28. Februar 2008

Und da quält sie sich wieder!

Nachdem meine Erkältung nun einigermaßen überstanden ist, mein dreitägiges Präsentations-Seminar in Velbert sehr gut lief (die Teilnehmer waren zumindest begeistert) und ich nun wieder in Berlin bin, habe ich mich heute vormittag wieder auf meine Runde gewagt. Da ich ja einmal aussetzen musste und die letzten Läufe der siebten Woche des Plans ja auch eher schwerfällig waren, habe ich mich entschieden, die Woche 7 zu wiederholen und mit den 25minütigen Läufen wieder einzusteigen.
Die ersten drei Minuten meines Laufs kreiste der Gedanke 'Oh Gott, warum tu' ich mir das an?' durch meinen Kopf - rauf und runter! Ich fühlte mich wie auf meinem allerersten 3 Minuten-Lauf - schrecklich! Dann wurde es aber erstaunlicherweise besser und ich trabte glückselig vor mich hin. Die Beine waren auch überhaupt nicht das Problem, fühlten sich leicht und gut an. Eher das Atmen bereitete immer noch Schwierigkeiten, aber für die dann folgenden12 Minuten konnte ich den Rotz, der mir immer noch im Rachen fest steckte, gut ignorieren und alles fühlte sich wunderbar an.
Ich weiß nicht, was dann passiert ist. Ich glaube, dass das Wohlfühlen auf so einem Lauf, wo einen doch noch ein bißchen was behindert, doch auch viel mit der mentalen Einstellung zu tun hat. Auf einmal spürte ich den Kloß im Hals viel mehr, konnte ihn nicht ignorieren, der Schnodder lief mir aus der Nase und mir blieb nichts anderes übrig als ein Taschentuch aus der Jackentasche zu nesteln und ordentlich zu schnauben. Aufgrund des von vorne kommenden Windes ging aber das kaum im Gehen, das Taschentuch klebte mir im Gesicht, also hieß es tatsächlich für einen kleinen Moment: stehenbleiben. War aber höchstens 'ne halbe Minute.
Dann bin ich weitergelaufen, aber das gute Laufgefühl war trotzdem dahin. Nach weiteren 5-8 Minuten musste ich dann nochmal eine ca. 1minütige Geh-Pause einlegen, Nase putzen, ordentlich verschnaufen. Der Rest der Strecke ging dann recht gut, wenn auch schnaufend wie ein altes Walroß...
Ich glaube einfach, dass es noch daran liegt, dass mein Hals, Rachen und Nase noch so verschleimt sind. Es geht mir zwar wieder blendend und ich würde auch nicht mehr sagen, dass ich immer noch erkältet bin. Aber da muss wahrscheinlich einfach noch ein bißchen was raus.
Naja, ich sehe diese Woche 7, die Zweite eh als Wiedereinstieg in das Programm an und dann bin ich zuversichtlich, dass es nächste Woche in Woche 8 wieder besser und geschmierter laufen wird.

24. Februar 2008

Aussetzen!

Nur kurz: Surfe nämlich gerade für teures Geld in meinem Hotelzimmer, das für die nächsten drei Tage mein Zuhause sein wird. Foto siehe hier.
Musste heute mit meinem Lauf aussetzen, denn seit Freitag nachmittag hat mich die Erkältung dann doch richtig erwischt und ich musste das ganze Wochenende dafür nutzen, mich wieder einigermaßen fit zu kriegen, da ich ja ab morgen in Velbert ein Präsentationsseminar gebe. Also bin ich schweren Herzens heute drin geblieben, obwohl es so frühlingshaft war heute. Nun, ich hoffe, dass ich dann ab Donnerstag wieder richtig auf der Höhe bin und meine Kondition nicht gleich wieder völlig zusammen bricht.

