Direkt zum Hauptbereich

Speedworks - ein Satz mit X!

Das war wohl nix!
EIgentlich stand der Lauf, den ich heute absolviert habe, schon gestern auf dem Plan. Aber nachdem ich zwei ziemlich anstrengende Tage in Halle und München hinter mir hatte, war ich gestern einfach nur froh, mich ausruhen zu können. Alles Pulver verschossen...
So sollte es denn heute auf die 8,05 km-Runde gehen, die in Intervalle mit Tempotraining aufgeteilt waren: 1,61 km Warm-Up, 2 Intervalle von 1,61 km in 7:06 min/km unterbrochen von jeweils 800m Trabpausen, 1,61 km Cool-Down.
Schon auf dem Warm-Up-Stück fühlte ich mich nicht so gut, außerdem versagte mir mein iPod den Dienst: Batterie leer! Na toll! Dann bin ich den ersten schnelleren Intervall viel zu schnell angegangen und war größtenteils in 6:53 min/km unterwegs. Da konnte ich schon fast am Ende gar nicht mehr, so dass ich den 800m-Trab herbei gesehnt habe und sogar ein Stückchen gegangen bin, weil ich die Trabpause gar nicht so viel langsamer gelaufen war. Ich nutzte die Geh-Pause, um meine Regenjacke auszuziehen, da ich darin dampfte. Ich war viel zu warm angezogen und wenn dann mal was nicht so gut läuft, dann kann man sich ja auch wunderbar in alle möglichen Dinge hineinsteigern, die stören. Die Jacke hatte ich mir dann um die Hüfte gebunden und durch den leern iPod, die Handschuhe, die ich gar nicht benötigte, Schlüssel und Handy in den Taschen zogen die Jacke nach unten - einfach nur nervig!
Dann bin ich im Tiergarten noch einen Schlenker gelaufen, der nur blöd war, weil ein Weg, den ich zurücklaufen wollte gesperrt ist. So musste ich schon den zweiten schnelleren Intervall immer wieder mit Gehpausen unterbrechen, weil ich einfach nicht mehr konnte und meine Augen schon so komisch flimmerten - ganz schlechtes Zeichen! Die folgenden 800m bin ich dann konsequent gegangen, um mich erstmal wieder runter zu beamen. Dann ging's mir wieder ein bißchen besser und ich wollte den CoolDown einfach ganz angenehm in meinem Tempo, das heute geht und sich gut anfühlt, laufen. Das ging dann auch so gut, dass ich den letzten Schlenker an der Spree entlang auch noch weiter gelaufen bin. Das war dann wenigstens ein einigermaßen versöhnliches Ende. Als ich dann wieder zu Hause war, hab' ich aber gemerkt, dass das heute einfach doch ein bißchen zu viel war. Ich hatte permanent dieses Flimmern vor den Augen, was mir anzeigt, dass mein Kreislauf verrückt spielt. So ruhe ich mich jetzt erstmal ein bißchen im Bettchen aus, was ja bei dem grauen Wetter heute auch fast das beste ist, was man tun kann.

Bilanz meines "Speedworks" heute:
1,61 km Warm-Up @ 7:29 min/km
1,61 km Intervall @ 7:11 min/km
800m Pause @ 7:58 min/km
1,61 km Intervall @ 7:51 min/km
800m Pause @ 10:27 min/km
1,61 km CoolDown @ 7:59 min/km
480m Reststrecke
= insgesamt 8,56 km @ 8:04 min/km in 1:09:03 h

Hm, ich bin mir auch nicht so sicher, ob es überhaupt Sinn macht, dass ich jetzt hier groß am Tempo arbeite, wo ich doch gerade erst die Distanzen so ordentlich für mich erweitert habe. Bzw. ich bin eigentlich sogar ziemlich sicher, dass es sinnvoller ist, erstmal die Distanzen in für mich angenehmem Tempo zu laufen, das mit dem Tempo kommt dann schon irgendwann. Und mein Körper sagt mir ja auch, dass es für ihn alles ganz schön viel ist im Moment.
So werde ich also Dienstag im Hotel in Halle mal die 9,66 km auf dem Laufband versuchen und einfach in einem Tempo laufen, das sich gut anfühlt. Montag gönne ich mir eine Ganzkörpermassage, die mein momentan ständig schmerzender Rücken wirklich verdient hat. Vielleicht geht's dann schon ein bißchen besser... Und morgen einfach eine ganz kleine angenehme Sonntagsrunde, um den Misserfolg von heute wieder vergessen zu machen! Das ist doch'n Plan, oder?

Kommentare

  1. Mach dich doch mit deinen Tempo- und Intervall-Läufen nicht verrückt.
    Wenn´s mal gar nicht läuft mach doch einfach einen schönen langsamen Lauf.
    Genieße ein wenig die Langsamkeit.
    Es kommen definitiv wieder bessere Tage.
    Nur abbrechen, das solltest Du nicht.
    Auch ein schlechtes Training ist ein gutes Training.
    Gruß Gerd

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Jassi,
    das tut mir ja jetzt ein bisschen leid für dich, dass der große Elanmit diesem Halbmarathon-Trainingsplan jetzt ein wenig in Enttäuschung überzugehen droht!
    Aber ich denke, du bist dabei, den richtigen Schluss zu ziehen und das "Speedwork" (ich übernehme hier deine Anführungszeichen) auf einen späteren Zeitpunkt in deiner Läuferinnenkariere zu verschieben. Du kannst das Tempo und die läuferischen Fähigkeiten nicht einholen - sie kommen zu dir, wenn die Zeit reif ist! Ich wnsche dir Erfolg und vor allem Geduld.

