29. Juni 2008

Cuba libre - no more!

Auch wenn Fidel nun nicht mehr agiert und sein Bruder eine größere Freiheit in Cuba versprechen lässt, muss ich Cuba libre abschwören - zumindest an Abenden bevor ich laufen will!
Die beiden Drinks gleichen Namens habe ich zumindest heute morgen beim Laufen fürchterlich in den Beinen hängen gehabt. Bei jedem Schritt schienen meine Beine mahnend das Wort 'Rum' zu schreien und ich spürte regelrecht wie das Blut Mühe hatte, sich durch die verengten Beinvenen zu quetschen. Kurz: Mein Lauf heute morgen um kurz vor 10 Uhr war eine Qual, auch wenn es nur 3,7 km waren habe ich mich gefühlt als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen. Dazu kam sicher auch die schon herrschende Schwüle bei knapp 20°C - ich mus einfach wieder früher aufstehen zum Laufen - aber alleine darauf kann ich es sicher nicht schieben, denn die beiden Cuba Libre gestern abend werden schon ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass es so schleppend ging. Ich hatte zwar keine Seitenstiche, bin auch schon wieder fast ein bißchen zu schnell losgelaufen mit Tempo um die 7:10 min/km und konditionell hätte ich wohl auch noch länger können, aber die Beine waren einfach sooo schwer....
Als ich das 'Couch25k'-Programm durchgezogen habe, hab' ich mich auch immer brav daran gehalten, dass ich abends vor den Läufen keinen Alkohol getrunken habe und möglichst kohlehydratreich gegessen habe. Seit das aber vorbei ist, habe ich da nicht mehr so drauf geachtet und dachte, dass das schon alles so gehen würde. Aber der Körper zeigt einem dann halt doch immer wieder wunderbar die Zusammenhänge auf zwischen dem, was man ihm gibt und der Art wie er darauf agieren kann. Also, neuer Vorsatz: kein Alkohol abends vor einem Lauftag, kohlehydratreiches Essen vor einem Lauf und vielleicht auch demnächst laufen mit einer kleinen Wasserflasche bei der Wärme und vor allem Schwüle im Moment. Ich hab' mir auch so ein Getränke-Pulver gekauft (Basica Sport), das ich jetzt immer brav nach dem Laufen trinken will bzw. mir vielleicht schon angemixt mit auf einen Lauf nehmen werde. Außerdem will ich jetzt mal ein bißchen geplanter an einer Distanzverlängerung arbeiten: 2 x in der Woche laufe ich meine normale Kurzstrecke, die knapp 5 km hat und den dritten Lauf will ich um 10% verlängern, also auch nur 5,5 km - für mich schon eine ordentliche Steigerung. Dies zunächst für die nächsten zwei Wochen und dann vielleicht erstmal wieder eine Regenerationswoche mit drei Läufen á 5 km, um dann erneut steigern zu können. Das klingt doch nach einem Plan, oder?
Morgen ist auch mein erstes richtiges Training im Fitness-Studio geplant und Dienstag in der Frühe dann 5km.

Daten und Fakten zum heutigen Lauf:
Distanz: 3,73 km Zeit: 29:00 min Durchschnittstempo: 7:47 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,7 km/h Durchschn. Herzfrequenz: 165

27. Juni 2008

Aufgerafft!

Nein, gestern abend habe ich mich nicht mehr aufraffen können. 1. hatte mich mein Kater doch noch den ganzen Tag ganz schön im Griff, 2. war es ziemlich schwül und 3. war der Tag mit Vorbereitungen, Erledigungen und Besorgungen so stressig, dass ich abends nur noch völlig geschafft ins Bett gesunken bin.
Aber nachdem ich dann heute um 8.15 Uhr schon im Flieger sitzen musste, dann ein Team bei E.ON in Düsseldorf gecoacht habe, um 16.40 Uhr wieder zurückgeflogen bin, war ich auch ziemlich fertig als ich wieder hier war. Aber heute auch wieder dem inneren Schweinehund nachgeben und schon wieder nicht laufen?
Zunächst lautete meine Antwort auf diese Frage 'ja' und ich hatte fest vor, morgen früh zu laufen und stattdessen heute abend meine Blogroll zu lesen und mich von den anderen Läufern in der Blogger-Welt inspirieren zu lassen. Das hab' ich auch gemacht und die Schilderungen von Pienznäschen, Kerstin und Co. taten ihre Wirkung: ich wollte nur noch laufen! (Danke für die ständige Motivation und das bei der Stange halten durch Eure Schilderungen an dieser Stelle!)
Und das hab' ich dann auch kurzentschlossen getan! Um 19:49 bin ich los und hatte nur vor, ein bißchen loszutraben. Egal wie lange, egal wie schnell, einfach genießen. Folgendes ist dabei rausgekommen:

Distanz: 4,99 km Zeit: 39:24 Durchschnittstempo: 7:54 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,6 km/h Durchschn. Herzfrequenz: 170

Und, hach, war das gut! Zuerst hatte ich zwar Seitenstiche, wo ich schon befürchetete, dass ich schon ganz früh würde abbrechen müssen, weil mir das sonst immer Schwierigkeiten bereitet. Aber diesmal bin ich weitergelaufen, habe mich bemüht, sehr aufgerichtet zu bleiben und habe mich stark auf das Ausatmen konzentriert. Das ging richtig gut, die Seitenstiche verschwanden und ich war eine ganze Zeit lang in meiner Zone! Es ging zwar ein ganz schön heftiger Wind, der aber angenehm warm, aber doch kühlend gewirkt hat - ich liebe Wind! In dieser Art und Weise kann das erstmal weitergehen...