22. Februar 2008

Steife Brise von vorn

Nachdem ich mich jetzt seit 3 Tagen mit Halsschmerzen rumplage und vorgestern ja auch eine Gehpause einlegen musste, dachte ich, ich tue mir heute mal was Gutes. Ich bin also meinen Rundkurs in die andere Richtung gelaufen, weil es hier vermehrt und insbesondere auf dem Rückweg mehr bergab geht. Haha, Pustekuchen! Im wahrsten Sinne des Wortes, denn auf meinem Rückweg blies mir dann eine ordentliche steife Brise entgegen. Und da dachte ich, ich mache es mir mal etwas leichter...
Es ging aber trotzdem sehr gut heute, habe mich auch stark bemüht, die Hüfte durchzudrücken, um im Oberkörper gerade zu bleiben. Und auf der letzten Minute konnte ich dann sogar noch ein bißchen an Tempo zulegen, so dass ich mich also jetzt auch ein bißchen um mein Tempo kümmern kann.
Allerdings musste ich heute vorm Laufen schon stark mit meinem inneren Schweinehund kämpfen. Ich hatte echt einfach keine Lust, mir war kalt und am liebsten wäre ich ins Bett gegangen statt zu laufen. Aber dann hab' ich mir gesagt, dass mir nirgends besser warm wird als beim Laufen und dass ich jetzt wenigstens erstmal losgehe. Aber auch noch auf den ersten Metern musste ich mir die ganze Zeit vorstellen, wie schön es dann im Anschluss unter der warmen Dusche ist. Als Robert Ullrey dann aber nach den ersten 5 Aufwärm-Minuten zum Loslaufen aufrief, hab' ich gar nicht mit der Wimper gezuckt und überlegt, ob ich heute vielleicht nur walke. Scheinbar bin ich schon so konditioniert auf seine Stimme, dass ich einfach anfange zu laufen, wenn er 'Ready?!' sagt. Und es hat sich ja mal wieder gelohnt - herrlich!
Achja, zu meinen weiteren Versuchen hinsichtlich essen vor dem Laufen, insbesondere Milchprodukte: Leider hat mir auf meinen Beitrag im Runner's-World-Forum noch niemand zu seinen Erfahrungen berichtet. Ich kann aber sagen, dass ich heute nach einem Früchstück aus zwei kleinen Vollkorn-Toasts mit Banane bzw. Erdnussbutter und Gelee, dazu Tee, keinerlei Beschwerden im Magen oder Seitenstiche-ähnliche Beschwerden hatte. Entweder ging es heute mit dem Laufen einfach besser oder es lag wirklich am Joghurt...

21. Februar 2008

4,4 km...

...waren es zwar gestern. Aber ich musste meinen 25-minütigen Lauf mit einer 1- bis 2-minütigen Gehpause unterbrechen. Entweder bin ich es gestern zu schnell angegangen, denn ich habe trotz Gehens insgesamt mit Aufwärmen und CoolDown 4,4 km geschafft statt der geplanten 3,9 km. Oder mein Back-Tag vom Dienstag hat seinen Tribut gefordert.
Mein Freund Ulf hatte gestern Geburtstag, so dass ich ihm natürlich seinen obligatorischen Geburtstagskuchen gebacken habe. Außerdem wollte er gerne in seiner Firma für seine Kollegen Kuchen ausgeben – nur wann backen, wenn er erst um 19.30/ 20.00 Uhr nach Hause kommt? Also war ich natürlich mal wieder zu gut für diese Welt und habe drei weitere Kuchen gebacken damit der Gute was zum Ausgeben für seine Kollegen hat. Abends taten mir dann dermaßen die Beine weh, dass es fast klar war, dass mein Lauf am nächsten Tag davon beeinflusst werden sollte. Außerdem habe ich ja normalerweise immer zwei Resting-days, diesmal war es also nur einer, der nicht wirklich einer war…
Also war ich im Großen und Ganzen gar nicht so enttäuscht, dass ich ein bißchen gehen musste. Hab ja noch zwei weitere Tage an denen ich die 25 Minuten durchlaufen kann…

