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Immer langsam mit den jungen Pferden

Der dritte Lauf dieser neuen Woche, dieses neuen Anfangs, der ersten Woche von Gateway to 8k stand heute auf dem Programm. Doch der Switch zu meiner heiß geliebten Sommerzeit, Schwiegereltern-Besuch am gestrigen Sonntag und generelle Müdigkeit (wahrscheinlich hervorgerufen eben auch durch die seltsam ungewohnte körperliche Betätigung, die das Laufen ja gerade wieder für mich darstellt) ließen mich heute morgen nahezu komatös bis 9 Uhr schlafen. (Ja, ich weiß, was das ganze angestellte Berufsvolk jetzt denkt... Aber dafür sitze ich eben auch oft genug bis spät in die Nacht oder am Wochenende am Schreibtisch, bearbeite Fotos, bereite Seminare vor oder nach, arbeite am Wochenende oder bin bei Seminarwochen mit den Teilnehmern bis spät abends beschäftigt!) Und ebendiese, die Arbeit, rief mich dann auch schleunigst, so dass an Laufen heute morgen eben nicht mehr zu denken war.
Nach einem eher nervigen Tag am Schreibtisch (ich konnte mich irgendwie nicht richtig konzentrieren, hab' mehrere Sachen irgendwie immer gleichzeitig gemacht, aber keine richtig, so dass ich mich gegen 16 Uhr selbst zu Ordnung rufen musste, um wenigstens noch die absoluten Must-Do's heute fertig zu kriegen, was dann auch gelang) stand ich also erst um 19.30 Uhr draußen vor der Tür und wollte gerade loslaufen als mein Herzblatt nach Hause vorgefahren kam... Nun, ich habe mich aber nicht von dem mit ihm hereinschneienden Sog wieder zurück zu gehen, abhalten lassen, sondern wurde mit einem Küßchen auf die Strecke geschickt. Gott sei Dank ist es jetzt ja wieder eine Stunde länger hell!!!
Aber da ich noch nicht so genau einzuschätzen wusste, wann es so wirklich dunkel wird, rannte ich erst durch das Waldstück, durch das ich mich im Dunkeln nicht traue. Der Nachteil: es geht richtig steil bergab! Normalerweise gerne genommen, aber meine lahmen Muskeln und vor allem mein rechtes Knie schrien doch etwas auf ob der ungewohnten Belastung generell und nun noch bergab im Besonderen. Ich versuchte, meine Beine möglichst die ganze Zeit bewusst zu entspannen, locker zu bleiben und da hörte das Ziehen im Knie auch schon auf! Aber Warnsignal war es mir alle mal genug, denn von 0 auf 15 Kilometer in der Woche zu gehen, geht an meinen Muskeln eben nicht unbemerkt vorbei. So ließ ich es langsam angehen, trabte am Wasser entlang, genoss die frische Brise und die angenehme Leere an der Promenade im Vergleich zum übervollen Samstag nachmittag. Erst beim allerletzten Intervall fühlte ich mich so richtig wohl und war wie so oft als ich wieder zu Hause war so richtig froh, mich aufgerafft zu haben. Ich muss und will ja schließlich keine Rekorde aufstellen, ich will mich wieder bewegen, Spaß an der Bewegung haben und da muss man nicht gleich Höchstleistungen vollbringen, die einem das Ganze eher schnell wieder madig machen, weil man sich überanstrengt hat.
Freudig grüßt ein noch nicht wieder muskulös gut ausgestattetes und in dem Sinne junges, aber eben doch schon vernünftiges altes Pferd! HüüühüüüühüüüHü!

Kommentare

  1. Ist doch klar, dass die jungen Pferde bei dem Wetter nicht die Hufe still halten können. Und wer will den schon ein alter Klepper sein, wenn man die Beine draußen fliegen lassen kann. Die Schmerzen danach nimmt man doch gerne in Kauf. Und wie du schreibst: Du musst nicht-du kannst!

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  2. @Martin: Ich will aber eben das Ganze auch langfristig genießen können und was ich davon habe, wenn ich jetzt zu schnell zu viel mache, weiß ich eben auch. Das muss ich nicht wieder haben. Also lieber ein bißchen selbst verordnetes Traben statt Galopp, denn sonst gehe ich bald kaum mehr im Schritt richtig rund...;-)

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