26. Juni 2008

Über Stock und Stein mit schweren Beinen ins Finale

Mann, Mann, Mann - war das ein Abend gestern! Berlin ließ das WM-Feeling wieder aufleben, tausende von Menschen waren auf den Straßen und selbst Stunden nach Abpfiff dieses Halfinals-Krimis der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die türkischen Fußballer war der Berliner Hauptbahnhof noch in ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer gehüllt. Auch viele Türken feierten mit und spendeten Beifall, Autokorsos zogen sich durch die ganze Stadt, das gesamte Regierungsviertel bis hin nach Schöneberg und Charlottenburg war nach Spielende abgesperrt, weil einfach überall Menschen die Staßen bevölkerten. Die Polizei musste am Hauptbahnhof teilweise die Zugänge zu den S-Bahnsteigen absperren, weil einfach zu viele Menschen nach oben drängten. Die Wartenden nutzten die Zeit und übten vor den Rolltreppen wartend immer wieder die La Ola-Welle, angefeuert von Fans, die schon oben standen. Stadionfeeling mitten im Hauptbahnhof! Und wir mitten drin! Ein unglaubliches Erlebnis, das ich so schnell sicher nicht vergessen werde und an das man sich wahrscheinlich sein Leben lang erinnern wird.Mit Freunden haben wir das Spiel gestern bei einer der zahlreichen Public Viewing-Veranstaltungen in Berlin erlebt und heute morgen musste ich zum Frühstück erstmal eine heiße Milch mit Honig trinken, damit mein Hals sich nicht mehr so ganz nach Reibeisen anhört nach der ganzen Schreierei.
Da ich gestern abend aber nicht nur Milch getrunken habe, sondern meine Nerven mit dem einen oder anderen Bierchen beruhigen musste, ist an Laufen heute morgen nicht zu denken. Ich fühle mich heute morgen so, wie die deutschen Jungs gestern zeitweise gespielt haben: als hätte ich einen Bleigurt umgebunden! Mein Plan ist, heute abend eine Runde zu drehen, wenn ich mich bis dahin besser fühle und sich vor allem nicht wieder so eine Schwüle über die Stadt legt. Vielleicht ist es heute abend gegen 21 Uhr ja ganz angenehm...
Vor dem Spiel hatte ich gestern nachmittag noch meinen Einführungstermin im Fitness-Studio. Jenes, welches noch mit 10er-Karten trainieren lässt. Es handelt sich um ein reines Frauen-Studio, ist klein, überschaubar und gemütlich, bietet aber längst nicht die Annehmlichkeiten einer der großen Ketten. Aber vielleicht einfach genau das richtige, um einfach ein bißchen Gerätetraining zu machen und die Muskulatur für's Laufen zu stärken. Nächsten Dienstag will ich das erste Mal ernsthaft dort trainieren und dann möglichst immer 2x in der Woche.
Meinen letzten Lauf hatte ich am Montag im westfälischen Geseke. Ich war dort im SchlossHotel Eringerfeld (das Hotel sieht zwar ganz toll aus, ist aber leider nicht so berauschend, aber psst!) für ein Seminar und habe mir Sonntag noch schnell eine Strecke bei GPSies zusammengebastelt und auf meinen Forerunner übertragen. Montag morgen um 6.00 Uhr ging es also los und mein FR schickte mich anhand einer kleinen schwarzen Linie los - direkt in die westfälische Wildnis! Es ging in der Tat quer durch einen Wald über einen Weg, der vom Regen des Vortags mehr als aufgeweicht war, über Stock und Stein und über Berg und Tal. Für mich Flachlandtiroler waren die ziemlich steilen Anstiege und noch dazu über einen wirklich sehr unebenen Weg nur schwer zu verarbeiten - ich musste immer wieder die Hügel hochwalken. Bin ich froh, dass wir nach Kiel ziehen und nicht in die Berge - da wäre meine Laufkarriere wohl schnell beendet... Zum Schluss habe ich die geplante Strecke ein bißchen abgekürzt, weil ich mir nicht sicher war wie ich zeitlich so hinkomme, so dass ich nur auf knapp 4 km gekommen bin. Aber gut - ich hatte ja auch noch einen harten Trainingstag mit 12 Teilnehmern vor mir!

Daten und Fakten zu meinem Lauf am Montag:
Distanz: 3,85 km Zeit: 32:59 Durchschnittstempo: 8:34 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,0 km/h

22. Juni 2008

Besser

Gestern morgen wollte ich um 7.30 Uhr laufen. Bie Betonung liegt hier auf dem Wort WOLLTE. Momentan bin ich einfach schwer aus dem Bett zu kriegen, deshalb war ich erst um 9.30 Uhr zum Aufstehen zu bewegen und stand dementsprechend um 9.50 Uhr fertig gespornt am Start der Laufrunde. Meine Vorhaben waren klar: langsam laufen, durchlaufen, nicht überfordern! Ich hatte diesmal keine Musik dabei und habe mich ganz auf den VirtualPartner des FR konzentriert, den ich diesmal so eingestellt hatte, dass ich theoretisch locker gegen ihn würde gewinnen müssen.
Es war super! Ich bin zunächst wieder losgewalkt, nach 5 Minuten in einen lockeren Trab gefallen. Da hatte der Virtual Partner schon 60 m Vorsprung! Klar, ich war je in einem viel langsameren Tempo zu Anfang unterwegs gewesen. Die nächste halbe Stunde trabte ich also meine Runde vor mich hin, immer mal wieder mit einem zufriedenen Blick auf meine Pace, die sich genau in dem Bereich abspielte wie ich es wollte: 7:30 min/ km +- 10 sec.
Als ich die letzten 5 Minuten wieder zum Walken ansetzte, hatte ich gegenüber meinem Virtual Partner mittlerweile einen Vorsprung von 160 m - gutes Gefühl! Da konnte ich also locker auswalken und hatte am Ende gewonnen! Und natürlich war diesmal sogar meine Durchnittspace besser als bei den letzten Malen, wo ich ja eine Gehpause hatte einlegen müssen, die mich natürlich im Durchschnitt langsamer gemacht hat. So kann's weitergehen!
Noch heute fahre ich nach Geseke im Landkreis Soest, wo ich in den nächsten beiden Tagen ein Seminar für Mitarbeiter von EUROWINGS machen werde. Habe mir natürlich auch schon eine Laufstrecke bei GPSies.com erstellt und auf meinen Forerunner übertragen. Mal sehen, wie es gehen wird, den Kurs nachzulaufen?!