18. Februar 2008

25 Minuten

Vor 6 Wochen hab’ ich gerade mal 1 Minute am Stück laufend hinter mich gebracht und heute sind es schon ganze 25 Minuten, die ich – zwar immer noch wahnsinning langsam – aber laufend bewältige. Da ich ja zu Beginn und am Ende immer noch 5 Minuten gehe, habe ich einen Schnitt von 9:14 min/km vorzuweisen. Grottenschlecht, ich weiß! Aber das ist mir total egal, denn ich war heute einfach nur begeistert.
Und das wieder einmal, obwohl die Konditionen nicht die besten waren: Nieselregen, graue 2°C und ich habe eine riesige Blase an der rechten Ferse, die ich mir gestern bei einem Spaziergang in schlechten Turnschuhen (natürlich nicht meine Laufschuhe!) eingefangen habe.
Ich hatte erst befürchtet, dass mir die Blase am Fuß Schwierigkeiten bereiten könnte, aber da lag ich mit meiner Annahme anatomisch etwas zu weit unten. Was mir Schwierigkeiten während des Laufens machte, waren merkwürdige Seitenstiche. Irgendwie fühlten die sich aber anders an als richtige Seitenstiche, irgendwie mehr so Richtung Magen. Genau diese Art der Beschwerden hatte ich letzten Donnerstag auch schon und ich habe eine Vermutung woran es liegen könnte: Joghurt zum Frühstück!
Hat einer von Euch schon mal davon gehört, dass Joghurt (oder vielleicht Milchprodukte im Allgemeinen) Seitenstiche oder Magenschmerzen beim Laufen verursachen können? Ich meine, ich hätte sowas mal irgendwo gelesen, aber ich bin mir nicht mehr sicher! Bei mir scheint es also aber auf jeden Fall so zu sein, denn sonst hatte ich vorm Laufen immer nur einen Tee getrunken und eine halbe Banane gegessen – alles prima. Donnerstag und heute hatte ich nun also mein normales Frühstücksmüsli aus Obst, Bran-Flakes und Joghurt und es gab diese merkwürdigen Beschwerden.
Woche 7 werde ich von meinen bisherigen Lauftagen einen Tag nach vorn verlegen müssen, also schon wieder Mittwoch laufen, dann Freitag und Sonntag. Wenn ich dann mit Woche 8 erst wieder am Donnerstag loslege, krieg’ ich es so hin, dass ich nächste Woche in Velbert (wo ich als Trainerin für ein Präsentationstraining gebucht bin) nicht laufen muss. Gestaltet sich bei einem dreitägigen Seminar mit Seminarzeiten von 9.00 – 17.30 Uhr immer etwas schwierig, wenn ich den Teilnehmern auch noch als Ansprechpartner zur Verfügung stehen will. Außerdem kenn’ ich mich da dann nicht aus, muss die ganzen Klamotten mitschleppen…. Nee, das ist mir schon lieber, wenn ich das verlegen kann!
Mehr also schon übermorgen von mir!

16. Februar 2008

Geht doch!

Hatte ja fast Angst heute zu laufen, weil ich befürchtet habe, dass es wieder so werden könnte wie am Donnerstag. Bin immer noch leicht verschnupft, aber es ging definitv besser heute. Waren heute auch nur 2 10minütige Laufintervalle unterbrochen von 3 Minuten Gehen und dem üblichen Aufwärmen und Auslaufen. Und tatsächlich bin ich heute das erste Mal meine nächste Herausforderung angegangen:

Ich war schon ziemlich stolz, dass ich heute fast vier Kilometer geschafft habe. Wenn ich zwar das Gefühl hatte zu schleichen, aber wie heißt es immer mit der Schildkröte...
Oh, und verdammt kalt war es heute wieder. Oben war ich zwar genau richtig angezogen, aber meine Lauftights hätte dicker sein können. Wenn das so bleibt, muss wieder die dickere Variante aus dem Schrank - meine Beine waren eiskalt!
Montag stehen dann durchgelaufene 25 Minuten auf dem Programm. Mal sehen wie das wird. Auf jeden Fall mus ich bis dahin meinen Schnupfen noch etwas auskurieren. Und da ich gerade total müde und fertig bin, werd' ich das jetzt auch tun und noch ein bißchen schlafen!!!
Da mein Schatz heute schon früh los musste, um was zu erledigen, hat er heute auch den obligatorischen Samstag-Einkauf erledigt, so dass ich mich darum 'Gott sei Dank!' nicht mehr kümmern muss!

14. Februar 2008

War ja klar!

