Direkt zum Hauptbereich

Akute stress- und wetterbedingte Unlust

So oder ähnlich hätte wohl eine Diagnose für meinen Zustand seit Freitag gelautet, denn nichts konnte mich dazu bewegen bei wohl allseits bekanntem Schneechaos am Wochenende laufend vor die Tür zu treten.
Am Samstag zeigte sich zwar mal die Sonne am Berliner Himmel, aber da 1. Valentinstag und 2. unser 10. Jahrestag zu feiern war, hatten mein Schatz und ich anderes zu tun als an Laufen zu denken. So waren wir abends zum Beispiel schön essen, vorher durfte ich mir noch einen Anhänger für mein Pandora-Armband aussuchen... freu...
Tja, und dann in der Nacht von Samstag auf Sonntag startete es irgendwann: Dauerschnee bis einschließlich Montag abend bis ich mich wieder mal in den Zug nach Bielefeld gesetzt habe, wo ich mich ehrlich über den Regen freute, den ich statt der weißen Flocken zu sehen bekam.
So gerne ich dem Schnee seine Schönheit abtrotzen würde, fällt es mir doch schwer in dem verwaschenen Einheitsgrau des Himmels, der ohne Übergang in den Schnee überzugehen scheint, etwas positives zu sehen. Wenn doch wenigstens die Sonne dazu scheinen würde...
Meine Ängste bei Schnee und Eis zu laufen habe ich bereits ausführlich beschrieben, so dass ich am Sonntag weiterhin die gemütlich-kuschelige Wohnung bevorzugt habe. Und es schneite unaufhörlich - ohne Ende!
Wie froh war ich dann, dass ich heute morgen um 6.30 Uhr im strömenden Regen in Halle auf meine kleine 4,28km-Runde starten konnte. (Auch wieder recht schnell in 7:03 min/km!) Seit Ewigkeiten bin ich nicht mehr im Regen gelaufen und wie frisch habe ich mich doch gefühlt!
Nicht so schön fand ich zwar den See, den ich in meinem linken Schuh hatte, nachdem mich ein Taxi genau neben einer Pfütze überholt hatte, aber auch das war zu verschmerzen. Ach, schön, dass ich mich mal wieder aufgerafft habe.
Wenn jetzt nur endlich der Frühling käme... Oder doch wenigstens ein klitze-kleines bißchen blauer Himmel... bitte...

Kommentare

  1. Und wie ich das nachfühlen kann! Ich glaube ich habe es mit dem da oben wohl verscherzt dieses Jahr. Ich finde das Gefühl toll, dem Wetter zu trotzen, aber ein Läufchen bei milden Temperaturen, mit Sonne im Gesicht- das wäre doch nicht zu viel verlangt, oder ?

    AntwortenLöschen
  2. Wozu Frühling? Ist der Regen nicht schön genug? Im Gegensatz zum Schnee klang das doch super ;)

    An den Schneetagen habe ich mir nicht vorstellen können, dass ich mich auf Regen freuen würde, "viel zu kalt".

    Die letzten beiden Tage war es im Regen aber wieder verdammt schön. Ist doch gleich ein ganz anderes Gefühl, im Regen zu laufen!

    AntwortenLöschen
  3. Ich wuerde dir ja gerne ein bisschen blauen Himmel rueberschicken *pust*
    Wir feiern ja saemtliche besonderen Gelegenheiten am liebsten mit einem Lauf. Meinen ersten 10er sind wir an unserem 1. Hochzeitstag gelaufen, ein Jahr spaeter einen Halbmarathon in der Naehe von Jons Heimatstadt. Da schmeckt der Festtagsschmaus hinterher noch mal so gut *lol*

    AntwortenLöschen
  4. Ich warte auch schon auf den Frühling. Bei Schnee und Eis mag ich ebenfalls nicht gerne laufen.
    Am Montag bin ich beispielsweise mehr gerutscht als gelaufen. Heute wollte ich wieder laufen, mal sehen wie die Wege sind.
    Mich stört am Winter wirklich nur die Glätte, die Kälte macht mir nichts aus die habe ich sogar lieber beim Laufen als die Wärme im Sommer.