Daten und Fakten zu meinem gestrigen Lauf:
Distanz: 4,75 km Zeit: 39:23 Durchschnittstempo: 8:17 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,2 km/h

19. Juni 2008

1000 Gründe

1000 Gründe kann es haben, warum es bei mir momentan irgendwie nicht so recht vowärts zu gehen scheint... Mein linkes Bein macht im Moment genau die gleichen Mucken wie vor ein paar Wochen noch mein rechtes, seit wir aus Spanien wieder da sind, schlafe ich nicht besonders gut, die Nächte von Montag auf Dienstag und Dienstag auf Mittwoch bin ich nie vor 3 Uhr morgens eingeschlafen, meine Tage stehen vor der Tür, seit Sonntag läuft mir die Nase und ich habe Halsschmerzen, aber eine richtige Erkältung will irgendwie nicht ausbrechen...
Tja, diesen Roman könnte ich jetzt noch weiter fortsetzen, aber man will ja nicht wehleidig erscheinen. Auf jeden Fall waren dies sicher alles Gründe, warum mein Lauf heute morgen um 8 Uhr nicht gut lief. Es war mir heute schon fast wieder zu warm, eine drückende Schwüle machte sich über Berlin breit, ich hatte fatalerweise mein Langarm-Shirt an, weil das in letzten Tagen durchaus angebracht war. Zunäcsht lief es dann auch richtig gut, ich bin 2,74 km gelaufen und anfangs fühlte ich mich so super, dass ich mich spontan entschieden habe, heute auch wieder die Runde am Schloss Bellevue zu laufen, also ca. 5,5 km. Ich war auch für meine Verhältnisse flott unterwegs in einem 7:17er- Schnitt. Wahrscheinlich wäre meine kleine Runde heute aber angesagter gewesen, denn kaum war ich beim Präsidenten vorbei, kamen wieder meine Seitenstiche zum Vorschein und meistens ist es ja so, dass meistens gar nix mehr geht, wenn sie erstmal da sind. Und genau so war es dann auch. Ich hab' sie zwar mit tiefem Ein- und Ausatmen schnell unter Kontrolle gebracht, so dass beim Gehen nichts mehr zu spüren war, aber jedes Mal, wenn ich losgelaufen bin, waren sie nach ca. 300 m wieder da.
Wahrscheinlich muss ich einfach akzeptieren, dass ich doch noch nicht so weit bin, dass ich meine Umfänge derart steigern kann, dass ich alle zwei Tage mind. 5-6 km laufe, sondern sollte diesen knappen 6km-Lauf vielleicht zunächst auf einmal in der Woche terminieren. Oder ich muss doch einfach langsamer laufen, wieder eher in Richtung 7:30 - 7:50 min/km.
Wahrscheinlich erwarte ich auch einfach schon weider zu viel, denn im Urlaub war ja nun nix mit tollen Steigerungen aufgrund der Hitze, so dass ich mich hier wohl erstmal wieder mehr eingrooven muss, als ich zunächst gedacht hatte.
Um dem Seitenstechen- und Bein-Problem außerdem noch weiter zu begegnen, habe ich gerade für nächste Woche Mittwoch einen Termin in einem Fitness-Studio gemacht, das noch ganz altmodisch mit 10er-Karten trainieren lässt. Wie herrlich: keine Vertragsbindung, kein monatliches Geld zum Fenster rausschmeißen, sondern nur ein Stempel auf der 10er-Karte, wenn ich auch wirklich trainiere. Ziel ist, zunächst zweimal in der Woche bestimmte Übungen für den Rumpf und vom Physiotherapeuten empfohlene Sachen für das Bein zu machen. Die 10er-Karte bietet sich zudem an, weil wir ja irgendwann in diesem Sommer noch nach Kiel umziehen werden, so dass ein Vertrag mit einem Studio in Berlin natürlich keinen Sinn mehr machen würde. Nun gut, schauen wir mal, was sich Samstag früh so ereignet. Devise: Langsamer laufen!

Daten und Fakten zu meinem heutigen Lauf:
Distanz: 5,4 km Zeit: 46:27 Durchschnittstempo: 8:36 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,0 km/h

16. Juni 2008

Alltag

Der Alltag hat uns wieder und damit auch wieder meine Laufroutine. Am Samstag war ich das erste Mal wieder auf meiner kleinen Spreerunde unterwegs. Nachdem ich ja nun 8 Tage gar nicht gelaufen war und sowohl Ulf als auch ich uns seit unserer Rückkehr irgendwie angeschlagen fühlen, wollte ich es langsam angehen lassen und bin nur mit der kleinen Runde gestartet. Es ging recht gut, obwohl ich den Flug noch in den Beinen gespürt habe. Allerdings merke ich mehr und mehr, dass mir diese kleine Runde einfach nicht mehr reicht. Es fordert mich zwar immer noch, aber ich bin einfach zu kurz unterwegs, um meine Ausdauer damit weiter zu trainieren. Ich war zwar sehr langsam unterwegs mit einem Schnitt bei 7:40 Minuten (das langsamere Durchschnittstempo unten ergibt sich, weil ich zu Beginn und am Ende des Trainings jeweils 5 min gehe, Durchschnittstempo während des Laufens liegt bei 7:40 min/km.), aber trotzdem reicht mir das nicht mehr - irgendwie... Es geht mir ja auch vorrangig um Distanz und nicht um Tempo.