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Jassi,
    das tut mir ja jetzt ein bisschen leid für dich, dass der große Elanmit diesem Halbmarathon-Trainingsplan jetzt ein wenig in Enttäuschung überzugehen droht!
    Aber ich denke, du bist dabei, den richtigen Schluss zu ziehen und das "Speedwork" (ich übernehme hier deine Anführungszeichen) auf einen späteren Zeitpunkt in deiner Läuferinnenkariere zu verschieben. Du kannst das Tempo und die läuferischen Fähigkeiten nicht einholen - sie kommen zu dir, wenn die Zeit reif ist! Ich wnsche dir Erfolg und vor allem Geduld.

    AntwortenLöschen
  4. Dieses Flimmern finde ich gar nicht gut und hört sich eindeutig nach ein wenig viel bzw. schnell an ... der Schritt von 8,2 km auf 9,6 km ist m.E. schon ganz schön groß. Den Plan erstmal nur die Strecke zu beobachten und das Tempo zu vernachlässigen finde ich gut und richtig.

    Dir heute ganz viel Spaß auf Deiner Sonntagsrunde!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Autsch in Variationen

Die erste Autsch-Variation, die ich heute hier besprechen möchte, spielt sich in allen Körperregionen ab. Insbesondere wird sie aber bemerkbar am Morgen kurz nach dem Aufwachen bevorzugt in Körperregionen, die ansonsten eher selten genutzt bzw. derart überreizt werden. Im Allgemeinen spricht man von dieser Erscheinungsform des Autsch wohl von Muskelkater, die mir aber am Wochenende nach Benutzung verschiedenster Malerrollen, Pinseln, Leitern etc. als Betrachtungsweise eher schwerfiel. Leiterauf, Leiterab, Malerrolle über den Kopf schwingen, rechts schwingen, links schwingen - im Grunde ist es nichts anderes als eine besondere Form des Aerobics und Krafttrainings. Schweiß ist bei den unsagbar schönen Temperaturen draußen dann drinnen natürlich auch geflossen, wieviele Streichkilometer ich zurückgelegt habe, kann ich allerdings nicht ermessen, lediglich von 3 1/2 fertigen Zimmern kann ich berichten. Der halbe Flur fehlt noch und die Küche wird erst tapeziert und gestrichen, wenn der Flie...

…such a perfect day…

Seit Tagen hatten wir die Wettervorhersage für das Wochenende beobachtet. Und die Vorhersagen für Samstag wechselten stündlich, von Gewittern, Dauerregen, Regenschauen, Sonnenschein mit 10-%iger Regenwahrscheinlichkeit war alles dabei und machte uns zunehmend Angst. Aber auch die Hitze, die wir in der letzten Woche hier hatten, machte mir nicht gerade Freude und Sorgen bezüglich der Hitzetauglichkeit meines Kleides. Am Freitag abend trudelten alle unsere Freunde und unsere Familien bei uns ein, wir grillten im Garten,  bei herrlichen 25°C saßen wir bis in die Dunkelheit zusammen und ein netter Nachbar kredenzte uns zum Abschluss eine feurige Überraschung: Am nächsten Morgen begleiteten meine beiden liebsten Freundinnen Ilka und Inga mich zum Friseur, wo aus meinen Spaghettihaaren eine ansprechende Brautfrisur kreiert werden sollte: Angenehme Temperaturen hatten sich nach dem nächtlichen Regen breit gemacht, aber die Wolken rissen pünktlich auf als ich meinen Bräutigam am Fähranleger Be...

Sightseeing-Lauf

Vor dem heutigen Lauf hatte ich schon ein bißchen Respekt, denn es sollten 8 Kilometer werden! 8 Kilometer! Soviel bin ich noch nie vorher gelaufen, denn mit Mühe und Not hab' ich ja bisher meine Runde bis zum Kanzleramt geschafft, die 7,5 km lang war... Und dann dies ja alles noch ohne meinen Garmin... Nunja, bei jogmap hab' ich mir also eine 8km-Runde zusammengebastelt, die anders als meine bisherigen Läufe an der Spree laufen sollte. Denn ich hatte irgendwie das Gefühl, dass mir die gewohnte Strecke an der Spree ein schlechtes Gefühl machen würde, weil ich dann immer denken würde: Oh Gott, so und so viel hast Du noch vor Dir - das schaffst Du nie! Und genau das wollte ich nicht, sondern lieber gar nicht so richtig einschätzen können, wieviel ich noch vor mir habe, um den Lauf einfach so richtig zu genießen. Und es wurde mir leicht gemacht: die Sonne strahlte von einem leicht bewölkten Himmel und die Spree glitzerte durch die letzten gelben Blätter hindurch als ich los lief!...