Nachdem ich mich nun also am Montag so über meinen Erfolg gefreut hatte, war es eigentlich fast klar, dass heute ein Rückschlag kommen musste.
Ich hatte eigentlich schon überhaupt keine Lust zu laufen heute morgen, war noch total müde von einem anstrengenden Seminartag gestern, mein linkes Ohr tat mir noch weh vom Flug - mit Erkältung fliegen bedeutet bei mir immer Ohrenschmerzen! Aber eigentlich war ich ja gar nicht so erkältet, nur ein bißchen Schleim im Rachen. Keine Kopfschmerzen, keine Halsschmerzen, fühle mich soweit total fit.
Aber beim Laufen hatte ich direkt das Gefühl, dass ich gar keine Luft bekomme. Mir saß da definitv zuviel in der Kehle... ('tschuldigung, nicht grad lecker!)
Naja, ich hab' mich durchgekämpft, war aber immer mit meinem Luftholen beschäftigt, und dann kam natürlich was kommen musste: Seitenstiche! Hatte ich die ganzen letzten Wochen noch nie gehabt, aber wenn man gar nicht richtig durchatmen kann...
Heute war folgendermaßen zu laufen: 5 Minuten WarmUp, 5 Minuten Laufen, 3 Minuten Gehen, 8 Minuten Laufen, 3 Minuten gehen, 5 Minuten laufen, 5 Minuten CoolDown...
Die letzten 5 Laufminuten habe ich nach 4 Minuten abgebrochen - ich konnte einfach nicht mehr....
Achja und dann hatte ich ja noch diese tolle Begegnung beim abschließenden Stretchen: Die ganze Zeit stand in ca 3-5 m Entfernung dieser etwa Mittvierziger ausländischer Herkunft, der mir genüßlich zuschaute... Bah! Man sah ihm förmlich den Sabber am Mundwinkel an... War mir echt richtig unheimlich und bin dann schneller hoch in meine Wohnung als normalerweise. Werd' ich dann vielleicht morgen an meinen nicht fertig gedehnten Beinen zu spüren kriegen...

11. Februar 2008

20 Minuten ohne Pause!!!

Heute war also der Tag der Tage! Ich hatte mir ja schon Sorgen gemacht, dass ich Schwierigkeiten mit dem ersten 20-minütigen Lauf haben könnte, weil ich gegen die Erkältung ankämpfe, die meinen Freund das halbe Wochenende ans Bett gefesselt hat. Aber es ging erstaunlich gut!
Heute bin ich sogar schon um kurz nach sieben aufgestanden und um halb acht losgelaufen. Damit hatte ich bisher nicht so gute Erfahrungen, weil meine Beine da scheinbar immer noch nicht so wach waren. Heute ging es aber erstaunlich gut. Hat vielleicht aber auch damit zu tun, dass es mittlerweile ja morgens um sieben schon hell ist. Da sind die Hormone ja schon etwas besser in Gang als bei Dunkelheit.
War ein Super-Gefühl als meine 20 Minuten hinter mir lagen. Hätte jubeln können wie Rocky als er die Stufen zum Philadelphia National Museum of History erklommen hat.
Lediglich ein kleiner Yorkshire-Terrier (natürlich NICHT angeleint!) und sein blödes Frauchen trübten die Freude auf den letzten drei Minuten wieder etwas, denn die Töle wollte auf meine Waden los. Als ich dem Vieh dann auch “Du blöde Töle!” entgegenrief, regte die gute Besitzerin sich natürlich fürchterlich über mich auf – was mir denn einfallen würde, das arme Hündchen so anzuschreien…. Kleine Hunde sind mein neues Feindbild – und deren Besitzer!!!

