Freitag, 20. November 2009

Freitags-Füller

1. Jetzt hätte ich gerne ein Fotoshooting, um die Novembersonne einzufangen.

2. "Au! Fuck!" würde man mich meistens sagen hören, wenn ich mir den nackten Zeh anstoße. (passiert mir übrigens laufend - ich neige zur unbeabsichtigten Selbstverstümmelung.)

3. Der Besitz von Schokolade sollte in Deutschland unter Strafe gestellt werden.

4. Der Held meiner dunkelsten Novemberträume, in denen ich in unzählige Abenteuer entführt werden will, ist Captain Jack Sparrow.

5. Glühwein und Kälte passen zusammen wie Zitroneneis in Prosecco und 35°C .

6. Egal, wie schlimm es kommen mag, es geht immer und immer weiter.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen schönen Film , morgen habe ich ein(en) weiteres Shooting in meinem Fotokurs am Oslokai geplant und Sonntag möchte ich mich auf dem Geburtstag meiner Bald-Schwiegermutter nicht an den vielen leckeren Sachen, die sie sicher auftischen wird, überfressen!

Wer mitmachen will, klicke einfach oben auf das Logo vom Freitags-Füller!

Dienstag, 17. November 2009

Nackenschmerzen, Osteoptahie, Fotografie und metabolic balance

Meine Blog- und damit leider auch verbundene Lauf-Abstinenz der letzten zwei Wochen hatte einen simplen, aber leider schmerzhaften Grund: Nackenschmerzen!
Schon seit Jahren habe ich immer mal wieder darunter zu leiden, dass sich mein Körper - insbesondere in Stressphasen - die scheinbar schwächste Stelle meines Körpers sucht und darin alles entlädt. Diesmal war es so schlimm, dass meine Masseurin, zu der ich regelmäßig gehe, mich sofort zu einem befreundeten Osteopathen schickte als sie hörte, dass ich unter Kopfschmerzen und regelrechten Schwindelanfällen leide, weil die Schmerzen so stark sind und die verspannten Muskeln scheinbar auf diverse Nervenbahnen drücken. Die von ihr dann statt der Schulter-Nacken-Massage eingesetzte Fußreflexzonen-Masage bewirkte schon erste kleine Wunder, aber der Osteoptah schoss dann den Vogel ab.
Nach einer nicht ganz so sanften und schmerzfreien ca. 90minütigen Behandlung war ich zunächst fast schmerzfrei. Alles mögliche an mir war eingerenkt, geöffnet und gerade gerückt worden. Ich konnte wieder Teile meines Körpers bewegen von denen ich gar nicht gewusst hatte, dass sie blockiert waren.Wirklich erstaunlich aber vor allem, die Erkenntnis, dass meine Nackenschmerzen vor allem aus meinem (eben auch viel zu dicken) Bauch heraus kommen, weil meine Verdauung völlig verzögert abläuft. Woher der gute Mann das wissen kann, wenn er mich gar nicht kennt und nur seine Hand auf meinen Bauch legt? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass ich Energien gespürt habe und ich weiß ja, dass er recht hat. Meine Verdauung ist ein ständiges Thema, wenn es auch durch die (nahezu) regelmäßige Lauferei schon bedeutend besser geworden ist. Aber der ständige Heißhunger auf Süßes, die regelrechte Zuckergier hat schon fast etwas Drogenhaftes bei mir an sich und deshalb der nächste Schritt zu metabolic balance, aber dazu gleich mehr. Der Osteopath warnte mich vor einer Erstverschlimmerung in den Tagen nach der Behandlung und trug mir Schonung auf. Ohja - mein Körper war steif in den ersten zwei Tagen, aber seit dem Wochenende geht es wieder. Morgen steht die zweite Behandlung an und ich bin gespannt, was sich danach noch tut.