    AntwortenLöschen
  5. Ich bin mir sicher das wir schon noch ein paar tage auf den Frühling warten müssen.
    Aber er kommt, das kann ich dir versprechen, ;-)

    AntwortenLöschen
  6. Manchmal passt es eben einfach nicht - wobei Laufen mir wunderbar bei Stress hilft, aber leider wirkt es nicht gegen Glatteis ;)

    AntwortenLöschen
  7. Ich kann dich wirklich gut verstehen, geht mir doch der Schnee nun auch langsam aufn Senkel. Ich hätte nix gegen 2cm Schnee. Alles fein weiß angehaucht und das Laufen fällt leicht. Wochenlang aber entweder Schneematsch, Eis oder mehrere Zentimeter Schnee zu haben ist einfach ätzend.
    Ich bin dafür den Frühling einzuläuten *gg*

    AntwortenLöschen
  8. Aber jetzt wird's langsam besser. Wir können also wieder raus. Hoffe auf baldigen Bericht !

    :-)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sonnenstrahl

Das letzte Wochenende war irgendwie der Höhepunkt einiger Wochen, die mich immer tiefer in einen Sog von Dunkelheit, Traurigkeit und Melancholie haben stürzen lassen. Ich haderte mit allem: meinem Leben als Ganzen, meinen Entscheidungen, die ich getroffen hatte, meiner Unfähigkeit, Dinge in die Richtung zu beeinflussen, wie ich es gerne wollte, meinem Wohnort, meinem Bankkonto usw. usw. Vielleicht waren traurige Nachrichten des letzten Jahres noch nicht so richtig verarbeitet, Trauer um eigentlich unbekannte, aber trotzdem lieb gewordene Menschen noch nicht verdaut... Ich weiß es nicht, es war einfach alles zu viel. Zu viel Erwartungen, die andere, aber vor allem ich selbst an mich und mein Leben stellen, zu viel Druck, zu viel Unmut, zu viel negatives Denken, zu viel stark sein müssen oder wollen für andere. Gestern konnte ich dann einfach nicht mehr! Ich kotzte mich selber an wie ich da saß in meinem Unglück, meine schlechte Laune an allem ausließ, was um mich rum war und darauf wart...

1. Läufergeburtstag

Genau ein Jahr ist es heute her, dass ich mich das erste Mal nach draußen gewagt habe und meine Lauf-/Gehversuche absolviert habe! (siehe hier ) D.h. ich feiere heute meinen 1. Läufergeburtstag!!! Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass ich mich sogar auf ein Laufband begeben würde, um meine Kilomterchen abzureißen, wenn die Wetterbedingungen es draußen eher schlecht zulassen, hätte ich demjenigen ganz sicher den Vogel gezeigt. Aber so sieht man eben mal wieder, dass man eben doch alles schaffen KANN, wenn man denn nur WILL! Das ist so eine ganz große Erkenntnis, die ich aus diesem Jahr für mich ziehen konnte. Viele Menschen sagen immer "ach, das und das ist zu schwer für mich, das kann ich nicht...". Solche Ausflüchte erlaube ich mir und anderen nicht mehr. Nicht können, ist keine Entschuldigung mehr. Wenn jemand zu mir sagt, dass er das und das nicht will, dann kann und muss ich das akzeptieren. Aber nicht KÖNNEN ist häufig nur eine Ausflucht, um sich eben dem, w...

Autsch in Variationen

Die erste Autsch-Variation, die ich heute hier besprechen möchte, spielt sich in allen Körperregionen ab. Insbesondere wird sie aber bemerkbar am Morgen kurz nach dem Aufwachen bevorzugt in Körperregionen, die ansonsten eher selten genutzt bzw. derart überreizt werden. Im Allgemeinen spricht man von dieser Erscheinungsform des Autsch wohl von Muskelkater, die mir aber am Wochenende nach Benutzung verschiedenster Malerrollen, Pinseln, Leitern etc. als Betrachtungsweise eher schwerfiel. Leiterauf, Leiterab, Malerrolle über den Kopf schwingen, rechts schwingen, links schwingen - im Grunde ist es nichts anderes als eine besondere Form des Aerobics und Krafttrainings. Schweiß ist bei den unsagbar schönen Temperaturen draußen dann drinnen natürlich auch geflossen, wieviele Streichkilometer ich zurückgelegt habe, kann ich allerdings nicht ermessen, lediglich von 3 1/2 fertigen Zimmern kann ich berichten. Der halbe Flur fehlt noch und die Küche wird erst tapeziert und gestrichen, wenn der Flie...