Daten und Fakten zu meinem Lauf am Samstag:
Distanz: 3,78 km Zeit: 32:07 Durchschnittstempo: 8:29 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,1 km/h

Heute wollte ich dann die Präsidenten-Runde einlegen mit Lauf vorbei am Schloss Bellevue und wenn ich auch wieder sehr langsam unterwegs war, hab' ich mich fast während des ganzen Laufes totel gut gefühlt und ich hätte wohl auch noch weiterlaufen können. Zwischendurch musste ich eine kleine Gehpause einlegen, um mich von ein bisschen Seitenstechen zu erholen, aber dann ging es wieder richtig gut. Außerdem hab' ich gemerkt, dass ich mich wieder stärker dehnen muss und werde jetzt deshalb immer brav den Jogmap-Trainingspodcast zum Dehnen im Anschluss an meinen Lauf machen, damit sich das linke Bein wieder erholt.
Oh, und die neue Coldplay-CD ist ja generell wieder mal ein großartiges Stück Musik. Aber ich kann sie jedem nur zum Laufen empfehlen! Großartig!
So sah mein Lauf heute dann auf einem Satellitenbild aus:
Daten und Fakten zu meinem heutigen Lauf:
Distanz: 5,53 km Zeit: 46:13 Durchschnittstempo: 8:21 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,2 km/h

13. Juni 2008

Conil de la Frontera 2008 - eine Hommage

13.06.2008, 21:53 Uhr
Home sweet home

Deutschland hat uns wieder! Etwas befremdlich stimmen mich die deutschen Fahnen an allen möglichen Autos, die vor zwei Jahren bei der WM im eigenen Land gerade noch ok waren, aber trotzdem bin ich jetzt auch froh wieder in meinen eigenen vier Wänden zu sein. Insbesondere deshalb weil in den letzten fünf Tagen die Kakerlaken-Dichte in unserem Apartment-Haus und auch in unserem Apartment selbst doch stetig stieg. Also es war jetzt wirklich kein Riesenproblem, denn insgesamt hatten wir in der Wohnung drei Exemplare, die Ulf heldenhaft getötet hat und im Hausflur nochmal zwei. Aber der Ekelfaktor stieg bei mir doch langsam beträchtlich, denn die Viecher sind echt ganz schön riesig und wahnsinnig schnell. Bäh...

Nach einem wunderschönen letzten Tag am Strand, wo ich mir leider nochmal einen kleinen Sonnenbrand auf dem Oberschenkel geholt habe, und einem traumhaften Abschiedsessen bei einem gemalten Sonnenuntergang und deliziösem Thunfischfilet, hatten wir dann leider eine ziemlich schlechte Nacht. Die Temperaturen sind in Conil in dieser Woche stetig gestiegen und lagen dann auch heute nacht das erste Mal über zwanzig Grad. Mein Sonnenbrand pochte und kochte vor sich hin und wir trauten uns aber nicht so recht, das Balkonfenster unseres Schlafzimmers zu öffnen, um keinen weiteren Kakerlaken Einlass zu gewähren. Das alles führte dazu, dass wir in unserem Bettchen so vor uns hin schwitzten und uns von einer Seite auf die andere wälzten. Oder sollte uns das schlechte Deutschland-Spiel, das wir beim Kofferpacken verfolgt hatten, eine schlaflose Nacht bereiten...

Um halb acht sind wir dann heute morgen zum Flughafen aufgebrochen und ich war ehrlich gesagt gar nicht böse darum, dass der Flugkapitän 12°C und Regen in Berlin ankündigte. So stehen die Zeichen für einen Lauf morgen früh also gar nicht so schlecht, angenehme Kühle und vielleicht sogar ein bisschen Regen werden mich erwarten und mit diesen abschließenden Bildern endet der Bericht aus unserem Urlaub:

12.06.2008, 9:43 Uhr
Verluste

Sevilla war großartig! Ich habe selten eine Stadt gesehen, die einen derartig mit ihrer Schönheit erschlägt. Man weiß gar nicht so recht, wo man zuerst hinschauen soll, so traumhaft schön ist alles. Wir waren um 11 Uhr in Sevilla und haben dann zunächst die riesige Kathedrale besichtigt und haben den Giralda erklommen, der eine tolle Aussicht über die ganze Stadt bietet. Unseren Hunger haben wir dann bei einer Ration Tapas in einem ganz tollen Feinkostladen gestillt und haben uns dann den Alcazár vorgenommen, der eine Miniaturausgabe der Alhambra in Granada darstellt. Die Alhambra ist natürlich viel größer und noch beeindruckender, aber erinnert hat uns schon vieles an unseren Besuch dort vor ein paar Jahren: Mosaike, malerische Innenhöfe mit Wasserspielen, Kassettendecken und Kuppeln – die Herrscher damals wussten schon wie man es sich gut gehen lässt.