Ein weiterer Grund für Lauf- und Blog-Abstinenz ist mein wiederentdecktes Hobby, die Fotografie. Ich besuche derzeit einen fortlaufenden Fotokurs, der mich ganz schön in Anspruch nimmt und hatte zudem noch einen Wochenend-Kurs in Menschen- und Erotik-Fotografie gebucht. Mehr dazu vielelicht demnächst auf einer eigenen Seite. Ihr werdet es erfahren, wenn es denn soweit sein sollte...
Die Aussage des Osteopathen hinsichtlich fehlerhaftem Stoffwechsel war dann aber schließlich der letzte Stein des Anstoßes, den es offensichtlich gebraucht hat, um mich zur Heilpraktikerin zu treiben, die mich während des metabolic balance-Programms unterstützen wird. Was hab' ich nicht alles schon an Diäten versucht? Aber alles scheiterte schließlich immer wieder daran, dass meine Disziplin nachließ, und schließlich die Zuckergier überhand nahm und ich mich umgeben von Schokolade, Chips und am liebsten noch Käse umringt auf dem Sofa sitzen sah. Mein ganzer Stoffwechsel völlig durcheinander, Gelüste diktieren mein Essverhalten wider besseren Wissens, denn was eigentlich gesund und richtig wäre, weiß ich in der Theorie natürlich alles. Heute nun aber der Einstieg mit dem ersten Beratungsgespräch bei meiner Heilpraktikerin, die auch klassische Homöopathin ist, was mich in der strengen Umstellungsphase ggf. auch noch gut unterstützen kann.
Donnerstag wird mir im Labor Blut abgezapft, anhand meines großen Blutbildes und der Blutwerte wird dann mein Ernährungsplan individuell für mich erstellt.
Leider muss ich in der nächsten Woche wieder mal für 4 Tage ins Münsterland, so dass ich wohl kaum gleich mit dem Plan starten kann, denn im Hotel das durchzuziehen wird wohl eher schwierig. Denn das Programm startet mit zwei Entlastungstagen, ähnlich wie bei einer Fastenkur mit Darmentleerung und Obsttagen. Danach wird dann eine mindest zweiwöchige strenge Umstellungsphase eingehalten, wo es einen klaren Plan gibt, was ich wann essen darf. Ich kann mir aber alles aus dem für mich erstellten Nahrungsmittelplan nach Lust und Laune zusammenstellen. Nach den zwei Wochen soll der Stoffwechsel dann umgestellt sein und man kann wieder anfangen ein paar weitere Lebensmittel, auf die man nicht verzichten möchte, nach und nach in den Plan integrieren. Eine Kollegin von mir hat damit innerhalb von 6 Monaten 20 kg abgenommen und hat vor allem ihren ewigen Süßhunger überwunden. Und... bei mir sollen es ja nur 10-12 kg sein!
Angespornt von all diesen Ereignissen war ich dann heute auch endlich mal wieder laufen. Ich hatte aber überhaupt keinen Bock mehr auf die ständige ätzende Technomucke aus meinem Intervall-Programm, deswegen lief ich mit meiner Musik los und wollte selber auf die Intervalle achten. Das hat auch gut geklappt: 5 min. WarmUp, 4 x 13min Laufen, unterbrochen von jeweils 1 min Gehen, 5 min CoolDown.
Wie ich allerdings nach meiner Rückkehr feststellte, wären in Woche 7 meines Programms nur 3 Intervalle à 15 min nötig gwesen... nunja! Schön war's trotzdem mal wieder und Donnerstag hoffentlich wieder!

