28. März 2011

Immer langsam mit den jungen Pferden

Der dritte Lauf dieser neuen Woche, dieses neuen Anfangs, der ersten Woche von Gateway to 8k stand heute auf dem Programm. Doch der Switch zu meiner heiß geliebten Sommerzeit, Schwiegereltern-Besuch am gestrigen Sonntag und generelle Müdigkeit (wahrscheinlich hervorgerufen eben auch durch die seltsam ungewohnte körperliche Betätigung, die das Laufen ja gerade wieder für mich darstellt) ließen mich heute morgen nahezu komatös bis 9 Uhr schlafen. (Ja, ich weiß, was das ganze angestellte Berufsvolk jetzt denkt... Aber dafür sitze ich eben auch oft genug bis spät in die Nacht oder am Wochenende am Schreibtisch, bearbeite Fotos, bereite Seminare vor oder nach, arbeite am Wochenende oder bin bei Seminarwochen mit den Teilnehmern bis spät abends beschäftigt!) Und ebendiese, die Arbeit, rief mich dann auch schleunigst, so dass an Laufen heute morgen eben nicht mehr zu denken war.
Nach einem eher nervigen Tag am Schreibtisch (ich konnte mich irgendwie nicht richtig konzentrieren, hab' mehrere Sachen irgendwie immer gleichzeitig gemacht, aber keine richtig, so dass ich mich gegen 16 Uhr selbst zu Ordnung rufen musste, um wenigstens noch die absoluten Must-Do's heute fertig zu kriegen, was dann auch gelang) stand ich also erst um 19.30 Uhr draußen vor der Tür und wollte gerade loslaufen als mein Herzblatt nach Hause vorgefahren kam... Nun, ich habe mich aber nicht von dem mit ihm hereinschneienden Sog wieder zurück zu gehen, abhalten lassen, sondern wurde mit einem Küßchen auf die Strecke geschickt. Gott sei Dank ist es jetzt ja wieder eine Stunde länger hell!!!
Aber da ich noch nicht so genau einzuschätzen wusste, wann es so wirklich dunkel wird, rannte ich erst durch das Waldstück, durch das ich mich im Dunkeln nicht traue. Der Nachteil: es geht richtig steil bergab! Normalerweise gerne genommen, aber meine lahmen Muskeln und vor allem mein rechtes Knie schrien doch etwas auf ob der ungewohnten Belastung generell und nun noch bergab im Besonderen. Ich versuchte, meine Beine möglichst die ganze Zeit bewusst zu entspannen, locker zu bleiben und da hörte das Ziehen im Knie auch schon auf! Aber Warnsignal war es mir alle mal genug, denn von 0 auf 15 Kilometer in der Woche zu gehen, geht an meinen Muskeln eben nicht unbemerkt vorbei. So ließ ich es langsam angehen, trabte am Wasser entlang, genoss die frische Brise und die angenehme Leere an der Promenade im Vergleich zum übervollen Samstag nachmittag. Erst beim allerletzten Intervall fühlte ich mich so richtig wohl und war wie so oft als ich wieder zu Hause war so richtig froh, mich aufgerafft zu haben. Ich muss und will ja schließlich keine Rekorde aufstellen, ich will mich wieder bewegen, Spaß an der Bewegung haben und da muss man nicht gleich Höchstleistungen vollbringen, die einem das Ganze eher schnell wieder madig machen, weil man sich überanstrengt hat.
Freudig grüßt ein noch nicht wieder muskulös gut ausgestattetes und in dem Sinne junges, aber eben doch schon vernünftiges altes Pferd! HüüühüüüühüüüHü!