10. Februar 2008

Verzweifelter Versuch, den Viren davon zu laufen

Mein gestriger Lauf war leider nicht so einfach und entspannt wie gedacht. Den ganzen Freitag hatte ich mich zwar schon darauf gefreut, die zwei Intervalle à 8 Minuten zu laufen, aber mir war auch bewusst, dass die sich ankündigenden Halsschmerzen es nicht einfach machen würden.
Ja, und so war es dann auch. Zuerst hatte ich Samstag morgen sogar noch überlegt, ob ich überhaupt loslaufen soll - mit einer beginnenden Erkältung? Vielleicht besser schonen, dem Körper Zeit geben, gegen die Angreifer zu kämpfen?
Aber dann dachte ich mir, dass mich so'n paar Halsschmerzen ja wohl nicht gleich schachmatt setzen würden, zumal draußen ja der Frühling Einzug gehalten hatte.
Während mein Herzblatt also im Bett blieb, um die bei ihm bereits voll ausgebrochene Grippe zu kurieren, schmiss ich mir eine Halsschmerztablette und ein paar Zink-Lutschtabletten zur Stärkung der Immunabwehr ein und raus ging es in die Sonne.
Es war ein schöner Lauf in toller milder Luft, die 8-minütigen Läufe waren auch zu bewältigen, aber ich hab' einfach gemerkt, dass mein Körper eigentlich gerade auch noch mit anderen Dingen beschäftigt war - Abwehr von Bazillen. Meine Beine waren etwas müde und ich fühlte mich einfach nicht so frisch. Aber als ich wieder zu Hause war, wurde ich wie immer durch das tolle Gefühl belohnt, etwas geschafft zu haben, sich gut und vollgepumpt mit Sauerstoff zu fühlen.
Auch heute bin ich noch nicht wieder ganz auf dem Damm: der Hals zwickt noch etwas, ich bin schrecklich müde und freue mich, diesen Sonntag einfach rumgammeln zu können.
Hoffe, dass ich morgen soweit ausgeruht sein werde, dass ich den ersten 20-minütigen Lauf ohne Pause einigermaßen durchstehen kann... Drückt mir die Daumen!

7. Februar 2008

Wie konnte ich das jemals nicht tun?

Heute hatte ich meinen ersten Lauf in Woche 5 des Couch-to-5k-Running-Plans und es war wieder einmal herrlich.
Die 5. Woche läuft diesmal etwas anders ab als bisher gewohnt: Heute hatte ich nach 5 Minuten Warm-Up, drei Intervalle à 5 Minuten zu laufen, unterbrochen von 3 Minuten Gehen, runterfahren am Ende wieder mit 5 Minuten Gehen.
Das Pensum schwankt aber diese Woche von Tag zu Tag, so dass ich Samstag länger laufe und Montag meinen ersten 20 Minuten-Lauf ohen Pause durchziehen soll. Davor graust mir ja schon ein bißchen, aber bisher war das Programm so gut aufgebaut, dass ich alle Hürden meistern konnte. Gehe also mal davon aus, dass ich auch diese bewältigen werde.
Was mir just gerade jetzt nach meinem Lauf klar wird: Wie konnte ich das jemals nicht tun? Wieso habe ich die ganzen letzten Jahre wie eine Kartoffel auf dem Sofa gelegen und lieber Kartoffeln in fritierter Chips-Form in mich hinein gestopft statt an die frische Luft zu gehen?
Gestern und vorgestern hatte ich meine beiden lauffreien Tage und ich merke zunehmend, dass meine Laune an diesen Tagen immer stärker absinkt. Gestern abend war ich also echt nicht gut drauf und nur der Gedanke an diesen Lauf heute morgen hat mich wieder aufheitern können. Und jetzt geht es mir blendend!!!
Einziger Aufreger auf dem Lauf heute: mal wieder ein Hund bzw. seine Besitzerin! Da gehörte diese junge Frau zwar schon zu den wenigen Berliner Hundebesitzern, die ihren Fifi an der Leine auf meinem Laufweg spazieren führte, aber was passiert als ich vorbei komme? Statt diese komische selbst ausziehbare Leine festzuhalten, lässt sie ihrem Hund freien Lauf und der steuert natürlich direkt auf meine Beine zu... toll! Auf dem Hinweg konnte ich noch gut ausweichen, weil breiter Weg. Auf dem Rückweg meiner Runde musste ich sie aber von hinten überholen, schmaler Weg, und der undefinierbare Mischling findet es natürlich wieder ganz toll meinen Beinen hinterherzuhecheln, ohne dass sein Frauchen sich vielleicht mal dazu angehalten fühlen würde auf die 'Stop'-Taste dieser komischen Leine zu drücken. Mein Puls ging merklich in die Höhe als ich ausrief: "Ooorrrhh, ich hasse es, echt!" Und der Rest meines letzten Lauf-Intervalls war merklich von diesem kleinen Zwischensprint beeinträchtigt. Naja, Tempowechsel sollen ja gut sein, gell? ;-)
Nein, mal im Ernst: Ich habe normalerweise überhaupt nichts gegen Hunde, mag insbesondere größere Exemplare sehr gerne, aber wenn diese kleinen wolligen undefinierbaren Mischlinge es lustig finden meine Beine als Stöckchen anzusehen, dem sie hinterherlaufen müssen, hält sich meine Begeisterung für Hunde echt in Grenzen. Aber eben auch für die Besitzer, die es scheinbar auch lustig finden. Woher soll ich dem Hund denn von außen ansehen, ob er grundsätzlich friedlich gesinnt ist oder nicht?! Boah, Aufreger des Tages!
Habe heute die 40km-Marke insgesamt mit meinen Läufen geknackt - für mich schon unglaublich! Hätte ich nie gedacht, dass ich das durchziehen kann in 5 Wochen!