Montag, 2. November 2009

Anders...

...ist, wie Ihr wohl schon bemerkt haben dürftet, mein Blog-Design. Allerdings eher unfreiwillig, denn da meine alte Festplatte - just während ich eh am Blog-Design rumbastelte und alles anders aussah - einen Abgang gemacht hatte und ich auf der neuen Festplatte alles neu installiert hatte, wollte ich meine gesicherte xml-Vorlagen-Datei wieder installieren. Dabei ist aber irgendwas schief gegangen und ganz viele meiner Widgets an der Seite waren auf Nimmerwiedersehen verloren. Irgendwo gibt es bestimmt ein Nirvana für all die verloren gegangenen Dateien, Programme usw. aller User dieser Welt - die amüsieren sich da bestimmt über uns.... egal..... wird sich also in nächster Zeit hier und da immer noch mal einiges ändern, bevor ich wieder alles so hin getüdelt habe wie es mir gefällt.

...ist, mein Lauf- und Blog-Verhalten in letzter Zeit. Irgendwie gibt es momentan wichtigere Dinge, wobei die gar nicht mal etwas mit Hochzeitsplanungen oder so zu tun haben, wie man ja nach meinem letzten Post vermuten könnte. Ich weiß nicht, ich laufe zwar, ich laufe, wenn ich es denn tue auch gerne. Aber irgendwie empfinde ich es momentan manchmal ein bißchen als Zwang und davon gibt es schon zuviel in meinem Leben als dass ich das bei den Dingen, die ich freiwillig tun will auch noch haben muss. Genauso verhält es sich auch mit dem Bloggen. Ich tue es (Laufen und Bloggen), wenn ich Lust dazu habe und nicht mehr sklavisch dreimal die Woche. Ich will mir da jetzt keinen Druck machen - irgendwann wird sich da schon wieder eine Regelmäßigkeit einstellen, aber irgendwie merke ich, dass ich immer noch mit all' den Veränderungen in diesem Jahr zu kämpfen habe, die mich doch noch etwas platt machen (seelisch), was sich dann auch körperlich durch ein großes Erholungsbedürfnis auswirkt.

...war mein Lauf heute, denn selten brauchte mein Forerunner so lange bis er einen Satelliten gefunden hatte, weil eine dicke, fette Wolken-Nebel-Decke über der Förde hing. Ich dachte fast, mir fällt der Himmel auf den Kopf als ich an der Förde entlang lief. Aber auch das war ein schönes Ambiente an der Kiellinie. Die Förde hatte so wenig Wasser, dass es eine richtige Brandung gab, was ich genossen habe, indem ich einen Ohrstöpsel rausnahm, um die Brandung zu hören, das Klatschen der Wellen an der Kaimauer und auf dem harten Sand der Förde besser hören zu können. Habe mich die ganze Zeit wohl und gut gefühlt - schön!

Montag, 26. Oktober 2009

Laufen, Schiff fahren, Oslo besichtigen, Geburtstag feiern und verloben

Ungefähr in dieser Reihenfolge lief mein letztes Wochenende ab, über das ich noch kurz hier nachtragen will.
Bevor wir am Freitag den 16.10. auf die ColorFantasy gestiegen sind, um uns nach Oslo schippern zu lassen, habe ich noch den letzten Lauf der 5. Woche des Gateway to 8k hinter mich gebracht: ungefähr 7 km in 57 min.
Dann schnell, schnell und um 14 Uhr legten wir bei strömendem Regen in Kiel ab.
Die Überfahrt war ganz schön stürmisch, denn die deutsche Ostseeküste wurde von einer Sturmflut heimgesucht, so dass wir selbst auf unserem über 300m langen Kahn ein bißchen geschaukelt wurden. Aber es boten sich tolle Bilder, insbesondere als wir die Öresund-Brücke unterquerten.
Am nächsten Morgen erwartete uns Norwegen mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein, aber eisiger Kälte, die mich das erste Mal in diesem Winter die Mütze über die Ohren ziehen ließ.
Nach dem Anlegen rollerten wir mit unseren Koffern zu unserem Hotel in der Osloer Innenstadt, wo wir in meinen Geburtstag hinein feiern wollten. Oslo lässt sich wunderbar an einem Tag besichtigen, so dass wir neben den Sehenwürdigkeiten wie dem Königlichen Schloss,
dem norwegischen Parlament,
dem Rathaus
auch noch Zeit hatten für ein bißchen Muße, Seele baumeln lassen und Kaffee trinken. Wie ich gelernt habe, sind die Norweger eine große Kaffeetrinker-Nation und die Baristas der Coffeeshops sahnen immer alle mglichen internationalen Preise für toll gemachten Kaffee ab - kann ich unterschrieben, denn selbst ich Teetrinkerin ließ mich von dem gut gemachten Kaffee überzeugen!
Abends aßen wir bei einem guten Italiener im neuen Szene-Viertel Akker Brygge und genehmigten uns dann in einer Bar um Mitternacht noch einen Drink.
Am nächsten Morgen besuchten wir noch den Virgelandsparken mit seinen tollen Skulpturen
bevor wir wieder unsere Faähre bestiegen, diesmal die Color Magic, die uns wieder nach Kiel bringen sollte.
Bei der Ausfahrt aus dem Oslofjord zeigten sich dann wunderschöne Bilder, Herbstfarben und es war alles so romantisch, dass mein Herzblatt sich dazu hinreißen ließ, die Frage aller Fragen zu stellen. Ergebnis: wir heiraten nächstes Jahr!

