Direkt zum Hauptbereich

Sturmtief und 2x Duschen

Nach dem ersten Blick heute morgen aus dem Fenster - die Bäume im Garten liegen fast schräg, Wind peitscht gegen die Scheibe - hatte ich das Laufen heute eigentlich schon geknickt, sprang unter die Dusche und hatte ein herrliches Feiertags-Frühstück mit meinem Herzblatt.
Danach wurde ein bißchen gearbeitet - als Selbstständiger arbeitet man eben immer selbst und ständig...
Und dann?
Dann wurden die Kopfschmerzen, mit denen ich bereits aufgewacht war, immer schlimmer, der Sturm machte im Gegenzug eine Pause und meine Lust, laufen zu gehen wurde immer größer.
Also, nicht lange gewartet, die winddichte Weste an, die Kappe auf den Kopf und los ging es. Diesmal aber lieber nicht an der Wasserlinie und auch möglichst Bäume meidend durch die Kieler Innenstadt, vorbei an geschlossenen Geschäften, durch feiertägliche Spaziergänger hindurch und sich wundernd über die Menschen, die bereits jetzt in ihren Daunenjacken und mit Schals unterwegs sind. Ich sah sogar eine Läuferin mit Mütze, Handschuhen und langen Tights.... was wollen die denn alle anziehen, wenn es im Winter -10°C sind???
Ich komme nach einer unfreiwilligen Pause in der orthopädischen Uniklinik (nein, ich hab' mir nix getan - ich musste nur mal wieder ganz dringend auf's Klo...) beschwingt, warm, aber nur wenig schwitzend nach Hause. Meine Kleiderwahl war bei immerhin fast 14°C perfekt und ich bin wieder einmal froh, dass ich laufen darf!!!
Dusche Nr. 2 des Tages erfrischt mich perfekt und mein kühlender Pferdebalsam wird hoffentlich auch die muckende Oberschenkelsehne beruhigen, die unangenehm von der Leiste abwärts zum Knie mal wieder zieht...

Kommentare

  1. Zumindest die Handschuhe könnte ich verstehen, meine Hände sind da auch immer etwas empfindlich. Dafür bleibt die kurze Tight auch bei 0 Grad auf der Haut.

    Aber ab von der Kleiderfrage - solange man unterwegs ist!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sind Sie in einem geschlossenen Raum?

Dass mein Garmin mir diese Frage heute draußen während der ersten 15 Minuten gleich zweimal stellte, gibt wohl einen ziemlich guten Aufschluss über die Wettersituation auf meinem Lauf heute. Zwar kein Nebel wie man ihn derzeit bei den verschiedensten Wintersport-Übertragungen im Fernsehen immer sieht. Beim Biathlon heute habe ich mich wirklich gefragt, wieso man das sendet? Zu sehen war : Watte mit Kommentar! Naja, hier hing die Wolkendecke nur so grau und tief, dass sie einem auf den Kopf zu fallen drohte. Aber darunter wenigstens weiter klare Sicht bis nach Laboe. Hatte was unwirkliches. Und der Garmin tat sich also schwer, Kontakt nach oben aufzunehmen. Aber versteht mich nicht falsch. Ich mag den Winter und das Wetter so! Und ich mag auch das Laufen bei diesem Wetter. Bin außerdem erstaunt darüber, dass meine Kondition nicht so stark abgebaut hat wie befürchtet. Ich war im November das letzte Mal laufen, vorher unregelmäßig und habe mich eher schwer getan. Jetzt bin ich tatsächlic...

C25k - Edition 4.6

 Nicht nachdenken müssen - dass das ein gutes Gefühl ist, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Natürlich bin ich in den letzten Jahren gelaufen. Mehr oder weniger regelmäßig. Aber es so viel passiert, seit ich hier zuletzt geschrieben habe... So vieles, das ich hier auch gar nicht ausbreiten möchte, vieles, das dazu geführt hat, dass meine Prioritäten sich verschoben haben in eine nicht gute und insgesamt ungesunde Richtung. Im Oktober habe ich Geburtstag und dieser Geburtstag markiert die Tatsache, dass ich nun echt auf die 50 zugehe. Denn mit 46 verlässt man die Mitte und bewegt sich auf den nächsten Zehner zu, oder? Ich weiß nicht, wie das passiert ist, aber so wie es passiert ist, kann und soll es für mich nicht weitergehen. Deshalb starte ich hier mal wieder einen ganz langsamen Versuch, wie damals als es so gut geklappt hat, richtig regelmäßig ins Laufen zu kommen. Mit C25k und dem Podcast von Robert Ullrey auf den Ohren. Wie 2008. Nur 15 kg schwerer. Und theoretisch in d...

Hoffnungsvolle 500 Kilometer

Mit meinem kurzen Lauf am Montag und den erneuten 8 Kilometern von heute habe ich jetzt die 500 km-Marke geknackt! 500 Kilometer bin ich in diesem Jahr gelaufen - das mag für die meisten erfahrenen Läufer und auch viele meiner Leser keine weltbewegende Distanz sein. Für mich aber ist das noch immer unvorstellbar. 500 km - das ist die Strecke von Berlin nach Dortmund!!! Montag stand nur ein kurzer 2-Meilen-Lauf (also 3,22 km) auf dem Programm. Auch wenn ich Sonntag gar keine Nachwirkungen in Form von Muskelkater von meinem 8 km-Lauf bemerken konnte, so spürte ich Montag den für mich ungewohnten Lauf doch noch in den Knochen. Die Beine fühlten sich recht schwer an und ich fühlte mich einfach müde. Aber schon nach 24:39 min war ich wieder zu Hause - hatte also fast gar keine Zeit zum Wehtun! Die Nacht heute habe ich natürlich fast komplett vor dem Fernseher verbracht, so dass ich erst um 12 Uhr mittags aufgestanden bin und dann nach einigem Gewurschtel hier in der Wohnung dann erst zu me...