26. März 2011

Täuschungsmanöver

Die Sonne strahltevom klar-blauen Himmel, die Vögel scheinen sich vor lauter Begeisterung über das Frühlingswetter die Lunge aus dem Hals piepen zu wollen und als ich noch am Schreibtisch sitzend die letzten Formalitäten für eine Hochzeitsfoto-Buchung im September erledige, werde ich von der Sonne, die direkt auf meinen Schreibtisch scheint herrlich gewärmt!
Doch schon als ich den Forerunner zum Satellit suchen auf den Balkon lege, weht mir ein kalter Wind um die Nase. Meine Pläne nur mit einem leichten Jäckchen loszulaufen, lege ich also lieber ad acta und krame die Feleecejacke hervor. Als ich ein paar Minuten später draußen stehe und meinen Aufwärm-Walk gen Postkasten strebe, um die gerade noch vorbereiteten Verträge zu versenden, ärgere ich mich schon fast, dass ich keine Handschuhe eingesteckt habe.
Das Wetter wusste heute sich zu verkaufen, denn obwohl es traumhaft aussah, was es wirklich empfindlich kalt und bei 6°C wehte auch noch eine steife Brise über die Förde. Geschickterweise hatte ich mir natürkich auch ausgerechnet die falsche Richtung für meine Runde ausgesucht, so dass ich am Wasser konstant gegen den Wind ankämpfen musste. Aber dafür musste ich am Schluss nicht den langen stetigen Berg hinauf, sondern konnte ihn anfangs locker hinunterjoggen. Irgendwas ist ja immer....
Meine Beine haben die 40 ungewohnten Minuten von Donnerstag nämlich noch nicht so ganz verkraftet und ich spürte das Fragezeichen in ihnen nach dem langen Winterschalf noch ganz deutlich. Aber ja! So sollte es weitergehen, wieder laufen, bewegen, Muskeln aufbauen.
Meine Vermutung nach der langen Pause wäre eigentlich auch eher gewesen, dass meine Kondition gelitten hätte, aber der geht es erstaunlcih gut und die würde wohl auch bereits 40 min. am Stück verkraften. Meine Beine finden das aber nicht so angenehm und waren heute auch froh als sie eine extra lange Dehnungszeit nach dem Lauf in der Sonne spendiert bekommen haben. Wie schön, dass ich da nicht mehr fror, sondern das Gesicht gen wärmender Energie recken konnte. Auch die Viertelstunde danach bei einem herrlich erfrischenden Getränk und den letzten Minuten meines noch andauernden Podcasts auf unserem windgeschützten Balkon war herrlich!
Frühling, Du kannst uns noch so sehr täuschen wollen, lange kannst Du Dich nicht mehr verstecken! Wir finden Dich!

24. März 2011

Import

Aufmerksame Leser werden feststellen, dass ich eine Reihe meiner eher persönlicheren Post, insbesondere jene, die sich mit dem Laufen beschäftigen, aus meinem Foto-Blog hierher importiert habe. Nicht alle Verlinkungen, Bilder usw. funktionieren deshalb korrekt. Das bitte ich nachzusehen, denn die Arbeit das alles zu korrigieren, möchte ich mir nicht machen!
Wer Lust hat, dort noch ein bißchen in der Vergangenheit zu stöbern: Viel Spaß!
Auch über späte Kommentare freue ich mich noch!