Dieses Ereignis und meinen Geburtstag mussten wir in der Observatory-Lounge ganz oben auf Deck 15 natürlich erstmal mit Champagner begießen und genossen dabei die herrlichen Ausblicke auf den Oslofjord, die sich bei untergehender Sonne boten.
Am Montag um 10 Uhr liegen wir wieder in den Kieler Hafen ein und die letzte Woche war dann wieder geprägt von viel Arbeit und irgendwie hatte ich noch etwas mit diesen ganzen Geschehnissen zu tun: ständiger Klimawechsel, anstehende Veränderungen etc. Ich war ständig müde, so dass das Laufen konsequent ausfiel.
Erst heute morgen habe ich mich dann wieder aufgemacht und es war herrlich! Gehört eben mittlerweile doch schon zu mir - die Lauferei - auch im neuen Lebensjahr, auch als Verlobte und angehende Braut!

Dienstag, 13. Oktober 2009

Von Vielfalt, Paketen und Stretching

Mein linker Oberschenkel und meine rechte Wade machen mir derzeit wirklich ein bißchen zu schaffen. Meine zwei Arbeits-Pausen-Tage letzte Woche haben leider nicht zu einer Besserung beigetragen, so dass ich auch am Wochenende noch pausiert habe. Aber selbst bei einem dreistündigen entspannten Spaziergang am Sonntag zog der Schmerz vom Oberschenkel in die Hüfte und führte wahrscheinlich durch eine Fehlbelastung außerdem noch zu Schmerzen und Verspannung im Ischias... Mist!
Nachdem ich dann aber gestern abend lange mit einer Freundin übers Laufen gefachsimpelt habe und heute mit einer undefinierbaren doofen Stimmung aufgewacht war, gab es heute nur einen Ausweg: Laufen!
Das Wetter war herrlich hier oben, der goldene Oktober hatte Einzug gehalten mit viel Wind, aber in der strahlenden Sonne goldig leuchtenden gelben Blättern und rot funkelnden Weinranken an vielen alten Kapitänsvillen in meinem Viertel hier in Kiel.
Ich lief meine obligatorische 7km-Runde diesmal in der Gegenrichtung, denn so pustete der Wind auf meinem Weg an der Förde entlang von hinten und trieb mich quasi an der Kiellinie entlang Richtung Innenstadt, in die Innenförde.
Zum ersten Mal hätte ich auf den ersten Kilometern gerne meine Handschuhe gehabt, denn es war doch enpfindlich kühl mit 9°C. Aber derzeit grinsen noch die Waden aus der Hose und später knallte mir die Sonne regelrecht ins Gesicht und meine Kleiderwahl stellte sich wiedermal als richtig heraus. Wieder einmal wunderte ich mich über bereits vermummte Menschen auf den Straßen, gleichzeitig aber eben auch noch Läufer in Shorts und ärmellosen Shirts.... So unetrschiedlich ist halt das Wärme- und Kälteempfinden, so unterschiedlich die Laufstile, so unterschiedlich die Menschen, Persönlichkeiten, Farben, Meinungen... es lebe die Vielfalt!
Bei meiner Rückkehr fand ich im Postkasten einen Paketzettel in meinem Briefkasten, sah den DHL-Wagen noch am Ende meiner Straße stehen und legte dann noch einmal einen Spurt ein, um mir mein Paket noch direkt am Wagen abzuholen statt morgen den Weg auf die Post machen zu müssen. Herrlich, so fit zu sein, einfach noch einen Spurt einlegen zu können....
Nach Dehnübungen speziell für den Hüftstrecker gibt mein Oberschenkel jetzt Ruhe, die Sretching-Klasse, die ich morgen im Fitnesstudio besuchen will, tut hoffentlich noch ihr übriges dazu!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Muskeln, Kater und Entspannung?!

Dienstag gönnte ich mir nach meinem Fitnessstudio-Besuch mit Gerätewackeln eine Massage.
Beides führte am Mittwoch zu unerhörtem Muskelkater.
Auf meinem Programm stand aber ein Lauf, der erste Lauf der 5. Woche im Gateway to 8k-Plan.
Also schnürte ich die Schuhe, freute mich auf den Regen, der schon den ganzen Vormittag aus dem grauen Himmel fiel und wollte es langsam angehen lassen.
Fazit: Ich musste es langsam angehen lassen, denn meine Muskeln freuten sich zwar über die anregende Durchblutung, ließen aber keinen Übermut zu. Zudem erfrischte mich kein kühlender Regen, sondern die Sonne kam gar raus und ließ mich schnaufen...
Langsamer als bei den letzten Läufen, aber zufrieden es wenigstens getan zu haben, kam ich zu Hause an und freute mich auf zwei Tage (Lauf-) Pause bei der Arbeit in Mülheim an der Ruhr - mal wieder!
Das Unwetter gestern hier, schwemmte mich in einem stark verspäteten Zug ins Ruhrgebiet und ließ mich erst gegen 1.30 Uhr schlafen - war wohl nix mit Entspannung!