Bei mittlerweile 35°C, die man im Inneren des kühlen Herrscherpalastes eben gar nicht gespürt hat, sind wir dann noch zur Plaza de Espana gelaufen, die mit ihrer Größe und Kitschigkeit fasziniert. Mittlerweile war es zwar schon 18 Uhr, aber immer noch 34°C und ich konnte nur über die vielen Jogger staunen, die alle durch den Park liefen als wäre das nix... Wahrscheinlich alles eine Frage der Gewöhnung, denn diese Temperaturen sind für die Sevillaner Anfang Juni ja geradezu noch frühlingshafte Lüftchen. Während uns beim bloßen Spazierengehen die Brühe nur so herunter lief und der 1,5l-Mineralwasser-Flaschen-Konsum bereits in astronomische Höhen stieg, war so manche Joggerin doch tatsächlich noch in langen Hosen unterwegs. Nunja...

Die Hitze hatte uns also mittlerweile derart zugesetzt, dass wir froh waren, dass die schlauen Sevillaner ihre eh schon engen Einkaufsstraßen auch noch mit Planen überspannen, die einen angenehmen Schatten spenden. Zwischen unserer dringend notwendigen Mineralwasser-Kauf-Aktion, meinem Souvenir-Shopping für Daheimgebliebene und unserem abschließenden Pizzaessen in einer Pizzeria im Barrio Santa Cruz muss es dann irgendwann passiert sein: ich habe den Verlust meiner Sonnenbrille zu beklagen! Ich und Sonnenbrillen – das ist so eine Geschichte für sich. Schon vor zwei Jahren habe ich eine richtig teure Dolce & Gabbana-Sonnenbrille, die ich erst ein Jahr hatte, in einer Bar in Berlin auf dem Tisch liegen lassen. Bereits fünf Minuten später war ich wieder da, befragte die Bedienungen und die neuen Gäste an genau diesem Tisch – aber natürlich hatte sich das gute Stück in Luft aufgelöst! Viel Spaß mit meiner Brille konnte ich da nur noch wünschen...

Also musste eine neue daher und ich gab diesmal im letzten Sommer nur halb soviel für eine Donna Karan-Sonnenbrille aus. Auch diese hat jetzt ein Jahr gehalten und weg ist sie.... Diesmal bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, wo sie geblieben sein mag – die Hitze hat uns schon ganz schön zugesetzt. Vielleicht hab’ ich sie auf dem Verkaufstresen beim Wasserkaufen abgelegt.... Oder beim Souvenirs aussuchen beiseite gelegt..... Meine Vermutung ist aber eher, dass ich sie auch diesmal wieder auf einem Tisch habe liegen lassen, denn bei besagtem Italiener, saßen wir zunächst an einem Tisch auf der Terrasse, sind dann aber nach drinnen umgezogen und hier vermute ich wird die Brille den Umzug nicht mit mir vollführt haben. Aber auch hier ergaben Nachfragen bei den neuen Gästen an diesem Tisch meinerseits und auch der sehr netten Kellner keine weiteren Anhaltspunkte über den Verbleib meiner Sonnenbrille. Adieu, kann ich da nur sagen....

Zum Abschluss haben wir dann noch eine halbe Stunde am Ufer des Rio Guadalquivir gesessen, Flamenco-Klänge drangen über das Ufer an unser Ohr und sind dann völlig erschöpft wieder die Rückfahrt angetreten. Um halb zwei konnten wir dann endlich unsere müden Füße ausstrecken, aber es hat sich definitiv gelohnt. Sevilla ist eine tolle Stadt! Überzeugt Euch selbst:

10.06.2008, 10:43 Uhr
Natur pur!

Das Wochenende haben wir entspannt in Conil verbracht, waren viel am Strand, haben an unserer Urlaubsbräune gearbeitet bzw. an Vermeidung meiner bereits stark ausgebrochenen Sonnenallergie und Samstagabend sind wir sogar ein bisschen ins spanische Nachtleben hier in Conil eingetaucht. Wir waren in der Stadt unterwegs, haben in einer Cocktailbar in einer der kleinen Gassen den wohl schlechtesten Mojito bzw. Caipirinha getrunken, den die Welt je gesehen hat und sind dann in eine Bar eingekehrt, wo richtig der Punk abging. Das Witzige daran war, dass wirklich fast nur Spanier vertreten waren, was man in einem Touri-Ort wie diesem ja nicht unbedingt vermuten würde und es wurde den ganzen Abend nur und ausschließlich spanische Musik gespielt, die auch von allen begeistert gefeiert und mitgesungen wurde. Man stelle sich einen solchen Club in Deutschland vor, der den ganzen Abend nur Silbermond, Juli, Fanta 4 etc. spielt.... Außer auf einer eigens so angekündigten Motto-Party würde dieses Konzept wohl kaum aufgehen! Wir sind auch richtig schön versackt und mussten dann am Sonntag erstmal unseren Kater pflegen. Abends haben wir natürlich auch das 2:0 unserer deutschen Equipe gegen Polen beklatscht.

Gestern war es nach soviel Müßiggang dann also mal wieder an der Zeit für einen Ausflug. Diesmal haben wir das Hinterland erkundet und sind fast 300 km über Medina Sidonia, eines der vielen weißen Bergdörfer, nach Ubrique gefahren. Hier beginnt der tolle Nationalpark der Sierra Grazalema und die tollste und unglaublichste Landschaft erwartete uns. Ständig begleitet von den hier vorkommenden Gänsegeiern, die majestätisch über uns ihre Runden drehten, tauchten wir in eine ganz andere Welt ein. Ziegen und Stiere kreuzten ungehindert die Straßen, Bauern ernteten Korkeichen ab und wir fuhren uns in Serpentinen und Bergwegen fast schwindelig, die Landschaft wechselte ständig. Über Grazalema und El Bosque führte uns unser Weg zurück nach Arcos de la Frontera, wo wir an einem netten Stausee lecker im Méson Las Molineras zu Abend gegessen und den wunderschönen Sonnenuntergang bewundert haben. In Arcos selber waren wir vor zwei Jahren schon einmal, was ich wirklich nur empfehlen kann, aber gestern konnten wir es daher von unserer Besuchsliste streichen und sind dann wieder zurück nach Hause gefahren, wo wir dann um Mitternacht erschöpft in unser Bettchen sinken konnten. Viel haben wir gesehen gestern:

Heute ist nochmal ein Tag der Entspannung vorgesehen und morgen wollen wir dann Sevilla erkunden!