4. Februar 2008

Woche 4 liegt hinter mir

Wahnsinn! Ich kann irgendwie gar nicht glauben, dass ich jetzt tatsächlich schon die vierte Woche durchgehalten habe. Regelmäßig dreimal die Woche draußen an der frischen Luft zu sein und sich zu bewegen, ist schon ‘ne schöne Sache. Ich hoffe, dass es mich jetzt wirklich so gepackt hat, dass ich das nicht mehr missen möchte.
Für mich ist das ein Riesenerfolg!
Die nächste Woche wird wohl etwas anstrengender, weil es in dieser Woche keine gleichmäßigen Lauftage gibt, sondern eine Steigerung ansteht. Ich glaube, Ende der nächsten Laufwoche soll ich es schaffen 20 Minuten am Stück zu laufen. Kommt mir im Moment utopisch vor, aber mal sehen…
Heute war es herrlich, draußen zu sein – die Sonne fühlte sich schon fast nach Frühling an wie sie so vom strahlendblauen Himmel schien.
Einziges Problem: ich hatte heute früh schon gleich die ganze Wohnung geputzt, dadurch war ich schon etwas geschafft. Hat sich dann beim Laufen bemerkbar gemacht, fühlte mich aber trotzdem gut. Hatte im letzten Intervall sogar ein bißchen den Tunnelblick und schwebte dahin. Super Feeling!
To be continued an Thursday…

3. Februar 2008

Noch'n Sport

Heute waren Ulf und ich auf der Driving Range am Potsdamer Platz und haben uns seit langem mal wieder als Golf-Spieler versucht. Im Oktober hatte ich das letzte Mal einen Golfschläger in der Hand. Eigentlich ziemlich schlecht, wenn man bedenkt, dass wir erst im letzten Sommer unsere Platzreife gemacht haben und natürlich gerade jetzt im Winter an unserem Schwung hätten arbeiten müssen.
Was dabei heraus gekommen ist, könnt Ihr Euch auf dem folgenden Video anschauen, das ich mit Windows Movie-Maker erstellt habe. War ganz lustig damit mal rumzuspielen.

video

Na, zum Schießen unsere armseligen Versuche, oder?
Und wenn ich mich hier so selber sehe, weiß ich wieder, warum der Diätticker an der Seite bis zum Sommer unbedingt weiter gen Wunschgewicht wandern muss. Oh Gott!!!!
Hm, vielleicht sollte ich dann jetzt mal die Schokolade von meinem Schreibtisch entfernen, ähäm... *rotwerd*
Morgen früh wird ja auch wieder gelaufen - langfristig muss sich das ja wohl auch mal auf der Waage bemerbar machen, oder?

2. Februar 2008

Raus, raus... Raus aus Berlin!

