Direkt zum Hauptbereich

Suffering Six

oder: leidende 6 Kilometer!
Gestern sollten es eiegtnlich 7,5 km werden, die auf meinem Trainingsplan standen. Die Vorzeichen standen auch ganz gut, bei konstanten Temperaturen über 0°C taute es ordentlich und ich freute mich auf befreite Wege und angenehmes Laufwetter am Samstag morgen, denn ein blauer Himmel strahlte mich an.
Aber denkste! Schon nach den ersten Schritten war mir klar, dass ich mich würde quälen müssen, um die 7,5 km in den Sack zu kriegen. Auf den Gehwegen war zwar der Schnee mittlerweile weggetaut, offenbarte aber das darunter liegende pure Eis auf dem sich das Tauwasser sammelte. Super!!! Platschen im Nassen auf spiegelglattem Untergrund. Also, suchte ich mir einen Weg entlang der Berliner Straßen und setzte jeden Schritt vorsichtigst und unter scheinbar äußerster Anspannung vor den nächsten. Es war wahnsinnig anstrengend, meine Oberschenkel wurden immer härter und müder und nach 3 km fühlte ich mich schon reif für den Heimweg. Aber ich biss mich noch weiter durch und kehrte in einem großen Bogen zurück nach Hause: 6,61km, die sich anfühlten wie mindestens 60 km... Schrecklich!
Aber solche Läufe gibt es halt auch immer wieder zwischendurch, wie ich ja mittlerweile weiß. Und wahrscheinlich wird der nächste deshalb wahrscheinlich umso besser. Hoffen wir das!

Kommentare

  1. Du warst heute nicht die einzige die durch die Gegend geschlittert ist. ;-)
    Ich habe mir von deiner Seite mal das LogYouRun Widget zu einen gemacht. Kannte ich vorher nicht.
    Danke!

    AntwortenLöschen
  2. Eigentlich müsste ich jetzt sagen : das sind die Läufe die uns härter machen- oder so was ähnliches. Aber leider kann ich Dich nur zu gut verstehen, auch wenn das Thema Pfützen bei uns kein Thema ist, eher Schlamm etc. Macht aber auch keinen richtigen Spaß. Außer am 29.3.2009 da kann es gar nicht schlammig genug sein. Das wäre doch auch mal was für Dich, sozusagen als Konfrontationstraining !

    http://www.fishermansfriend.de/strongmanrun/category/lauf-info/

    AntwortenLöschen
  3. Hoffentlich sind deine Oberschenkel morgen früh nicht zu harte ;) Das hättest du nicht verdient, nachdem du dich so brav doch noch durchgekämpft hast ;)

    AntwortenLöschen
  4. Solche Läufe muss es auch geben – eben!
    Aber Du hast nicht gleich aufgegeben, das ist doch prima. Der nächste Lauf wird besser. Bestimmt! ;-)

    AntwortenLöschen
  5. Dir einen super leichten und angenehm flottenflutschigen nächsten Lauf ...

    AntwortenLöschen
  6. Ich hätte auch gern Frühling. Lauwarme luft, freie Wege...angenehmes laufen. Im Moment ist alles nur anstrengend.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sonnenstrahl

Das letzte Wochenende war irgendwie der Höhepunkt einiger Wochen, die mich immer tiefer in einen Sog von Dunkelheit, Traurigkeit und Melancholie haben stürzen lassen. Ich haderte mit allem: meinem Leben als Ganzen, meinen Entscheidungen, die ich getroffen hatte, meiner Unfähigkeit, Dinge in die Richtung zu beeinflussen, wie ich es gerne wollte, meinem Wohnort, meinem Bankkonto usw. usw. Vielleicht waren traurige Nachrichten des letzten Jahres noch nicht so richtig verarbeitet, Trauer um eigentlich unbekannte, aber trotzdem lieb gewordene Menschen noch nicht verdaut... Ich weiß es nicht, es war einfach alles zu viel. Zu viel Erwartungen, die andere, aber vor allem ich selbst an mich und mein Leben stellen, zu viel Druck, zu viel Unmut, zu viel negatives Denken, zu viel stark sein müssen oder wollen für andere. Gestern konnte ich dann einfach nicht mehr! Ich kotzte mich selber an wie ich da saß in meinem Unglück, meine schlechte Laune an allem ausließ, was um mich rum war und darauf wart...

Autsch in Variationen

Die erste Autsch-Variation, die ich heute hier besprechen möchte, spielt sich in allen Körperregionen ab. Insbesondere wird sie aber bemerkbar am Morgen kurz nach dem Aufwachen bevorzugt in Körperregionen, die ansonsten eher selten genutzt bzw. derart überreizt werden. Im Allgemeinen spricht man von dieser Erscheinungsform des Autsch wohl von Muskelkater, die mir aber am Wochenende nach Benutzung verschiedenster Malerrollen, Pinseln, Leitern etc. als Betrachtungsweise eher schwerfiel. Leiterauf, Leiterab, Malerrolle über den Kopf schwingen, rechts schwingen, links schwingen - im Grunde ist es nichts anderes als eine besondere Form des Aerobics und Krafttrainings. Schweiß ist bei den unsagbar schönen Temperaturen draußen dann drinnen natürlich auch geflossen, wieviele Streichkilometer ich zurückgelegt habe, kann ich allerdings nicht ermessen, lediglich von 3 1/2 fertigen Zimmern kann ich berichten. Der halbe Flur fehlt noch und die Küche wird erst tapeziert und gestrichen, wenn der Flie...

1. Läufergeburtstag

Genau ein Jahr ist es heute her, dass ich mich das erste Mal nach draußen gewagt habe und meine Lauf-/Gehversuche absolviert habe! (siehe hier ) D.h. ich feiere heute meinen 1. Läufergeburtstag!!! Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass ich mich sogar auf ein Laufband begeben würde, um meine Kilomterchen abzureißen, wenn die Wetterbedingungen es draußen eher schlecht zulassen, hätte ich demjenigen ganz sicher den Vogel gezeigt. Aber so sieht man eben mal wieder, dass man eben doch alles schaffen KANN, wenn man denn nur WILL! Das ist so eine ganz große Erkenntnis, die ich aus diesem Jahr für mich ziehen konnte. Viele Menschen sagen immer "ach, das und das ist zu schwer für mich, das kann ich nicht...". Solche Ausflüchte erlaube ich mir und anderen nicht mehr. Nicht können, ist keine Entschuldigung mehr. Wenn jemand zu mir sagt, dass er das und das nicht will, dann kann und muss ich das akzeptieren. Aber nicht KÖNNEN ist häufig nur eine Ausflucht, um sich eben dem, w...