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Glückhormone freigesetzt

Boah, hatte ich heute einen Hals! Menschen können einfach so SCHEISSE sein und vor allem zueinander! Ohne auf die Gefühle des anderen Rücksicht zu nehmen wird in unseren Landen reingwürgt was das Zeug hält sobald es um's liebe Geld geht. Sonst sind wir ja immer alle so nett zueinander, aber im Business sind auf einmal alle Werte dahin. Ntürlich plädieren wir alle dafür, dass unsere lieben Kleinen ganz toll Werte und Normen in der Schule haben oder sogar 'richtigen' Religionsunterricht. Und natürlich soll der liebe kleine Kevin auch lernen, dass man Ismail nix auf die Mütze haut, wenn er nicht gleich versteht, was Kevin meint, weil Ismails Mama bisher leider nur türkisch mit ihm gesprochen hat zu Hause.
Aber wenn diese Grundversorgung dann erledigt ist und man es wertevollgestopft geschafft hat, erwachsen zu werden hat man ja endlich die Legitimation sich zu benehmen wie ein Schwein! Wunderbar! Je mehr Ellenbogen, desto besser - dann wirst'e was, dann kannst'e was, dann bist'e was! Frei nach Guido Westerwaves sinnfreiem Geschwätz der letzen Tage!
Fast der ganze Tag war mir nach dieser einen Kundenkonversation versaut, ich drehte mich im Selbstzweifel-Rad, wollte alles hinschmeißen und mich am liebsten von der Brücke!
Aber da sei der Turnschuh vor! Nachdem ich missgelaunt den Rest meines Tagewerks erledigt hatte, musste die Wut einfach raus. Rausgelaufen werden, ersetzt werden durch erste Frühlingsimpressionen, die auch endlich hier oben im Norden Einzug gehalten haben, ersetzt werden durch Endorphine.
Und was soll ich sagen? Grinsend stand ich 38 Minuten und 7 Sekunden später wieder vor unserer Haustür, hatte 5,21 Wegkilometern gezeigt, wo der Hammer hängt, meine Wut durch meine Beine in den Asphalt getrampelt. Und ich kann euch nicht sagen wie es war, woran ich gedacht habe. Das einzige Malheur das mir auffiel, war, dass bei meiner letzten iPod-Synchronisation scheinbar etwas schief geaufen ist, denn ich hörte immer die gleichen vier Lieder. Aber auch das war dann schon egal! Amy Mc Donald trieb mich mit "Don't tell me that it's over" an, gar nicht erst daran zu denken, dass ich aufgeben würde - im Job, im Leben und überhaupt! Nö - und schon gar nciht wegen irgendwelcher Menschen, die meine Arbeit nicht zu schätzen wissen und sich dann auch noch verhalten wie die Axt im Wald! SO!

Damit dieser Post nciht bildfrei bleibt, kredenze ich Euch dann auch noch mein Bild der aktuellen Woche beim Projekt 52 zum Wochenthema "Coffee-time". Ich bin zugegebenermaßen ziemlich stolz darauf:

Kommentare

  1. Wow, das Bild ist ja echt genial, ganz großes Kino ;)
    Und die Menschen...naja, sind eben wie sie sind. Im Ausgleich für die ätzenden Ego-Charakterschweine gibt es aber meistens mindestens genauso viele zauberhafte, rücksichtsvolle, tolle Menschen...die sieht man in solchen Momenten bloss nicht, weil der Hals zu dick ist.

    "Nehmen sie die Menschen wie sie sind - andere gibt es nicht" sachte ja schon Herr Adenauer ;)

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  2. @Frollein Holle: Danke für das große Kino... ;-)
    Und Du hast Recht: natürlich hat mir mein dicker Hals gestern den Blick vestellt auf all' die tollen Menschen, die es auch gibt. Leider irgendwie nur so wenige.... Und an die Gelassenheit Adenauers komme ich dann vielleicht in 40 Jahren ran... mal sehen! ;-)

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  3. Wir haben da ja gestern schon bei Facebook darüber gesprochen... deswegen sag ich jetzt nur noch :o))

    Und das Foto ist echt stark! Irre!!

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  4. Als ichs las, dachte ich was ähnliches, wie unser Frollein. Ich bin immer stolz oder froh, wenn ich es schaffe, die Menschlichkeit ins Business zu bringen/zu halten - auch wenn ich dafür schonmal belächelt werden. Aber der Erfolg gibt mir letztendlich recht. Und damit ertrag ich auch die anderen Seiten. Nicht immer leicht aber gut zu wissen, dass frau Einfluss nehmen kann.

    Das Bild ist der Hammer - mir fehlt gerade die Vorstellungskraft, wie Du das geschafft hast. ;-)

    So... jetzt geh ich Dich mal bei Facebook suchen.

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  5. @Anja: Ich bin froh, dass es wenigstens immer noch ein paar menschen gibt, die so denken und handeln wie Du/ wir. Leider ist aber auch gerade die Solidarität unter Frauen im Business manchmal alles andere als vorhanden. Statt uns gegenseitig zu helfen gegen die immer noch vorherrschende Macht der Männer anzukommen, tun manche Geschlechtsgenossinnen nicht lieber als einer anderen Frau Knüppel zwishen die Beine zu werfen - und das da wo es noch nciht mal um Konkurrenz geht. (Du ahnst jetzt sicher, dass besagte Person, um die es ging, auch leider weiblich war, gell?)

    Zum Bild: ich sag nur Selbstauslöser, Serienbildaufnahme, Münze!

    Hast Du mich gefunden auf Facebook? Muss grad' mal gucken!

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  6. Jasmin - das soll nicht heißen, dass ich nicht auch harte Entscheidungen treffen kann/muss bzw. einen Heiligenschein auf er Birne hab - aber gemeinsam gehts immer besser, ganz sicher. Ich hab auch so meine netten Erfahrungen machen dürfen - das ist schon nicht schlecht.. jaja...

    Und danke für die Bildaufklärung. Wär ich echt nicht drauf gekommen.

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  7. @Anja: Nee klar - man muss auch seine Frau stehen, wenn es Not tut! Aber eben nicht aus bloßem Spaß am Machtgefühl über andere! ... :-)

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