Es war einfach herrlich heute durch den Morgen zu laufen. Ich hab’ mich gut gefühlt, wenn mein rechter Fuß sich auch in der engen Bandage etwas merkwürdig gefühlt hat. Zunächst war es natürlich im Schuh einfach ein ganzes Stück enger, woran ich mich aber gut gewöhnt habe. Dachte auch, dass ich langsam unterwegs sein würde, weil ich mich nach dem vielen sitzen in unbequemen Zügen gestern einfach total steif gefühlt habe und schon mein WarmUp-Walk recht langsam losging. Aber als ich dann endlich laufen konnte, war alles super. Es ging mir sogar so gut, dass ich am liebsten durchgelaufen wäre statt die blöden Gehpausen zu machen. Das Erlebnis von Donnerstag setzte sich nämlich fort, dass ich mich eher ungut fühlte während ich ging. Mein Fuß tat mir beim Gehen am äußeren Ballen weh, vielleicht weil ich auch beim Gehen immer so drauf achte, wie ich den Fuß abrolle. Beim Laufen fühl’ ich mich so gut, so groß, so nach oben gestreckt, dass ich die ganze Zeit voller Begeisterung durch die Gegend blicke und gar nicht darauf achte wie ich aufsetzte, abrolle etc. Ist wahrscheinlich besser, weil unverkrampfter.
Ich hab’ heute auch mal gezaählt und einen kleinen Versuch gestartet. Es kamen mir genau acht Läufer/innen entgegen, denen ich ein freundliches ‘Guten Morgen’ entgegen geschmettert habe. Sieben davon guckten äußerst verwirrt drein, sechs grüßten dann aber wenigstens mit mindestens einem Kopfnicken zurück. Eine junge ganz verbissen wirkende Läuferin in wallenden warmen Jogginghosen und Sweatshirts schien aber so verschreckt, dass sie gleich wieder schnell auf den Boden vor ihren Füßen starrte. Lediglich eine weißhaarige, sehr sportlich wirkende, ca. 65jährige Frau grüßte aufgeschlossen und fröhlich lächelnd zurück.
Komisch, oder?
Woran liegt das? Sind alle so schüchtern? Ist Berlin so anonymisiert, dass man sogar Angst vor fremden Menschen hat, die einem nur einen ‘Guten Morgen’ wünschen wollen? Sind wir alle solche introvertierten Individualisten geworden in unserer Gesellschaft? Oder ist es einfach Angst, Schüchternheit, Verklemmtheit?
Ich weiß es nicht, war aber ein spannendes Experiment.
Später musste ich dann noch ein Gruppenhaus besichtigen, wo mein Liebster im Mai ein Treffen mit seinen ehemaligen Kommilitonen veranstalten will. Das Haus war zwar schrecklich und nur eine absolute Notlösung, falls wir nichts anderes mehr finden. (siehe Foto)
Aber die Gegend dort scheint ein Treffpunkt für Läufer zu sein. Traumhaft dort auch die Wege duch den Wald, voller Laub, direkt an der Havel, ein bißchen nördlich raus aus Berlin. Muss ich mir für die Zukunft mal merken. Witzigerweise waren da nicht nur Individualisten unterwegs, sondern es trafen sich Gruppen zum Laufen, man winkte sich zu etc. Eine ganz andere Stimmung als die, die mir auf meiner heutigen Runde von meinen Entgegenkommern entgegenschlug.

Eingeschlafener Po

Meine Güte… war das anstrengend! Man könnte jetzt meinen, ich rede von einem Lauf, der mich ausgelaugt hat und bei dem mir mein Po eingeschlafen ist. So ist es aber nicht, im Gegenteil! Ich musste gestern für einen Termin beruflich nach Paderborn – 4 Stunden hin, 4 Stunden zurück! Jeweils zwei Stunden davon in anstrengenden Regional- bzw. S-Bahn-Zügen… Und das alles für einen 2-stündigen Termin, der dafür aber recht erfolgreich lief. Also war es die Mühe vielleicht wert.
Aber: ich konnte nicht mehr sitzen! Mir ist in diesen Zügen irgendwann regelrecht der Hintern eingeschlafen. Alles war taub und steif und Ihr ahnt gar nicht, wie sehr ich mich auf meinen Lauf gleich freue. Sitze hier schon in meinen Laufsachen, trinke gerade noch gut und habe das obligatorische Bananenfrühstück hinter mir und dann geht es gleich raus in die Freiheit, an die frische Luft, meine Beine ausschütteln und bewegen. Herrlich!
Hab’ heute auch schon meine Bandage um den Fuß geschnallt, mal sehen, wie es damit heute geht!

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