Als ich heute morgen um 7.30 Uhr einen Blick auf den Wecker warf, dachte ich bei mir, dass es ja jetzt dann gleich gut wäre, aufzustehen und eine Runde zu laufen. Als ich den nächsten Blick warf, um dann endgültig aufzustehen, war es bereits nach 9 Uhr, so dass die Sonne ja schon aufgegangen und es natürlich schon viel zu heiß für einen Lauf wäre.... Also bin ich noch bis 10 Uhr liegen geblieben. Ja, ich schlure hier in letzter Zeit, obwohl ich ja eigentlich den Vorsatz hatte, hier jeden Tag zu laufen. Aber es ergeben sich eben immer Situationen, dass wir auch erst so spät ins Bett kommen, vielleicht auch mal ein Bierchen oder Weinchen mehr getrunken haben, so dass es dann so schwer fällt, morgens um 6.30 Uhr aufzustehen.... Ach, was soll’s – ist ja schließlich auch Urlaub, oder? Aber ich freue mich schon auf Samstag morgen, wo ich definitiv morgens um 6.30 Uhr meine Runde an der Spree drehen werde! Brief und Siegel!

07.06.2008, 12:47 Uhr
Cadiz

Nachdem wir den Donnerstag den ganzen Tag nur rumgehangen, viel geschlafen und abends noch leckere Dorade gebraten haben, war gestern mal wieder Zeit für Aktivität angesagt. Das Highlight am Donnerstag bestand darin, dass Ulf und ich eine Ecke gefunden haben, wo wir ein freies WLan-Netz für kurze Mail-Abfragen nutzen konnten. Nicht dass ich das unbedingt gebraucht hätte, aber da Ulf ganz dringend noch etwas berufliches rausschicken musste, konnte ich das auch nutzen, um Mails abzufragen und meinem Blog einen kleinen Urlaubs-Zwischenbericht zu verabreichen.

Gestern haben wir dann aber früh zum Aufbruch geblasen, waren erst auf dem Wochenmarkt in Conil, der jeden Freitag stattfindet und sind dann nach Cadiz weitergefahren, der Provinzhauptstadt, die von drei Seiten vom Atlantik umschlossen ist.

Wir sind wunderbar durch die Altstadt gebummelt, haben den Torre Tavira bestiegen, der von seiner Dachterrasse einen 360°-Blick über Cadiz und eine Etage tiefer eine Camera Obscura bietet, haben tollen fritierten Fisch gegessen, der in Cadiz überall gegessen wird (Ulf hatte Dornhai, mariniert mit Kreuzkümmel und ich hatte Tintenfisch) und konnten das spanische Abendleben auf einem Freitagabend miterleben. Wahnsinn, was da los ist.... Nachdem wir lt. FR aber um die 10 km durch die Altstadt getapert sind, taten uns total die Beine weh und wir waren froh, dass wir dann im Bett lagen. Dementsprechend ist mein Lauf heute morgen auch ausgefallen, weil ich insbesondere mein linkes Bein momentan ganz schön unangenehm merke und ich lieber ein bisschen pausieren will statt es wieder zu überanstrengen.

5. Juni 2008

Urlaubs-Zwischenbericht

05.06.2008, 12:11 Uhr

Ein Satz mit X!

Wir hatten gestern einen herrlichen Abend in der Casa Manolo, wo wir mal wieder super leckeren Fisch gegessen haben. Ulf hatte gegrillten Schwertfisch und ich fritierte Sardinen. Dazu haben wir uns eine leckere Flasche Weißwein genehmigt und konnten mal richtig genießen.

Das hatte allerdings zur Folge, dass ich heute früh zum Laufen natürlich mal wieder nicht richtig hoch gekommen bin und erst um kurz vor 9 Uhr vor unserer Tür stand.

Der Wind hatte gedreht und kam mir auf meinem Hinweg am Strand die ganze Zeit entgegen – Südwind direkt aus Afrika! Es war zwar bewölkt und deshalb glücklicherweise nicht ganz so heiß, deshalb freute ich mich auf den Rückweg, denn dann würde der Wind ja von hinten pusten, dachte ich! Aber Pustekuchen: als ich auf meinen Rückweg einbog, diesmal nicht direkt am Strand, sondern den Paseo Maritimo hoch, zog die Wolkendecke auf, der Wind ließ schlagartig nach und die Sonne knallte mir in einer bisher hier nicht erlebten Hitze auf den Rücken. Der Schweiß lief mir überall nur so runter und dann ging es nach kurzer Zeit auch noch steil bergauf! Ich musste kapitulieren und den Rest des Weges mehr oder weniger schnell walken. So komme ich heute nur auf eine kurze Laufstrecke mit schlechten Daten:

Distanz: 3,62 km Zeit: 32:31 min Durchschnittstempo: 8:59 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 6,7km/h

Hier ein Satellitenbild meines Laufes am Strand entlang:

Aber was soll’s! Mir war eh klar, dass ich im Sommer bei Hitze Schwierigkeiten bekommen würde. Da erinner’ ich mich doch gerne an meine Regenläufe im März bei 10°C – das ist irgendwie eher meine Wohlfühltemperatur für’s Laufen...

