Direkt zum Hauptbereich

Menschen-Slalom hoch 2

Wie herrlich, wenn man im Januar endlich mal wieder die Bügel der Sonnenbrille auf der Nase spüren kann!!!

Das habe ich bereits gestern genossen als ich meinen samstäglichen Shoppingbummel mit Starbucks-Stopp und Buchhandlungsbesuch absolviert habe. Leider musste ich diesen Bummel auch alleine unternehmen, denn mein Göttergatte hat dermaßen die Rüsselpest, dass ich sogar schon zum Auszug aus unserem gemeinsamen Schlafzimmer veranlasst war. Naja, alleine ist relativ... Denn nicht nur ich wollte dieses herrliche Wetter natürlich genießen, sondern halb Schleswig-Holstein schien in der Kieler Innenstadt unterwegs gewesen zu sein. Menschenslalom war also angesagt!
So sollte ich dieses wunderbare Wetter denn auch heute bei meinem erneuten Menschenslalom am Fördeufer genießen dürfen. Meine Lust zum Laufen war auf dem Nullpunkt, aber die Verhandlungen mit meinem inneren Schweinehund wurden mit einem rigorosen "Nach Lust geht das nicht immer!" von meiner Seite beendet.
Die frische Luft ließ mein Hirn dann erwachen, denn ich sollte rege Hirnaktivitäten auch brauchen, um den vielen Spaziergängern ausweichen zu können.

Spaziergänger sind ja das eine, Hunde das andere. Aber was mich in der letzten Zeit noch viel mehr aufregt, sind Menschen mit Kindern... Mit den nächsten Sätzen werde ich den Hass vieler auf mich ziehen und vielleicht schwingt auch eine kleine Portion Neid mit, denn schließlich würde ich auch bereits seit einiger Zeit gerne zu dieser Gruppe gehören, aber ich hoffe dann anders mit der Situation umzugehen... Familien, und leider insbesondere Frauen, mit Kindern scheinen ja das Gefühl  zu haben, dass sie mit der Tatsache, dass sie der Welt ein neues Leben geschenkt haben, automatisch das Recht erworben haben, nicht mehr auf andere Menschen Rücksicht nehmen zu müssen: da werden Wege mit Kinderwagen zugeparkt, Kinder, die selber gerade laufen können, kommen mit Stöcken auf einen zu, die dreimal so lang sind wie sie selbst und hauen mit deren Ende unkontrolliert Richtung Gesicht, während die Mutter mit einem "Ist das nicht süß!"-Lächeln entspannt zusieht statt entschuldigend einzugreifen.... Aaaarrgghhh!
Bitte daran erinnert zu werden, dass ich so nicht sein will, wenn bei uns denn vielleicht irgendwann auch mal der Storch zubeißt....
Gutes Gefühl stellte sich auf jeden Fall nach der Dusche wieder ein, gut den Schweinehund in die Schranken verwiesen zu haben und mich nicht von den Menschenmassen abschrecken haben zu lassen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

C25k - Edition 4.6

 Nicht nachdenken müssen - dass das ein gutes Gefühl ist, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Natürlich bin ich in den letzten Jahren gelaufen. Mehr oder weniger regelmäßig. Aber es so viel passiert, seit ich hier zuletzt geschrieben habe... So vieles, das ich hier auch gar nicht ausbreiten möchte, vieles, das dazu geführt hat, dass meine Prioritäten sich verschoben haben in eine nicht gute und insgesamt ungesunde Richtung. Im Oktober habe ich Geburtstag und dieser Geburtstag markiert die Tatsache, dass ich nun echt auf die 50 zugehe. Denn mit 46 verlässt man die Mitte und bewegt sich auf den nächsten Zehner zu, oder? Ich weiß nicht, wie das passiert ist, aber so wie es passiert ist, kann und soll es für mich nicht weitergehen. Deshalb starte ich hier mal wieder einen ganz langsamen Versuch, wie damals als es so gut geklappt hat, richtig regelmäßig ins Laufen zu kommen. Mit C25k und dem Podcast von Robert Ullrey auf den Ohren. Wie 2008. Nur 15 kg schwerer. Und theoretisch in d...

Autsch in Variationen

Die erste Autsch-Variation, die ich heute hier besprechen möchte, spielt sich in allen Körperregionen ab. Insbesondere wird sie aber bemerkbar am Morgen kurz nach dem Aufwachen bevorzugt in Körperregionen, die ansonsten eher selten genutzt bzw. derart überreizt werden. Im Allgemeinen spricht man von dieser Erscheinungsform des Autsch wohl von Muskelkater, die mir aber am Wochenende nach Benutzung verschiedenster Malerrollen, Pinseln, Leitern etc. als Betrachtungsweise eher schwerfiel. Leiterauf, Leiterab, Malerrolle über den Kopf schwingen, rechts schwingen, links schwingen - im Grunde ist es nichts anderes als eine besondere Form des Aerobics und Krafttrainings. Schweiß ist bei den unsagbar schönen Temperaturen draußen dann drinnen natürlich auch geflossen, wieviele Streichkilometer ich zurückgelegt habe, kann ich allerdings nicht ermessen, lediglich von 3 1/2 fertigen Zimmern kann ich berichten. Der halbe Flur fehlt noch und die Küche wird erst tapeziert und gestrichen, wenn der Flie...

Eislaufen

Kann mir mal einer sagen, was das soll? Da hatte ich heute die tolle Idee mal in den Wald zu fahren um dort zu laufen, da muss ich feststellen, dass alle Wege noch komplett vereist sind. Alles frei, kein Fetzen Schnee mehr zu sehen und ausschließlich die Wege sind noch komplett gefroren. Aber nun war ich schon mal da, also nahm ich die Herausforderung zum Crosslauf an. Immer schön neben den Wegen her, im knöcheltiefen Laub. Wenn das nicht hilft, um die Beine mal ordentlich hoch zu heben. Natürlich bin ich wahnsinnig langsam und muss auch mal wieder in die Büsche verschwinden - wird das jetzt zur Gewohnheit? Find' ich ja gar nicht gut... Etwas besser geht es als ich am Ufer des Tegeler Sees anlange. Doch was ist das? Als ich das Handy aus der Tasche nehme, um ein paar Fotos zu machen, sehe ich die SMS von einer Freundin, die mich daran erinnert, dass wir zum Mittag essen verabredet sind... Na, dann aber die Beine in die Hand genommen, die Strecke ein bißchen abgekürzt, Auto nach kur...