Montag, 5. Oktober 2009

Fenstergucken und 'Hallo'

Heute war einer dieser Tage.... irgendwie lief er nur so dahin... zwischen all' den alltäglichen Aktivitäten, die durchzuführen sind, wenn ich denn mal zu Hause bin, stand heute auch noch die Quartals-Umsatzsteuer-Voranmeldung auf dem Programm.... und vierteljährlich grüßt das Murmeltier! Meistens drücke ich mich erstmal mit allerlei Haushalts-Aktivitäten davor, bevor ich dann immer währenddessen feststelle, dass es ja eigentlich doch nicht so schlimm ist. Naja, wie das halt so ist mit solchen Tätigkeiten...

Den Nachmittag habe ich dann mit dem absolut genialen Buch 'Verblendung' von Stieg Larsson verbracht. Hatte schon so viel von seinen Büchern gehört, dieser Band stand schon seit Monaten in meinem Regal und wartete darauf gelesen zu werden, bekam nun eine höhere Priorität, da seit letzter Woche der Film im Kino läuft, den ich gerne sehen will, es aber nicht mag, wenn ich vorher das Buch nicht schon gelesen habe. So wurde dieser toll geschriebene Thriller also seit Freitag abend verschlungen. Was soll ich sagen? Ich hatte mir die Belohnung heute nachmittag verdient, fand ich und: ich muss morgen unbedingt den zweiten Band kaufen!!! An alle, die diese Bücher bisher noch nicht gelesen haben oder zweifeln, es zu tun: Lesen!
Nachdem die letzte Seite umgeschlagen war, beschlich mich diesmal nicht, wie so oft, wenn ich ein Buch ausgelesen habe, das lesie Gefühl von Melancholie und Abschied, sondern Tatendrang machte sich in mir breit. Ich wollte raus, laufen, Leben spüren, sofort!

Es war schon 18:45 Uhr und ich muss zugeben, dass ich derzeit noch gar nicht so richtig ein Gefühl dafür habe, wann es dunkel wird, aber es dämmerte irgendwie bereits. Also nicht lang gezögert und los!
Und endlich gab es ihn mal wieder: einen Lauf der Superlative! Ich fühlte mich stark, schnell, groß, der Atem lief ruhig und die Kulisse an der Förde war einmal: die Dämmerung umschlang langsam das Wasser, die Lichter spiegelten sich orange im blank daliegenden Wasser und ich hätte juchzen können vor Freude!
Heute war ich einmal völlig in meinen Lauf versunken, ignorierte die vielen entgegen kommenden Läufer (so viele waren unterwegs heut' abend), wollte einfach nicht aus meiner Trance gerissen werden und schmeiße all' denen hiermit ein nachträgliches virtuelles Läufer-'Hallo' hinterher! Heute war ich einfach mal ganz bei mir!
Bei der Rückkehr in mein Wohngebiet betrieb ich eins meiner liebsten Spielchen des Herbstes: Fenstergucken! Ich liebe es, abends die Lichter in den Fenstern der Häsuer zu sehen, zu erkennen, wer welche Bilder an den Wänden hat, Menschen an Küchentischen sitzen sehen, Lampen, die ihr gemütliches Licht nach draußen tragen. Ein bißchen die Verheißung der Gemütlichkeit und Wärme, die einen drinnen erwartet, wenn man gerade draußen unterwegs ist - auch das ist für mich Herbst!