04.06.2008, 20:03 Uhr
Mucken und Golfen

Der gestrige Tag war irgendwie ... mmhh! Einer dieser Tage an dem irgendwie nichts richtig laufen kann. Ulf und ich waren stimmungsmäßig irgendwie total down und alles, was wir anfassten wurde irgendwie zum Desaster. Es ist noch nicht mal so, dass irgendwas richtig schief gelaufen wäre oder wir uns richtig gestritten hätten. Alles war einfach nur ... mmhh!

Wir haben einige Zeit am Strand verbracht, Karten gespielt und einmal ob des gestrigen heftigen Windes die Düne gewechselt. Entgegen unserer bisherigen Gewohnheiten haben wir uns nicht mal ins Wasser getraut...

Gegen Abend sind wir dann noch nach Conil reingegangen, sind ein bisschen durch die Straßen geschlendert und haben schließlich zu Hause noch gekocht. Das klingt zwar alles ganz gut, war aber gestern irgendwie nur mäßig befriedigend. Manchmal kann es halt auch nervig sein, wenn man einfach so in den Tag hinein lebt und nix richtig plant und vorhat.

Für heute hatten wir deshalb einen Schlachtplan zurechtgelegt. Schon um 10 Uhr waren wir auf dem nahe gelegenen Golfplatz Campano und konnten eine Tee-Time mit einem netten belgischen Ehepaar zusammen ergattern. 9 Löcher haben wir gemeinsam gespielt, ich war auch recht zufrieden mit meinem Spiel und es hat total Spaß gemacht. Ulf hat sich leider ein bisschen in eine Negativspirale hineingespielt, aber auch ihm hat es trotzdem Spaß gemacht. Leider hab’ ich mich ziemlich verbrannt, man unterschätzt die Sonnenwirkung auf einem windigen Golfplatz dann ja doch ganz gerne...

Gleich wollen wir noch in die Stadt und dort lecker essen!

03.06.2008, 10:43 Uhr
Tuna und Pulpo

Bei unserem Trip gestern gab es viele schöne Dinge zu sehen, wir sind die Küste hinunter gefahren über schon bekannte Straßen und konnten uns in Wiedererkennen gegenseitig übertreffen. Unser erster Halt war am Cabo de Trafalgar, diese ehemalige Insel und den Leuchtturm, wo die Schlacht von Trafalgar stattgefunden hat, konnte ich vor zwei Jahren nicht besichtigen, weil ich mir da eine fürchterliche Erkältung eingefangen hatte und bei dem hier ständig gehenden starken Wind lieber im Auto sitzen geblieben war. Aber gestern konnte ich das nun nachholen.

Danach sind wir weitergefahren nach Barbate, eine Stadt, die wirklich nicht schön ist und nur vom Fischfang lebt, aber nirgends kann man besser und frischer Fisch essen. Ulf hat sich an Tunfisch (Tuna a la plancha) versucht und ich wollte ja unbedingt mal Oktopus essen, also hatte ich Pulpo picante. Hm, war das lecker! Ulf fand die Suagnäpfe an den Stücken meines Oktopus’ aber eher ekelerregend...

Nach einem letzten Abstecher nach Zaharo de los Atunes mit seinem alten Castillo und dem 13km langen Strand sind wir umgekehrt und genossen den Abend dann zu Hause auf unserem Balkon. Müde, geschafft und froh!

02.06.2008, 8:38 Uhr
Nie wieder Alkohol

Anders kann ich es mir nicht erklären, dass heute morgen so gar nix mit mir los war. Es war wieder ein traumhafter Sonnenaufgang, in den ich hineingelaufen bin. Ich konnte auch ein einigermaßen gleichmäßiges Tempo halten, aber meine Beine fühlten sich wahnsinnig schwer an und mehr als 4,24km am Strand hoch und runter waren nicht zu schaffen. Ist vielleicht aber gar nicht so schlecht, denn momentan macht mein Bein wieder Zicken. Diesmal ist es allerdings das linke Bein, das genau die gleichen Symptome aufzeigt wie vor vier Wochen das rechte. Also weiß ich ja, was ich dagegen zu tun habe: Dehnen bis eben kein Arzt mehr kommt.

Heute ist Sonnenpause für Ulf und mich angesagt, denn nach zwei Tagen am Strand ist unser Pelz doch schon etwas rot – heute wollen wir hier mal ein bisschen das wunderschöne Hinterland erkunden!

Daten und Fakten zu meinem heutigen Lauf:

Distanz: 4,24 km Zeit: 35:03 min Durchschnittstempo: 8:17 min/km Durchschnittsgeschwindigkeit: 7,3km/h

01.06.2008, 23:13 Uhr
Strandtag

Was kann man über einen tollen Tag am Strand besseres bloggen als tolle Bilder?

Heute sind wir in der La Ola Bar fast versackt, ich habe mich an Tinto de Verrano gütlich getan, im Apartment haben wir dann nur schnell Nudeln gemacht und den Abend auf dem sonnendurchfluteten Balkon bis zum Sonnenuntergang mit Lesen ausklingen lassen.

Morgen früh geh’ ich wieder laufen – diesmal ernsthaft!

31.05.2008, 8:48 Uhr
Nicht ernst zu nehmender Lauf

Heute morgen sollte also nun mein erster Lauf in den Sonnenaufgang hinein in Conil werden. Um 6:45 Uhr wurde ich von meinem Handy geweckt, konnte mich aber erst um 7:15 Uhr dazu überreden aus dem Bett zu steigen – da war die Sonne natürlich schon aufgegangen...