Aufbruchstimmung

Natürlich wurde das letzte Woche alles nix mit dem Laufen...
Mein Leben ist irgendwie im Moment so bunt und busy, dass ich das einfach irgendwie nie in den Tag kriege. Ganz klar: wenn ich es zu einer Priorität machen würde, dann ginge es auch. Aber da gibt es momentan eben so viele wichtigere Dinge... Naja, und außerdem spielt einem eben das Leben auch manchmal einen Streich. So wie Montag abend als ich von einem Seminar, das ich an der Uni in Kiel gegeben habe zurück nach Hause fahre und an einer roten Ampel stehe. Auf einmal kracht es und es ist mir ein Mann mit seinem Auto rückwärts aus einer Einfahrt in die Beifahrer-Seite meines stehenden Autos gefahren. Nee klar! Ich stand da ja auch erst die ganze Rot-Phase... Nunja.... Zum Glück ist niemandem was passiert, der Blechschaden wird behoben und die Schuldfrage ist hier ja äußerst eindeutig, aber ärgerlich und mit Laufereien und zeitintensiven Terminen ist das natürlich schon verbunden... Aber so spielt eben das Leben!
Die Hochzeitssaision naht hier oben im frischen Norden auch mit großen Schritten, so dass ich momentan auch ordentlich fleißig unterwegs bin und Termine für Vorgespräche mit Brautpaaren habe, die ihre Hochzeit von mir fotografieren lassen möchten. Die Samstage werden knapper... Ich freue mich wahnsinnig auf diese Saison und auf die vielen emotionsgeladenen Momente, die ich werde einfangen dürfen!
Auch die Hochs und Tiefs, die meine Art zu arbeiten (freiberuflich und an mehreren thematischen Fronten) mit sich bringen, bewältige ich momentan ganz gut. Aber auch da gibt es eben immer wieder Neues zu schaffen, gezielt und langfristig an Zielen zu arbeiten. Wie das gehen kann hat der Film 'Betty Anne Waters' den ich letzte Woche in der Lady's Night im CINEMAXX sehen konnte, mir nochmal eindeutig vor Augen geführt.
Unglaublich fand ich dann auch die Tatsache, dass man für den Getränkegutschein (auf dem übrigens eindeutig BegrüßungsGETRÄNK steht und nicht BegrüßungsSEKT), den man ja bei der Lady's Night im CINEMAXX bekommt (und ihn natürlich eigentlich mitbezahlt) tatsächlich nur Alkohol bekommt. Lediglich der Eintausch gegen einen Piccolo Jules Mumm war möglich! Da ich mich ja gerade in meiner 7-wöchigen Alkohol-Abstinenz bis Ostern befinde, fand ich das eine ziemliche Unmöglichkeit. Mal ganz davon abgesehen dass es ja eben gerade bei Lady's gewisse Phasen im Leben gibt, während derer sie gar keinen Alkohol trinken dürfen/ sollten. Wenigstens die alkohlfreie Variante von Jules Mumm, die es ja mittlerweile auch gibt, wäre eine Alternative gewesen, aber laut Info des Mitarbeiters will Jules Mumm diesen nicht liefern... Aha.... Da überlege ich doch tatsächlich ob es mir das wert ist, nochmal einen Brief an CINEMAXX und Jules Mumm zu schreiben, um diesen Missstand anzuprangern. Ich meine, es gibt auch Menschen, die Probleme mit dem Alkoholkonsum haben - dann werde ich also auf diese Art und Weise auch noch dafür bestraft und aus der Gesellschaft ausgegrenzt?! Ich brauch' wohl nicht mehr erwähnen, dass ich mich total aufgeregt habe und schließlich das halbe CINEMAXX aufgeschreckt habe, oder?
Schlussendlich habe ich aber also stattdessen mein Wasser für den Gutschein bekommen....Kämpfen lohnt also auch im kleinen!
Den Film selbst fand ich jetzt nicht so wahnsinnig toll, obwohl Hillary Swank gut gespielt hat und Peter Gallagher für mich immer eine Augenweide ist. Aber die Story, die dahinter steckt ist schon unglaublich: mit welch' einer Courage und andauerndem Engagement diese Frau gegen alle Mauern angekämpft hat, um ihren Bruder zu retten. Das hat mir schon imponiert und mich auch motiviert.
So bin ich dann nun auch wieder damit gestartet, mir kleine ToDO-Listen für jeden Tag anzulegen. Natürlich gibt es eine große ToDO-Liste, nach der ich meine tägliche Arbeit ausrichte. Aber nun wird wieder jeden Abend für den morgigen Tag geplant, was ich tun will. Und darauf kann dann eben auch wieder der Begriff 'Laufen' Platz finden, so wie auf der heutigen Liste, die ich gestern abend angelegt habe, nachdem gestern schon beschwingt sicher von der Frühlingssonne so ein toller produktiver Tag war.
So stand da also heute morgen der Begriff 'Laufen' und ich bin also direkt in meine Laufklamotten gesprungen, habe zusammen mit meinem Herzblatt lediglich eine Banane gefrühstückt und einen Cappuccino getrunken, um danach locker-leicht in den Frühlingsmorgen starten zu können. Temperaturen um 8°C, strahlend-blauer Himmel, Sonne und ein frisches Lüftchen über der Förde! Da weiß man doch schnell wieder, warum man das morgens macht und wofür es sich zu leben lohnt! Meine Fitness hat durch die lange Winterpause natürlich schon gelitten und es war nicht einfach, die 8-minütigen Laufintervalle durchzuhalten bzw. ich merkte eben schon wie ich pustete, die Beine beim letzten Intervall fast abzubrechen drohten. Aber es hat Spaß gemacht, die Luft war toll, überanstrengt habe ich mich ganz sicher nicht, aber es war eben auch gerade herausfordernd genug, um nicht langweilig zu sein!
Samstag starte ich also in die zweite Runde vom Gateway to 8k!