Samstag, 3. Oktober 2009

Sturmtief und 2x Duschen

Nach dem ersten Blick heute morgen aus dem Fenster - die Bäume im Garten liegen fast schräg, Wind peitscht gegen die Scheibe - hatte ich das Laufen heute eigentlich schon geknickt, sprang unter die Dusche und hatte ein herrliches Feiertags-Frühstück mit meinem Herzblatt.
Danach wurde ein bißchen gearbeitet - als Selbstständiger arbeitet man eben immer selbst und ständig...
Und dann?
Dann wurden die Kopfschmerzen, mit denen ich bereits aufgewacht war, immer schlimmer, der Sturm machte im Gegenzug eine Pause und meine Lust, laufen zu gehen wurde immer größer.
Also, nicht lange gewartet, die winddichte Weste an, die Kappe auf den Kopf und los ging es. Diesmal aber lieber nicht an der Wasserlinie und auch möglichst Bäume meidend durch die Kieler Innenstadt, vorbei an geschlossenen Geschäften, durch feiertägliche Spaziergänger hindurch und sich wundernd über die Menschen, die bereits jetzt in ihren Daunenjacken und mit Schals unterwegs sind. Ich sah sogar eine Läuferin mit Mütze, Handschuhen und langen Tights.... was wollen die denn alle anziehen, wenn es im Winter -10°C sind???
Ich komme nach einer unfreiwilligen Pause in der orthopädischen Uniklinik (nein, ich hab' mir nix getan - ich musste nur mal wieder ganz dringend auf's Klo...) beschwingt, warm, aber nur wenig schwitzend nach Hause. Meine Kleiderwahl war bei immerhin fast 14°C perfekt und ich bin wieder einmal froh, dass ich laufen darf!!!
Dusche Nr. 2 des Tages erfrischt mich perfekt und mein kühlender Pferdebalsam wird hoffentlich auch die muckende Oberschenkelsehne beruhigen, die unangenehm von der Leiste abwärts zum Knie mal wieder zieht...

Mittwoch, 30. September 2009

Knackende Bucheckern und ein kalter Arsch

Mit diesem Titel lässt sich mein gestriger, so richtig wahrgenommener erster Herbst-Lauf in diesem Jahr am besten umschreiben.

Mann, war mir kalt als ich bei 14°C, mit halb-Tights und Shirt vor die Tür trat. Das erste Mal in diesem Herbst fragte ich mich ernsthaft, ob es doch schon Zeit für die lange Tight ist. Aber natürlich änderte sich das bald, denn auf meinem Programm stand die 4. Woche des Gateway to 8k-Programms:
5 min. WarmUp
4 x 10 min Laufen und1 min Gehen im Wechsel
5 min CoolDown

Mit diesem Programm erreichte ich locker und entspannt meine 7 km, obwohl ich mich zwischendurch ein bißchen schwer tat, wenn es den einen oder anderen Hügel hinauf ging. Aber es ist eben alles Kopfsache, denn wenn ich mir sagen kann 'Stell' Dich nicht so an, es sind nur 10 Minuten, die hältst Du ja wohl durch!', fühlt sich alles auf einmal so viel einfacher an.
Eine wunderschöne Art, sich selbst ein bißchen zu bescheißen....

Wunderbar gefiel mir der unverkennbar frische Herbstwind, die braunen Blätter und Früchte der Kastanien auf den Wegen, aber am liebsten waren mir die knackenden Bucheckern, die mir in Berlin fast nie unter die Füße gekommen waren. Hier im Norden gibt es sie endlich wieder.
Witzig war, dass mir wirklich relativ schnell warm wurde in meinem Lauf-Outfit und ich eigentlich perfekt angezogen war - nur mein Po wollte und wollte einfach nicht warm werden. Im Gegenteil hatte ich eher das Gefühl, dass er immer mehr auskühlte. Ich dachte eigentlich immer, Fett würde ganz gut isolieren und warm halten...

Sonntag, 27. September 2009

Überarbeitungspause

Mein letzter Lauf war am 17.09. und selbst heute konnte ich mich nicht aufraffen, denn ich bin einfach überarbeitet im Moment!
Die ganze letzte Woche war ich wieder coachend in Deutschland unterwegs, die Woche davor waren es 3 Städte in 4 Tagen...
Deshalb habe ich mich in der letzten Woche bewusst entschieden, die Turnschuhe zu Hause zu lassen und es einfach mal für eine Woche sein zu lassen.
Jetzt soll es aber in der nächsten Woche wieder mit der 4. Woche des Gateway to 8k weitergehen nachdem ich mich dieses Wochenende erstmal ordentlich ausgeschlafen habe und meine Schmerzen in Füßen, Schienbeinen und Leisten nach dieser Laufpause nun auch endgültig abgeklungen sind.
Neue Schuhe habe ich noch nicht, liebäugele mit ein paar Asics, aber derzeit funktionieren meine guten alten Adidas Supernova Trail noch ganz gut. Die Vorfreude auf den Kauf ist ja auch ganz schön... Und, sag' mir mal einer, wann ich Laufschuhe kaufen soll, wenn ich permanent in irgendwelchen Zügen, Flugzeugen, Taxis oder Seminarräumen sitze....