Ich aber in vollem Equipment vor die Tür: Forerunner am Handgelenk, Fotoapparat und iPod in meiner neu erworbenen Gürteltasche, die ich extra für diesen Zweck neu erstanden hatte.

Es kam wie es kommen musste: Es gab so herrliche Strandansichten zu sehen, dass ich eigentlich mehr gegangen und gestanden bin, um Fotos zu machen statt zu laufen. Zudem nervt mich diese Gürteltasche extrem beim Laufen, da sie immer verrutscht und ständig irgendwo da hängt, wo sie stört. Also habe ich entschieden, dass dieser Lauf heute fürs Fotomachen reserviert war. Ab morgen geht es dann ohne dieses ganze Equipment los – nur mein Forerunner und ich! So war ich heute zwar 5,08 km unterwegs, von denen ich aber nur 3,17 km im Lauftempo verbracht habe bei einem Tempo von 7:45 min/km.

23:54 Uhr

Der Rest des Tages war sehr entspannt. Nach meiner Dusche bin ich erstmal wieder ins Bett geschlüpft und habe noch zwei Stunden geratzt. Dann haben wir herrlichst gefrühstückt und sind dann runter an den Strand, wo wir hinter einer Düne wunderbaren Windschutz gefunden haben. Im Atlantik waren wir dann heute auch schon – fürchterlich kalt, aber wenn man erstmal drin ist und mit den tollen Wellen spielt, ist es super! Um 6 Uhr haben wir uns dann in die La Ola Bar gesetzt und zwei leckere Cruzcampo-Bier getrunken. Anschließend haben wir uns unser Abendessen besorgt: frische Dorade und Rosmarinkartoffeln! Hmm, war das lecker! Der Fisch war sooo frisch, Ulf hat ihn super gebraten und meine Rosmarinkartoffeln sind auch gut gelungen. Die Crema Catalana als Nachspeise war jetzt gerade noch die Krönung auf einen ersten tollen Urlaubstag – und jetzt geh’ ich ins Bett!

30.05.2008, 22:16 Uhr
Wat’n Trip!

Boah, da kam Ulf doch gestern tatsächlich erst um 22 Uhr von der Arbeit, musste dann noch Koffer packen und um 4 Uhr klingelte schon wieder der Wecker, damit wir den Flieger um 6 Uhr nach Jerez erwischen konnten. Das hieß für uns beide ca. 4 Stunden Schlaf...

Ulf ist dann im Flieger auch gleich weggeknackt, während ich erstmal meinen morgendlichen Hunger stillen musste und dann erst nach meinem ersten Urlaubs-Prosecco ein kurzes Nickerchen einschieben konnte.

Bei der Landung erwartete uns wie vorhergesagt Regen und 22°C, während sich in Deutschland heute die große Hitze und Schwüle breitmachte.... Irgendwas haben wir falsch gemacht...

Nachdem unser kleines Mietwagen-Chaos dann auch beigelegt war (wir wurden netterweise upgegraded, weil kein Auto unserer gebuchten Klasse mehr vorhanden war, dann gab man uns aber den Schlüssel für ein Fahrzeug, das wohl gerade völlig verdreckt und verbeult abgegeben worden war bis wir dann schließlich den richtigen Schlüssel für einen netten nagelneuen Ford Focus Estate Kombi bekamen), machten wir uns auf den kurzen Weg durch mittlerweile strömenden Regen nach Conil.

Schon auf der Fahrt stellten wir fest, dass sich in den letzten zwei Jahren hier eine Menge getan hat: Straßen wurden neu gebaut, Hotels und Apartment-Anlagen stehen auf einmal da, wo vor zwei Jahren noch wilde Pampa zu finden war. Schade eigentlich – aber wir tragen ja auch dazu bei, dass diese Ecke immer touristischer wird. Schön, dass wir jetzt noch mal hier sind, bevor alles zugebaut ist.

Unser Apartment ist leider auch nicht ganz so nett, wie es auf den Bildern erschien. Aber nach einer ordentlichen Grundreinigung meinerseits bin ich jetzt ganz zufrieden, aber auch völlig k.o.!

Ulf hatte sich hingelegt und ich konnte nicht an mich halten und musste einfach einen Großteil der Pekigkeit hier beseitigen – sonst hätte ich mich hier einfach nicht wohl gefühlt. Klar ist aber natürlich, dass wir Montag bei unserer Vermiet-Agentur Bescheid sagen müssen, denn schließlich bezahlen wir auch eine Endreinigung, also hätte vor unserer Ankunft gefälligst auch eine stattfinden müssen. Das Wischwasser sah allerdings so aus als wäre hier seit mindestens Ende der letzten Saison nicht mehr gewischt worden.

Nunja, entschädigt wurde ich durch unseren ersten schönen Strandspaziergang, denn während meiner Putzaktion hatte sich der Himmel aufgeklart und die Sonne kam raus - na also!

Am Strand wusste ich dann auch wieder, warum wir hierher gefahren sind, denn die Kulisse ist einfach traumhaft. Ich konnte immer nur wieder ‚Herrlich!’ sagen.

Und wie schön wird es erst werden, wenn ich da morgen früh beim Sonnenaufgang (lt. Forerunner um 7:09 Uhr) laufen gehe. Aber dafür muss ich jetzt auch gleich schnell ins Bett, denn mein Körper macht nach unserem etwas improvisierten Nudel-Essen gerade völlig schlapp.

Da sach’ ich also nur noch: Gut’ Nacht!


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