Anmeldung, Datum und Location hier berichten!


So habe ich es gestern auch endlich einmal wieder geschafft - trotz fast stürmischen Wetters -  laufen zu gehen! Op'n platten Land bei meinen Eltern war ich unterwegs und habe meine eigene Strategie umgesetzt: 5 min. Warm-Up, 2 Songs Laufen (Gott sei Dank mit Rückenwind!), 1 Song Gehen (wobei ich Begleitung hatte wie man im Foto sehen kann), dann wieder drei Songs laufen und 5 min. Cool Down!



Es war herrlich durch die norddeutsche Tiefebene zu laufen, die Gewalten der Natur, den Wind, den Sturm auf meiner Haut zu spüren und obwohl ich noch etwas verschnupft war von meiner Erkältung, die mich letzte Woche pünktlich nach meinem 36. Geburtstag ereilt hatte, konnte ich frei atmen und genoss die frische Luft!

Kann mich bitte in Zukunft jemand an dieses Gefühl erinnern??? ;-)

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