16. März 2011

Reanimiert

Seit nun schon über einem Jahr schreibe ich mehr oder minder regelmäßig auf meiner Foto-Seite bzw. meinem Foto-Blog bei Wordpress (www.jasminphotography.net). Ebenso mehr oder minder regelmäßig laufe ich auch und schreibe darüber. Mehr und mehr merke ich aber, dass sich privates Schreiben und Laufen und berufliches Fotografieren nur schlecht vertragen. Natürlich sollen und können alles meine Kunden mehr über mich und mein Privatleben wissen, ich verkaufe ja in gewisser Weise nicht nur die Ergebnisse meiner Arbeit, meine Fotos, sondern auch mich als Person, mich als Fotografin. Aber eben nicht jeder möchte das lesen!
Und anders herum interessiert einige Leser auch nicht, wann ich mit wem wo welche Fotos gemacht habe, sondern wollen viel lieber etwas über meine 'Leiden' beim Laufen lesen.
Das Schreiben einfach frank und frei von der Leber weg über meine Läufe, über meine Erlebnisse fehlt mir. Stattdessen überlege ich viel zu oft, ob das nun auch noch interessant für potenzielle Kunden ist. Deshalb habe ich auch ausgesetzt, mir hat das Bloggen einfach keinen Spaß mehr gemacht. Ich möchte wieder schreiben - haptsächlich und grundursächlich für mich. Wenn es dann auch noch eine geneigte Leserschaft findet, umso schöner. Aber wenn nicht, dann eben nicht!
Und aus genau diesen Gründen möchte ich diesen Blog in einem neuen frühlingsfrischen Outfit wieder reanimieren. Und mit dabei meine Laufversuche, die in den letzten Wochen und Monaten doch etwas gelitten haben.
Gerne erinnere ich mich eigentlich an meine Anfangszeiten, wo ich nach dem C25k-Plan langsam aber sicher mehr und mehr Kilometer schaffte und gemeinsam damit auch das Gefühl hatte, mein Leben in den Griff zu bekommen. Genau das will ich auch jetzt wieder schaffen.
Mein Leben ist bunt im Moment, viele Dinge laufen nicht so, wie ich es gerne hätte. Manches verselbständigt sich und nimmt ungeahnte Formen an, die ich nicht abzusehen wusste. Glückliche Tage wechseln sich mit nicht so glücklichen ab. EIn ganz normales Leben also eigentlich. Doch trotzdem habe ich das Gefühl, nicht immer Herr der Lage auf diesem schwankenden Schiff zu sein und das Gefühl, mein Leben im Griff zu haben wie es zu anderern Zeiten dieses Blogs der Fall war, fühlte sich einfach besser an.
Morgen wird gestartet mit einem Programm, das mich den 8 km näher bringen soll. Am liebsten würde ich eigentlich schon jetzt starten, aber ich bin gleich zum Kino verabredet und schaue mir in der CINEMAXX Ladys Night 'Betty Annee Waters' an. Hoffe, dieser Film mit der grandiosen Hillary Swank wird mir ebenfalls einen Motivationsschub geben! Hier der Trailer:

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